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Mittwoch, 7. Mai 2014

Trotz Citymaut hohes Verkehrsaufkommen in Göteborg

Auch wenn Göterborg den Bewohnern der Stadt bei der Einführung der Citymaut eine bessere Luft und weniger Verkehr auf allen Straßen versprach, so zeigt sich bereits, dass dieses Versprechen nicht eingehalten werden kann, die Stadt jedoch eine Steuerquelle entdeckte, die täglich mehr Geld für Zukunftsvisionen bringt, eine Situation, vor der die Kritiker vom ersten Tag an warnten.

Natürlich hat sich nun der Verkehrsfluss verlagert und in manchen Randgebieten gleichmäßiger verteilt, aber nach den neuesten Auswertungen hat die Menge der Fahrzeuge auf den Einfahrtsstraßen von und nach der Innenstadt wieder jenes Niveau erreicht, das vor Einführung der Citymaut festgestellt wurde. Der einzige positive Effekt der Maut ist, dass man bei der Zufahrt nach Göteborg mit dem Auto nun bis zu zehn Minuten Zeit gewinnen kann, da auf Grund der Kosten viele Autofahrer die Rushhour meiden und versuchen vorher oder nachher die Zahlstellen zu passieren, da man damit eine bedeutende Summe sparen kann.

Dass nach einem ersten Schock wieder mehr Personen zu ihrem Auto greifen, liegt natürlich auch daran, dass die öffentlichen Verkehrsmittel so schlecht geplant sind, dass sie keine Alternative bieten, denn viele, die zur Arbeit müssen und mit dem Auto 15 Minuten von der Arbeitsstelle entfernt sind, müssen mit Bussen und Straßenbahnen mit einer Reisezeit von einer Stunde und mehr rechnen, verlieren dabei also im Jahr über 360 Stunden an Freizeit, neun Arbeitswochen. Aber immerhin kann die Stadt verzeichnen, dass sie in den ersten drei Monaten des Jahres bereits 206 Millionen Kronen an Mautgebühren eingenommen hat, 13 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 26. Oktober 2013

Immer noch hoher Lärmpegel in Göteborg

Nach einer Studie, die gestern in Göteborg vorgelegt wurde, gibt es in Göteborg immer noch zahlreiche Gegenden in denen der Lärmpegel durch Autoverkehr so hoch ist, dass die Anwohner gesundheitliche Schäden davontragen, wobei man in diesem Zusammenhang nicht vergessen darf, dass nach dem schwedischen Straßenverkehrsamt jährlich zwischen 500 und 800 Herzinfarkte auf Autolärm in Wohngebieten zurückzuführen sind.

Während es in einigen Gebieten durch Lärmschutz an Straßenrändern und das Einsetzen von Isolierglas die Situation für die Anwohner verbessert wurde, zumindest so lange diese die Fenster geschlossen halten, so haben sich durch die Einführung der Maut einige bisher ruhige Nebenstraßen in bedeutende Lärmquellen verwandelt, was nicht nur die Gesundheit der Anwohner betrifft, sondern auch dazu führte, dass die Preise für die Häuser dort bedeutend an Wert verloren haben.

Die Studie belegt auch, dass Autos seit den 70er Jahren für Anwohner lauter wurden, da die Industrie vor allem den Fahrer vor Lärm schützen will, nicht jedoch denjenigen, der neben der Straße wohnen. Nachdem die Regierung und die Stadt Göteborg in Zukunft Häuser weitaus näher an Schnellstraßen bauen wollen als bisher, überlegt die Regierung die zulässigen Lärmgrenzen zu erhöhen, da selbst Isolierglas Verkehrslärm und Eisenbahnlärm nicht vollständig abhalten kann. In Göteborg sind dabei einige Gebiete betroffen an denen der Autolärm auch in Zukunft steigen wird, da sie außerhalb des Mautgebiets liegen und zu Pendlerparkplätzen führen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. Juli 2012

Überschwemmungsrisiko in Göteborg

Bereits am 19. Dezember 2011 legte das MSB (Myndigheten för samhällsskydd och beredskap) eine Studie vor aus der hervorgeht, dass Göteborg zu den 18 schwedischen Städten gehört, die ein Hochwasser nach extremen Regenfällen nicht in den Griff bekommen können. Da man nun in Teilen des Småland die Folgen einer Hochwasserkatastrophe spürt, wird auch das Problem in Göteborg erneut aufgerollt. Da die Regionalregierung jedoch erst 2015 einen Notfallplan erstellt haben muss, ist bisher in Göteborg noch nichts geschehen.

