skip to main |
skip to sidebar
Kurz nach Jahreswechsel beginnt der Göteborger Hafen mit der Installation von elektrischen Anschlüssen für Boote, was dazu führen soll, dass in Zukunft etwa 30 % der Schiffe ihre Dieselmotoren abstellen können, so lange sie am Kai liegen. Diese Maßnahme wird die Umweltverschmutzung in Göteborg erheblich reduzieren.Göteborg wird mit diesen Umbauarbeiten einer der wenigen Welthäfen sein, die bei Schifffahrt auf Umweltschutz setzen. Die Kosten für die Arbeiten werden auf 13 Millionen Kronen geschätzt, wobei das Hauptproblem die Installation eines Umspannwerkes ist, da die Hilfsmotoren der Schiffe nicht die in Schweden übliche Frequenz benötigen.Die stufenweise Umrüstung auf Strombetrieb reduziert jedoch nicht nur die Umweltverschmutzung sondern auch die Lärmbelästigung im ganzen Gebiet, da Elektromotoren, die auf Booten für Heizung, Licht und zahlreiche kleinere Arbeiten benötigt werden, weitaus leiser arbeiten die die bisher üblichen Dieselmotoren.
Herbert Kårlin
Die anhaltende Kälte in Göteborg ist Ursache für eine extrem hohe Luftverunreinigung in der Stadt, wobei der Gehalt an Stickstoffdioxid (NO2) seit über einem Monat im Durchschnitt mit rund 100 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen wird, was 25% über dem empfohlenen Grenzwert liegt.NO2 wird vor allem durch den starken Auto- und Bootsverkehr in Göteborg verursacht und entsteht dann, wenn die Luft in Bodennähe wärmer ist als in der Höhe. Dieses Phänomen verhindert eine natürliche Zirkulation der Luftströme und kann in gewissen Fällen zu gesundheitlichen Problemen führen.Während bei gesunden Menschen diese hohe Belastung an NO2 nicht unmittelbar negative Folgen zeigt, kann diese hohe Luftvereinigung an Stickstoffdioxid bei Asthmakranken und Personen mit Atembeschwerden selbst lebensgefährlich werden. Eine Verbesserung der Situation ist nur bei Witterungsänderung zu erwarten.Herbert Kårlin
Wer in Schweden drei Jahre lang arbeitslos ist, gerät in die sogenannte Phase 3, was für Arbeitnehmer bedeutet, dass sie als schwer vermittelbar gelten und für Arbeitgeber, dass sie, zumindest theoretisch, gewinnträchtig dabei helfen können, den Arbeitslosen zu einer beruflichen Tätigkeit zurückzuführen.In den 16 Monaten seit die schwedische Regierung dieses Programm auf die Beine stellte, hat die Göteborger Arbeitsvermittlung bereits 70 Millionen Kronen an Arbeitgeber bezahlt, die Langzeitarbeitslose beschäftigen, ohne dass auch nur eine der Firmen verpflichtet war einen der Beschäftigten zu übernehmen oder ihm eine sinnvolle Arbeit zu geben. Da der Arbeitnehmer hier täglich kostenlos acht Stunden zur Verfügung stehen muss, kann er in der Regel nur von der Sozialunterstützung leben, was zusätzliche staatliche Kosten verursacht.Der Erfolg dieser Maßnahme ist jedoch, dass immer mehr Firmen entstehen, die Langzeitarbeitslose mit sinnloser Arbeit beschäftigen und für jeden Angestellten die staatliche Prämie kassieren. So die Jobbfabriken in Göteborg, die während eines Jahres bereits 200 Langzeitarbeitslose überwiegend sinnlos beschäftigte, für die sie eine Prämie von 10 Millionen Kronen erhielten, ohne dass auch nur einer der Angestellten zurück ins Arbeitsleben geführt werden musste.Herbert Kårlin
