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Donnerstag, 20. Februar 2014

Windkraftprobleme in Göteborg

Gegen den geplanten Windpark in den Schären Göteborgs haben die Bewohner, Naturschützer und Fischer nun einen mächtigen Verbündeten gefunden mit dessen Hilfe sie nicht rechneten, denn nun spricht sich auch der Göteborger Hafen gegen die Windkraftwerke aus, da diese die Schiffahrt des größten skandinavischen Hafens stören können, da ein Teil der Gesamtanlage zu nahe an der Fahrrinne liegt.


Vor dem Umweltgericht in Göteborg fordert der Hafen der Stadt, dass die Fahrrinne für die Schiffe zu denen auch die größten Frachter der Welt gehören, eine Breite von 400 Metern haben muss und nicht, wie von Göteborg geplant, 200 Meter, da nach dem Seefahrtsamt ausser der direkten Fahrrinne eine Sicherheitsabstand von zusätzlich je 100 Metern auf beiden Seiten vorhanden sein muss, der bei eventuellen Unfällen oder Katastrophen absolut notwendig sein kann.

Der Göteborger Hafen argumentiert hierbei mit einem nationalen Interesse der Seefahrt und weist darauf hin, dass unter den angegebenen Umständen das geplante Gebiet für den Windpark bedeutend schrumpft. Zudem fordert der Hafen Garantien, dass die sehr hohen Kraftwerke nicht auf die Fahrrinne fallen können und erklärt, dass es unter gewissen Umständen auf Grund der Sicherheit für die Seefahrt notwendig sein kann, die Rotoren zeitweise zu stoppen, was bedeutet, dass man nicht mit der vollen Nutzung des Windparks rechnen kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 13. Oktober 2013

Göteborg will seinen Windpark in den Schären

Trotz dem Widerstand der Bevölkerung der Schären, dem Umweltrisiko bei Bohrungen im Meeresgrund zwischen den Göteborger Schären, dem Einspruch der Opposition im Stadtrat und der Überprüfung der ökologischen Zulässigkeit der Einrichtung eines Windparks im Hakefjord hat sich die rot-grüne Mehrheit der Gewählten Göteborgs dazu entschieden, den Bau eines Windparks in den Schären voranzutreiben.


Sicher fühlen sich viele Gegner des Windparks nur von den 15 geplanten 190 Meter hohen Windkraftwerken gestört, die die Romantik der Schären zerstören werden und auch ein Problem für die Freizeitboote sind, die dort im Sommer zu hunderten zu finden sind, aber die Stadt schließt bei ihren Plänen, unter dem Druck der Grünen, vor allem die Augen davor, dass an der geplanten Stelle der Hafen-Mudder mit unzähligen Umweltgiften liegt, der durch die Bohrung zwangsweise aufgewühlt wird und das gesamte Ökosystem vor den Göteborger Schären vernichten kann.

Allerdings war diese endgültige Entscheidung des Stadtrats mehr eine Formalität, denn in der Tat gingen die entsprechenden Anträge bereits im April des Jahres an das Umweltgericht, in der Hoffnung, dass dort alle Bedenken der nicht kommunalen Umweltschützer als unsinnig erklärt werden. Nach Meinung der rot-grünen Mehrheit ist der gewählte Ort die idealste Lage, auch wenn niemand so genau erklären kann warum dies der Fall ist. Erstaunlich ist dabei auch, dass man einerseits die Schären als wichtigsten zukünftiges Tourismusziel ernannte, andererseits genau dort die Umwelt gefährden will.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 9. Juli 2013

Ein Windpark vor Göteborg wird zur Umweltbombe

Ein Gutachten, das nun dem Umweltgericht in Vänersborg vorgelegt wurde, bestätigt, dass der Bau eines Windparks im Hakefjord in den Schären vor Göteborg ein bedeutendes Umweltrisiko darstellt, denn seit 100 Jahren wird dort Hafenschlick auf dem Meeresgrund gelagert, was bedeutet, dass die hochgiftigen Massen der früheren Jahre nur von einer relativ dünnem Neuschlick überdeckt ist, der jedoch immer noch für die Umwelt giftige Stoffe beinhaltet, wenn auch in einem offiziell zulässigen Masse.

Nach dem Gutachten ist der Grund des Hakefjords heute schon eine Zeitbombe, da die starke Strömung am Meeresgrund selbst ohne zusätzliche menschliche Einflüsse langsam abgetragen wird und daher in absehbarer Zeit extrem giftige Stoffe freigesetzt werden, die einen bedeutenden Einfluss auf die Meeresökologie eines sehr großen Gebietes haben wird. Dieses Problem wird noch erschwert, da der Göteborger Hafen auch in Zukunft das Hafenbecken ausbaggern darf und damit weiterer giftiger Schlick in der Nähe und im Gebiet des geplanten Windparks verbreitet wird.