Das Problem in Göteborg, das große Teile der Stadt am Göta älv und an den Kanälen betreffen kann, ist indes so umfassend, da hier nicht nur hunderte von Gebäuden betroffen sein können, sondern auch der Straßenverkehr, dessen Hauptachse der Götatunneln ist, vollkommen zusammenbrechen wird. Aber auch diese Gefahr und das Ergebnis der Studie hindert die Göteborger Stadtplaner nicht daran, weiterhin so Nahe am Wasser wie möglich bauen zu wollen, da diese Wohnungen den höchsten Gewinn abwerfen.

Das kurzsichtige Denken der Stadtplaner in dieser Hinsicht zeigt sich allerdings auch darin, dass die größte Satzung der kommenden Jahre eine unterirdische Eisenbahnlinie in Flussnähe ist und Überschwemmungen in Göteborg in nicht zu ferner Zukunft auf Grund der Klimaveränderungen zur Tagesordnung gehören können, denn es ist möglich, dass bereits der normale Wasserstand sich um einen Meter erhöhen kann und damit jede größere Regenmenge eine Überschwemmung zur Folge hat.

Herbert Kårlin

Samstag, 8. Januar 2011

Polizeiautos in Göteborg eine Gefahr

Nicht nur die städtischen Busse Göteborgs sind oft eine Gefährdung im Straßenverkehr und setzten das Leben von Fahrern und Passagieren bisweilen aufs Spiel, sondern auch der Zustand zahlreicher Polizeiautos im Västra Götaland sind eine Gefährdung auf allen Straßen.

Während bei Schneeeinbruch Autofahrer, die sich noch mit Sommerreifen auf den Straßen bewegten, mit erheblichen Gebühren belegt wurden, war die Polizei Göteborgs gezwungen mit Sommerreifen unterwegs zu sein, weil eine Zeit für Reifenwechsel nicht in die normalen Planungen einging und selbst nach Beginn der Winterreifenpflicht eine Wartezeit von rund vier Wochen angesetzt war..

Die Polizeiautos Göteborgs weisen jedoch auch zahlreiche andere Mängel auf. So ließen sich bei einem Einsatz die Hintertüren eines Polizeibusses nicht öffnen und die Beamten mussten zum Verlassen des Fahrzeugs über Sitze klettern. Bei einem anderen Einsatz wegen einem Unfall kam die Polizei 30 Minuten zu spät zur Einsatzstelle, weil beim ersten Fahrzeug die Servolenkung nicht funktionierte und beim nächsten Dienstauto das Getriebe Probleme verursachte.

Herbert Kårlin

Sonntag, 17. Oktober 2010

Der Drottningtorget in Göteborg soll autofrei werden

Nachdem der Umbau des alten Posthauses zu einem Luxushotel mit Konferenzanlagen fortschreitet und bald ein Edelrestaurant auf der Terrasse zum Drottningtorget entsteht, so entsteht nun die Frage, was man mit einem stark befahrenen Verkehrsknotenpunkt zwischen Kanal, Hauptbahnhof, einigen älteren Hotels und dem neuen Luxushotel anfangen soll, denn wer viel Geld für Wohnen und Essen ausgibt, will dann nicht von Lärm gestört werden.

Nach den Planern Göteborgs muss daher der Straßenverkehr am Drottningtorget verschwinden, auch wenn niemand so genau sagen kann auf welche Weise, denn es handelt sich nicht nur um Autos, sondern auch um mehrere Straßenbahnlinien und Bushaltestellen. Um den Gästen des kommenden Hotels Ruhe zu garantieren, muss der Verkehr jedenfalls verschwinden.

Eine Lösung sieht bereits das Infrastrukturpaket der Stadt vor, da die Göta Älvbron nach diesem Paket nach Norden verlegt werden muss, wird der Verkehr sich dann auf die Rückseite des Hotels verlagern. Als Lärmschutz für das Hotel müssen dann nur noch Hochhäuser zwischen der vierspurigen Auffahrtsstraße zur neuen Brücke und dem Posthaus gebaut werden, ein Plan, der zwar dem Hotel zu Gute kommen wird, aber das Gebiet hinter dem früheren Postgebäude vom Zentrum ganz abspaltet.

Herbert Kårlin