Montag, 7. Januar 2013

Eine neue Brücke über den Göta Älv in Göteborg

Der Bau der neuen Brücke über den Göta Älv bei Göteborg geht in die letzte Phase in der Anwohner und Politiker noch Änderungen vorschlagen können, auch wenn die Änderungen der von der Citymaut zu bezahlenden Brücke nur gering sein können, da die Stadt vieles bereits endgültig bestimmt hat, denn die freie Segelhöhe darf 13 Meter nicht überschreiten, es dürfen keine langen Auffahrten gebaut werden und zudem müssen auf den 70.000 Quadratmetern, die frei werden wenn die Götaälvbron abgerissen wird, mit Büros, Wohnhäusern und kulturellen Gebäuden bebaut werden.

Da die neue Brücke bereits im Jahr 2020 eingeweiht werden soll, so müssen Architekten sehr schnell an die Planung gehen, denn ab 2015 muss mit dem Bau begonnen werden, wenn der Zeitplan eingehalten werden soll und die Brücke zur 400-Jahres-Feier der Stadt ein Beispiel des modernen Brückenbaus sein soll. Wenn man daher von Änderungen spricht, so handelt es sich nur noch um das Aussehen und die genaue Trasse, denn an der unfehlbaren Idee des Stadtrates kann nichts geändert werden.

Die neue Brücke, die den Namen Hisingsbron tragen wird, stellt im Grunde nur wenige Forderungen an die Architekten, denn sie muss lediglich in beide Richtungen einen Fußgängerweg, einen Fahrradweg, zwei Fahrspuren für den normalen Verkehr und je eine Spur für die öffentlichen Verkehrsbetriebe haben. Entscheidend wird daher nur ein modernen Aussehen sein, damit Göteborg im Jahr 2000 die modernste Brücke Schwedens vorweisen kann, die in jeder Hinsicht einen praktischen Charakter hat.

Herbert Kårlin

Sonntag, 6. Januar 2013

Film i Väst hat eine Nase für Erfolg


Jan Troell präsentiert während des Filmfestivals 2012 in Göteborg
seinen Film Dom över död

Unter den Filmen, die im vorigen Jahr in Coproduktion mit Film i Väst entstanden, findet man elf Filme, die am 21. Januar bei der Verleihung des Goldenen Käfers (Guldbagge) einige der bedeutendsten Filmpreise des Jahres an Land ziehen können. Theoretisch können die Filme an denen Film i Väst beteiligt ist, sogar mit 37 der 48 möglichen Guldbaggar von der Bühne gehen, wobei bereits die Nominierung ein bedeutender Erfolg für die westschwedische Produktionsgesellschaft ist.

Der Film Call Girl von Mikael Marcimains, der am 9. November 2012 Premiere hatte und bereits in die Kritik geraten war, weil manche Olof Palme als einen der Sexkäufer erkannt haben wollen, erhielt insgesamt elf Nominierungen und gilt als einer des besten schwedischen Filme des Jahres. Der schwedisch-norwegische Film Dom över död man von Jan Troell, der am 7. Dezember 2012 Premiere hatte und die Geschichte von Torgny Segerstedt dokumentiert, wurde sechsmal für einen Goldenen Käfer nominiert.

Die weiteren Nominierungen gingen an Äta sova dö, den ersten Kinofilm von Gabriela Pichler, die nicht nur Regie führte, sondern auch das Manuskript schrieb, an die Dokumentation Palme und die Filme Snabba Cash II, Dance music now, Lycka till och ta hand om varandra, Mammas pojkar und Isdraken. Sicher ist bereits ein Guldbagge für die beste Regie, denn hier konkurrieren drei Filme bei denen Film i Väst als Coproduzent auftaucht.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Samstag, 5. Januar 2013

Schlechte Luft in Göteborg

Da zum 31. Dezember 2012 zahlreiche zusätzlichen Grenzwerte zur schädlicher Luftbelastung endgültig erreicht sein sollten, riskiert Schweden im Jahr 2013 eine Strafe von bis zu 180 Millionen Kronen an Europa bezahlen zu müssen, da nach wie vor 16 Städte die zulässigen Grenzwerte überschreiten. Bereits vor zwei Jahren war Schweden wegen Überschreitung der bis dahin geltenden Werte verurteilt worden ohne sich großartig angestrengt zu haben die gesundheitsschädliche Belastung zu reduzieren.

