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Sonntag, 10. Oktober 2010

Mobile Polizeistationen in Göteborg

Nach Willen der schwedischen Polizeibehörden sollen kleiner Straftaten und Vergehen in Zukunft von mobilen Einheiten direkt vor Ort behandelt und protokolliert werden, was bedeutetet, dass Täter und Zeugen nicht mehr grundsätzlich im nächsten Polizeigebäude ihre Aussagen machen müssen, sondern vor Ort vernommen werden können. Diese Methode soll Zeit und Geld sparen, aber Bürgern auch ein höheres Sicherheitsgefühl vermitteln, da dadurch die Polizei mehr Zeit auf den Straßen verbringt statt vor einem Schreibtisch.

Obwohl sich mobile Polizeistationen bereits in mehreren Teilen Schwedens, unter anderem auch in Stockholm, bewährt haben, sucht die Polizeibehörde in Göteborg noch nach eigenen, an die Stadt angepasste Lösungen. Die Verantwortlichen in Göteborg bestreiten nicht die Effizienz von mobilen Polizeistationen, sonder fragen sich, inwieweit diese in Göteborg angewandt werden können um die Kriminalität zu reduzieren.

In der Regel arbeiten mobile Polizeistationen mit Undercover-Polizei zusammen, die sich in Göteborg vor allem am Wochenende in sensiblen Szenen an der Avenyn, Järntorget und Linnégatan bewegt. Restaurants, Kneipen und Nightclubs der Stadt stehen der Kooperation zwischen Zivilpolizei und mobilen Polizeistationen sehr offen gegenüber, haben jedoch in Göteborg, nach eigenen Aussagen, bisher wenig von der Präsenz der Polizei entdeckt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Neue Regelung für Göteborgs Straßenmusiker für 2010 in Sicht

Nach einem Jahr absolutem Verbot von Straßenmusik in Zentrum Göteborgs, überdenkt nun ein Teil der Stadtverwaltung diese Bestimmung und hofft bis zum Saisonbeginn im Juli 2010 eine neue, etwas lockerere Regelung in Kraft zu setzen.

Der neue Vorschlag soll das Verbot aufheben, wie auch das Genehmigungsverfahren, jedoch für jeden Straßenmusiker die in diesem Kreis übliche Regelung zu übernehmen, nach der jeder Musiker nur maximal eine Stunde am gleichen Ort spielen darf und jeder Straßenmusiker sich außerhalb des Hörbereichs eines anderen Straßenmusikers aufhalten muss.

Der Änderungsantrag wurde von sechs Kommunalpolitikern Göteborgs eingereicht, die bei ihrem Antrag argumentieren, dass Straßenmusik eine Spontaneität voraussetzt, was von einem Regelwerk zerstört wird. Außerdem sei juristisch die Rolle der Polizeibehörde nicht eindeutig klar. Hinzu kommt, dass die Vorschrift der Stadtverwaltung letzten Sommer ohnehin nur sehr schwer durchzusetzen war und das Verhältnis der Straßenmusiker zu Göteborg nur verschlechtert hat.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. September 2009

Schwere Zeiten für Restaurantbesitzer in Göteborg

Göteborg ist die einzige Stadt Schwedens, die seit diesem Jahr jeden Besitzer oder Geschäftsführer eines Restaurants und einer Kneipe mit den Registern der Polizeibehörde abgleicht. Ziel ist es, die Geschäftsführer oder Besitzer herauszufinden, die in irgendeiner Weise vorbestraft sind, da Vorbestrafte in Schweden kein Recht erhalten in ihren Lokalen Alkohol auszuschenken.

In der Regel kann es ausreichen einmal mit einem zu hohen Alkoholspiegel in eine Polizeistreife zu geraten um, unter Umständen, seine Lebensgrundlage zu verlieren. Natürlich sind in Göteborg 99% der Betroffenen blütenrein und trinken nie auch nur ein Glas Wein bevor sie sich ans Steuer setzen, aber dennoch wurden dieses Jahr bereits fünf Personen in der Branche gefunden, die sich einmal mit Alkohol ans Steuer setzten.

Während die städtische Behörde, das Finanzamt und die Polizeibehörden diese systematische Kontrollmaßnahme als notwendig betrachten bleibt sie nicht ohne Kritik des schwedischen Verbandes der Hotel- und Restaurantbesitzer SHR, die zwar permanente Kontrollen befürworten, es jedoch für übertrieben halten, dass ein Restaurantbesitzer nicht ein einziges Mal 0,2 Promille bei einer Kontrolle überschreiten darf während Ärzte selbst nach Verurteilung und 1,4 Promille weiter praktizieren können.

Weitere Informationen zum Thema bei
Hårdare koll av krogarna

Herbert Kårlin