Montag, 7. Februar 2011

Göteborger Polizei weitet Bummelstreik aus

Nachdem sich die Arbeitsbedingungen für Polizeibeamte in Göteborg Ende letzten Jahres erheblich verschlechterten, begannen viele Beamte weniger Vergehen aufzunehmen um die vorgesetzten Behörden, die die Statistiken erstellen, zum Handeln zu zwingen. Da jedoch bisher keine Änderung eingetreten ist, verstärkt sich nun der Bummelstreik der Göteborger Polizei.

Die Beamten können natürlich nicht den Dienst verweigern, aber sie können Dienst nach Verordnung leisten, was bedeutet, dass sie nur noch auf Alkoholkontrollen bestehen, wenn ein Autofahrer deutlich berauscht ist und sie reduzieren die Geschwindigkeitskontrollen auf ein Minimum, bis sie wieder einen menschlichen Dienst leisten müssen.

Hauptprobleme sind, dass die Löhne für Anfänger auf brutto 20.000 Kronen reduziert wurden, sie auch im Urlaub, ohne Kostenersatz, als Zeugen zur Verfügung stehen müssen und seit Oktober letzten Jahres an über der Hälfte aller Wochenende und Feiertage arbeiten müssen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 6. Februar 2011

Erstlingsfilm gewann in Göteborg den Nordischen Filmpreis

Der erste Langfilm der 32-jährigen Regisseurin Lisa Aschan wurde erst am Freitag zu Beginn des Göteborger Filmfestivals fertig und wurde dreimal während des Festivals gezeigt. Die Kraft des Filmes „Apflickorna“ (Affenmädchen) reichte dann jedoch für den bedeutendsten Preis des Filmfestivals, den Nordischen Filmpreis „Dragon Award“.

Der Film „Apflickorna“ der Regisseurin mit Wurzeln im schwedischen Skåne spielt im jugendlichen Milieu der Reitschulen, wo Machtspiel und sexuelle Untertöne allgegenwärtig sind. Sie hat mit ihrem Film die Entwicklung des klassischen Western fortgesetzt, wo die Rolle von Mann und Frau eindeutig definiert sind, auch noch im 21. Jahrhundert.

Lisa Aschan, eigentlich Daria Sofia Elisabeth Aschan, hat sowohl Den Danskes Filmskoles als auch die Stockholms Filmskola besucht. Sie präsentierte 2004 ihren ersten Kurzfilm „Fuck the Rapist!“, wobei sie nach dem Göteborger Filmfestival mit „Apflickorna“ direkt weiterreist zum Filmfestival in Berlin.

Herbert Kårlin

Samstag, 5. Februar 2011

Film i Väst beim Göteborger Filmfestival Film

Film i Väst besteht seit 1997 und wird von den Steuerzahlern des Västra Götalands finanziert. Seit seinem Bestehen hat sich Film i Väst an der Produktion von über 300 Langfilmen beteiligt, darunter einige, die mit begehrten Filmpreisen ausgezeichnet wurden.

Während des aktuellen Göteborger Filmfestivals kann man 18 Filme sehen, die von Film i Väst mitfinanziert wurden, darunter Filme wie „Snabba Cash“, „Sebbe“ und „Till det som är vackert“.

Der Kurzfilm, der mit dem Preis Startsladden ausgezeichnet wurde und letztmals am 7. Februar zu sehen ist, hat allerdings vom Titel her wenig mit Göteborg und dem Västra Götaland zu tun, denn es handelt sich um einen humoristischen Film mit dem Titel „Las Palmas“ von Johannes Nyholm, der wiederum in Göteborg lebt und gerne mit spanischen Themen arbeitet.

Herbert Kårlin

Freitag, 4. Februar 2011

Die südlichen Schären rüsten gegen militärische Übungen

Nach der Entscheidung der Regionalregierung des Västra Götalands, die es den militärischen Einheiten erlaubt, 100 Tage im Jahr Schießübungen in den südlichen Schären einzuplanen, etwa zehnmal soviel wie bisher, wollen sich die Bewohner der Inseln gegen diese Entscheidung wehren.

