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Mittwoch, 18. Juni 2014

Mehr Mietfahrräder in Göteborg

Das städtische Mietfahrradsystem Styr och Ställ wird auch diesen Sommer wieder weiter ausgebaut und in der Innenstadt entstehen weitere 13 Stellen an denen man sehr preisgünstig für eine halbe Stunde ein Fahrrad leihen kann um damit eine kurze Strecke im Zentrum per Fahrrad zurücklegen zu können. Als äußerste Grenze kam nun auch ein Platz am Botanischen Garten Göteborgs hinzu.


Das Göteborger Straßenverkehrsamt feiert sein Leihsystem mit den lobendsten Worten, da die Fahrräder immer häufiger benutzt werden, trotz der Probleme, dass man damit weder nach Hisingen, noch an die Badeplätze oder an die Delsjön kommen kann, Ziele, die im Sommer für die Bewohner der Stadt von größtem Interesse wären. Ziel ist lediglich, dass man mit den Mieträdern einfacher zu seinem zentral gelegenen Arbeitsplatz gelangt.

Mit keinem Wort spricht das Göteborger Straßenverkehrsamt von seinem touristenfeindlichen System, das jedes Privatunternehmen mit Mieträdern zum Konkurs führt. Aber für Touristen ist Styr och Ställ vollkommen uninteressant, denn ein Tagesausflug im Sommer kostet pro Tag auch bisweilen weit über 600 Kronen. Wer daher nur zwei oder drei Tagestouren machen will, kann sich für diesen Preis ein gebrauchtes Fahrrad kaufen und es am Ende des Urlaubs einfach an der Straße stehen lassen. Keine Stadt der Welt zeigt sich beim Fahrradverleih so touristenfeindlich wie Göteborg.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 13. September 2013

Göteborger Mietfahrräder im Aufwind

Nach den Statistiken des Straßenverkehrsamts in Göteborg wurden im letzten Quartal die Mietfahrräder Styr & Ställ insgesamt 143.000 Mal ausgeliehen, knapp 70 Prozent öfter als im gleichen Quartal des Vorjahres. Die Ursache dieses Wachstums ist nicht erforscht, kann jedoch sowohl an der Einführung der Maut als auch der Ausdehnung der Verleihstellen oder dem steigenden Interesse von Studenten an diesen Rädern liegen.


Das Verleihsystem Styr & Ställ wurde erst 2010 in Göteborg eingeführt und wird nun als großer Erfolg gefeiert, da die Verantwortlichen die damit verbundenen Nachteile nicht sehen wollen. Die städtischen Mietfahrräder sind sehr praktisch und extrem preisgünstig wenn man nur vom Bahnhof zur Universität oder Arbeitsstelle fahren will, haben jedoch für alle Touristen, die in der Stadt ankommen unüberwindliche Probleme geschaffen.

Da die Fahrräder gegen die günstige Jahresgebühr nur jeweils eine halbe Stunde lang benutzt werden können, sind sie für Ausflüge in die nähere Umgebung oder gar für eine Woche unbezahlbar, da man sich bereits nach zwei Miettagen ein günstiges Fahrrad kaufen kann. Die privaten Verleihstellen, die es vorher in Göteborg gab, sind nun jedoch auf eine einzige geschrumpft. Inwieweit das Geschäft für die Stadt rentabel ist, ist ebenso ungewiss, denn in der Tat wird jedes Fahrrad, trotz des enormen Wachstums, im Durchschnitt gerade einmal am Tag benutzt.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. Juni 2012

Endlich Fahrräder für Göteborgs Angestellte

Diese Woche konnte sich der Stadtrat Göteborgs endlich darüber einigen unter welchen Bedingungen die Angestellten der Stadt ihre Fahrräder subventioniert bekommen und wer von der Aktion betroffen sein wird. Sehr bald war man sich einig, dass das Angebot nur für die 31.000 fest Beschäftigten gelten soll und dass die Gesamtsumme von 1500 Kronen möglichst in drei jährlichen Zuschüssen bezahlt werden soll, die allerdings als steuerpflichtiges Einkommen gelten, also in Realität nur etwa 1000 Kronen ausmachen.

Sollten tatsächlich alle berechtigten Angestellte den Kauf eines Fahrrads wählen, so kostet dies die Steuerzahler pro Jahr etwas über 22 Millionen Kronen und insgesamt über 60 Millionen Kronen, wobei natürlich niemand damit rechnet, dass es wirklich zu einem Ansturm kommen sollte, da ein gutes Fahrrad im Durchschnitt immer noch um die 5000 Kronen kostet, man also 4000 Kronen zulegen muss, und man sich dann auch noch täglich anstrengen soll um zur Arbeit zu erscheinen.

Die Stadt bietet in jedem Fall zwei Alternativen an, nämlich entweder den Kauf eines Fahrrads mit einem Zuschuss von 1500 Kronen, unabhängig davon, ob man dann mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt oder nicht, oder aber die dreijährige Miete inklusive Wartung, die den Mieter allerdings pro Monat 180 Kronen kostet, wobei er dann nach drei Jahren das Gefährt zum Restwert kaufen kann. Für ein Fahrrad, das 5000 Kronen in bar kostet, muss er dann etwa 7000 Kronen bezahlen. Wer sein Fahrrad in diesem Falle schont, hat daher nicht nur auf den Zuschuss von 1500 Kronen verzichtet, sondern bezahlt auch noch rund 20 Prozent an Zinsen für sein Fahrrad. Es wird sich zeigen wie viele sich von dieser Miete überzeugen lassen, zumal die Räder von Styr & Ställ bei Kurzzeitnutzung weitaus billiger sind.

