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Sonntag, 31. August 2014

Fotoverbot in Kindergärten Göteborgs

Seit diesem Herbst haben sich die Kindergärten in Askim-Frölunda-Högsbo, einem grösseren Stadtteil Göteborgs, dazu entschlossen Gruppen- und Einzelbilder ganz zu verbieten. Als Ursache findet man mehrere Gründe, unter andrem, dass dies Eltern indirekt zum Kauf von Bildern zwingt, die sich diese Ausgabe teilweise nicht leisten können, zum anderen weil das Fotografieren nicht als Unterricht betrachtet werden kann, aber auch, weil dadurch Kinder mit geschützter Identität auf Bildern erscheinen können.

Insbesondere die dafür angeheuerten Schulfotografen, die in der Regel nur mündliche Verträge mit den Kindergärten haben und erst kutz vor dem neuen Kindergartenjahr vom Verbot unterrichtet wurden, zeigen sich über diese Massnahme stark verärgert, denn für viele war dies eine wichtige Einnahme zum Herbstbeginn. Mehrere Fotografen halten das Verbot zudem für völlig unsinnig, da sie seit 25 Jahren die Kinder fotografierten und nicht verstehen wollen, dass sich Verhältnisse ändern können.

Problematisch wird nun allerdings der Punkt mit den Verträgen, denn weder die Leitungen der Kindergärten noch die Fotografen wissen ob sie nun eine Entschädigung zahlen müssen, beziehungsweise ein Anrecht darauf haben, da die Kosten bisher durch den Kauf der Bilder von den Eltern übernommen wurden, die jedoch keinerlei Abkomen mit einem der Fotografen haben. Unter Umständen müssen nun die Gerichte darüber entscheiden, denn die Fotografen hatten natürlich bereits ihre Zeiten für Kindergärten eingeteilt und dadurch einen bedeutenden Verdienstausfall.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 10. Mai 2013

Kunst oder Pornografie bei der Examensausstellung

Die Kunststudentin Snövit Hedstierna der Göteborger Kunsthochschule Valand präsentierte für ihr Examen 50 Fotos von denen sie zwei für die Abschlussausstellung in der Göteborger Kunsthalle auswählen sollte. Als sie jedoch die ihrer Meinung nach besten und aussagekräftigsten Bilder dem Publikum bieten wollte,  wurde sie gebeten die Bilder entweder zu retuschieren oder aber die zwei am wenigsten aussagekräftigen Bilder aufzuhängen. Erst in letzter Minute durfte sie auch ein drittes Foto hinzufügen, das zumindest ihr Thema anreißt.

Snövit Hedstierna empfindet dies als eine Zensur der Kunst und fühlt sich ungerecht behandelt, da Kunst immer häufiger auch Provokation ist und einen sehr persönlichen Prozess darstellt. Dass die Zensur für die Kunststudentin nicht nachzuvollziehen ist, hat eine gewisse Berechtigung, denn die Abschlussarbeit wird mit den Lehrern abgesprochen und es gehen zahlreiche Diskussionen mit den anderen Studenten voraus. Der Schaffungsprozess und die Motive sind daher seit Monaten bekannt, aber die Zensur setzte erst wenige Tage vor der Vernissage ein.

Die Diskussion um die Kunst von Snövit Hedstierna hat andererseits natürlich auch eine gewisse Berechtigung, denn ihre 50 sehr ästhetischen Fotos mit dem Thema Practices of Looking zeigen überwiegend Frauen, die mit Hilfe eines Spiegels ihre Geschlechtsorgane betrachten. Die Künstlerin sieht in den Fotos die Aussage, dass der Frau der Blick auf einen Teil ihres Körpers genommen wurde und daher neu entdeckt werden muss. Der Lehrer, der ihre Kunst bewertet, hatte die Künstlerin frühzeitig gewarnt, da, seiner Meinung nach, diese Fotografien die Grenzen der Kunst überschreiten.

Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg

Freitag, 23. November 2012

August Strindberg im Kunstmuseum Göteborg

Rosendals trädgård II, 1903
 
Auch wenn heute noch viele August Strindberg nur als den schwedischen Schriftsteller bezeichnen, der ein etwas merkwürdiges Verhältnis zu Frauen hat, so kann man nun zwischen den 24. November 2012 und dem 24. Februar 2013 im Göteborger Kunstmuseum einen anderen Strindberg entdecken, nämlich den Maler, den Psychologen und vor allem auch den Fotografen, der die Kunst immer etwas anders betrachtete als die Mehrheit seiner Zeitgenossen.

Die Ausstellung August Strindberg in Göteborg steht natürlich in Zusammenhang mit dem 100. Todestag des Künstlers, Naturwissenschaftlers, Dramatikers und Schriftstellers, der wie kaum eine andere Persönlichkeit seiner Epoche die damaligen Zeitströmungen auf den verschiedensten Ebenen ausdrückt und in der Lage war bei jedem seiner Werke ein persönliches Zeichen zu setzen, meist abseits der herrschenden Lehre und Kunstauffassung.

Drei Monate lang können die Besucher des Göteborger Kunstmuseum einige der Gemälde Strindbergs betrachten und vor allem die Fotografien des Künstlers entdecken, der in diesem Bereich experimentierte, porträtierte, aber auch die Seele einfangen wollte. Überall wo August Strindberg fotografierte, hatte er ein neues Thema und manchmal auch eine neue Technik. Fotografie war für Strindberg keine zufällige Momentaufnahme, sondern eine Szene, die durch die Abbildung zu einem Ereignis und einem künstlerischen Dokument wird.

Herbert Kårlin

Montag, 12. November 2012

Fotoausstellung im Göteborger Världskulturmuséet

Am 10. November eröffnete das Göteborger Världskulturmuséet die Fotoausstellung A Day in the World, ein weltweites Projekt an dem 60.000 Personen aus 160 Ländern mit insgesamt 100.000 Fotos beteiligt sind, auch wenn man in den Räumen des Museums nur eine kleinere Auswahl an diesen Fotos zu sehen bekommt, Fotos, die alle am gleichen Tag entstanden.

Jeppe Vikström, einer der Organisatoren des Projekts A Day in the World, hatte alle Fotografen der Welt dazu eingeladen den 15. Mai 2012 mit einem Foto aus ihrem Alltag zu demonstrieren. Die Ausbildung der Fotografen war ebenso uninteressant wie die Kamera, die sie benutzten, denn das Ziel war nicht die besten Fotos zu machen, sondern ein einmaliges Zeitdokument aus allen Ländern der Erde zu schaffen.

Das Gesamtprojekt A Day in the World besteht jedoch nicht nur aus der Ausstellung, die parallel in Göteborg und Stockholm gezeigt wird und anschließend auf Welttournee geht, sondern auch aus einem zugehörigen Buch und einem digitalen Dokument, der Zukunftskapsel, die in der Kupfergrube in Falun aufbewahrt wird. Weiterhin werden alle eingereichten Fotos im schwedischen Reichsarchiv aufbewahrt und zusätzlich in einer Stahlkapsel in der Grube in Falun begraben.


Herbert Kårlin

Freitag, 6. Juli 2012

Hasselblad kehrt zurück nach Göteborg

Im Jahre 1948 wurde in Göteborg die erste Hasselblad-Kamera angeboten, die sich innerhalb von zwei Jahren zu einer Spitzenkamera im Mittelformat entwickelte und weltweit als Referenz betrachtet wurde. Nachdem sich ab 1976 der Eigner mehrmals änderte, fusionierte das Unternehmen 2004 dann schliesslich mit Imacon A/S in Dänemark um die Kameras dem aktuellen digitalen Markt anzupassen. Im Juni 2011 wurde Hasselblad dann vom deutsch-schweizer Risikokapitalunternehmen Ventizz aufgekauft.

Nun hat sich Ventizz dazu entschlossen das Unternehmen Hasselblad wieder in seiner Gesamtheit nach Göteborg zu verlegen. Sowohl die Produktion der Kameras, der technische Support also auch der Reparationsdienst werden in den kommenden Wochen zurück in den Göteborger Stadtteil Hisingen kehren. Nur ein kleiner Teil der Entwicklung wird sich auch in Zukunft noch in Kopenhagen befinden.

