Dienstag, 30. November 2010

Baumsterben im Göteborger Delsjöområde

Seit sechs Jahren ist im Naturschutzgebiet an den Delsjön ein Tannenmörder unterwegs. Rund 6000 Bäume sind bereits tot oder am sterben, da der oder die Unbekannten einen kreisrunden, vier Zentimeter tiefen, Schnitt um die Bäume sägen und ihnen damit die Versorgungswege nehmen. Rund 2300 Bäume mussten nun bereits gefällt werden, da sie sonst eine Gefahr für die Wanderer wären.

Da der bisherige tatsächliche Schaden bereits mit nahezu 800.000 Kronen beziffert wird, ohne die Wertminderung des bedeutendsten Ausflugsgebiets Göteborgs einzurechnen, hat sich die Stadt Göteborg nun entschlossen eine Belohnung in Höhe von 20.000 Kronen für jenen auszusetzen, der für die Festnahme des oder der Täter den entscheidenden Hinweis geben kann.

Die verantwortliche Behörde Göteborgs (Park- och Naturförvaltningen) sieht in der Belohnung die einzige Möglichkeit dem oder den Tätern auf die Spur zu kommen, da weder die breit gestreute Information über die Baummörder noch die permanente nächtliche Überwachung bisher Erfolg zeigten. Die Höhe der Belohnung wurde zwischen Stadt und Polizei abgesprochen.

Herbert Kårlin

Montag, 29. November 2010

Ambitiöses Bauprojekt in Göteborg

Nicht nur der Drottningtorget in Göteborg soll in Zukunft ein nahezu verkehrsfreier Platz werden, sondern im Rahmen des Infrastrukturpaketes, das zum Großteil von der Maut finanziert werden soll, soll auch der Korsvägen autofrei werden, einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt mit einer sehr geringen Unfallsquote.

Im lehmhaltigen Untergrund der Stadt bei den Gothia Towers der Svenska Mässan und am Vergnügungspark Liseberg soll im Rahmen dieses Infrastrukturpakets ein bedeutender unterirdische Bahnhof entstehen, an dem nicht nur alle Züge anhalten werden, sondern auch der erste unterirdische Kreisverkehr für Autos. Die zu erwartenden Kosten werden die Maut jedoch um Jahre verlängern.

Der heutige Verkehrsknotenpunkt Korsvägen, der auch den Zugang zum Universum und dem Weltkulturmuseum ermöglicht, soll nach dem Bau der unterirdischen Anlagen ausschließlich dem öffentlichen Verkehr Göteborgs, Fahrrädern und Fußgängern reserviert sein. Die technische Lösung für diese größte unterirdische Anlage Göteborgs ist bisher noch in der theoretischen Planung des städtischen Verkehrsamts.

Herbert Kårlin

Sonntag, 28. November 2010

Göteborg feiert seinen Stadtführer für Iphone


Diese Tage verkündete und feierte Göteborg & Co. seine neue apps für Iphones, die den Besuchern der Stadt einen vollständigen Stadtführer bieten soll, über den sie Sehenswürdigkeiten ebenso entdecken können wie ein Restaurant finden oder eine Information über aktuelle Ausstellungen.

Der Aufbau ist übersichtlich, die Informationen jedoch leider einseitig ausgewählt und unvollständig, denn nicht nur, dass ein Großteil aller Informationen fehlt und die vorhandenen Informationen nur in schwedischer Sprache zur Verfügung stehen, so zeichnet sich der Führer vor allem durch bedeutende Fehlinformationen aus, wenn die apps, zum Beispiel, auf Styr & Ställ bei der Fahrradvermietung verweist, ohne jedoch den Benutzer davon zu informieren, dass die Fahrräder im Winter nicht zur Verfügung stehen und die Angaben zur Vermietung nur auf Internet zu finden sind.

Auch die Hinweise zum Göteborgspasset leiten den Benutzer der apps nur in die Irre, denn es fehlen die Angaben über die Öffnungszeiten im Herbst und Winter und die Verantwortlichen wollen dem Benutzer klar machen, dass man beim Kauf des Göteborgspassets allein beim Eintritt in fünf Museen der Stadt 200 Kronen sparen kann, obwohl die Jahreskarte, die für sämtliche städtische Museen gilt, nur 40 Kronen kostet. Göteborg & Co. liefert leider eine apps, die keinen treuen Tourismus schaffen kann, sondern einen unzufriedenen.

Herbert Kårlin

Samstag, 27. November 2010

Göteborg und die Earth Hour 2011

Göteborg entwickelt sich zu einer Stadt mit geteilter Meinung zur Teilnahme an der kommenden Earth Hour am 26. März 2011 zwischen 20 Uhr 30 und 21 Uhr 30. Die rechte Partei Moderaterna (M), die aus der früheren Högerpartiet (1952 - 1969), der Rechtspartei Schwedens, hervorging, stellt sich gegen die Entscheidung der Göteborger Regierung.

