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Montag, 30. Mai 2011

Lösung für Zigarettenkippen in Göteborg

Über die Hälfte des Abfalls auf Göteborgs Straßen besteht aus Zigarettenkippen, die nicht nur erhebliche Schäden in der Umwelt anrichten können, sondern auch Probleme für die Stadtreinigung bedeuten, da die kleinen Kippen zwischen dem Kopfsteinpflaster verschwinden, das Papier sich bei Regen auflöst und Tabakkrümel dann im Abwasserkanal landen.

Mitte letzten Jahres begann Göteborg dann 1500 neue Designer-Papierkörbe, vor allem in der Innenstadt, aufzustellen, die auf der Oberseite eine Art Aschenbecher beinhalten, was jedoch das Problem mit Zigarettenkippen auf den Straßen kaum verbesserte, da die Mehrheit der Göteborger diese Vorrichtung mehr als Design-Ausschmückung halten als als Aschenbecher.

Als nächsten Schritt wird nun das städtische Unternehmen Trygg, das bereits die Idee der Designerpapierkörbe verwirklichte, von einem Designer angepasste gestanzte Schilder an den Aschenbechern anbringen, die Raucher mit dem Text „Fimpa här“ auf die Aschenbecher aufmerksam machen sollen, auf sehr dezente Art und Weise. Eine klassische einfache Zeichnung könnte die Augen jedoch mehr anziehen und gleichzeitig alle ausländischen Besucher der Stadt auf die Aschenbecher aufmerksam machen, die in der Stadtlandschaft nahezu untergehen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 17. Februar 2011

Zigaretten mit Asbest in Göteborg

Seit kriminelle Banden den illegalen Markt mit Zigaretten in Göteborg dominieren und die Händler unter Drohungen dazu zwingen, ihre Ware zu verkaufen, hat sich der Import von Zigaretten, die Asbest oder andere gefährliche Stoffe enthalten drastisch erhöht. Vor allem die gute Exposition und der günstige Preise verleiten Raucher zum Kauf dieser Zigaretten.

Die gefährlichen Zigaretten unterscheiden sich äußerlich in keinem Punkt von legal importierten Zigaretten, denn die Verpackungen sind identisch und selbst die warnenden Texte sind in schwedisch zu finden, auch wenn der Inhalt bei einer Analyse in keiner Weise den Angaben entspricht und die meisten Zigaretten auch doppelt so viel Nikotin enthalten wie versprochen.

Der Verbraucher hat dennoch eine Möglichkeit die gefährlichen Zigaretten zu erkennen, da der Preis hier pro Paket unter 30 Kronen liegt. Allein dieser Preis beweist, dass auf die Zigaretten keinerlei Zoll bezahlt wurde, zumal die Aufschrift besagt, das das Paket mindestens 37 Kronen kosten soll. Indem der Kunde nicht zu diesen Packungen greift, hilft er auch dabei, den kriminellen Markt einzudämmen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 11. Juli 2010

Geschmuggelte Zigaretten in Göteborger Läden

Kriminelle Organisationen benutzen immer häufiger Drohungen und Gewalt um Zigarettenhändler zum Verkauf von geschmuggelter Ware zwingen. In mehreren Läden der Stadt kann man daher bereits „offiziell“ geschmuggelte Zigaretten kaufen, ein Markt, der noch vor einem Jahr nur auf illegalen Wegen existierte. Aber die Händler können sich den Drohungen, ohne stärkere Einsätze von Polizei und Zoll, nicht mehr wehren und stellen in einigen Fällen bereits Schmuggelzigaretten neben die offiziell erworbenen Zigaretten.

Wenn man bedenkt, dass der schwedische Raucher für eine Stange Zigaretten 500 Kronen bezahlt, was bedeutet, dass 325 Kronen davon an das Finanzamt gehen, so versteht man das steigende Interesse am Schmuggel, das dem Raucher günstigere Zigaretten bietet und kriminellen Organisationen trotzdem Millionengewinne einbringen. Zigarettenschmuggel wird bereits ebenso interessent wie Alkoholschmuggel.

In den letzten drei Jahren stieg der Zigarettenschmuggel in Schweden um 300%, wobei die Fänge des Zolls, trotz einiger aufsehenerweckenden Aktionen, unter anderem im Västra Götaland, nur einen minimalen Bruchteil an Schmuggelware entdecken. Nach Schätzungen verliert das Finanzamt jedes Jahr eine Milliarde Kronen durch illegalen Zigarettenhandel, wobei illegale Schmuggler pro verkaufte Zigarette 1 Krone (schwarz) verdienen. Erste Händler im Süden Schwedens haben sich nun zu einem Netzwerk gegen Schmuggelzigaretten zusammengeschlossen, aber ohne Hilfe von Zoll und Polizei bleiben sie relativ hilflos.

Herbert Kårlin