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Mittwoch, 5. März 2014

Göteborg, die Stadt der Events

Die neue Generaldirektorin des städtischen Unternehmens Got Event, die 45-jährige Lotta Keating, die in Zukunft für Anlagen wie das Scandinavium, Ullevi, die Lisebergshallen, das Valhallabad und das Valhalla Sportzentrum und anderes verantwortlich zeichnet, sieht die gleichen Visionen für Göteborg wie der Stadtrat, vermutlich der Grund, warum sie auf ihren Posten katapultiert wurde.

Lotta Keating wird in Zukunft die wichtigsten Stätten Göteborgs verwalten, die ein sehr unterschiedliches Publikum mit sehr unterschiedlichen Events ansprechen und sich zudem in einer Erneuerungsphase befinden an der sie sich unter Umständen die Zähne ausbeißen kann, denn man diskutiert darüber das Valhallabad abzureißen, das Scandinavium zu ersetzen und einen Stadtteil für Events zu schaffen. Es ist daher schwierig für Keating für eine langfristige Perspektive zu sehen, es sei denn, sie lässt sich vom jeweiligen Stadtrat manipulieren.

Wie Lotta Keating auch sehr richtig sieht, werden sehr hohe Investitionen nötig sein wenn Göteborg auch in Zukunft mit Stockholm und Malmö konkurrieren will, in einer Zeit, in der die Führung der Stadt vor allem an die 400-Jahrfeier und das gigantische Infrastrukturpaket denkt. Die größte Herausforderung für die neue Geschäftsführerin wird vermutlich sein ein Event-Profil für Göteborg zu finden, das nicht eine Kopie anderer Städte ist, sondern auch wirklich Göteborg in den Vordergrund setzt. Es ist zu hoffen, dass Keating mit ihrem Hintergrund aus dem touristischen Bereich Westschwedens ein Gefühl für Got Event bekommt und die Entwicklung der Eventstadt Göteborg im Auge behält.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Dezember 2013

Göteborg veranstaltet einen Jubiläumsmarathon

Auf Initiative der Vorsitzenden des Göteborger Stadtrats, Anneli Hulthén, veranstaltet  der Göteborger Leichtathletikverband zur 400-Jahrfeier der Stadt zusätzlich zum jährlichen Halbmarathon GöteborgsVarvet einen internationalen Marathon, der im Jahr 2021 die Weltelite anziehen soll. Allerdings soll es sich bei dieser Veranstaltung um ein einmaliges Event in Erinnerung an die Stadtgründung vor 400 Jahren handeln.


Damit die Spitzensportler weltweit auch genügend Zeit haben um den 19. September 2021 rechtzeitig einzuplanen, beginnt die Einschreibung für die ersten 7000 Startplätze bereits am 27. Februar 2014.  Da der Verband nur 15.000 Läufer zulassen wird, müssen vermutlich jene, die als Amateure an diesem Marathon teilnehmen wollen, sehr schnell sein, da bereits die Anmeldungen zum jährlichen Halbmarathon bereits nach wenigen Tagen die Grenze erreichen und hunderte von Läufern anschließend abgelehnt werden.

Göteborg hat bereits intensiv begonnen den Geburtstag der Stadt vorzubereiten und zu vermarkten, wobei Sport nur ein Teil dieser Satzung ist, denn Ziel soll sein, dass die Stadt bis 2021 das Profil einer Eventstadt zeigt in der nahezu alles möglich ist. Störend könnten nur die vermutlich zahlreichen Baustellen sein von denen Göteborg 2021 voraussichtlich belastet ist und die selbst dem Marathon einen etwas negativen Beigeschmack verleihen könnten.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 6. Dezember 2013

Fünf Architekten wollen Heden in Göteborg verändern

Seit hundert Jahren wollte man in Göteborg nicht mehr so viel verändern wie nun und, wenn möglich, noch vor der 400-Jahrfesfeier der Stadt im Jahr 2021. Nur wenige der Projekte sind wirklich durchdacht und ausgereift, aber die Zeit drängt wenn man in nur acht Jahren eine Weltstadt schaffen will, die vielleicht etwas weniger schwedisch, dafür aber herausragend ist, modern und zukunftsweisend.