Göteborg gehört mit zu jenen Städten, die über die schlechteste Luft des Landes verfügen und als selbsternannte umweltfreundliche Stadt eines der schlechtesten Beispiele geben, da alle Bemühungen bisher nur oberflächlich waren und notwendige Maßnahmen, zum Beispiel der Einsatz von umweltfreundlichen Bussen, kaum in der Diskussion stehen, obwohl die tatsächlichen Probleme in einigen Stadtteilen nicht von einer Citymaut mit reduziertem Stadtverkehr behoben werden kann, da andere Straßen dadurch um 50 Prozent mehr befahren werden.

Göteborg hat bisher das Verbot von Spikes, das die Abgabe von Feinpartikeln verhindert, nur ansatzweise umgesetzt, eine Umgehungsstraße, die den schweren Lastwagenverkehr, der die Stadt nur als Transit benutzt, kommt nicht einmal zum Gespräch und das Verlagern der innerstädtischen Stena-Boote in einen Randbezirk wird ebenfalls abgelehnt, obwohl dies bedeutet, dass rund um die Uhr Lastwagen mit laufendem Motor auf die Fähren warten und durch die Stadt fahren müssen. Der linksorientierte Stadtrat kennt die Probleme seit Jahren ohne sich an eine sinnvolle Entscheidung zu wagen, die die Stadt wirklich in eine umweltfreundliche Großstadt verwandeln  könnte.

Herbert Kårlin

Freitag, 4. Januar 2013

Hundeausstellung MyDog in Göteborg

Zum siebten Mal findet dieses Jahr die Hundemesse MyDog in der Svenska Mässan in Göteborg statt. Vom 3. bis zum 6. Januar treffen sich hier nahezu alle Hundeliebhaber des Nordens, die Erfahrungen austauschen wollen, Anregungen zu finden hoffen oder auch die Fähigkeit ihrer Lieblinge bei einer der Ausscheidungen unter Beweis stellen wollen.

Dieses Jahr können die rund 35.000 Besucher der Messe MyDog rund 8100 Hunde während der Ausstellung treffen und sich mit 250 verschiedenen Rassen bekannt machen, was insbesondere von großem Interesse ist, wenn man erwägt einen Hund anzuschaffen, der auch der Liebling des Kindes werden soll, denn nicht jeder Hund ist für Kinder geeignet, besonders wenn diese etwas lebhaft sind oder aber einen Spielpartner suchen.

Eine absolute Neuerung des Jahres ist, dass eine der Messehallen unter dem Motto YourDog steht und den Hunden der Besucher gewidmet ist. Jeder Hund kann hier einige Tests absolvieren und der Besitzer kann sich Ratschläge holen, die ganz konkret sein mitgebrachtes Tier betreffen. Die ersten 400 Hunde eines Tages, die YourDog besuchen, erhalten einen Doggybag mit Geschenken und preisgünstigen Angeboten überreicht.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. Januar 2013

Citymaut in Göteborg und Pendler

Pünktlich um sechs Uhr morgens setzte sich die Maschinerie und die Technik der 36 Bezahlstationen in Göteborg in Gang, die garantieren sollen, dass die Citymaut weniger Verkehr in die Innenstadt bringt und so nebenbei auch einen Beitrag gegen die Umweltverschmutzung leistet. Die Stellung der Göteborger zu dieser Zusatzsteuer ist geteilt und das Straßenverkehrsamt konnte bisher auch nicht erklären welche Vorteile sich den Göteborgern nun wirklich auftun.

Die Busse waren gestern auch während der rush hour weitaus leerer als gewöhnlich, was zu erwarten war, da die Zerreißprobe erst nach dem 6. Januar beginnen wird, da viele Schweden noch im Urlaub sind. Kurz vor sechs Uhr konnte man jedoch bemerken, dass weitaus mehr Fahrzeuge die Zahlstellen passierten als üblich, damit die Fahrer noch kostenlos zum Arbeitsplatz kamen, was bedeutet, dass sich die ersten Staumöglichkeiten nun etwas verschoben hat.

