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Mittwoch, 12. März 2014

Göteborg verweigert das Hafenfestival 2014

Als im Jahre 2012 das erste Hafenfest in Göteborg gefeiert wurde und sich am Kai vor der Göteborger Oper die Uhrzeiger um 100 Jahre zurückdrehten, da dort vor allem Dampfer und historische Dreimaster lagen, schien der Grundstein für eine lange Tradition gelegt, denn die Besucher waren kaum zu zählen und an so manchen Stellen kam man nur noch im Schneckentempo voran. Auch wenn vieles improvisiert war, so gab es von keiner Seite Klagen, aber umso mehr Lob.


Im Jahre 2013 schrumpfte das Fest etwas, da es einigen Vereinen zu teuer war mitten in Göteborg für ein Wochenende anzulegen, aber so mancher wollte nur eine Jahr lang Pause machen um dann in diesem Jahr, trotz eventueller Verluste, erneut an diesem einmaligen Ereignis teilzunehmen. Aber auch wenn so mancher bereits seine Teilnahme geplant hat, so wurde den Organisatoren des Göteborger Hafenfestivals nun mitgeteilt, dass es in diesem Jahr kein Festival geben wird.

Als Ursache gibt die Stadtverwaltung Göteborgs an, dass dieses Jahr kein Geld dafür zur Verfügung steht das Kai vor der Oper nach seiner Haltbarkeit zu prüfen und es noch weniger möglich ist die nötigen Anlegemöglichkeiten für ein entsprechendes Ereignis zu schaffen. Erstaunlich ist dabei, dass das Kai nun zwei Jahre lang keinerlei Problem zu machen schien und man etwas flussab am gleichen Kai ein Restaurantboot findet, das Maritiman seinen Platz hat und auch die Dampfer des Göta Kanals liegen können. Die Veranstalter können jedenfalls nur hoffen, dass Göteborg das nächste Hafenfestival bereits 2015 zulässt und nicht bis 2021 warten will, da die Geldknappheit sicher bis dahin anhält
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Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 1. Januar 2014

Göteborgs-Posten schließt das Jahr mit einem Feuerwerk

Gestern pünktlich um 17 Uhr läutete die Tageszeitung Göteborgs-Posten auch dieses Jahr wieder, etwas im voraus, das Neue Jahr mit einem groß angelegten Feuerwerk ein, das man von nahezu jedem Standort der Stadt aus sehen konnte, auch wenn man das Kai vor der Göteborger Oper als die Loge für die prächtige Veranstaltung betrachtet an derm jedes Jahr hunderte von Göteborgern auf den magischen Moment warten.


Zehn Personen haben sich drei Wochen lang auf diese Lichtershow vorbereitet um synchronisiert 700 verschiedene Feuerwerkskörper im Gesamtwert von rund 250.000 Kronen innerhalb von elf Minuten in den relativ fast wolkenfreien Himmel zu schießen. Um das Publikum nicht zu enttäuschen, wurde ein vollkommen neues Lichterwerk konzipiert, das möglicherweise das größte Feuerwerk Schwedens ist.

Die einzige Frage, die sich dabei stellt, ist jedoch, ob die Fotografen, Journalisten und anderen Mitarbeiter, die wegen Sparmaßnahmen die Göteborgs-Posten im Laufe des Jahres 2013 verlassen mussten, ebenfalls davon begeistert waren, dass in so kurzer Zeit so viel Geld verbrannt wurde. Die Herausgeber sehen dies allerdings so, dass mit dem Feuerwerk so vielen Menschen eine Freude bereitet wurde, dass jede Kritik unsinnig sei.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 25. August 2013

Global Picnic in Göteborg, Essen aus aller Welt

Nachdem das Global Picnic in Göteborg im vergangenen Jahr rund 10.000 Besucher zum Kanaltorget zog, die dort einige der bedeutendsten Gerichte aus der ganzen Welt kosten wollten, haben sich die Organisatoren dazu entschlossen, auch dieses Jahr wieder ein Global Picnic am gleichen Platz zu veranstalten, allerdings nicht an drei aufeinander folgenden Samstagen wie im vergangenen Jahr, sondern am Wochenende des 24. und 25. August, das noch mit einer gewissen Wettergarantie verbunden ist.