Herbert Kårlin

Dienstag, 1. November 2011

Mietfahrräder in Göteborg machen Winterpause

Als gestern die Mietfahrräder Göteborgs, Styr & Ställ, in die Winterpause gingen, um erst im kommenden April wieder an die üblichen Stellen zu kommen, waren die zur Zeit 600 Fahrräder während der Saison 2011 insgesamt rund 180.000 Mal ausgeliehen gewesen, was bedeutet, dass jedes Fahrrad nahezu zweimal am Tag für eine kleinere Fahrt benutzt wurde, eine Quote, die die Stadt als befriedigend betrachtet.


Insgesamt wurden im Jahre 2011 etwas über 20.000 Dreitagesabonnements zu je zehn Kronen und rund 2000 Saisonabonnements zu je 250 Kronen verkauft, was für den französischen Betreiber J.C. Decaux bedeutet, dass die 51 Fahrradterminals Bruttoeinnahmen von über 700.000 Kronen erwirtschafteten und daher bisher keine Gewinne erziehen konnten, sondern weiterhin von Steuergeldern finanziert werden müssen.

Zur kommenden Saison sollen nun weitere zehn Fahrradterminals im Zentrum errichtet werden. Stufenweise sollen dann bis zum Jahre 2013 an 70 bis 80 Fahrradterminals 1000 Fahrräder zur Verfügung stehen, wobei es nicht geplant ist die Randgebiete Göteborgs mit im städtischen Verleihsystem aufzunehmen, was bedeutet, dass sich Touristen, die länger als jeweils eine halbe Stunde lang ein Fahrrad benötigen, auch in Zukunft an die wenigen privaten Verleiher wenden müssen.

Herbert Kårlin

Samstag, 25. Juni 2011

Mietfahrräder in Göteborg im Aufwind

Nur im Mai dieses Jahres wurden die Mietfahrräder des Göteborger Systems Styr och Ställ rund 22.000 Mal ausgeliehen. Da man mit einer Jahreskarte von 250 Kronen von Mai bis Oktober für jeweils 30 Minuten ein Fahrrad ausleihen kann, sind es vor allem Pendler, die am Göteborger Hauptbahnhof ankommen, die dann ein Fahrrad vom Bahnhof zur Arbeit und zurück leihen.


Damit das System auch für die Touristen Göteborgs interessant sein soll, hat die Stadt nun auch Drei-Tages-Tickets für zehn Kronen eingeführt. Da man auch bei diesen Tickets das Fahrrad alle 30 Minuten wechseln muss, oder aber erhebliche Zusatzkosten einrechnen sollte, liegen hierzu noch keinerlei Ergebnisse vor.

Auch wenn das Bezahlsystem mittlerweile vereinfacht wurde und man nicht mehr über eine Garantiesumme verfügen muss, sowie die Karten an den Leihstellen erworben werden können, bleiben noch Probleme zu lösen, da die Automaten bisher nicht jede Kreditkarte akzeptieren. Die Betreiber wissen bisher jedoch noch nicht, um welche Karten es sich dabei handelt.

Herbert Kårlin

Samstag, 19. Juni 2010

Mietfahrräder in Göteborg bekamen einen Namen

Da man in Göteborg jedem kleinsten öffentlichen Ereignis einen Namen gibt, selbst wenn später niemand diesen Namen anwendet, so bekam auch der Fahrradverleih, der ab 10. August seinen Betrieb in der Innenstadt aufnimmt, seinen Namen. Nach einer Ausschreibung wurden sie nun bei der ersten Pressevorstellung Styr & Ställ genannt, was soviel bedeutet wie „lenke es und stell es ab“.


Auch das Verleihsystem, das unter der Leitung der französischen Firma JC Decaux, nun zum ersten Mal nach Skandinavien kam, weist in der Fahrradstadt Göteborg einige Änderungen auf, denn die Mietkarten gelten jeweils für drei Tage oder eine Saison, also von Frühjahr bis Ende Oktober. Die Leihgebühr von zehn, bzw. hundert Kronen bei einer Jahreskarte, kann per Internet oder direkt an einer der auf etwa sechzig geplanten Verleihstellen per Kreditkarte bezahlt werden.

Auch wenn dieser Preis unter jenem der anderen europäischen Städte wie Paris, Montpellier oder Berlin liegt, so darf dabei nicht vergessen werden, dass sich bei diesem Preis jeder Leihzyklus nur auf 30 Minuten begrenzt. Wer also als Tourist die Stadt per Fahrrad entdecken will, muss mit einer bisher nicht bekannt gegebenen Summe rechnen oder mit zwei Karten alle 30 Minuten das Fahrrad wechseln.

Dies zeigt natürlich, dass Göteborg bei seinem Fahrradverleih weniger an seine Besucher dachte, sondern mehr an die Bewohner der Stadt selbst, die nur kurz von einem Ort zum nächsten wollen, denn schon der Besuch in einer Lebensmittelboutique dauert länger. Auch der Ausbau des Systems in Randgebiete wird schwierig, da man ohne bedeutendes Training nicht in 30 Minuten von Saltholmen bis in die Innenstadt kommt.

Herbert Kårlin