Nach dem Gutachten ist es zwar nötig in Zukunft im Göteborger Raum auf mehr Windkraft zu setzen, jedoch auf keinem Fall im Hakefjord, da dort bei den notwendigen Bohrungen der giftigste Teil des Schlicks, der dort bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelagert wurde, unmittelbar freigesetzt wird. Durch die Strömungen würde dies dazu führen, dass in großen Gebieten der Göteborger Schären der Fischfang vollkommen verboten werden müsste und ein Teil des Meereslebens abgetötet würde. Insbesondere die Grünen und die Sozialdemokraten Göteborgs wollen den Windpark im Hakefjord bisher auch gegen den Widerstand der Bevölkerung bauen.


Herbert Kårlin

Dienstag, 25. Juni 2013

Offshore-Windkraft in Göteborg eine Streitfrage

Nachdem der geplante Windpark im Hake Fjord in der Hafeneinfahrt Göteborgs bereits Umweltschützer, Bewohner mehrerer Inseln und Besitzer von Freizeitbooten wegen der geplanten Lage und Höhe auf die Palme bringt, beginnen sich nun auch Parteien Göteborgs in dieser Frage immer weiter zu entzweien, auch wenn es sich dabei mehr um wahlstrategische Streitereien handelt als um sinnvolle und konstruktive Argumente.

Das Problem mit dem seit 2008 geplanten Windpark, der aus 15 Windkraftwerken mit einer Höhe von bis zu 190 Metern umfassen soll, ist indes sehr vielschichtig zu sehen, denn die Grünen unter Kia Andreasson kümmern sich wenig um die Wünsche der Bevölkerung und wollen den Windpark unter allen Umständen aufbauen, auch wenn die Vorlage der bisherigen Unterlagen kaum ausreichen um Schäden, Nutzen oder auch die mögliche Finanzierung zu bewerten. Aber der Kampf um den Offshore-Windpark soll 2014 grüne Wähler bringen.

Die Moderaterna und die Volkspartei dagegen widersetzen sich dem Projekt und wollen es auf jeden Fall verhindern, da die Finanzlage der Stadt und die nötigen Ausgaben zur Infrastruktur, sowie die Kosten für die geplante 400-Jahresfeier der Stadt keinerlei Extravaganzen zulassen. Außerdem wissen beide Parteien, dass sich gerade Personen mit höherem Einkommen gegen den Windpark wehren und eine Partei wählen werden, die sie im Kampf gegen die Pfeiler im Meer schützt.


Herbert Kårlin

Freitag, 20. Januar 2012

Göteborg setzt auf Windkraft

Auch wenn nach internen Regeln Windkraftwerke nicht mehr als 120 Kilometer vom Verbraucher entfernt sein sollen, hat Göteborg gestern das Klarzeichen für zehn Windkraftanlagen in Töreboda gegeben, das 180 Kilometer von Göteborg entfernt liegt. Die städtische Stromgesellschaft Göteborg Energi wird die Kraftwerke in eine Waldgebiet erbauen und rechnet dafür mit Kosten in Höhe von bis zu 400 Millionen Kronen.

Göteborg plant bis zum Jahre 2015 rund zehn Prozent der nötigen Energie aus Windkraft zu gewinnen und verfügt gegenwärtig über Anlagen in Gårdsten und Risholmen-Arendal, aber auch in Dals-Ed, Askersund und Falköping, die in beträchtlicher Entfernung von Göteborg liegen. Auch wenn der neue Windpark in Töreboda ab nächstem Jahr jeweils 50 - 60 GWh liefern wird, so ist die Stadt noch weit vom geplanten Ziel von einer Jahresproduktion von 500 GWh entfernt, was den geplanten zehn Prozent entspricht.

Als einzige Partei stimmten die Christdemokraten gegen die Entscheidung in Töreboda, da ihrer Meinung nicht nur die Stadt mit Steuermitteln in Windkraft investieren soll, sondern auch private Investoren gefunden werden müssen. Nach den Christdemokraten dürfen bei Spekulationen mit Energie nicht Steuern riskiert werden und damit die Bevölkerung für Fehlplanungen verantwortlich gemacht werden.

Herbert Kårlin

Freitag, 13. Mai 2011

Windkraft in den Göteborger Schären


Das heutige Hauptthema des Göteborger Stadtrats betrifft den Windpark in den Göteborger Schären zwischen Brännö und Hönö, ein Projekt, das von der absoluten Mehrheit der Regierenden gestützt wird, zumal die stadteigene Gesellschaft Göteborg Energi für den Bau und den Unterhalt zuständig sein wird.

Der Bau des Werkes stößt bei den Inselbewohnern indes auf einen starken Widerstand. Auch wenn die Argumente wie Probleme mit dem Fischfang, Risiken für Freizeitboote und ähnliches in den Vordergrund gestellt wird, so handelt es sich vor allem um die Aussicht über die Hafeneinfahrt, die ein Problem verursacht, denn tatsächlich erreicht die Insel Bränno an der höchsten Stelle kaum 50 Meter, während die 19 geplanten Windkraftwerke eine Höhe von 150 Metern haben werden.

