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Dienstag, 4. März 2014

Die Welt der Orchideen in Göteborg

Auch wenn Göteborg vor allem mit seinen 1500 Arten an Rosen und der Trädgårdsföreningen Werbung macht, so gibt es eine weitere, wenn auch unbekanntere Sammlung an Blumen in Göteborg. In den Gewächshäusern des Botanischen Gartens kann man nämlich, zu einer Zeit in der man in der Natur kaum Blumen findet, 1500 Arten an Orchideen entdecken, die dort in der Regel einmal im Jahr besonders hervorgehoben werden.


Bis zum 23. März findet man dieses Jahr die Ausstellung der Freunde der Orchideen, deren Ziel es ist der breiteren Masse das Leben dieser Pflanzen und deren Blüte näher zu bringen, denn auch wenn Orchideen nur geringe Anforderungen stellen, so kann man sie sehr schnell „ertränken“ oder ihnen den falschen Platz geben. Um dies zu vermeiden, enthält die Ausstellung nicht nur hervorragende Fotos, sondern auch sehr viel Information.

Auch wenn Göteborg die größte nordische Sammlung an tropischen Orchideen vorweisen kann, so wirkt die Sammlung wissenschaftlich gesehen nahezu bescheiden, da man weltweit rund 30.000 Arten an Orchideen zählt und selbst die rund 50 schwedischen Arten, die alle unter Naturschutz stehen, nicht alle in der Sammlung zu finden sind. Die Ausstellung im Botaniska Trädgården bietet jeden Sonntag eine zusätzliche Attraktion, denn ein Fachmann in Orchideen beantwortet dann die Fragen der Besucher.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 28. Dezember 2013

Der Botanische Garten Göteborgs setzt auf Japan

Der Botanische Garten in Göteborg setzt im kommenden Jahr ganz auf Japan, ein Thema, das von Ende April bis September der Anlage seinen Stempel aufdrücken wird. Man wählte Ende April, da um diese Zeit die Kirschblüte dem gesamten Park bereits von Grund auf einen japanischen Touch gibt und die Kirschbaumblüte auch als Beginn der Sommersaison betrachtet werden kann.


Auch wenn sich viele Göteborger über das Thema Japan wunderten, so liegt es beim Botanischen Garten geradezu auf der Hand, denn nicht nur, dass Hortensien, Magnolien und Kirschbäume ihre Ahnen in Japan haben, in der Anlage findet man gegenwärtig über 400 verschiedene ursprünglich japanische Pflanzenarten und 160 verschiedene Baumarten aus dem Land der Kirschblüten.

Im Zentrum des japanischen Jahres wird natürlich das sogenannte Japantal im Botanischen Garten sein, das  nicht nur bei der Wahl der Pflanzen an Japan erinnert, sondern auch der Aufbau erinnert an die japanische Gartenkunst und die Bänke erlauben im Schatten zu meditieren. Wer dann noch mehr in die Geschichte der japanischen Gewächse im Botaniska eintauchen will, kann auch noch an einer Führung durch die Gartenanlage teilnehmen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Dienstag, 18. Juni 2013

Ein neuer Wanderweg in Göteborg


Die meisten Besucher des Botanischen Gartens in Göteborg kehren leider am Tor um, das zu einem Naturparadies führt und eine logische Fortsetzung der umzäunten Anlage ist. Es handelt sich dabei um das Naturreservat Änggårdsbergen, das dank einer sehr großzügigen Spende seit gestern eine neue Attraktion für jene bietet, die auch jenseits des Tores Natur, Pflanzen und Tierwelt erleben wollen um vielleicht sogar einen ganzen Nachmittag im Naturreservat verbringen zu können.

Dass der Botanische Garten im Laufe des Jahres immer wieder großzügige Spenden erhält, hilft dabei die umfassende Anlage zu erhalten, reicht aber in der Regel nicht dazu aus um Wege zu verbessern und vor allem nicht um das Naturreservat Änggårdsbergen zugänglicher zu machen. Dies änderte sich als vor kurzem Rolf Ivar Johnson starb, denn er vererbte dem Botanischen Garten 3,3 Millionen Kronen, unter der Voraussetzung, dass die Hälfte davon für das Naturreservat benutzt wird und zugänglicher gemacht wird.

Der Spender aus Mölndal verbrachte selbst viele Stunden im Naturreservat und hatte festgestellt, dass oft Hinweisschilder an Bäumen fehlen und vor allem, dass manche Wege in sehr schlechtem Zustand waren und mit einem Rollstuhl unmöglich zu benutzen waren. Mit der unerwarteten Summe konnte der Botanische Garten nun nicht nur die Beschilderung im Naturpark verbessern, sonder auch die Runde um den kleinen See Finnsmossen ausbauen, alle hundert Meter entlang des Weges eine Bank aufstellen und auf dem größten Teil der Strecke den Weg so verbreitern, dass man nun auch mit Rollstuhl von der fantastischen Natur des Schutzgebietes profitieren kann.


Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 24. Juli 2012

Von Zecken ausgelöster TBE-Fall in Göteborg


Das regnerische und kühle Wetter in Schweden war bisher ein ideales Jahr für die Entwicklung der schwedischen Zecken, was dazu führt, dass mittlerweile die Fälle an TBE (tick-borne encephalitis), in Deutschland auch als FSME bezeichnet, landesweit bereits um 25 Prozent höher liegen als in den vergangenen Jahren. Alles weist darauf hin, dass dieses Jahr mit einem Rekordjahr an infizierten Zecken zu rechnen ist, da nur eine längere Trockenheit und hohe Wärme der Gefahr ein Ende setzen können.

Während früher die Mehrheit der Krankheiten im Raum des Mälaren auftauchten, wird TBE seit 1998 auch immer häufiger im Västra Götaland festgestellt. Dieses Jahr mussten bereits sieben Personen der Region wegen TBE behandelt werden, was bedeutet, dass hier bis zum Herbst voraussichtlich bis zu 30 Personen erheblich an den Folgen eines Zeckenbisses zu leiden haben werden, also 50 Prozent mehr als im Durchschnitt, obwohl sich die Bevölkerung in Risikogebieten bereits impfen lässt.

Bisher fühlten sich die Bewohner Göteborgs bei ihren Wanderungen in den zahlreichen grünen Gebieten der Stadt grundsätzlich sicher, was sich dieses Jahr als Irrtum erweist, denn einer der Fälle an TBE führt auf einen Aufenthalt im Änggårdsbergen am Botanischen Garten zurück, einem beliebten Gebiet für Jogger, Vogelbeobachter und Personen, die in einer ruhigen Gegend der Stadt ihr Picknicht machen wollen. Infizierte Zecken haben mittlerweile ihren Weg auch ins Naturreservat Änggårdsbergen und vermutlich den Botanischen Garten gefunden.

Herbert Kårlin

Sonntag, 25. September 2011

Ausstellung schwedischer Äpfel in Göteborg

Wie jedes Jahr, so eröffnete Ende September der Botanische Garten in Göteborg eine Fruchtausstellung bei der schwedische Äpfel im Vordergrund stehen. Wer daher den Stolpboden bis zum 2. Oktober besucht, kann dieses Jahr 240 Sorten Äpfel aus aller Nähe betrachten, die alle in Schweden angebaut werden, auch wenn einige Arten unter ihnen nur der Zierde dienen und nicht gegessen werden können.

Der feuchte Sommer führte dieses Jahr dazu, dass die Äpfel in Schweden eine Rekordgröße nachweisen. Der größte Apfel der Ausstellung wiegt dieses Jahr ganze 782 Gramm und schlägt damit den Rekord des Vorjahres, auch wenn er noch weit vom Weltrekord entfernt ist, da in Japan bereits ein Apfel geerntet wurde, der ganze 1,8 Kilogramm wog. Man muss wohl nicht hinzufügen, dass es bei dieser Art von Ausstellungen auf eine Gesamtheit ankommt und nicht auf Nährwerte oder chemische Behandlung.

Allerdings richtet sich die Fruchtausstellung, bei der man auch 40 Birnenarten und einige Pflaumen findet, auch an die jugendlichen Besucher und Schulen, indem auf Ausstellungstafeln über Nährwerte gesprochen wird oder in welcher Weise Äpfel eine Rolle für die Gesundheit spielen. Das Ziel dabei ist natürlich, dass Kinder und Jugendliche wieder mehr Früchte essen sollen, eine Entwicklung, die in ganz Schweden rückläufig ist.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. Juli 2011

Ein neues Gewächshaus für den Botanischen Garten Göteborg

Da das gegenwärtige Gewächshaus des Botanischen Gartens in Göteborg aus den 80er Jahren in keiner Weise mehr den modernen Anforderungen entspricht, insbesondere hinsichtlich des Energiebedarfs, wird zum Jahre 2015 ein modernes, neues Gewächshaus entstehen, das in allen Richtlinien wegweisend für die zukünftigen Gewächshäusern Europas sein soll.

Die Finanzierung des Projektes in Höhe von etwa 200 Millionen Kronen ist bereits durch die Landesregierung des Västra Götalandes gesichert, so dass im nächsten Schritt alle Architekten, die für Gewächshäuser spezialisiert sind, ihre Vorschläge einreichen können. Die Verwaltung des Botanischen Gartens wird dann die umweltfreundlichste Lösung mit optimalen Zugangsmöglichkeiten für Beschäftigte und Besucher auswählen.

An der zukünftigen Beleuchtung, die vermutlich auf LED-Lampen und Schwefelplasma-Lampen beruhen wird, arbeiten bereits heute die Ingenieure der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg. Auch eine optimierte, umweltfreundliche Wasserversorgung und die Ästhetik spielen bei diesem Neubau, der unter der Aufsicht von Västfastigheter steht, eine tragende Rolle spielen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. April 2011

Arboretum in Göteborg gerettet

Seit dem Jahre 2006 war das Arboretum des Botanischen Gartens in Göteborg sich selbst überlassen, da finanzielle Einschnitte jeden Unterhalt unmöglich machten. Eine 60 Jahre alte Sammlung an Bäumen aller Welt schien damit dem Untergang geweiht und nur noch einzelne Jogger nahmen die Wege durch das Waldgebiet mitten in der Stadt.