Beim Global Picnic in Göteborg stehen ausschließlich Privatpersonen, überwiegend Einwanderer, an den Kochtöpfen, Grillplatten oder anderen Einrichtungen und bieten eines oder auch mehrere Gerichte ihrer Heimat zu einem relativ geringen Preis an, wobei die Idee ist, dass die Besucher, bei einem Picknick auf dem Kunstrasen des Kanaltorget und zu Füssen der Göteborger Oper, Gerichte aus mehreren Ländern versuchen können und dabei ein neues Essenserlebnis entdecken.

Allerdings soll das Global Picnic nicht nur etwas für den Gaumen bieten, sondern auch zu neuen Kontakten verhelfen und ein Wochenendvergnügen der Göteborger aus aller Welt sein, denn die Kinder werden zu einer Schatzjagd eingeladen, die mit einem kostenlosen Eintritt in das Erlebniszentrum Maritiman belohnt wird und jene, die auch den Nachmittag am Festplatz verbringen wollen, können beim „Essen im Grünen“ eine Musikband in live erleben.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 13. August 2013

Das jährliche Kulturfest in Göteborg wird eröffnet

Mia Samuelsson (künstlerische Leiterin), Rickard Söderberg (Opernsänger, Ça ira)

Bereits um 10 Uhr morgens beginnt an den verschiedensten Orten Göteborgs das diesjährige Kulturfest (Kulturkalaset), das sechs Tage lang die Stadt einnehmen wird und, neben den Volksfesten in Stockholm und in Malmö, zu den größten Straßenfesten Schwedens gehört. Im vorigen Jahr zählten die Veranstalter bereits über 1,3 Millionen Besucher der rund 1300 Programmpunkte. Nur Regenfälle können dieses Jahr einen ähnlichen Erfolg verhindern.

Neben dem Kinderfest in der Trädgårdsföreningen, dem internationalen Marktplatz am Gustav Adolf Torg, den Straßenkünstlern aus aller Welt, Tanzveranstaltungen, Kunst und den zahlreichen musikalischen Angeboten mit Künstlern wie Darin, Petra Marklund, Loreen, Eva Dahlgren und vielen anderen, haben sich die Veranstalter dieses Jahr auch einige Neuigkeiten einfallen lassen, die das Programm ausdehnen und auch Personen anziehen, die sich für die bisherigen Attraktionen nicht begeistern konnten.

In Zusammenarbeit mit dem Filmfestival Göteborgs werden täglich zwei Filme im Bio Roy geboten, im Kronhuset findet ein Wettbewerb mit sehr verschiedenen Chören statt, in Heden kann man Bekanntschaft mit verschiedenen Sportarten machen und drei Tage lang Street Games verfolgen. Eine der besonderen Attraktionen wird allerdings bereits am heutigen Abend geboten, nämlich die Oper Ça ira des Pink Floyd Mitglieds Roger Waters, die um die französische Revolution kreist. Wie jedes Jahr, so sind sämtliche Veranstaltungen während des Göteborger Kulturfestes kostenlos.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 31. Mai 2013

Erstes Hafenfestival in Göteborg


Nach dem großen Erfolg des europäischen maritimen Tages des vergangenen Jahres, der tausende von Besuchern an das südliche Flussufer des Göta Älv zwischen der Göteborger Oper und dem Stenpiren lockte, hat sich der Verein Kajen mit seinen rund 30 Mitgliedern dazu entschlossen dieses Jahr auf der gleichen Strecke ein großes Hafenfestival zu veranstalten, das einen Teil des vorjährigen Aktivitäten übernimmt, aber auch andere Ereignisse hinzufügt. Geplant ist, dass das Hafenfestival in Zukunft ein jährliches Unternehmen sein soll.

Wer sich schon immer in die Vergangenheit zurückträumte, kann während des Hafenfestivals auf einer der ältesten Dampfer-Fähren Göteborgs eine Hafenrundfahrt machen, einen der alten Schoner genauer unter die Lupe nehmen und selbst ein Lotsenboot besichtigen. Da an diesem Tag das Maritiman seinen Besuchern kostenlos Zutritt gewährt, kann sich dann der Besuch noch auf ein U-Boot und einen militärischen Kreuzer ausdehnen, davon abgesehen, dass auch die Boote, die den Göta Kanal entlangfahren dem Besucher geöffnet sein werden.