Auch sind die Auswirkungen von Offshore-Windparks auf den Fischbestand bisher kaum erforscht und je nach Lage können sie unter Umständen negativ auf Fledermäuse wirken, wobei jedoch die Stadträtin Kia Andreasson der Göteborger Grünen kaum bessere Argumente bringt als die Gegner des Projekts, denn in ihren Augen können diese Windkraftwerke eine Klimakrise durch das Ansteigen des Wasserniveaus für die Schären verhindern, eine Aussage, die von völliger Unkenntnis zeugt.

Herbert Kårlin

Sonntag, 20. Februar 2011

Protest gegen Offshore-Windpark vor Göteborg

Göteborg Energi plant im Hake Fjord nördlich der Schäreninsel Brännö einen Offshore-Windpark mit voraussichtlich 12 bis 19 Windkraftwerken von 150 Meter Höhe, die nach ersten Berechnungen 200 GWh liefern sollen, was dem Durchschnittsverbrauch von 40 Prozent aller Mietwohnungen Göteborgs entspricht.

Da Göteborg Energie jedoch weder konkrete Pläne vorlegt noch ein Modell des geplanten Windparks auflegt, entwickeln sich Protestbewegungen auf den südlichen Schären, sowie den Küstenstreifen von Långedrag und Hisingen. Die Streitfragen zwischen Vereinigungen, die keine Windenergie in den Schären sehen wollen und Göteborg Energie häufen sich, können aber Mangels Plänen von keiner Seite gestärkt werden.

Auch wenn die Frage nach dem Landschaftsbild für viele Gegner des Windparks vor Brännö das Hauptargument ist und mit Farbprospekten hervorgehoben wird, so geht es offiziell um Regattas, die gestrichen werden müssen, die Vogelfluglinie nach Jylland, giftige Abfälle auf dem Meeresgrund, Lärmbelästigungen, fehlerhafte Angaben bei den ersten Bauplänen und andere Argumente. Die Windkraftgegner sind natürlich nicht gegen Windenergie, sondern gegen Windkraft vor der eigenen Tür.

Herbert Kårlin

Dienstag, 14. September 2010

Forschungszentrum für Windenergie in Göteborg

Die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg setzt ab Herbst voll in Windenergie, um Schweden weltweit zum Vorreiter für diese alternative Energie zu machen. In diesem Jahr setzt die Hochschule 100 Millionen Kronen in die Forschung und Ausbildung von Windkraft und Windenergie, eine Voraussetzung um bessere technische Lösungen mit höherer Leistung zu finden.

Noch im Herbst wird das Svensk VindkraftsTeknisk Centrum im Göteborger Stadtteil Lindholmen seine Arbeit aufnehmen, wobei etwa 15 Forscher und Professoren der Hochschule Chalmers und die gleiche Menge an Personen aus dem Energiesektor, vor allem der Windindustrie, gemeinsam an den Projekten arbeiten werden. Forschung und Ausbildung von jungen Ingenieuren, die auf Windkraft spezialisiert sind, gehen bei Chalmers Hand in Hand.

Das Zentrum für Schwedische Windkraft-Technik will vor allem die Entwicklung von Offshore-Anlagen ausweiten, da Windkraftanlagen an Land wegen Transportproblemen in Größe und Kapazität zu begrenzt sind. Hinzu kommt, dass sich auch die Küste vor Göteborg mit den permanenten Winden zum Ausbau der schwedischen Windparks hervorragend eignet.

Herbert Kårlin

Montag, 13. September 2010

Messe zur Windenergie in Göteborg

Vom 15. bis zum 17. September findet in der Svenska Mässan in Göteborg die schwedische Messe VIND 2010 zu Fragen der Windenergie statt, die 90 Aussteller auf dem Messegelände vereint und mit zahlreichen Diskussionen und Seminaren über die aktuelle Lage und die Zukunftsperspektive der Windenergie in Schweden informiert.

In Schweden liefert Windkraft die ideale Alternative zur herkömmlichen Energie und kann in absehbarer Zeit rund 20% des Landes mit Strom versorgen. Allein im Jahre 2009 hat sich die aus Windkraft gewonnene Energie verdoppelt und damit den bedeutendsten Zuwachs an zukunftsgerichteter Energieversorgung errungen.

Im nordschwedischen Piteå ist weltweit die größte Anlage für Windenergie geplant, die als richtungsweisend für erneuerbare Energie gilt. Während der Messe VIND 2010 in Göteborg kommt nun nicht nur die Entwicklung entsprechend großer Windparks ins Gespräch, sondern auch der Einsatz von Windenergie in Miethäusern und privaten Villen.

Herbert Kårlin