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Sonntag, 7. April 2013

Fischbestand im Västra Götaland bedroht

Auf Grund der extremen Wettersituation in südlichen Teilen Schwedens, insbesondere in Halland und dem Västra Götaland, führen Bäche und kleinere Wasserläufe Anfang April so wenig Wasser, dass die Fischbestände bedroht sind, sollte es nicht in kürzester Zeit zu starken Regenfällen kommen. Insbesondere bedroht sind bereits Lachse und Meerforellen, die von fliesendem Wasser in ausreichender Menge abhängig sind. Die Wassermenge ist jedoch seit den ersten Messungen so gering wie bisher zweimal.

Die Ursache des aktuellen Wasserproblems liegt jedoch nicht nur an der extremen Trockenheit, die bereits seit mehreren Wochen über dem Västra Götaland liegt, sondern auch daran, dass die Schneeschmelze des ohnehin geringen Schnees des Jahres sehr langsam einsetzte und daher dem Boden keine größeren Wassermassen abgab. Erschwerend war zudem die nächtliche Kälte, die den Boden nicht auftauen ließ und daher das Wasser in der Erde gleichzeitig festhält.

Die Bedrohung des Fischbestands erklärt sich nun dadurch, dass bereits sehr viele der Stellen an denen die Fische laichen im Trockenen liegen und der bereits vorhandene Rogen einfach in den Nächten erfriert und austrocknet. Da Meerforellen ihren Laich an den Rändern von Bächen ablegen, dürfte der Bestand im Västra Götaland und auch in Halland bereits bei der aktuellen Wasserlage bedeutend zurückgehen.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer Göteborgs Tanz- und Theaterfestival

Montag, 1. August 2011

Schutzjagd auf Seehunde im Västra Götaland

Ab heute beginnt an der Küste des Västra Götalands die Schutzjagd auf Seehunde (Phoca vitulina), deren Anzahl nach dem Jägerverband bei mindestens 20.000 Tieren an der gesamten Westküste liegt, nach dem Umweltsamt bei etwa 15.000, aber deren Zahl auch noch etwas tiefer liegen kann. Sicher ist, dass sich die Bevölkerung mittlerweile vollständig erholt hat und wieder wächst.

Obwohl die Jäger das Töten von 240 Tieren forderten, erfolgte vom Umweltsamt im Västra Götaland nur eine Genehmigung für 50 Tiere und in Halland für weitere 40 Tiere. Als Argument für die Schutzjagd gilt insbesondere, dass die Seehunde, nach Aussage der Berufsfischer, jährlich einen Schaden von über 50 Millionen Kronen anrichten.

Die Schutzjagd auf Seehunde im Västra Götaland findet bis zum 31. Dezember des Jahres statt, allerdings im Rahmen der zugelassenen Quote. Die Jagdverbände klagen jedoch, dass die Jagd auf Seehunde erneut nur von Land aus erfolgen darf und nicht, wie in anderen Ländern, von Booten aus. In Schweden dürfen nur Berufsfischer unter gewissen Bedingungen und nach Sondergenehmigung vom Boot aus einen Seehund erlegen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Mai 2011

Göteborska der beliebteste Dialekt Schwedens

Nach einer Sifo-Umfrage halten 18 Prozent der Schweden den Dialekt Göteborgs (Göteborska) für den attraktivsten und sexysten Dialekt des Landes. Gefolgt wird dieser Dialekt von jenem Nordschwedens, den 17 Prozent des Landes für den heißesten Dialekt halten und 16 Prozent stimmten für Skånska, den Dialekt im südlichsten Teil Schwedens.

Was die ersten beiden Stellen der Liste betrifft, so sind sich jedoch Männer und Frauen nicht ganz einig, denn Männer fühlen sich mehr vom Norrländska angezogen und Frauen bevorzugen Göteborska. Die Mehrheit der Liebhaber des westschwedischen Dialekts halten ihn für positiv und offen, ein Attribut, das anderen Dialekten fehlt.

Weniger Glück hatte der Dialekt Stockholms, der gerade einmal sieben Prozent der Schweden anspricht und damit noch nach Gotländska kommt. Am Ende der Liste kommt dann Halländska, der Dialekt Hallands, den gerade noch ein Prozent der Schweden für sexy halten. Nicht mehr in Liste geraten ist der Dialekt Örebros, den keiner der Befragten für attraktiv und ansprechend hielt.

Herbert Kårlin

Samstag, 17. Oktober 2009

Göteborger handeln lieber in Einkaufszentren außerhalb der Stadt

Der größte Gewinner der Krise und der Arbeitslosigkeit in Göteborg ist das Einkaufzentrum in Kungsbacka in Halland. Während der Handel in Göteborg stagniert und gesamt gesehen unter dem schwedischen allgemeinen Wachstum zurückbleibt, konnte Kungsbacke eine Umsatzsteigerung von 10% verbuchen.

Diese Situation gibt umso mehr zu denken, wenn man bedenkt, dass Göteborg den höchsten Bevölkerungszuwachs Schwedens verzeichnet und damit auch die Kaufkraft der Stadt, trotz Krise, steigt. Eine Entwicklung, die sich auch im nächsten Jahr voraussichtlich fortsetzt. Während selbst Geschäfte in Kållered, am Rande der Stadt, finanzielle Einbussen und Konkurse verzeichnen, erwirtschaften die gleichen Konzerne außerhalb Groß-Göteborgs mit Göteborgern einen Gewinn.

Die Stadtverwaltung will nun mit dem Ausbau von Avenyn und dem Södra Älvstranden diese Entwicklung umkehren, was jedoch eine zweifelhafte Aktion ist, da es sich sowohl bei der Entwicklung des Södra Älvstranden als der Avenyn um Geschäfte der oberen Preisklasse handelt und die Zugangsbeschränkungen durch die geplante Maut, sowie die reduzierten Parkmöglichkeiten eher das Gegenteil bewirken werden.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin