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Samstag, 23. August 2014

Neuer lebender Stadtteil in Göteborg

Seit rund zehn Jahren ist der Baukonzern Serneke AB aus Göteborg an der Planung eines neuen Stadtteils in Lindholmen beteiligt in dessen Zentrum sich das höchste Gebäude Schwedens befinden wird, der über 200 Meter hohe Wolkenkratzer Polstjärnan, den ein amerikanisches Architektenteam erstellen wird, vorausgesetzt, dass vor Baubeginn bereits etwa 70 Prozent der geplanten Wohnungen verkauft werden. Welche alternative Lösung existiert, darüber schweigt Ola Serneke, der Generaldirektor des Konzerns.

Auf die häufige Kritik, dass sich der neue Stadtteil vor allem an Reiche richtet, verweist Ola Serneke auf seine Homepage, die bei dem Gesamtprojekt vor allem Zeichnungen des Wolkenkratzers zeigt, aber dort kann man auch lesen, dass es sich bei diesem neuen Stadtteil um ein haltbares Projekt handelt, das sowohl ökologisch, ökonomisch als auch in sozialer Hinsicht durchdacht ist und dieser Stadtteil 24 Stunden am Tag leben wird, eine Aussage, die dem Lehrbuch eines Architekten in Absprache mit dem Göteborger Stadtrat entstammen könnte und im Grunde nichts sagt.

In der Tat plant die Gruppe Serneke nicht nur den Wolkenkratzer in Lindholmen, sondern Gebäude aller Art, zwischen einem Hotel, Restaurants, einer Markthalle und Wohnungen für Studenten. Insgesamt sollen dort 1400 Wohnungen gebaut werden, was sehr positiv klingt. Allerdings findet man nirgends um wie viele Mietwohnungen es sich handelt und die Preise für die 300 geplanten Studentenwohnungen unbekannter Größe von denen Ola Serneke spricht, kann man ebenfalls nirgends finden. Da sich jedoch bereits 400 teure Wohnungen im Wolkenkratzer befinden und 300 Studentenwohnungen geplant sind, ist leicht zu sehen, dass vermutlich nicht mehr als vielleicht 250 Wohnungen für Mieter gedacht sind, die sicherlich ebenfalls ein höheres Einkommen nachweisen müssen, denn die Mehrheit der Wohnungen werden Bostadsrätter sein.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. Juni 2014

Göteborg bekommt Nordens höchsten Wolkenkratzer

Gestern wurde bekannt gegeben welchen Wolkenkratzer Göteborg zum Jahr 2019 bekommen wird, der dann nur zwei Jahre später, während der 400-Jahrfeier Göteborgs, das neue Wahrzeichen der Stadt sein soll, sichtbar bereits weit vom Meer aus und als Symbol für eine aufstrebende Stadt gedacht, die damit auf die Karte der höchsten Häuser Europas geraten wird und Lindholmen damit endgültig auf die Landkarten setzen wird, einen Stadtteil, der sich auf der viertgrößten Insel Schwedens befindet.

Design: SOM (Skidmore, Owings & Merrill)

Wie zu erwarten, hatte sich die Jury für eines der beiden höchsten Gebäude entschieden, das bereits nach der Skizze 230 Meter hoch sein soll, jedoch problemlos auch 250 oder 260 Meter werden kann und damit zu den zwanzig höchsten Wolkenkratzern ganz Europas gehören kann und von der vermögendsten Schicht Schwedens bezogen werden kann, denn der Quadratmeterpreis des Prestigeobjekts wird nicht für den Durchschnittsbürger gedacht sein.

Gewinner wurde das Architekturbüro SOM (Skidmore, Owings & Merill), das bereits sechs der 15 höchsten Gebäude der Welt erbaute, unter anderem auch das bisher höchste Bauwerk in Dubai. Auch wenn die Vorschläge offiziell anonym waren um die Jury nicht zu beeinflussen, konnte man bereits am Vorschlag einige Hinweise auf das Architektenteam finden, das letztendlich auch gewann. Nach der offiziellen Begründung wurde das 1,5 Milliarden teure Projekt gewählt, weil es ideal in das Stadtmilieu Göteborgs passt und die Architekten auch an einen Park dachten für den jedoch der aktuelle Verkehr umgeleitet werden muss.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 21. April 2014

Neue Studentenwohnungen für Göteborg

Wenn es um Bauvorhaben geht, denkt das Bauamt Göteorgs nicht unbedingt an die billigsten Mieten oder Preise für die Einwohner und noch weniger daran ob die neuen Gebäude auch in die Stadtlandschaft passen, was natürlich anschliessend zu Protesten von Seiten der betroffenen Bewohner führt und jedes Bauprojekt zudem verzögert oder auch, nach einem entsprechenden Gerichtsbeschluss, ganz verhindert.

Eines dieser Projekte findet man nun in Lindholmen, genauer genommen einem Teil Lindholmens, der ein historisches Interesse aufweist, über eine einzigartige Bauweise verfügt und daher zu den Gebieten gehört, die auf Grund eines Reichsinteresses erhalten bleiben sollen. Bei Erweiterungen muss zudem jedes neue Gebäude der Umgebung angepasst werden, was Göteborg bei seiner Ausschreibung im Jahre 2011 wohl vergessen hat den Architekten mitzuteilen, davon abgesehen, dass die anschliessende Auswahl nicht so ganz legal zuging.