Bild: Adept APS

Nun hat die Stadt auch fünf Projekte zur Neugestaltung von Heden ausgewählt, für eine Gegend, die in der Tat modernisiert werden muss und mit seinen Sportfeldern, dem offenen Trödelmarkt im Sommer, dem Exerzierhaus und den Parkplätzen nicht unbedingt in einem der Zentren der Stadt erwartet wird. Die Ausschreibung  war allerdings ungenau genug um sehr unterschiedliche Vorschläge zu erhalten, denn Sport, Kultur und öffentlichen Raum für eine Eventstadt zu vereinen lässt sich sehr weit auslegen. Entsprechend unterschiedlich sind die ausgewählten Vorschläge.

Kaum erstaunen wird, dass die eingereichten Vorschläge von internationalen Architekturbüros kommen unter denen eines sogar eine Abteilung in Göteborg unterhält. Sehr einfallsreich ist bereits der Vorschlag der dänischen Architekten von Adept APS, denn neben einem offenen Gebiet findet man neben der Pariser Pyramide noch einige andere Zeichen, die in anderen Städten Erfolg hatten. Auch einige der anderen Vorschläge haben futuristische Zeichen einer international Großstadt, unter anderem mit Wolkenkratzern, die bei einer Luftaufnahme den Kontrast eines alten und neuen Göteborg zeigen. Anschließend müssen nur noch die Gebäude aus dem 20. Jahrhundert abgerissen werden. Sicher bei allen fünf Vorschlägen ist allerdings, dass man Heden nicht wiedererkennen wird, egal was die Stadtplaner auswählen.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. November 2013

Göteborg als Warenzeichen im Sinken

Jede Stadt will sich ein Attribut geben, das nicht nur positiv klingt, sondern auch Touristen anzieht und diesen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Versuch dabei die Begriffe „Klein London“ oder die „Perle der Westküste“ einzuführen, zeigte sich zu Beginn auch einfallsreich und erfolgversprechend, bis Göteborg wegen Bestechungen und Skandalen die Beinamen „Wilder Westen“ oder „Bestechungsborg“ erhielt, Ausdrücke, die weitaus weniger schmeichelnd klingen.

Noch ist dieser Ruf bei ausländischen Touristen kaum angekommen, aber es ist eine Frage der Zeit, da auch viele Besucher aus anderen Ländern etwas Schwedisch können und teilweise die Presse des Landes über Internet verfolgen. Und Touristen, die auch die Randgebiete besuchen, stellen auch sehr schnell fest, dass Göteborg in arme und reiche Bezirke geteilt ist und Flüchtlinge und Migranten sehr häufig in Ghettos landen, was so manchem zu denken geben wird, denn Klassengesellschaften sind auch bei Touristen unbeliebt.

Die Stadtverwaltung und das städtische Tourismusunternehmen Göteborg & Co. versuchen zwar durch immense Geldeinsätze die Stadt als Event-Town und Stadt der vielen Möglichkeiten zu verkaufen, aber dieses Ziel wird scheitern, wenn die Versprechen nicht gehalten werden können, Vergnügen und Hotels zu teuer werden und die Stadt sich zwischen September und Mai in eine touristische Diaspora verwandelt in der man gerade einmal die Museen und einige wenige Kirchen besuchen kann. Auch die Idee teure Citycards zu verkaufen, die man nur vier Monate lang sinnvoll nutzen kann, ist eine Idee, die sich zu einem Nachteil entwickeln kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 10. September 2013

Clarion Hotel Post in Göteborg noch mit roten Zahlen

Trotz, oder gerade wegen, der bedeutenden Werbung und den extrem günstigen Sonderpreisen des neuen Clarion Hotel Post in Göteborg zeigt sich nun, dass auch im Jahre 2012 bisher rote Zahlen geschrieben wurden und sich der Verlust des Jahres auf zehn Millionen Kronen erstreckt, im Gegensatz zu den 17 Millionen des Vorjahres als das Hotel allerdings nicht nicht ganzjährig geöffnet war.