Auf sämtlichen Inseln liegen mittlerweile Unterschriftlisten aus, die die Lokalregierung zwingen sollen die Entscheidung zurückzunehmen. Auf Unverstand bei den Inselbewohnern stößt vor allem die Erklärung, dass in Zukunft selbst die NATO an Übungen teilnehmen soll, obwohl Schweden nicht im militärischen Bündnis vertreten ist.

Militärische Sprecher weißen darauf hin, dass die extreme Menge an Schießübungen ja nicht jedes Jahr gleich hoch sein wird und sie nur auf die Situation vor 1990 zurückgreifen wollen. Sie vergessen dabei jedoch, dass damals die südlichen Schären von ausländischen Touristen nicht betreten werden durften und heute gerade die Schären eine bedeutende Attraktion für ausländische Besucher sind. Auch die Stadt Göteborg hat Einspruch gegen die Entscheidung der Regionalregierung eingelegt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. Februar 2011

Tödliche Partydrogen in Göteborg

Innerhalb eines Monats starben im Sahlgrenska Universitätskrankenhaus in Göteborg zwei Personen nach der Einnahme von unbekannten Drogen. Die üblichen Drogentests gaben keinen Hinweis auf die Substanz, die zum Kollaps der beiden Jugendlichen führte.

Nachdem immer mehr sogenannte Partydrogen unterschiedlichster Zusammensetzung über Internet zu den Verbrauchern kommen, sind Ärzte bei Einlieferung der Patienten relativ hilflos. Die Mischungen verändern sich permanent und selbst eine nachträgliche Analyse lässt das Problem nicht eindämmen.

Der Kauf dieser sogenannten Partydrogen über Internet ist jedoch auch für die Jugendlichen ein sehr hohes Risiko, da sie, im Gegensatz zu herkömmlichen Drogen, die Wirkung auf den Körper nicht abschätzen können und eine ungefährliche Dosierung nicht garantiert werden kann.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Februar 2011

Göteborg feiert am Sonntag den Tag der Samen

Nach Beschluss des Stadtrats feiert Göteborg am kommenden Sonntag erstmals den Tag der Samen und hisst zu diesem Anlass auch die samische Flagge am Gustav Adolf Torg. Die Flagge wird um 12 Uhr gehisst und von zwei kürzeren Reden begleitet.

Nach den Reden, in denen die Menschenrechte hervorgehoben werden, bietet die samische Tanzgesellschaft Kompani Nomad einige kürzere Tanzriten, die in Nordschweden mit diesem Tag verknüpft werden und der Sprecher der samischen Vereinigung in Göteborg erzählt wie Samen diesen Tag feiern.

Um der Göteborger Bevölkerung und den Besuchern der Stadt die samische Kultur näher zu bringen, bietet auch das Världskulturmuseet am Wochenende mehrere Veranstaltungen zur samischen Kultur.

Herbert Kårlin

Dienstag, 1. Februar 2011

Coldplay spielt in Göteborg

Nachdem „Where the Action Is“ nach zwei Jahren Existenz von Stockholm nach Göteborg umzieht, kommt ein weiteres bedeutendes Musikereignis in die westschwedische Stadt. Am 28. Juni wird „Where the Action Is“ in den Göteborger Schlosswald einziehen.

Als das größte Ereignis des diesjährigen Festivals zählt die britische Gruppe Coldplay, die zum Festival in diesem Jahr nach Göteborg kommt. Da dies im Jahre 2011 das einzige Konzert der Gruppe in ganz Skandinavien ist, kann das Festival bereits vor seinem Beginn als Erfolg gewertet werden.

Coldplay ist die erste von acht bis zehn Gruppen, die für „Where the Action Is“ gebucht wurde. Für das Festival werden im Azaleadalen im Slottsskogen (Schlosswald) zwei Bühnen aufgebaut, die insgesamt rund 30.000 Besucher fassen. Bereits heute beginnt der Verkauf der Tickets für das diesjährige Festival.

Herbert Kårlin