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Samstag, 7. Juni 2014

Abitur in Göteborg verliert bald eine Tradition

Um ihre Freude am bestandenen Abitur (tar studenten) auszudrücken, gehört in Göteborg für die meisten Studenten auch die Fahrt auf der Ladefläche eines Lastwagens, der mehrmals die Runde durch die wichtigsten und meist besuchten Straßen der Stadt dreht. Etwas angetrunkene Abiturienten, die bereits morgens zu sehr in das Sektglas sahen, trinken, gemeinsam mit den anderen auf der Ladefläche weiter. Ein Teil unter ihnen weiß, wann man stopp sagen muss, andere leider nicht.


Nachdem dieses Jahr einige Unfälle bei diesen Umzügen zu verzeichnen waren, der erste davon in Göteborg und zudem eine größere Menge an Jugendlichen auch Flaschen und Glasscherben vom Lastwagen aus auf Passanten und Polizei warf, so nebenbei auch noch den einen oder anderen mit Bier überschütteten, hat sich die Polizei nun entschieden zu härteren Maßnahmen zu greifen.

Zwei Lastwagen von denen Studenten Glas warfen und dabei von der Polizei gesehen wurden, hatten sehr schnell die Endstation der Runde erreicht, denn alle mussten anschließend die Ladefläche verlassen und den Weg zu Fuß fortsetzen. Sollten sich diese Ausschreitungen auch im kommenden Jahr wiederholen, so schließt die Polizei nicht aus die Umzüge mit Lastwagen ganz zu verbieten und „tar studenten“ wird dann in Göteborg um eine lange Tradition ärmer.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. Mai 2013

Privatgymnasium in Göteborg unter Druck

Nur zwei Wochen bevor die Schüler des Privatgymnasiums Aniaragymnasiet in Göteborg, das auf seiner Homepage mit hoher Qualität und einem Qualitätssiegel aus dem Jahre 2010 wirbt, die Schule endgültig verlassen und ins Arbeitsleben wechseln oder ihre Ausbildung an einer Hochschule fortsetzen, musste man feststellen, das die Schüler der Sektion Handel keinen Abschluss haben, da sie nie in theoretischer Religionswissenschaft unterrichtet wurden, einem Fach, das für die Hochschulreife vorgeschrieben ist und mit einer Prüfung beendet werden muss.

Noch ist natürlich nicht alles verloren, denn offiziell setzt die Schule, auch für Abiturienten, noch zwei Wochen fort, auch wenn alle Schulen tolerieren, dass die Schüler in dieser Zeit zu Hause bleiben oder einer anderen Tätigkeit nachgehen, zudem kann die Prüfung auch noch im Herbst nachgeholt werden, die Frage ist nur, wie die Direktorin des Gymnasiums, die das Problem verursachte, die Lösung sieht und wie sie die Schüler nun motiviert.

Die Grundidee war, dass alle betroffenen Schüler ab dem gestrigen Dienstag einen Schnellkurs mit täglich fünf Unterrichtseinheiten absolvieren um noch rechtzeitig ihre Prüfungen zu machen. Auch wenn die Idee nicht schlecht war, so zeigte sich jedoch, dass gestern keiner der Schüler zum Unterricht kam. Aber selbst wenn die Klasse vollzählig gewesen wäre, so hätte sich ein zweites Problem ergeben, denn die Lehrerin des Faches steht kurz vor der Geburt eines Kindes und unterrichtet bereits nicht mehr. Vielleicht kann nun die nachlässige Direktorin als Religionslehrerin einspringen um den Schülern ihren Abschluss zu garantieren.

Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg

Freitag, 2. September 2011

Göteborger Schulen mit schlechtem Resultat

Nahezu 30 Prozent der Schüler, die voriges Jahr eine städtische Schule in Göteborg besuchten erreichten nicht das notwendige Niveau um ihre Ausbildung im Gymnasium fortzusetzen, was bedeutende Folgen hat, da sie damit auch keine Berufsausbildung auf normalem Weg erringen können und überwiegend als unausgebildete Hilfsarbeiter auf den Arbeitsmarkt kommen.

Aber selbst unter jenen, die in kommunalen Grundschulen noch das Gymnasiumniveau erreichten, ist die erfolgreiche Zukunft nicht gesichert, denn rund 20 Prozent der Gymnasiasten errangen dann weder Abitur, noch schlossen sie die ans Gymnasium geknüpfte Ausbildung mit zufriedenstellendem Erfolg ab, was auch diese Schüler als schwer vermittelbar abstempelt und zu Niedriglöhnen führt, die bei Einzelverdienern kaum zum Überleben reichen.

Da die aktuellen Zahlen rein statistische Werte sind, so geben sie natürlich keine Auskunft über die Ursachen des Versagens des kommunalen Schulsystems in Göteborg. Spekulationen führen daher dazu die Schuld bei der Zulassung zu zahlreicher Freischulen zu suchen, beim hohen Ausländeranteil in städtischen Schulen oder auch bei den permanenten Einsparungen der Stadt Göteborg.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Februar 2011

MoveIT-Gymnasien in Göteborg vor dem Aus

Die vier privaten MoveIT Gymnasien in Göteborg und Kungsbacka werden zur Zeit von rund 300 Schüler besucht, wobei ein Teil von ihnen nur wenige Monate vor dem Abitur stehen. Eine Überprüfung der Schulinspektion belegt nun, dass die Schule ihrem Auftrag nicht gerecht wird, da Lehrer fehlen und oft nur wenige Stunden in der Woche eine Unterricht statt findet.

Nun haben die Schulen bis Mitte März Zeit alle Mängel zu beheben, oder aber sie verlieren sämtliche staatlichen Beiträge und müssen schließen. Sie können natürlich auch die Entscheidung der Schulinspektion anfechten und mit der Aktivität fortsetzen bis ein Gericht über die Angelegenheit entschieden hat, was jedoch nur die Probleme der Schüler vergrößert, die die Gymnasien dann möglicherweise ohne Abschluss verlassen müssen.

Falls die Schule geschlossen wird, so haben alle Schüler der Gymnasien das Recht auf ein staatliches Gymnasium Göteborgs zu wechseln, um dort die Ausbildung zu beenden. Allerdings haben sie kein Recht auf die gleiche Berufsausbildung, die die MoveIT Gymnasien anboten, was vor allem für Schüler, die dieses Jahr das Abitur machen, ein großes Problem darstellt.

Herbert Kårlin