Posts mit dem Label Umweltpolitik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Umweltpolitik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 12. Juni 2014

Grüne Politik in Göteborg

Die rot-grüne Mehrheit in Göteborg hat sich dazu entschieden in den kommenden zwei Jahren 57 Millionen Kronen in 70 sogenannte grüne Projekte zu stecken, eine rein politische Entscheidung, die in so manchem Punkt an der Entwicklung des Landes und am Verbraucher vorbeigeht, oder aber in Frage gesetzt wird so lange keine überregionale Energie- und Umweltplanung existiert. Aber da man mit dem Begriff Umwelt Wähler gewinnen kann, ist der Moment für diese Entscheidung gut gewählt, denn noch hat die rot-grüne städtische Regierung drei Monate um ihre Vormacht im grünen Feld zu beweisen.


Nachdem die Stadt nun noch mehr Mietfahrräder Styr & Ställ zur Verfügung stellen will, betreibt sie eine grüne Politik, die zwar für die Bewohner des Zentrums und jene, die vom Bahnhof zur Arbeit radeln wollen, günstig ist, aber jeden Touristen der Stadt, der per Fahrrad die Umgebung besuchen will, zur Verzweiflung treibt, da eine Tagesmiete von bis zu 800 Kronen wohl als übertrieben und umweltfeindlich betrachtet werden muss. Auch die Satzung in eine Biogasanlage ist zweifelhaft, denn die Autoindustrie und die Hersteller von Fahrzeugen sind immer weniger von diesem Treibstoff zu überzeugen. Nur zu bauen ohne zu motivieren, ist kaum ein zukunftsträchtiges Umweltprojekt.

Die rot-grüne Mehrheit will auch Fahrradwege bevorzugen und den Autoverkehr abbauen, was sich bereits an schwindenden Parkplätzen und Fahrradstraßen zeigt. Auch diese Idee ist im Prinzip gut, solange man nicht  Touristen in die Stadt locken will, die überwiegend mit dem Auto ankommen. Mit keinem Wort ist auch die Rede von einer Umgehungs-Autobahn, denn jedes Fahrzeug, das nach Oslo, ins Bohuslän oder an den Vänern will, muss zwangsweise durch Göteborg fahren und belastet die Luft, auch durch Fahrzeuge, die man als größte Umweltsünder betrachten kann. Praktische Umweltplanung denkt an eine globale Wirkung und Entwicklung, was Göteborg, trotz 70 Projekten, in den meisten Punkten vergisst.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 21. Oktober 2012

Göteborg, ein Beispiel für Umweltschutz

Göteborg gehört mit zu den acht Städten Europas, die von Europa als Musterbeispiel für Umweltschutz betrachtet werden und in diesem Rahmen auch bedeutende Summer für ihre begonnenen Arbeiten erhielten. Obwohl Göteborg schon das bisher gesetzte und viel gelobte Ziel bei weitem nicht erreicht hat, setzt die Stadt nun noch höhere Ziele und will den Ausstoß von Kohlendioxid bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent reduzieren, was doppelt so viel ist wie Europa fordert, was allerdings nicht bedeutet, dass dadurch auch die Luft in Göteborg gesünder wird, sondern man spricht nur von Kohlendioxid.

Wie weit diese Aussagen von der Realität entfernt sind und wie wenig sich die Verantwortlichen Göteborgs tatsächlich um Umweltschutz kümmern, zeigt allein die Aktion in der Vasagatan, wo man über 200 gesunde erwachsene Bäume gegen Minigewächse austauschen will, die mit viel Glück in 50 Jahren in der Lage sein werden eine ähnliche Menge an Sauerstoff zu liefern wie heute. Linden werden mit Tulpenbäumen ersetzt, obwohl diese wohl kaum als skandinavische Gewächse gelten und grüne Dächer sollen Grünanlagen ersetzen. An Ideen fehlt es also nicht in Göteborg.

Um das angestrebte Ziel zu erreichen sollen Parkplätze abgeschafft werden, damit noch mehr Touristen Göteborg nur noch zur Durchfahrt benutzen, wobei schon heute die wichtigste Verbindungsstraße nach Norwegen oder ins Bohuslän mitten durch die Stadt führt und eine Umgehungsstraße ohnehin dem Infrastrukturpaket mit Maut weichen musste. Dafür werden Fahrradwege zu Schnellstraßen ausgebaut, auf denen man allerdings nur langsam radeln soll, und setzt auf Mietfahrräder, die einer Normalfamilie bei einem Tagesausflug über 2000 Kronen kosten. Es wäre sinnvoll, wenn Europa nicht Ideen bewerten würde, sondern Tatsachen, denn noch fehlt viel um Göteborg zu einer Umweltstadt zu machen, auch das Bewusstsein der Gewählten, die Kurzstrecken innerhalb des Landes mit dem Flugzeug nehmen wollen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 14. Oktober 2012

Göteborger Abgeordnete halten wenig von Umweltschutz

Obwohl sich der Stadtrat Göteborgs als Vorreiter einer grünen Bewegung sieht und die Stadt zur Umweltstadt Europas machen will, scheint dies die einzelnen Gewählten kaum zu interessieren, denn öffentliche Aussagen sind eine Sache, aber der persönliche von Steuern finanzierte Komfort und die Praxis eine andere. Auch interne Regeln spielen in persönlichen Fragen zum Umweltschutz keine große Rolle, denn sie gelten ohnehin nur „für die Anderen“.

