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Freitag, 8. November 2013

Stena-Boote verschwinden aus dem Zentrum Göteborgs

Nach langen Diskussionen über die Zukunft der Dänemark-Boote bei Masthugget kam es nun zu einer endgültigen Entscheidung zwischen Stena-Line und der Stadt Göteborg. Stena-Line darf die aktuelle Anlegestelle noch bis zum 31. Dezember 2019 benutzen, muss dann jedoch das Kai verlassen haben, denn der neue Vertrag kann nicht mehr verlängert werden und die Stadt Göteborg erhält den Grund am Wasser wieder zurück.


Allerdings wird bereits an einer neuen Lösung für Stena-Line gearbeitet, denn da das Deutschlandterminal in Majnabbe noch bis 2024 benutzt werden darf und dieser Vertrag auch verlängert werden kann, werden vermutlich sämtliche Fähren dorthin verlegt, was bedeutet, dass sie weiterhin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen sind und die jährlich rund 1,6 Millionen Passagiere nicht mit einer langen Anfahrt rechnen müssen.

Für die Stadt Göteborg bedeutet dies, dass sich die Stadt ab 2020 an einer der attraktivsten Gegenden der Stadt, nämlich entlang des Göta älv ausdehnen kann. Mit Sicherheit wird eine Passage für Fußgänger entlang des Wassers offen gehalten, aber interessanter ist dabei der Baugrund, denn Wohnungen in dieser Lage können zu Höchstpreisen verkauft werden, werden aber auch die Innenstadt ausdehnen, so dass eine bisher unattraktive Gegend auch für touristische Zwecke genutzt werden kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 24. August 2013

Der sechste Mitternachtslauf in Göteborg

Heute Abend um 21 Uhr 30 werden bis zu 14.000 Läufer im Göteborger Schlosswald starten um am zehn Kilometer langen Mitternachtslauf (Midnattsloppet) teilzunehmen, der in diesem Jahr zum sechsten Mal ausgetragen wird und eine Woche nach dem Lauf in Stockholm, aber zwei Wochen vor jenem in Malmö ausgetragen wird. Vor Ort kann man sich dieses Jahr nicht mehr anmelden, de sämtliche Plätze bereits im Juni des Jahres vergeben waren.

Auch wenn der Midnattsloppet in Göteborg bei weitem kürzer ist als der Halbmarathon GöteborgsVarvet, so ist dieser Lauf eine Herausforderung an die Teilnehmer, denn in der Dunkelheit eine Rekordzeit zu laufen ist nicht das gleiche wie diese Strecke am Tag zu nehmen, auch wenn nachts die Hitze kein Problem mehr verursachen kann, denn einige Stellen, die die Läufer beim Mitternachtslauf nehmen müssen, sind nicht gerade optimal beleuchtet.

Um die Läufer anzuspornen und die Zuschauer trotz der fortgeschrittenen Stunde an der vorgegebenen Bahn, die vor allem die Göteborger Stadtteile Masthugget, Majorna und Linné durchläuft, zu halten, werden in regelmäßigen Abständen Musikgruppen ihr Bestes geben. Wie viele der 14.000 angemeldeten Läufer, die auch ihre 425 Kronen an Teilnahmebeitrag bezahlt haben, tatsächlich zum Start antreten, ist indes immer ein Rätsel bis zur letzten Sekunde, de bei jedem Lauf in Schweden bis zu 25 Prozent der Angemeldeten in letzter Sekunde noch an ihrer Fähigkeit zweifeln beginnen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 19. Oktober 2010

Stena Line soll den inneren Hafen in Göteborg verlassen

Seit den 50er Jahren liegen die Fähren von Stena Line nach Dänemark und Deutschland an den Kais des inneren Hafens in Göteborg und zum Teil in nächster Nähe der Innenstadt. Seit 2004 wird diese privilegierte Situation in Frage gestellt, da vor allem die Boote nach Dänemark auch die städtische Entwicklung des südlichen Flussufers verhindern.