Im Zusammenhang mit dem Umzug nach Göteborg wurden bereits 29 Angestellte in Dänemark gekündigt. Nach dem Geschäftsführer Hasselblads wird der Umzug nach Göteborg dem Unternehmen wieder seinen ursprünglichen Standort garantieren und auch für schnellere Entscheidungen sorgen, da damit aus zwei Unternehmen wieder eine zentralisierte Firma wird. Das Personal für Hasselblad-Göteborg ist bereits einsatzbereit, wobei die Firma damit rechnet in naher Zukunft noch einige zusätzliche Arbeitsplätze auf Hisingen bieten zu können.

Herbert Kårlin

Dienstag, 29. Mai 2012

Einheitliche Kunstausbildung in Göteborg

Bereits zum Herbstsemester werden sich die Göteborger Kunststudenten jeder Art unter einer gemeinsamen Leitung finden, denn aus der Filmhochschule, der Hochschule für Fotografie, der Kunsthochschule Valand und der Abteilung Literäre Gestaltung wird eine einzige Hochschule werden, die sich „Akademin Valand“ nennt, eine Änderung, die es ermöglichen soll, dass alle Kunstsparten übergreifend behandelt und studiert werden können.

Präfekt der Gesamteinrichtung wird der Dubliner Mick Wilson, 47, der sein Doktorexamen am National College of Arts & Design in Irland ablegte, später Dekan an der Forscherschule Graduate School Creative Arts and Media wurde und zuletzt als Präfekt der Freien Kunst am Dublin Institute of Technology arbeitete. Mick Wilson hat die Aufgabe das Renommee der bereits international geschätzten Ausbildungen in Göteborg noch weiter voranzutreiben.

Während Göteborg und die vier universitären Einrichtungen diese Neuordnung begrüßen, da die Studenten nun an mehreren Richtungen parallel arbeiten können und die Forschung sich ebenfalls nicht mehr auf eine Kunstrichtung beschränken muss, sehen viele Studenten der Änderung mit gemischten Gefühlen entgegen, da dies in ihren Augen bedeutet, dass die Ausbildung nun bürokratisch geordnet wird und nur noch wenige Personen über Inhalte der Ausbildung entscheiden können, aber auch das Mitspracherecht der Studenten schrumpft.
Herbert Kårlin

Montag, 5. Dezember 2011

Fotoausstellung für gefangene Journalisten

Um den beiden in Äthiopien gefangenen freien Journalisten Johan Persson und Martin Shibbye finanziell unter die Arme greifen zu können, stifteten 27 Göteborger Fotografen Bilder für eine Ausstellung, die insgesamt etwa 100.000 Kronen einbringen sollen, damit die beiden Journalisten, deren Prozess am Dienstag beginnt, Geld für die Verteidigung und andere notwendige Kosten geboten werden kann.

Die Ausstellung mit dem Titel „Ein Foto kann die Welt verändern“ wurde am 3. Dezember in der Galerie Stilla Bilder in Göteborg eröffnet und setzt bis zum 11. Dezember fort. Anschließend können Interessenten die Bilder über Internet betrachten und ersteigern. Die Motive der Bilder kommen aus Reportagen, der Modewelt, sowie der künstlerischen Fotografie und spiegeln die Arbeit der beteiligten Fotografen.

Johan Persson und Martin Shibbye wurden kurz nach dem unerlaubten Überschreiten der äthiopischen Grenze, wo sie über die indirekte Beteiligung des schwedischen Außenministers Carl Bildt an Völkermord recherchieren wollten, gefangen genommen. Da die beiden Journalisten ohne Auftrag unterwegs waren, werden sie von keiner Zeitschrift finanziell gedeckt und müssen sämtliche Kosten selbst tragen. Bei einer Verurteilung riskieren sie eine langjährige Gefängnisstrafe.

Herbert Kårlin

Fotoausstellung für gefangene Journalisten

Um den beiden in Äthiopien gefangenen freien Journalisten Johan Persson und Martin Shibbye finanziell unter die Arme greifen zu können, stifteten 27 Göteborger Fotografen Bilder für eine Ausstellung, die insgesamt etwa 100.000 Kronen einbringen sollen, damit die beiden Journalisten, deren Prozess am Dienstag beginnt, Geld für die Verteidigung und andere notwendige Kosten geboten werden kann.

Die Ausstellung mit dem Titel „Ein Foto kann die Welt verändern“ wurde am 3. Dezember in der Galerie Stilla Bilder in Göteborg eröffnet und setzt bis zum 11. Dezember fort. Anschließend können Interessenten die Bilder über Internet betrachten und ersteigern. Die Motive der Bilder kommen aus Reportagen, der Modewelt, sowie der künstlerischen Fotografie und spiegeln die Arbeit der beteiligten Fotografen.

Johan Persson und Martin Shibbye wurden kurz nach dem unerlaubten Überschreiten der äthiopischen Grenze, wo sie über die indirekte Beteiligung des schwedischen Außenministers Carl Bildt an Völkermord recherchieren wollten, gefangen genommen. Da die beiden Journalisten ohne Auftrag unterwegs waren, werden sie von keiner Zeitschrift finanziell gedeckt und müssen sämtliche Kosten selbst tragen. Bei einer Verurteilung riskieren sie eine langjährige Gefängnisstrafe.

Herbert Kårlin

Samstag, 18. September 2010

Fotografie und Grafik während der Buchmesse 2010 in Göteborg

Während der diesjährigen Buchmesse Bok & Bibliotek in Göteborg werden 500 Quadratmeter im zweiten Stock der Messehallen ausschließlich für Ausstellungen reserviert, bei denen der Besucher aktuelle Fotografie und grafische Kunst geboten bekommt. Erstmals wird damit eine Buchmesse von Kunstrichtungen ergänzt, die eine eigene Sprache sprechen.

Begleitet werden diese Ausstellungen von Minivorlesungen und Diskussionen bei denen Künstler und Fotografen mit dem Publikum über ihre Arbeit reden. Die Ausstellungen im Foto/grafiska Stråket decken alle Bereiche zwischen künstlerischer Fotografie und Reportage ab. Das Wort Grafik beinhaltet bei der Göteborger Buchmesse Text, Illustration, grafisches Design, aber auch Werbeprospekte und Webseiten.

Da die diesjährige Buchmesse Afrika als Leitthema hat, bezieht sich ein Großteil der Ausstellungen auch auf den Kontinent Afrika. Bok & Bibliotek öffnet dieses Jahr die Messe der Fotografie vor allem in Hinblick darauf, dass Fotografie eine immer größere Rolle als Hobby spielt und ein breites Publikum anzieht, wie auch die Ausstellungen im Hasselblad Center in Göteborg regelmäßig beweisen.

Herbert Kårlin

Montag, 5. April 2010

Fotomesse auf der Svenska Mässan in Göteborg

Vom 9. bis zum 11. April 2010 findet auf der Svenska Mässan in Göteborg die fünfte skandinavische Fotomesse statt, die mittlerweile ein Treffpunkt für alle Amateurfotografen und professionelle Fotografen Skandinaviens wurde. Da Digitalfotografie die Fotowelt einem weiten Publikum öffnete wurde eine Fotomesse im nordischen Raum nahezu ein Zwang.

Die Fotomesse in Göteborg bedeutet natürlich in erster Linie die gesamte Palette an Material und Zubehör zu finden, die die aktuelle Fotografie zu einem Erlebnis macht oder aber einfach der Dokumentation von Ereignissen dient. Außer Kameras, Objektiven, Büchern und anderem zu Messepreisen kann der Besucher der Messe auch an Vorträgen teilnehmen oder von den Tipps und Tricks professioneller Fotografen profitieren.

Aber die Fotomesse 2010 in der Svenska Mässan in Göteborg ist nicht nur eine Verkaufs- und Informationsmesse. Einige der weltweit anerkanntesten Fotografen stellen während der Messe ihre Bilder zu den unterschiedlichsten Themen aus. Jeder Fotograf weiß, wie wichtig es ist die Werke der Meister zu betrachten um die Geheimnisse der Fotografie zu entdecken und Inspirationen für eigene Kunstwerke zu finden.

Herbert Kårlin