Die Göteborger Polizei erwägt die Kameraüberwachung von fünf öffentlichen Stellen der Stadt, an denen die häufigsten Verbrechen, insbesondere gewaltsamer Diebstahl, verzeichnet werden.In erster Linie ist in Göteborg die Überwachung von den als Haupt-Verbrechensplätze erkannten Gebiete geplant. Es handelt sich hierbei um öffentliche Stellen an denen während der letzten Jahre die größte Anzahl an Gewaltverbrechen stattfand, was bewaffneten Diebstahl, Misshandlungen und Vergewaltigung beinhaltet.Die Installation von Live-Überwachungskameras soll vor allem den Drottningtorget (Hauptbahnhof), den untere Teil der Avenyn, den Brunnsparken sowie die Stora Nygatan und einen Teil der Vasagatan betreffen.Die Methode der Verbrechensbekämpfung durch Überwachungskameras wird bereits in mehreren europäischen Ländern mit wechselndem Erfolg eingesetzt und wird in Göteborg vor allem als vorbeugende Methode betrachtet. Zur Zeit werden von der Göteborger Polizei mögliche Nutzen und Kostenaufwand abgewogen, bevor Anfang Januar eine endgültige Entscheidung getroffen wird.Herbert Kårlin
Volvo plant im nächsten Jahr wieder mehr Autos zu bauen. Das Göteborger Unternehmen mit chinesischem Eigner will im Jahr 2011 wieder 400.000 Autos verkaufen, was gleichzeitig bedeutet, dass die Firma im kommenden Jahr 500 neue Arbeitsplätze schaffen wird, sowohl im Dienstleistungsbereich als auch in der Fertigung.Gleichzeitig sind jedoch auch einige Veränderungen zu erwarten, da Volvo in Zukunft auf weniger Produkte setzten will, die jedoch in hochklassigen Versionen auf den Markt kommen werden. Das Unternehmen setzt dabei auf Luxus in skandinavischer Verpackung, Anwenderfreundlichkeit und Sicherheit.Der Verkauf der zukünftigen Volvos richtet sich an einen internationalen Markt der gehobenen Klasse, wobei auch der amerikanische Käufer neu erobert werden soll. Volvo wird, nach Geschäftsführer Stefan Jacoby, in Zukunft wieder ein internationales Symbol für Wohlstand sein und den Fahrern der Fahrzeuge ein gewisses Prestige verleihen.Herbert Kårlin
Die letzte Weihnachtsnacht in Göteborg war trotz eisiger Kälte von bis zu minus 20 Grad eine der unruhigsten Nächte des Jahres. Die Polizei der Stadt vergleicht die Störungen und Übergriffe mit einem Sommerwochenende um Mittsommer.In allen Fällen war starker Alkoholgenuss die Ursache für die Übergriffe. Allein in dieser Nacht wurde 34 Misshandlungen bei der Polizei angezeigt, was weit über der Quote einer normalen Wochenendnacht liegt. Sämtliche Ausnüchterungszellen waren überfüllt und eine große Anzahl Jugendlicher mussten betrunken zur ihren Eltern transportiert werden.Trotz Aufklärungskampagnien und Warnungen stiegen auch eine Vielzahl an Betrunkenen in ihr Auto, was bei der ohnehin riskanten Verkehrslage zahlreiche Eingriffe der Polizei benötigte. Aber auch die Anzahl Betrunkener, die sich zum Schafen einfach in Schneewehen legten und von der Polizei vom Erfrieren gerettet werden mussten, war ungemein hoch.Herbert Kårlin
Wie jedes Jahr lädt die Stadtmission Göteborg alle Bedürftige Göteborgs während der drei Weihnachtstage zu einem Weihnachtsessen ein, das auch dieses Jahr in der Sankt Johanneskyrkan der Stadt serviert wird. In der Regel treffen sich an diesen drei Tagen jeweils etwa 500 Personen, die dort nicht nur essen, sondern auch gemeinsam Weihnachten feiern können.Die Stadtmission lädt zum Weihnachtsessen nicht nur all jene ein, die selbst bei minus 15 Grad kein Dach über dem Kopf haben, sondern auch alle, die nach Drogen- oder Alkoholmissbrauch einsam sind und nur mit Hilfe von staatlicher Unterstützung überleben können. Auch zum Neuen Jahr plant die Stadtmission wieder eine Essensausgabe, die erneut von den Unternehmern der Stadt finanziert wird.Zum 24. März plant die Stadtmission, in Zusammenarbeit mit dem Folkteatern Göteborg, in der Johanneskirche die Aufführung des Theaterstücks „Breaking the Rules“ nach dem gleichnamigen Preisfilm von Lars von Triers. Die beiden Schauspieler Göran Ragnerstam und Karin Lykke werden das Stück gemeinsam mit Amateurschauspielern aufführen, wobei sämtliche Einnahmen der Stadtmission zur Verfügung gestellt werden.Herbert Kårlin