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Sonntag, 8. August 2010

RIB-Fahrten in Göteborg mit Problemen


Für etwas unter 100 Euros kann man mit einem der RIB-Boote drei Stunden lang in Höchstgeschwindigkeit durch die Schärenwelt Göteborgs brausen, Vinga besuchen und Geschwindigkeit, Wasser, sowie Abenteuer spüren. Die Angebote sind vielschichtig und reichen von einer simplen Ausflugsfahrt in Höchstgeschwindigkeit (130 km/Stunde, was etwa 250 km/Stunde auf der Autobahn entspricht) über eine Fahrt innerhalb einer Konferenzaktivität bis zu Fahrten, die mit einem Essen von Meeresfrüchten unterbrochen wird.

RIB-Boote (Festrumpfschlauchboote) mit bis zu drei Hochleistungsmotoren unterliegen in Schweden bisher keinem Genehmigungsverfahren und die Fahrer müssen bisher auch ihre Fähigkeit nicht unter Beweis stellen, denn es gibt keine Pflicht für einen Bootsführerschein, keine Auflagen, die die Sicherheit der Passagiere garantieren und meist auch keine Garantieansprüche von Seiten der Kunden, falls es zu einem Schaden kommt.

Auch wenn in Zukunft ein Bootsführerscheinschein in Erwägung gezogen wird, so veröffentlichte das Verkehrsministerium Schwedens nun eine Warnung diese RIB-Boote nicht zu benutzen, da Rückradschäden, teilweise mit Dauerfolgen, immer häufiger auftreten, da viele Fahrer der Boote es als Spaß ansehen hohe Wogen zu kreuzen oder andere Manöver ausüben, die von den Passagieren eine gewisse Kenntnis von Seefahrt abverlangen, damit sie ihre Bewegungen dem RIB-Boot anpassen können.

Die Entscheidung des Verkehrsministerium wird von Kennern der Branche erneut als Zeichen gewertet, dass die Regeln auf See erhärtet werden müssen, damit auch RIB-Boote von erfahrenen und verantwortungsbewussten Fahrern gesteuert werden müssen und nicht von Abenteurern im Geschwindigkeitsrausch.

Herbert Kårlin

Dienstag, 3. August 2010

Unsichere Zukunft für das Göteborger Eisenbahnmuseum

Zum Jahreswechsel plant das schwedische Verkehrsministerium von allen Veteraneneisenbahnen die von ihnen kalkulierten Abgaben für die Kontrollen und Genehmigungsverfahren zu verlangen, Ausgaben, die mehrere der schwedischen Eisenbahnmuseen, deren Einkünfte nahezu ausschließlich von Reisen finanziert werden, nicht tragen können.

Für das Göteborger Eisenbahnmuseum der Bergslagernas Järnvägssällskap bedeutet dieser Regierungsvorschlag jährliche Zusatzkosten zwischen 200.000 und 400.000 Kronen. Nach Morrgan Claesson, dem Präsident des Vereins, kann das Eisenbahnmuseum diese Kosten nur bezahlen, wenn zusätzliche Fahrten der historischen Eisenbahnen zu Stande kommen.

Falls die aktuelle Regierung Schwedens ihre Pläne zum Jahreswechsel durchsetzt, müssen nach gegenwärtiger Lage alle privaten Eisenbahnmuseen Schwedens ihre Aktivitäten innerhalb der nächsten fünf Jahre einstellen und nur noch das staatseigenen Eisenbahnmuseum kann dann autonom über Veteraneneisenbahnen und die Reisen historischer Züge verfügen.

Herbert Kårlin