In der Tat soll nun auf einem Raum in dem überwiegend Holzgabäude des 19. Jahrhunderts stehen zusätzlich ein fünfstöckigen Wohnkomplex mit 175 Studentenwohnungen entstehen, obwohl es in der Nähe davon eine weitaus geeignetere Fläche für dieses Gebäude gibt und der Neubau auch die Parkplätze für die vorhandenen Bewohner vernichtet. Das Bauamt der Stadt will mit dieser Idee ein einzigartiges Gebiet vom gesamten Göta älv aus verstecken und damit zeigen, dass Göteborg eine moderne Stadt ist, auch wenn die Besucher eigentlich den älteren Charakter bevorzugen, der in Göteborg täglich mehr verloren geht.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 26. August 2011

Göteborger Schule macht Lehrer krank

Ein Gymnasium mit 275 Schülern im Göteborger Stadtteil Lindholmen wurde vom Gesundheitsamt geschlossen, weil die Angestellten und Schüler durch den Aufenthalt im Schulgebäude erkranken. Die üblichsten Symptome sind Hustenreiz, Schweißausbrüche, Atemprobleme und starke Kopfschmerzen, weshalb bereits im vorigen Jahr, nachdem die Schule dort eingezogen war, die Krankmeldungen von Angestellten und Schülern weit über dem Durchschnitt lag.

Auf Grund der Probleme wurde dieses Jahr die Schule vollständig saniert und auch die gesamte Belüftungsanlage und die Fenster ausgetauscht, damit diesen Herbst ein unbeschwerter Schulbesuch gewährleistet werden sollte. Da die Probleme erneut und in voller Stärke wieder auftauchten, blieb dem Gesundheitsamt keine andere Wahl mehr als die Schule zu schließen.

Auch die neuen Untersuchungen im Gebäude brachten bisher keine Resultate, so dass weiterhin nach der Ursache der Erkrankungen gesucht werden muss. Die 275 Schüler des Gymnasiums haben nun, bereits zum Schulbeginn, jedoch keine Schule mehr und warten darauf, dass die Schulverwaltung oder die Stadt ihnen ein neues Gebäude findet, damit der Unterricht wieder aufgenommen werden kann.

Herbert Kårlin

Samstag, 26. Februar 2011

Kostenloser Fährverkehr über den Göta Älv

Nachdem alle Pläne für eine Fußgänger- und eine Fahrradbrücke über den Göta Älv bei Göteborg scheiterten, verlangte die Stadt eine kostengünstige Lösung für Pendler, die täglich über den Fluss müssen, der eine bedeutende Hürde für viele Göteborger darstellt.

Nun gab Västtrafik bekannt, dass der Verkehr mit den Älvsnabben zwischen Rosenlund und Lindholmen ab Herbst kostenlos sein wird. Gleichzeitig bestellen die Göteborger Verkehrsbetriebe zwei neuen Fähren im Werte von 90 Millionen Kronen, die ab 2013 in Betrieb sein werden und den Zugang, auch mit Fahrrädern, vereinfachen werden.

Da innerhalb des umstrittenen Infrastrukturpaketes der Stadt eine Straßenbahnverbindung von Järntorget und Lilla torget nach Skeppsbron geplant ist, soll die heutige Haltestelle der Älvsnabben in mehreren Jahren ebenfalls nach Skeppsbron verlegt werden.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 1. Juli 2010

Die Västerhavsveckan in Göteborg und dem Västra Götaland

Am 1. Juli wird an der Ostindiefararen Götheborg, die den Sommer über am Stenpiren in Göteborg liegt, die Västerhavsveckan, die Woche des schwedischen Westmeeres, eröffnet, die bis zum 11. Juli in Västra Götaland zu etwa 100 Aktivitäten einlädt, die dem Besucher das Meeresmilieu vor der Westküste näher bringen sollen.

In Göteborg konzentrieren sich die Aktionen vor allem um den Segler Götheborg, das Einkaufszentrum Nordstan, das Universeum, das Museum Maritiman und das Meereszentrum in Lindholmen, wo Kapitäne und Seeingenieure für die Hochsee ausgebildet werden. Die Mehrheit der Ereignisse richten sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene.

Während die ruhigste Möglichkeit das Meeresmilieu zu entdecken eine Wanderung entlang der Küste des Bohuslän ist, so ist vermutlich eine Fahrt mit dem Forschungsfahrzeug Nereus in das jüngste Meeresschutzgebiet Kosterhavet das aufregendste Erlebnis, wo man einen Teil der dort vorkommenden 6000 Arten an Pflanzen und Tieren aus nächster Nähe entdecken kann.

Herbert Kårlin

Sonntag, 7. März 2010

Die Hochschule Chalmers in Göteborgs zieht in die Vororte

Die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg findet man heute vor allem im Zentrum Göteborgs und im Stadtteil Lindholmen, weit entfernt von den Randbezirken mit hoher Einwandererzahl. Diese Tatsache wird auch in Zusammenhang gezogen mit dem geringen Anteil von Einwanderern, die in Göteborg eine Ausbildung an einer Universität oder Hochschule suchen.

Die Technische Hochschule Chalmers will diese Problematik nun lösen und in Hammarkullen mit dem Aufbau zusätzlicher Ausbildungseinrichtungen beginnen, die alle maßgeblichen Studienrichtungen beinhalten und vor allem auch Studenten aus Hammarkullen und Angered anziehen, den beiden Stadtteilen mit der bedeutendsten Einwanderungsquote Göteborgs.

Auch die Hochschule für Szene und Musik hat ähnliche Pläne und will ihre Aktivitäten in Angered ausbauen und mit dem Studio Angered ein Bindeglied zwischen Gymnasium und Hochschule schaffen. Mit beiden Plänen hofft man auch Studenten mit Einwandererhintergrund aus anderen Teilen Schwedens anziehen zu können, indem man ihnen die Schwellenangst nimmt, da ein Studium im Zentrum Göteborgs immer noch den Ruf trägt für die schwedische Elite und reiche ausländische Studenten zu dienen.

Herbert Kårlin