Während die Regierung Göteborgs sich entschlossen hat auch in Zukunft an der symbolischen Handlung zur Earth Hour teilzunehmen, wie 128 verschiedene Länder und 209 schwedische Gemeinden, argumentiert die rechte Partei, dass diese Symbolik, die die Stadt nur Geld kostet, von tatsächlichen energiesparenden Maßnahmen ersetzt werden sollte.

Nach Ansicht der rechten Partei benötigt Göteborg kein Symbol, sondern eine langfristige Umweltpolitik, die sich auch darauf erstrecken sollte, dass in allen öffentlichen Gebäuden der Stadt umweltfreundliche Energie und Energiesparlampen verwendet werden sollen und nicht unnötig viel Energie verbraucht wird.

Herbert Kårlin

Freitag, 26. November 2010

Startschuss für die Göteborgs Internationale Kunstbiennale

Für die kommende Göteborgs Internationale Kunstbiennale, die zwischen dem 10. September und dem 13. November 2011 stattfindet, wurde der in Südafrika geborene Sarant Maharaj (Kunsthochschule Malmö) als Kurator ernannt, begleitet von Dorothee Albrecht (Berlin), Stina Edblom (Göteborg) und Gertrud Sandqvist (Malmö).

Die Hauptarena der kommenden Göteborger Kunstbiennale ist das Kulturzentrum Röda Sten, wobei andere Teile der Ausstellungen auch in der Göteborger Kunsthalle und dem Kunstmuseum der Stadt zu finden sind und zahlreichen anderen Stellen Göteborgs, die noch nicht genauer bestimmt sind, als Kunstforum vorgesehen sind.

Während die Göteborger Kunstbiennale erst für den Herbst des kommenden Jahres geplant ist, so finden bereits ab dem Frühjahr 2011 zahlreiche Seminare und Workshops in Göteborg, insbesondere in den Räumen von Röda Sten, statt, die dann bis zur Eröffnung der Kunstbiennale am 10. September weitergeführt werden.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. November 2010

Västtrafik in Göteborg erneut unter Druck

Die Einführung der Maut in Göteborg soll die Bevölkerung dazu bringen die öffentlichen Verkehrsmittel von Västtrafik zu benutzen, dem preisgünstigen Anbieter Veolia wurde ein bedeutender Anteil des Busverkehrs übertragen und Autofahrer werden mit kostenlosen Tickets zur Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel Göteborgs ermuntert. Das Ergebnis ist jedoch, dass die Passagiere von Västtrafik unnötigen Risiken ausgesetzt werden.

Nach der Verkehrspolizei Göteborgs sind 90% der Busse, allen voran jene der Öckeröbussarna und Veolia, nicht verkehrssicher und teilweise nicht einmal vom schwedischen TÜV abgenommen. Von 50 Bussen, die während der letzten beiden Wochen von der Polizei kontrolliert wurden, mussten 45 aus dem Verkehr gezogen werden und müssen vor der Wiederinbetriebsnahme repariert werden.

Alle Entscheidung hinsichtlich der öffentlichen Verkehrsmittel wurden von der Stadt Göteborg und dem Verkehrsbetrieb Västtrafik auf Grund des billigsten Angebots entschieden, ohne die Sicherheitsfragen in der geringsten Weise mit in eine Entscheidung einfließen zu lassen. Dass kürzlich einer der Busse bei Landvetter vollständig ausbrannte, ist bisher nur die Spitze dieser Politik, die nach dem Motto geführt wird „Preisgünstig JA - Sicherheit NEIN.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 24. November 2010

Spielzeug tauschen statt kaufen in Göteborg

Zur dritten europäischen Woche zur Abfallvermeidung, an der dieses Jahr 17 europäische Länder teilnehmen und 62 Akteure in Schweden 220 Aktivitäten anbieten, wird auch Göteborg seinen Beitrag unter dem Motte „Tausche Spielzeug statt neues zu kaufen“ leisten, eine Aktion, die bereits letzten September erstmals mit großem Erfolg in der Stadt organisiert wurde.

Am Samstag den 27. November können Kinder daher im Kulturzentrum Frölunda, dem Kulturzentrum Blå Stället, der Bibliothek in Hisingen und in der Stadtbibliothek Göteborg ihre gut erhaltenen Spielwaren gegen andere eintauschen und damit einen Beitrag zum Abbau der Müllberge leisten, sowie Geld sparen.

Wie alle Tausch-Aktionen dieser Art in Göteborg, so können auch am Samstag Kinder oder Eltern je bis zu fünf Spielwaren an den vorgesehenen Stellen abgeben und erhalten im Gegenzug einen Gutschein, der ihnen erlaubt, die gleiche Menge an Artikeln aus dem Angebot auszuwählen und mit nach Hause zu nehmen.

Herbert Kårlin