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Sonntag, 20. April 2014

Göteborg muss weniger Lebensmittel vernichten

Die Bürger Göteborgs werfen nach den aktuellen Statistiken jedes Jahr 15.000 Tonnen an Essen und Lebensmittel in ihre Mülltonnen, was umgerechnet bedeutet, dass jeder Haushalt der Stadt 5000 Kronen in Form von Nahrungsmitteln wegwirft, Geld, das mit Sicherheit besser angewendet werden kann. Um dieses gesellschaftliche Phänomen zu begrenzen, hat Göteborg nun eine Kampagne ins Leben gerufen, die die Einwohner der Stadt innerhalb von zwei Wochen zum Umdenken bringen soll.

Am häufigsten landen in Göteborg Obst, Gemüse, Brot und Milchprodukte im Abfall, teilweise weil die Einkaufsgewohnheiten der Bürger wenig überdacht sind, teilweise weil die Ware nicht mehr frisch aussieht und teilweise weil sich die Käufer mehr auf das Verfallsdatum als die tatsächliche Haltbarkeit verlassen und Milchprodukte wegwerfen ohne zu kosten ob sie noch schmecken oder bereits sauer sind.

Zwei Wochen lang sollen nun die Einwohner Göteborgs durch Kino- und Fernsehreklame darüber informiert werden wie sie Lebensmittel sinnvoll einkaufen und anweden können, ein Aufklärungsversuch, der sehr teuer ist aber nur einen zweifelhaften Erfolg erzielen kann, da sich das gesamte Verhalten der Göteborger zum Essen ändern muss, was durch kurze Reklameeinschläge kaum erreicht werden kann, zumal Göteborgs Entscheidung aus Lebensmittelabfall Biogas zu machen dem Konsumenten ein ruhiges Gewissen verschafft.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 20. März 2012

Göteborger Pflegedienst und ungesundes Essen

Bei einer kürzlichen Untersuchung, welches Essen ältere Personen in Göteborg vom Pflegedienst und den Stadtküchen serviert bekommen, stellte man fest, dass nicht eine der 46 Küchen, die das Essen zubereiten, die aktuelle Norm erreichen, die gelieferte Ernährung in vielen Fällen unsachgemäß zubereitet wird und das Küchen- und Pflegepersonal in keiner Weise über die notwendige Ausbildung verfügt, die eine entsprechender Dienst fordert.

Bereits im Dezember letzten Jahres entschied die Stadt, dass ältere Leute in Wohnheimen oder zu Hause durch den Pflegedienst und die entsprechenden Küchen täglich eine gute, gesunde und nahrungsreiche Mahlzeit erhalten müssen, zumal dieses Essen bis zu 30 Prozent des täglichen Nahrungsbedarfs decken muss. Da jedoch keinerlei Überwachung und kein Zulassungsverfahren existiert, blieb diese Bestimmung nichts anderes als schöne Worte.

Nicht eine der von Göteborg zugelassenen 46 Küchen hat eine Genehmigung Lebensmittel zu hantieren, der Inhalt der Verpackungen ist mehrheitlich nicht angegeben, so dass eine Verwechslung gefördert wird und Allergiker die falsche Nahrung bekommen können, Angaben über die Haltbarkeit fehlen und das Personal kennt nicht die Temperatur mit der Nahrungsmittel zubereitet werden müssen. Andere Küchen liefern hingegen das Essen einmal die Woche und überlassen die Zubereitung den Kunden, die dann nicht einmal das Essen in den Verpackungen identifizieren können. Und dies in einer Stadt, die ökologische Ernährung propagiert und sich als Vorreiter gesunder Ernährung ausgibt.

Herbert Kårlin

Samstag, 26. November 2011

Lightprodukte verschwinden aus Göteborgs Schulen

Auf Anraten des schwedischen Lebensmittelamtes beschloss der Göteborger Stadtrat im Jahre 2004, dass in allen Schulen und Kindergärten Göteborgs nur noch Lightprodukte verwendet werden dürfen, was bei vielen Kindern bedeutete, dass sie zu Hause fetthaltige Milch und normale Butter essen konnten, nicht jedoch in Schulen und Kindergärten.

Nach zahlreichen Diskussionen hat die Stadt nun beschlossen, sich von den Empfehlungen des Lebensmittelamtes zu entfernen und jedem Stadtteil die freie Entscheidung über Normalprodukte und Lightprodukte zu lassen, eine Entscheidung, die voraussichtlich auch nicht alle befriedigt, da nun in Zukunft in einer Schule die alten Regeln gelten und in der nächsten, die nur 200 Meter entfernt ist, aber zum nächsten Stadtteil gehört, Kindern die von zu Hause gewohnten Produkte vorenthalten werden.

Die Kinder in Schulen und Kindergärten freuen sich mehrheitlich über die Entscheidung, auch wenn sie noch nicht wissen wie sich diese Entscheidung ab der kommenden Woche in ihren Einrichtungen auswirken wird, da nun die lokalen Stadträte, die Schulleitung und der Elternrat zu jeweils individuellen Lösungen finden muss, aber nur in Einzelfällen Normalprodukte und Lightprodukte von jedem einzelnen Kind selbst gewählt werden können.

Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Dezember 2010

Ein multikultureller Basar in Göteborg

Der Göteborger Stadtteil Lärjedalen erarbeitete, zusammen mit dem Arbeitsamt und dem Ausländeramt der Stadt, das Projekt für eine multikulturellen Basar in Göteborg, der sich bereits im Jahre 2013 an einer zentralen Stelle der Stadt befinden soll und sich zu einer touristischen Attraktion Göteborgs entwickeln kann.

Der Göteborger Basar soll nach den Vorbildern in Budapest und Istanbul errichtet werden, wo sich vor allem Firmen etablieren sollen, deren Eigentümer Einwanderer sind und mit ihrem Angebot eine Alternative zu üblichen Einkaufszentren bieten sollen. Nach der Vorstudie soll es sich vor allem um Lebensmittel, Gewürze, Kleidung und Reisen handeln. Auch ein Restaurant oder Café internationalen Einschlags soll im Basar mit integriert werden, um aus dem Basar einen Treffpunkt zu machen.

Die Planer des Basars sehen als als wichtig an, dass sich das Gebäude an einem verkehrsgünstigen und dem Zentrum Göteborgs nahen Platz, befindet wobei dafür auch bereits ein Gebäude genannt wurde. Es handelt sich dabei um die Vagnhallen Stampen in denen sich heute das Museum der Spårvägssällskapet Ringlinien befindet.

Herbert Kårlin

Sonntag, 18. April 2010

Lastwagen statt Flugzeuge und Probleme mit Rosen

Am Göteborger Flughafen Landvetter werden im Durchschnitt jeden Tag Waren für 500 Millionen Kronen per Flug transportiert. Nachdem nun die Aschewolke des Eyjafjallajökull über dem schwedischen Luftraum schwebt, haben Lastkraftswagen unmittelbar den Transport übernommen, wodurch die Mehrheit der Betriebe in Göteborg und die Betriebe, die von Göteborg aus beliefert werden, mit keinerlei Konsequenzen für ihre Betriebe zu rechnen haben.

Die großen Handelsketten Schwedens lassen im Schnitt weniger als ein Prozent ihrer Waren per Flug liefern, was bedeutet, dass es auch bei länger anhaltenden Störungen im Flugbetrieb keinerlei Engpässe im Lebensmittelbereich geben wird. Exotische Früchte, die normalerweise nach Landvetter geliefert werden, werden nun in Madrid auf Lastwagen umgeladen und kommen über dem Land-Wasserweg nach Schweden.

Die einzige Mangelware Schwedens wurden Rosen, die zu über 30% über den Luftweg aus Kenia eingeflogen werden. In Schweden werden im Durchschnitt täglich für über 600.000 Kronen Rosen aus Kenia verkauft. Die Folge ist nun einerseits, dass Rosenpreise steigen und die Blumen rar werden, was jedoch nicht zu vergleichen ist mit den Verlusten der Züchter aus Kenia, die mittlerweile Personal entlassen müssen. Auch andere Schnittblumen Schwedens werden zu zwölf Prozent aus Kenia und Kolumbien per Luftfracht importiert.

Herbert Kårlin

Dienstag, 24. November 2009

Umweltbewusstsein und Schulessen in Göteborg

In einer mittelgroßen Schule in Göteborg wird jährlich Essen im Werte zwischen 100.000 und 150.000 Kronen vernichtet. Dies bedeutet, dass in allen Schulen der Stadt insgesamt etwa eine Million Kronen an Essen im Abfall landen. Oder mit anderen Worten: Bis zu 20% des Schulessens landet in der Mülltonne und würde in Entwicklungsländern die Schüler einer Großstadt ernähren.

Die Gründe für diese Verschwendung sind vielschichtig zu sehen. Einige Schüler nehmen einfach grundsätzlich zuviel ohne darüber nachzudenken, andere nehmen auch Essen, das sie nicht mögen und wieder andere kommen zu spät und essen dann ihre Teller nicht leer, weil sie gleichzeitig mit ihren Kameraden vom Tisch aufstehen wollen.

Die Schulen und die Stadt Göteborg haben nun das Projekt Minska Svinneriet (Das Verschwinden reduzieren) ins Leben gerufen, das auf mehreren Ebenen darauf einwirken soll, dass weniger Lebensmittel im Abfall landen. Es soll hier jedoch kein Zwang auf Schüler und Eltern ausgewirkt werden, sondern man will mit Sensibilisierung ans Ziel kommen. Damit den Schülern bewusst wird, was sie essen, wird im Schulprogramm, zum Beispiel, jedes Lebensmittel zu seiner Herkunft in Verbindung gesetzt, so dass jedem Schüler klar wird, dass Fleisch eben wirklich von einer Kuh oder einem Schwein kommt. Es wird erklärt wieviel Wasser und Energie eine einzige Tomate benötigt bis sie reif ist, aber es werden auch praktische Maßnahmen einbezogen, so dass spät kommende Schüler etwas kleinere Teller erhalten auf denen das etwas kleinere Gericht immer noch reichlich aussieht und angenehm präsentiert wird.

Herbert Kårlin