Sonntag, 31. Oktober 2010

Göteborg weiterhin unter Polizeiüberwachung

Obwohl am gestrigen Samstag keinerlei Bombe in der Innenstadt explodierte und bereits mehrere Personen von der Polizei unter Terrorverdacht festgenommen wurden, bleiben die Einsatzkräfte auch am Sonntag in Bereitschaft und überwachen die Innenstadt. Auch wenn das Attentat, nach Aussagen des Pressesprechers der Polizei, für Samstag angekündigt war, gibt es bisher keine Entwarnung.

Die Göteborger Polizei unterrichtet die Bevölkerung, beim gegenwärtigen Stand der Ermittlungen, weder über die Informationen, die zur erhöhten Alarmbereitschaft führten noch über die Spuren, die zu den Festnamen führten. Es ist daher auch nach wie vor unklar, warum vor allem das Einkaufszentrum Nordstan als mutmaßliches Ziel des Anschlags betrachtet wird.

Auf Grund der polizeilichen Warnungen war es in Nordstan am Samstag relativ ruhig und viele der üblichen Käufer verzichteten auf ihre Besuche. Auch unter einem Teil der Angestellten herrschte eine gewisse Unruhe, auch wenn sie geschlossen am Arbeitsplatz erschienen. Noch ist unsicher, wann die Alarmbereitschaft der Polizei in Göteborg aufgehoben wird.

Herbert Kårlin

Samstag, 30. Oktober 2010

Kreuzfahrten nach Göteborg auch 2011 im Aufschwung

Im Jahre 2010 liefen 41 Kreuzfahrtschiffe Göteborg an, eines davon wird zum Weihnachtsmarkt in Liseberg den Hafen anlaufen und die größten unter ihnen mussten am äußeren Hafen der Stadt anlegen, da die Älvsborgsbron für sie zu niedrig war. Trotz regelmäßiger Busverbindungen haben bieher viele Gäste der Kreuzschiffe Göteborg nie gesehen, sondern wurden nach Marstrand oder das Schloss Gunnebo gefahren, die beide in Nachbargemeinden liegen und relativ wenig mit der Stadt gemeinsam haben.

Für nächstes Jahr haben sich bereits 44 Kreuzschiffe angekündigt, wobei die Boote AIDA erneut an erster Stelle der Liste stehen. Aber auch neue Luxusschiffe haben sich angekündigt, die erneut im äußeren Hafen anlegen werden, wobei die städtische Verwaltung des Hafens die Anlegestelle vom Containerhafen Skandiahamn nach Arendal verlegen will, da die Besucher dort auch in der nahen Umgebung spazieren gehen können und nicht nur Frachtgut vor den Augen haben.

Die steigende Anzahl an Kreuzfahrtschiffen, die immer mehr von Booten dominiert werden, die nicht mehr unter der Älvsborgsbron hindurchfahren können, fordert Göteborg mehr als jede andere Kreuzfahrtstadt Schwedens heraus, da die Abfallhantierung im Außenhafen eine neue Struktur erfordert und die Gäste der Schiffe in Zukunft auch mehr von Göteborg sehen wollen, die Stadt, die sie als Ziel gewählt haben.

Herbert Kårlin

Freitag, 29. Oktober 2010

Attentat in Göteborg angekündigt

Die Göteborger Polizei und die schwedische Sicherheitspolizei SÄPO wurden davon informiert, dass im Zentrum Göteborgs am morgigen Samstag ein Attentat größeren Ausmaßes im Zentrum Göteborgs stattfindet. Diese Androhung betreifft keinen bestimmten Ort, keinen Zeitpunkt und ist auch im weiteren relativ wage.

Die Polizei in Göteborg hat auf Grund der Bedrohung die Bevölkerung Göteborgs aufgefordert beim Besuch der Stadt am Samstag besondners achtsam zu sein, wobei als wahrscheinlichstes Hauptziel des eventuellen Attentats das Kaufhaus Nordstan betrachtet wird.

Da die Drohung jedoch zu wage ist, ist vorerst nur geplant die Polizeistärke am Samstag in Göteborg erheblich zu verstärken. Absperrungen sind mangels Ortsangabe nicht möglich. Bewohner und Besucher Göteborgs sind jedoch am morgigen Samstag dazu aufgefordert den Innenstadtbereich weitmöglichst zu vermeiden.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Göteborger Stadtbibliothek wird erweitert

Nach langen Diskussionen wurde nun endgültig der Umbau und die Erweiterung der Göteborger Stadtbibliothek am Götaplatsen vom Stadtrat genehmigt. Die berechneten Kosten werden voraussichtlich bei 240 Millionen Kronen liegen, wobei die Finanzierung als gesichert gilt.

Die Planungen zum Umbau und der Erweiterung der zwischen 1960 und 1967 gebauten Stadsbibliotek sind bereits fortgeschritten, so dass die Baumaßnahmen bereits im Jahre 2011 beginnen können. Für die jährlich rund eine Million Besucher der Stadtbibliothek bedeuten die Bauarbeiten Behinderungen bis mindestens Herbst 2013.