Nach dem Geschäftsführer Fredrik Blomberg war dieser Verlust allerdings noch zu erwarten und wird nicht als schlechte Nachricht betrachtet, da es immer einer gewissen Anlaufzeit bedarf bis ein Hotel neue Kunden gewinnt oder diese von einem Konkurrenzunternehmen übernehmen kann. Der Geschäftsführer betont dabei jedoch, dass die Zahlen für den Restaurantbetrieb selbst die Erwartungen übertrafen und das Hotelrestaurant sehr viele Bürger Göteborgs anzieht.

Trotz dem massiven Hotelbau in Göteborg und mehreren erstklassigen Hotels der Stadt, die in direkter Konkurrenz zum Clarion Hotel Post stehen, nimmt Fredrik Blomberg mit Sicherheit an, dass die Bilanz für das laufende Jahr bereits schwarze Zahlen zeigen wird. Das Hotel setzt insbesondere auf größere kulturelle Events der Stadt und zeigt sich in diesem Rahmen auch als Sponsor für Eröffnungen, eine Politik in der das Clarion Hotel Post keine bedeutende Konkurrenz in Göteborg hat, da das städtische Gothia Towers mehr auf Messen und Veranstaltungen im Scandinavium setzt.

Herbert Kårlin

Samstag, 20. Juli 2013

Ein Eventgebiet in Göteborg wird zur Streitfrage

Während die Verantwortlichen Göteborgs eine neue Multiarena direkt im Anschluss an das Messegebiet und das Skandinavium bauen wollen um damit ein Eventgebiet in der Stadt zu schaffen, bezeichnet der Architekt Rune Elofsson die Idee als unausgereift und als falsche Entscheidung, da man damit ein sehr großes und zentrales Gebiet der Stadt zu einem toten Gebiet macht, das nur bei Events zum Leben erwacht.

Nach einem Gespräch, das Rune Elofsson mit der Tageszeitung GP führte, sollte eine neue Multiarena dort gebaut, wo die Stadt einen neuen Aufschwung benötigt, zum Beispiel am Gullbergsvass an der Gasglocke, einem Gebiet, das wegen seiner Lage bisher kaum von Besuchern der Stadt entdeckt wird. Mit einer Multiarena in diesem Gebiet könnte dort ein aktives Leben entstehen und jenes an der Messe ebenfalls erhalten bleiben.

Die Argumente des Architekten haben einiges für sich, dann das geplante Eventgebiet wird als Barriere Göteborg einen dritten Teil in der Stadt schaffen, der die Einheit der Stadt weiterhin zerstören wird. Die Stadtverwaltung ist, trotz der enormen Investitionen, die eine neue Multiarena fordert, sehr verschwiegen hinsichtlich der Pläne um eine öffentliche Diskussion zu diesem Thema zu vermeiden, da das Risiko besteht, dass die Bevölkerung dann auch in diesem Punkt zeigt, dass sie die Meinung des Stadtrates nicht teilt.

Herbert Kårlin

Sonntag, 17. März 2013

Göteborger Kulturfest eine teure Angelegenheit

Im Jahre 2010 verlangte die Polizei erstmals seine Einsatzkosten während des Göteborger Kulturfestes, da die Polizei das Festival als kommerzielles Ereignis betrachtet. Während jedoch im ersten Jahr nur 25 Prozent der tatsächlichen Kosten gefordert waren und die Summe dadurch nur 100.000 Kronen ausmachte, müssen mittlerweile die Gesamtkosten bezahlt werden, was bei den Preissteigerungen nun nahezu 500.000 Kronen pro Kulturfest ausmacht.

Göteborg hatte gegen diese Forderungen Einspruch eingelegt, da die Stadt davon ausgeht, dass das Kulturfest nicht gewinnbringend ist, da bei den einzelnen Veranstaltungen keinerlei Eintritt bezahlt werden muss. Nun hat das oberste Verwaltungsgericht, nach Überprüfung aller vorgelegter Unterlagen, entschieden, dass das Kulturfest einen Mehrwert für die Stadt schafft und damit, zumindest indirekt, ein Gewinn angestrebt wird. Nach dieser Entscheidung muss die Stadt nun die Rechnungen für die Polizeieinsätze bezahlen. Entscheidend für das Urteil war indes nicht, ob tatsächlich ein Gewinn erwirtschaftet wurde oder nicht, sondern es wurde das Ziel der Veranstaltung nach Gesetzeslage bewertet.

