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Dienstag, 6. Mai 2014

Göteborg sucht Lösung für Roma-Lager

Nachdem Göteborg bereits negative Schlagzeilen bekam weil die Stadt Roma, die an den Straßen bettelten, zwangsweise nach Rumänien ausgeliefert hat und die Nationalpresse mittlerweile jede Zwangsräumung von Roma-Lagern extrem kritisiert, versucht Göteborg nun eine andere und humanere Lösung zu finden, die von den Media positiv bewertet wird und Göteborg gleichzeitig als Vorbild erscheinen lässt.


In der Tat sind im kommenden Budget 6,4 Millionen Kronen für arme EU-Migranten vorgesehen und Göteborg ist eine der fünf Musterstädte Schwedens, die mit Hilfe von Europageldern Möglichkeiten finden sollen Roma in die schwedische Gesellschaft zu integrieren. Nach Beratungen kam die Stadtverwaltung daher auf die Idee die Roma, die man lieber als arme EU-Migranten bezeichnet, auf neu zugelassenen Campingplätzen unterzubringen statt sie in der ganzen Stadt verteilt auf verschiedenen Parkplätzen wohnen zu lassen.

Auch wenn die Stadt über das Geld verfügt, so hofft sie indes, dass die gemeinnützigen Hilfsorganisationen sich um die Roma kümmern und dass man die Parkplätze der Kirchen in vorübergehende Campingplätze verwandeln kann, so dass sich Göteborg selbst nur noch um die Toiletten und Stellen zum Waschen kümmern muss. Sollten die Kirchen die Idee nicht aufnehmen, so sieht Göteborg notfalls auch auf städtischem Grund einen Campingplatz für arme EU-Migranten vor, allerdings nur am Rande der Stadt und nur für einen begrenzten Zeitraum.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 26. Juni 2012

Mobiler Sommer-Veterinär im Västra Götaland

Auf den Campingplätzen an der Küste des Västra Götalands findet man jedes Jahr mehr Haustiere, die ihre Besitzer mit in den Urlaub nehmen. Aber gerade während des Urlaubs ist auch das Risiko höher, dass Tiere erkranken oder einen Unfall haben, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie hier mit vielen anderen Tieren in Berührung kommen, sie sich in einer unbekannten Gegend bewegen und teilweise auch ungewohnte Nahrung aufnehmen.

An der schwedischen Westküste finden Tierfreunde dieses Jahr einen Service besonderer Art, denn während der Sommermonate wird entlang der Küste eine mobile Veterinärsklinik unterwegs sein, die auch an allen größeren Campingplätzen Halt macht um Haustieren wie Hunden, Katzen oder auch Vögeln im Notfall beistehen zu können ohne dass die Besitzer sich auf die Suche nach einer Tierklinik machen müssen.

Wer mit seinem Haustier per Wohnwagen oder Zelt an der schwedischen Westküste unterwegs ist, sollte sich daher an den besuchten Campingplätzen informieren, ob die rollende Tierklinik auch dort Halt macht oder wo die nächste Kontaktstelle zu finden ist. Um jedes Risiko zu vermeiden, raten die schwedischen Veterinäre allerdings auch dazu eine Zusatzversicherung für die Haustiere abzuschließen, damit im Notfalle auch die Kosten einer Unterbringung der Tiere und unvorhergesehen Kosten bezahlt werden, damit der Urlaub in jedem Fall zum Erfolg wird.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. November 2011

Flüchtlinge in Göteborg müssen auf Campingplätzen wohnen

Trotz der mittlerweile sehr restriktiven Asylpolitik Schwedens kommen jede Wochen immer noch rund 150 Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern beim Ausländeramt im Göteborger Kållered an, etwa die gleiche Anzahl, die das Amt an Gesamtunterkünften hat. Diese permanente Ankunft an Flüchtlingen verursacht immer größere Probleme für das Amt, das für diese Gruppe an Personen für Unterkünfte in Västra Götaland sorgen muss.

Da vor allem in Göteborg selbst eine immense Wohnungsnot herrscht, ist es mittlerweile unmöglich geworden hier für alle ankommenden Flüchtlinge eine Wohnung zu finden bis jeder einzelne Antrag überprüft wurde. Die Folge ist, dass immer mehr Flüchtlinge weit außerhalb Göteborgs untergebracht werden müssen und mittlerweile selbst in winterfesten Stugor auf Campingplätzen wohnen müssen, eine Situation, die das Ausländeramt gerne vermeiden würde, da diese Stugor oft weder über Toiletten noch Duschen verfügen, außer den Gemeinschaftsanlagen.

Da durch den hohen Strom an Asylanten, die in Göteborg ankommen, auch die Bearbeitungszeiten der Anträge immer länger werden, ist ungewiss wie lange diese provisorischen Unterkünfte die einzige Chance sind, den neu angekommenen Flüchtlingen eine Wohnung zu bieten. Da immer mehr Asylanten auch gegen die ersten Ausweisungsbescheide der Behörde gerichtlich vorgehen, sind auch die Zeiten zwischen Ankunft und endgültiger Entscheidung immer länger.

Herbert Kårlin