Da während der Bauarbeiten die Bibliothek für Leihverkehr geschlossen ist, sucht die Stadt für die zwei Jahre, die die Bauarbeiten beanspruchen, eine Notlösung und andere Räume. Ein klarer Plan ist bisher noch nicht vorhanden, wobei einige Stadträte daran denken, einen reduzierten Leihverkehr in Kaufhausgalerien auszulagern, was auch dazu führen könnte eine neue Leserschicht zu gewinnen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Das Göteborger Restaurant Kock & Vin wird 10 Jahre

Innerhalb von zehn Jahren hat sich das heutige Edelrestaurant Kock & Vin in Göteborg von einem einfachen Bistro zu einem Restaurant entwickelt, das zu den renommiertesten Schwedens gehört, im White Guide an privilegierter Stelle zu finden ist und immer häufiger für Preise nominiert wird, die die schwedischen Küche für ihre internationale Leistungen hervorheben.

Das Göteborger Restaurant Kock & Vin gehört mit seiner neuen schwedischen Küche mittlerweile zu jenen Restaurants, die weltweit bekannt sind und bereits in mehreren Listen Spitzenpositionen einnimmt. Das Restaurant gehört zu jenen, die Göteborg als kulinarische Stadt bekannt machen und den höchsten Ansprüchen einer Konferenz- und Messestadt gerecht werden.

Zum zehnjährigen Jubiläum bietet das Restaurant Kock & Vin, das nur Rohwaren aus der näheren Umgebung Göteborgs verarbeitet, zwischen dem 1. und dem 20. November ein Sechs-Gänge-Menü mit sechs dazu passenden Weinen zu einem Aktionspreis von 1295 Kronen. Das Restaurant bietet mittlerweile auch ein eigenes Weizenbier an, das in Zusammenarbeit mit der Göteborger Brauerei Oceanbryggerier entwickelt wurde.

Herbert Kårlin

Dienstag, 26. Oktober 2010

Chalmers wirbt für nichteuropäische Studenten

Da die schwedischen Steuerzahler ab dem Studienjahr 2011 nicht mehr für das Studium von nichteuropäischen Studenten an den Göteborger Universitäten aufkommen werden, müssen diese Studenten in Zukunft mit einer bedeutenden Studiengebühr rechnen. Die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg rechtet auf Grund dieser Änderung mit bis zu 60 Millionen Kronen geringeren Einnahmen in den kommenden drei Jahren.

Als Gegenmaßnahme plant nun Chalmers die Ausbildung in Göteborg attraktiver für nichteuropäische Studenten zu machen und investiert im Jahre 2011 rund zehn Millionen Kronen in das Marketing der Technischen Universität in Ländern wie China, Thailand, Taiwan, Turkei, Russland und Mexiko, in Länder aus denen bereits bisher eine große Anteil an Studenten zu verzeichnen war.

Gleichzeitig mit der Vermarktung der Ausbildung an Chalmers sollen auch die Ausbildungen mehr auf weltweite Bedürfnisse angepasst werden, was auch dazu führen soll, dass die Technische Hochschule Chalmers zur worlds scientific community wird, an der, unter anderem, multikulturelle Einflüsse integriert werden sollen. Mit Hilfe des neuen Marketing-Konzepts soll die Bedeutung von einem Chalmers-Studium in Zukunft höchsten internationalen Anforderungen gerecht werden.

Herbert Kårlin

Montag, 25. Oktober 2010

Schwarzarbeiter putzen in Göteborger Nobelkaufhaus

Seit mehreren Jahren bestehen die Reinigungskolonnen mehrerer bedeutender Geschäfte in Göteborg aus neu in Göteborg angekommenen Flüchtlingen und Personen, die sich ohne Papiere in der Stadt aufhalten. Für ihre Dienste bekommen diese „Angestellten“ schwarz jeweils 50 Kronen die Stunde. Unter den Kaufhäusern, die von diesen illegalen Arbeitern profitieren findet man Femman, Åhléns und selbst das Nobelkaufhaus NK in Göteborg.

Die meist aus den Balkanländern kommenden Reinigungskräfte sprechen weder Schwedisch, noch kennen sie die schwedische Gesetzgebung. Dies ist auch der Grund, warum sie den Aussagen der Reinigungsunternehmen, die für die großen Kaufhäuser arbeiten, Glauben schenken, wenn diese ihnen „vorübergehend“ einen Aushilfsjob anbieten, der dann, sobald sie schwedisch sprechen, in einen Festvertrag verwandelt werden soll.

Alle betroffenen Reinigungskräfte tragen die Arbeitskleidung des Unternehmens Cleandax, das selbst kaum eigene Kräfte beschäftigt, sondern die Aufträge grundsätzlich an Subunternehmer weiter gibt, die dann ihrerseits weitere Subunternehmer mit der Reinigung des Kaufhäuser betrauen. Zahlreiche dieser Subunternehmer sind entweder Neugründungen oder aber längst beim Finanzamt bekannt, da sie bereits mehrere Strafverfahren anhängig haben und nicht nur schwarze Arbeitskräfte beschäftigen, sondern auch „vergessen“ für die Gewinne Steuern zu bezahlen.

Herbert Kårlin