Die Stadt hat den Tag natürlich gut gewählt, da man nun, ohne die Urlaubssituation zu berücksichtigen und die Autos zu zählen, die vor sechs Uhr in die Stadt kommen, erzählen kann, dass sich der Verkehr um rund 25 Prozent reduziert hat und dies bedeutet, dass man nun schneller mit dem Auto in die Stadt kommen kann. Die Milchmädchenrechnung geht natürlich nicht ganz so auf, denn auch wenn man mit einem Auto nun vielleicht vier oder fünf Minuten gewinnen sollte, so verlieren jene, die den Bus nehmen auch schnell 30 Minuten und jene, die mit einem kalten Auto zum Pendelparkplatz fahren kann man wohl kaum als Umweltschützer betrachten. Nach einer Nettoberechnung stellt man daher fest, dass die Fahrt zur Arbeit mit der Citymaut im statistischen Durchschnitt länger wurde.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Januar 2013

Lastwagenfahrer halten Citymaut in Göteborg für ungerecht

Auch wenn Göteborg die Transportunternehmen der Region als die großen Gewinner der Citymaut, die heute innerhalb der Innenstadtgrenze das erste Mal bezahlt werden muss, sieht, da sie in Zukunft ohne Staus ans Ziel kommen werden, teilen die Transportunternehmen und Lastwagenfahrer der Region diese Meinung nicht und halten die Citymaut als ungerechtfertigt, die zudem ihre Wettbewerbskraft schwächt.

Transportunternehmen, die außerhalb von Göteborg liegen, sind ab heute gezwungen für jede Durchfahrt der Stadt eine Steuer zu bezahlen, obwohl sie nur die einzig mögliche Durchfahrt benutzen zu der sie gezwungen werden, da es in Göteborg keinerlei Umgehungsstraße gibt. Nach den Transportunternehmen müssten daher Fahrzeuge im Transit von der Göteborger Steuer ausgenommen werden.

Gleichzeitig kritisieren diese Transportunternehmen, dass sie durch die zusätzliche Abgabe, die bisher nur in Schweden registrierte Fahrzeuge betrifft, nicht mehr konkurrenzfähig sind, da polnische oder auch deutsche Unternehmen nicht nur geringere Gehaltskosten haben, sondern zudem von der Citymaut befreit sind, auch wenn der wage Plan existiert, dass auch ausländische Fahrzeuge irgendwann besteuert werden und zudem die größten Umweltverschmutzer eine gewisse Strafsteuer zu leisten haben.

Herbert Kårlin

Dienstag, 1. Januar 2013

Silvesterlauf in Göteborg ein Erfolg

Pünktlich um 12 Uhr des Silvestertages starteten nahezu 1500 Läufer zum 32. Silvesterlauf in Göteborg, die dieses Jahr allerdings von relativ wenigen Zuschauern angefeuert wurden, da der Regen und der starke Wind zwar einen Teil der Zuschauer abhielt, nicht jedoch die Sportler, die zum Teil absolute Spitzenleistungen boten. Auch wenn knapp 1500 Teilnehmer als beachtliche Leistung betrachtet wird, so lag die Anzahl der Teilnehmer weit hinter den 2800, die Anfang der 90er Jahre den letzten Sprint des Jahres in Göteborg wagten.

Die Gruppe der Läufer, die die zehn Kilometer des Silvesterlaufes zurücklegen, ist gemischt, denn auch wenn dieser Lauf für viele Freizeitsportler Göteborger ein reines Vergnügen ist, so liegen in den Spitzengruppen immer mehrere Spitzensportler des Landes und Teilnehmer, die in einem der Göteborger Sportklubs das ganze Jahr über für die verschiedenen Läufe trainieren.

Der Göteborger Silvesterlauf findet in sechs Klassen statt, jeweils für Damen und Herren, für Damen Masters und Herren Masters, sowie für weibliche und männliche Jugendliche, die jedoch alle zehn Kilometer zurücklegen müssen. Wie auch die anderen Göteborger Läufe, so führt auch der Silvesterlauf durch Teile der Stadt, was bedeutet, dass der Verkehr in manchen Straßen erheblich behindert wird. Alle Teilnehmer des Laufes, die auch ins Ziel kommen, erhalten beim traditionellen Silvesterlauf eine Medaille.

Herbert Kårlin