Nun hat Stena Line in erster Instanz vor dem schwedischen Umweltgericht seine Rechte zum Anlegen am heutigen Stena-Pier verloren, da die Linie unter anderem über keinen Ausweichhafen verfügt, sollte irgend ein Problem auftauchen oder ein Unglück im Hafenbecken geschehen. Stena Line hat ging nun gegen diese Entscheidung in Revision und hat bis zum 9. November Zeit ihre Argumente zu festigen.

Aber selbst wenn Stena Line nun als Sieger hervorgehen sollte, so bahnt sich bereits das nächste Problem an, da der Göteborger Stadtteil Masthugget aufgewertet werden soll und auch hierbei die Dänemark-Fähren von Stena Line das größte Problem sind. Nach Aussagen von Stena Line sind die Fähren am heutigen Platz von größter Bedeutung für die touristische Entwicklung Göteborgs und Alternativen sind weder im Freihafen, noch auf der Nordseite des Flusses oder im äußeren Hafen vorhanden, was Stena Line nun sicher vor dem Umweltgericht beweisen muss.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 26. August 2010

Neue Hotels, die Zukunft Göteborgs

In Göteborg wird die Kapazität an Hotelzimmern innerhalb der nächsten zwei Jahre um über 30% erhöht, wobei die bedeutendsten Neubauten der dritte Turm der Gothia Towers und der Umbau des alten Postgebäudes sind, beides Projekte der oberen Preiskategorie und verbunden mit einer aktiven Kongressaktivität in Göteborg.

Nachdem die Stadt Göteborg den Stadtteil Masthugget nun modernisieren will, soll auch hier ein modernes 23-stöckiges Konferenzhotel entstehen, das bereits in drei Jahren den Stadtteil dominieren kann. Auch das Hotel, das vom Folkets Hus am Järntorget geplant wird, soll sich auf die bereits existierende Konferenzaktivität der Anlage stützen und diese ausbauen.

Im Folkets Hus finden bereits heute zahlreiche Tageskonferenzen für zwischen 100 und 500 Personen statt. Da jedoch keinerlei Hotelaktivität an das Gebäude geknüpft ist, hofft man mit einem Hotel, das über etwa 200 Zimmer verfügt, diesen Nachteil ausbügeln zu können ohne mit anderen Hotels der Stadt Verträge schließen zu müssen.

Herbert Kårlin

Freitag, 13. August 2010

Stena kann die Modernisierung von Masthugget stoppen


Trotz mehrmaliger erfolgloser Versuche den Stadtteil Masthugget in Göteborg attraktiver zu gestalten und ihm Leben einzuhauchen, gibt die Stadt nicht auf und legt nun einen neuen Plan vor wie dieser Stadtteil zum Leben erweckt werden kann. Wohnhäuser, Büroräume, Grünflächen und Spielplätze sind geplant. Selbst der Oscarsleden soll überbaut werden, damit die Lärmbelastung des Stadtteils so weit wie möglich reduziert wird.

Der Plan zeugt von Ambition und könnte einen der historisch bedeutendsten Teile Göteborgs in ein positives Licht setzen und den Stadtteil wieder beleben sowie Geschäften in der Första und der Andra Långgatan auch zu bedeutenden Umsätzen verhelfen, wenn nicht der Södra Älvstranden vor diesem Stadtteil vom Fryshuset und dem Stena-Terminal nach Dänemark belegt wären, denn ohne Zugang zum Wasser bleibt Masthugget unattraktiv.

Während man das Fryshuset mit einer Fassadenveränderung unter Umständen noch in einen modernen Stadtteil integrieren könnte, da die Eigner einen Verkauf des Gebäudes ablehnen, ist Stena ein weitaus größeres Problem, da die Hafenanlage Stenas Göteborg einen beträchtlichen Gewinn einbringt und Stena weder zum Freihafen, noch auf den Norra Älvstranden umziehen oder sich gar aus Stadtnähe entfernen will. Ohne einen Umzug oder eine Umstrukturierung des Stena Kais bleibt jedoch Masthugget der Göta Älv versperrt.

Herbert Kårlin