Nach einem Zuschuss der Region Västra Götaland können nun die Arbeiten im Göteborger Arboretum wieder aufgenommen werden, wobei das Geld nicht nur für die Ausdehnung der Sammlung und einen Gärtner reicht, der sich um die Sammlung kümmern wird, sondern auch dafür, dass die wertvolle Sammlung täglich Schulklassen gezeigt und erklärt werden kann.

Da sich das Arboretum, obwohl es zum Botanischen Garten gehört, außerhalb des abgezäunten Bereichs der Anlage befindet, ist die Anzahl der Besucher im Arboretum, in dem sich auch mehrere Teiche mit einer reichen Vogelwelt befinden, bisher relativ gering, was sich durch den Unterhalt der Anlage maßgeblich verbessern kann.

Herbert Kårlin

Dienstag, 28. September 2010

Elchsafari mitten in Göteborg

Abenteuertourismus zieht in ganz Schweden immer mehr Besucher an, wobei vor allem Elche für Städter und ausländische Gäste eine besondere Anziehungskraft ausüben. Nun will auch Göteborg an diesem Aufschwung durch Abenteuer teilhaben und veranstaltet die ersten Elchsafaris im Großstadtmilieu.

In Zusammenarbeit zwischen dem Naturhistorischen Museum Göteborgs, dem Schlosswald und dem Botanischen Garten, die die Aktion „Göteborgs grünes Herz“ gegründet haben, werden Touristen zu mehreren Orten geführt um alles über Elche zu erfahren und die majestätischen Tiere auch zu sehen.

Die Elchsafaris beginnen im Naturhistorischen Museum, wo der Besucher alle Informationen über Elche bekommt. Anschließend geht die Reise zum Café im Botanischen Garten, in dem der Teilnehmer Älgbullar, also Elchfleischbällchen zu essen bekommt. Den Abschluss bildet dann der Besuch im Zoologischen Garten des Schlosswald, wo einige Elche denn nur noch durch einem Zaun vom Besucher getrennt sind. Die Elchsafaris gehen in einige Hotelpakete ein und können sowohl beim Göteborger Fremdenverkehrsamt als auch über Göteborg Aktuell gebucht werden.

Herbert Kårlin

Samstag, 23. Januar 2010

25 Jahre exotische Früchte im Botanischen Garten in Göteborg

Am 23. Januar eröffnet der Botanische Garten in Göteborg zum 25. Mal die Ausstellung Exotische Früchte. Die Besucher der Ausstellung können hier nicht nur die unterschiedlichsten exotischen Früchte aus aller Nähe betrachten, sondern am Wochenende auch einige davon kosten und erfahren vieles über ihre Herkunft und deren Einführung in Schweden.

Bis zu den 60er Jahren kannte man in Schweden nur Zitronen, Bananen und Ananas. Danach waren Kiwis die ersten echt exotischen Früchte, die in Schweden ihren Einzug machten. Erst in den 80er Jahren entstand dann ein Boom, der bis heute fortschreitet und immer mehr neue exotische Früchte auf den schwedischen Markt bringt.

Neuheiten der Ausstellung Exotische Früchte im Botanischen Garten Göteborgs (Botaniska Trädgården) sind dieses Jahr Boroja, eine Frucht aus Kolumbien, die auch als Aphrodisiakum gilt und Sapote, ebenfalls eine Frucht aus Zentralamerika, die eins von den Mayas kultiviert wurde und heute seine Beliebtheit zurückgewinnt.

Herbert Kårlin

Montag, 16. November 2009

Weihnachtsausstellung im Botanischen Garten in Göteborg

Zwischen dem 14 November 2009 und dem 6. Januar 2010 lädt der Botanischen Garten in Göteborg zur jährlichen Weihnachtsausstellung ein, die unter dem Thema Gewürze und Kräuter aus der ganzen Welt steht. Die Ausstellung findet täglich im Gewächshaus des Botaniska Trädgården statt und kann zwischen 10 und 16 Uhr besichtigt werden.

Die Ausstellung präsentiert rund 60 verschiedene frische und getrocknete Gewürze und Kräuter, wobei Gewürze, die bei der Weihnachtsbackerei benutzt werden eine besondere Stellung einnehmen, wie auch Gewürze und Kräuter, die nach biologischem Standpunkt angebaut werden. Jedes Gewürz wird von erklärenden Texten begleitet, die über Herkunft und ihre Anwendung informieren.

Während der Weihnachtsausstellung im Botanischen Garten Göteborgs kann sich der Besucher, unter anderem, mit der Anwendung von Wacholder oder Sternanis vertraut machen, entdeckt das Modegewürz Chilli in seinen Varianten, erfährt, warum ein Kilo Safran mittlerweile rund 7000 Euros im Laden kosten, lässt sich in die Zubereitung von Senf einführen und lernt die Gewürze kennen, die schwedischem Glögg ihren Geschmack verleihen.

Herbert Kårlin