Offiziell sollen alle Gewählte der Stadt bei Reisen innerhalb eines Radius von 500 Kilometern auf Flugzeuge verzichten und öffentliche Verkehrsmittel nehmen. Seit diese Regel jedoch eingeführt wurde, muss man feststellen, dass sich die Betroffenen immer häufiger des Flugzeugs bedienen, denn innerhalb eines Jahres ging die Anzahl der Flugreisen von Abgeordneten um 20 Prozent nach oben und über 50 der Flugreisen zählte man innerhalb des verbotenen Radius, was wenig von einer bewussten Umweltpolitik spricht.

Auch wenn die Opposition sonst jede Chance nimmt um die Sozialdemokraten bei Verfehlungen zu kritisieren, ist dieses Mal selbst Helene Odenjung der Volkspartei der Meinung, dass die Betroffenen wohl ihre berechtigten Gründe hatten das Flugzeug bei Kurzreisen zu nehmen. Die Kritik kommt dieses Mal aus den eigenen Reihen, was zu einer neuen Formulierung in der Verordnung führt, dass nämlich Flugreisen innerhalb eines Radius von 500 Kilometern grundsätzlich nicht mehr in Frage kommen, auch nicht als Ausnahmefall.

Herbert Kårlin

Sonntag, 7. Oktober 2012

Fallobst wird in Göteborg Biogas

Göteborg setzt seit Jahren in eine massive Umweltpolitik, die nicht in ganzer Linie von der Bevölkerung der Stadt mitgetragen wird. Eines der Ziele, das sich die Stadt gestellt hat, scheint jedoch den gewünschten Erfolg zu bringen, auch wenn es noch etwas früh dafür ist ein Hurra zu rufen, da des Endziel erst für das Jahr 2020 gesetzt ist und der diesjährige Erfolg daher mit Vorbehalten zu betrachten ist.

Göteborg hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahre 2020 mindestens 50 Prozent des biologischen Abfalls in die Recyclingzentralen kommen um dort zu Biogas verarbeitet zu werden, denn nach den aktuellen Hochrechnungen kann aus den Essensresten dann eine Million Liter Benzin durch Biogas ersetzt werden, vorausgesetzt natürlich, dass man in acht Jahren weiterhin Biogas in dieser Größenordnung benötigt und politische und wirtschaftliche Entscheidungen keine andere Alternative für Brennstoff empfohlen haben.

Nach den aktuellen Berechnungen müssen jedes Jahr 1.400 Tonnen mehr an biologischem Abfall in den Biogasanlagen ankommen damit das Ziel erreicht werden kann. Dieses Jahr wurde das Ziel sogar übertroffen, da die Steigerung voraussichtlich sogar 2300 Tonnen ausmacht. Eine der Ursachen dafür ist natürlich, dass die Müllabfuhr nur noch in vierzehntägigem Abstand kommt und zudem eine Abrechnung nach Gewicht begann, was bedeutet, dass nun viele den Abfall in den Tonnen verringern wollen und Fallobst und größere Mengen an Essensresten selbst zu den Sammelstellen fahren. Ein kleiner Haken kann auch noch werden, dass durch sinnvolles Haushalten weniger Essensreste entstehen werden und dadurch die Gesamtmenge an biologischem Abfall abnimmt.

Herbert Kårlin

Dienstag, 21. Dezember 2010

Verfehlte Umweltpolitik in Göteborg

Obwohl Göteborg sich auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Stadt sieht und auf öffentlichen Verkehr und Fahrräder setzt, zeigt die Statistik des Jahres 2010, dass die tatsächliche Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung geht, da sowohl die Anzahl der Benutzer von Fahrrädern als auch die Anzahl der Busreisenden rückläufig sind.

Nach mehreren Jahren rückläufigem Autoverkehr in Göteborg, was teilweise auf die schwedische Krise und die hohen Benzinpreise zurückzuführen ist, stieg 2010 erneut die Anzahl jener, die das Auto für den Weg zur Arbeit benutzen. Häufige Staus in den Rush Hours können diesen Trend ebenfalls nicht ändern.

Auch wenn die politische Führung Göteborgs diese Entwicklung nicht nachvollziehen kann, so müssten die Verantwortlichen nur eine Diskussion mit Bewohnern der Randbezirke führen, die wegen ausfallenden Bussen immer wieder zu spät zur Arbeit kommen oder die wegen der steigenden Anzahl von Kinderwagen und parkenden Autos auf Fahrradwegen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verzichten.

Herbert Kårlin

Samstag, 27. November 2010

Göteborg und die Earth Hour 2011

Göteborg entwickelt sich zu einer Stadt mit geteilter Meinung zur Teilnahme an der kommenden Earth Hour am 26. März 2011 zwischen 20 Uhr 30 und 21 Uhr 30. Die rechte Partei Moderaterna (M), die aus der früheren Högerpartiet (1952 - 1969), der Rechtspartei Schwedens, hervorging, stellt sich gegen die Entscheidung der Göteborger Regierung.

Während die Regierung Göteborgs sich entschlossen hat auch in Zukunft an der symbolischen Handlung zur Earth Hour teilzunehmen, wie 128 verschiedene Länder und 209 schwedische Gemeinden, argumentiert die rechte Partei, dass diese Symbolik, die die Stadt nur Geld kostet, von tatsächlichen energiesparenden Maßnahmen ersetzt werden sollte.

Nach Ansicht der rechten Partei benötigt Göteborg kein Symbol, sondern eine langfristige Umweltpolitik, die sich auch darauf erstrecken sollte, dass in allen öffentlichen Gebäuden der Stadt umweltfreundliche Energie und Energiesparlampen verwendet werden sollen und nicht unnötig viel Energie verbraucht wird.

Herbert Kårlin