Nun geht diese Entscheidung zurück an das Kammergericht, das in letzter Instanz nochmals über den Fall entscheiden muss. Obwohl der Ausgang dieser Verhandlung nahezu klar liegt, hofft die Stadt mit neuen Argumenten noch die letzten Möglichkeiten auszuschöpfen und die Rechtsanwälte suchen nach Lücken im Urteil des Obersten Verwaltungsgerichts. Sollte, wie zu erwarten, Göteborg auch im Kammergericht unterliegen, so hat dies auch für andere Veranstaltungen der Stadt und des Västra Götalands bedeutende Folgen, da damit die Kosten einiger Veranstaltungen bedeutend in die Höhe getrieben werden.

Herbert Kårlin

Göteborg, ein Reiseführer

Samstag, 25. Februar 2012

Ein maritimer Tag am Ufer Göteborgs

Anlässlich der europäischen Konferenz zum Thema Seefahrt und Fischfang am 21. und 22. Mai 2012, der dieses Jahr in Göteborg stattfindet, wird sich Göteborg nun auch erstmals aktiv am europäischen maritimen Tag am 20. Mai beteiligen und das Ufer am Göta Älv wird zwischen Klippan und der Innenstadt auf beiden Seiten ein ungewohntes Bild abgeben und tausende von Göteborgern ans Wasser ziehen.

Den ganzen Tag über werden die Besucher an den Zwei- und Dreimastern, an Schonern und selbst an einem nachgebauten Raddampfern entlang bummeln können, aber auch Übungen zur Seerettung erleben und populärwissenschaftliche Veranstaltungen rund um das Wasser verfolgen können. Allerdings kann dieses Ereignis in Göteborg einmalig sein, denn die Stadt will damit den Konferenzteilnehmer auch ihre Nähe zum Wasser zeigen.

Insgesamt werden die Besucher, außer der Götheborg, den Schiffen von Maritiman oder der Barken Viking, rund 40 Fahrzeuge im Göta Älv finden, die man sonst nicht hier findet. Einige unter ihnen werden auch für Besucher Ausflüge in die Schären vor Göteborg organisieren. Es ist geradezu selbstverständlich, dass auch der Küstenschutz, die schwedische Marine und das Seefahrtsamt einige ihrer Schiffe zu diesem einmaligen Ereignis präsentieren. Die meisten Aktivitäten des Tages werden kostenlos sein.

Herbert Kårlin

Sonntag, 24. Juli 2011

Wohnungen in Göteborg zu Wucherpreisen vermietet

Jeden Sommer und während besonderer Ereignisse werden in Göteborg regelmäßig Mietwohnungen zu Wucherpreisen an Touristen, Messeteilnehmer und andere Personen untervermietet. In manchen Fällen wird für den einwöchigen Aufenthalt selbst mehr als die Monatsmiete verlangt. Ein Teil der Untervermieter macht in dieser Zeit Urlaub, andere ziehen vorübergehend zu Verwandten oder Freunden oder bewohnen in dieser Zeit ihre Stuga.

Da diese Wohnungsangebote über Internet angeboten werden, kommen die Vermieter der illegalen Untermiete immer häufiger auf die Spur. Da diese Art von Untermiete grundsätzlich verboten ist, melden die Vermieter die Einkünfte auch nicht als Einnahmen beim Finanzamt an und müssen auch von dieser Seite mit einem Verfahren rechnen.

Wer von seinem Vermieter bei einer touristischen Untervermietung entdeckt wird, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen, auch wenn er der Meinung ist, dass er die Wohnung während seines Urlaubs ja nur vermietet, damit sie nicht leer steht und sonst Einbrechern ausgeliefert ist. Vermieter in Göteborg erlauben jedoch vorübergehende Untervermietung, zum gleichen Preis der Ursprungsmiete, wenn der Mieter wegen Studienzwecken oder aus Arbeitsgründen seine Wohnung mehrere Monate lang nicht bewohnen kann.

Herbert Kårlin