Entlang des Kais wird man natürlich auch zu einer musikalischen Unterhaltung geladen und kann in der Menschenmenge einige Piraten und Seeleute des 17. Jahrhunderts entdecken. Da die Oper selbst, außer dem schiffähnlichen Gebäude, nicht nur einen Chor bieten will, hat sich die Leitung der Oper dazu entschlossen Kinder zu einer kostenlosen Vorstellung einzuladen und ihnen im Foyer die Möglichkeit zu bieten sich in einen Opernstar zu verkleiden. Am Samstag ist nicht nur die Zufahrt von Autos in der Innenstadt kostenlos, sondern die Parkhäuser von Stena Line und Nordstan bieten zudem kostenlose Parkplätze.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Göteborger Oper verliert Besucher

Obwohl die Göteborger Oper eine ausgezeichnete Akustik bietet, das Programm weitgehend ausgeglichen ist und Spitzenkünstler für Spitzenproduktionen beschäftigt werden, verliert sie seit rund drei Jahren mehr und mehr Besucher. Selbst die Anzahl der Abonnenten, die für zwischen 2000 und 5000 Kronen eine gewisse Anzahl an Vorstellungen besuchen können, ist in dieser Zeit rückläufig.

Der Direktor der Oper, Peter Hansson sieht bei dem Besucherschwund weniger die Wahl des Programmes, sondern urteilt lapidar, dass „nun einmal nicht jeder Oper mag“, eine Aussage, die wenig dabei hilft, wenn vielleicht neue Wege gegangen werden sollten. Nach wie vor zählen für Peter Hansson nur die extrem guten Kritiken, die er reihenweise für die Vorstellungen vorweisen kann, und nicht die Anzahl jener, die die Oper auch tatsächlich besuchen.

Die steigende Qualität der Künstler und die aufwendigen Inszenierungen bei sinkender Besucherzahl bedeuten jedoch auch, dass die Kosten für die Oper jedes Jahr steigen und immer mehr Steuergelder für die Aufrechterhalten des Niveaus abgezweigt werden müssen, was bedeutet, dass alle, die die Oper nicht besuchen, für die sinkende Anzahl der Besucher aufkommen müssen. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Peter Hansson daher etwas mehr an die internationale Vermarktung der Göteborger Oper denken würde statt die Oper als Eliteeinrichtung zu betrachten.

Herbert Kårlin

Dienstag, 8. November 2011

Internationale Künstlerin langfristig an der Göteborger Oper

Erstmals hat die Göteborger Oper einen langfristigen Vertrag mit einer international bekannten Opernsängerin unterschrieben. Lise-Lotte Axelsson, die Chefin der Oper, konnte Katarina Karnéus, die bereits zu Beginn ihrer Karriere an der Metropolitan Opera in New York engagiert war, zu einem fünfjährigen Vertrag mit dem Göteborger Opernhaus überzeugen, was für beide ein ungewöhnlicher Schritt war.

Für die Göteborger Oper bedeutet der Vertrag mit der Solistin Katarina Karnéus einen weiteren Schritt zu einem internationalen Opernhaus, das mit einer erfahrenen Sängerin nicht nur sein Angebot in die Höhe schrauben kann, sondern während der nächsten fünf Jahre auch ein Magnet für Opernliebhaber wird, zumal die schwedische Opernsängerin bisher nur vereinzelt in Schweden auftrat.

Auch wenn Katarina Karnéus, die 2002 erstmals auf der Göteborger Bühne stand, ab nächstem Jahr ihre Basis in Göteborg haben wird, so wird sie auch weiterhin an anderen internationalen Opernhäusern arbeiten, wobei sie es jedoch begrüßt erstmals nach 15 Jahren regelmäßig auf einer Heimatbühne auftreten zu können. Katarina Karnéus besuchte das Trinity College of Music in London, sowie das National Opera Studio. Ihre Lieblingsbühne war bisher die Bayerische Staatsoper in München.

Herbert Kårlin

Samstag, 23. Juli 2011

Tinnituswarnung in der Göteborger Oper

Da die künstlerischen Ansprüche in der Göteborger Oper immer höheren Zielen entgegengeht, die Räume aber nicht mit diesen Ansprüchen mitwachsen, muss der Chor der Oper in einem viel zu kleinen Raum üben. Die Sänger müssen mittlerweile dicht an dicht stehen und singen daher teilweise „in die Ohren“ der anderen, was Tinnitus hervorrufen kann.

Nachdem sich mehrere der Sänger über das dadurch entstehende Lautniveau beschwert haben, wurde das Lärmpegel während der Übungen gemessen und ergab Werte von bis zu 126 Dezibel, was der Lautstärke eines Kampfflugzeugs in einem Abstand von 100 Metern entspricht und nicht länger als zehn Minuten ohne Schaden ertragen werden kann.

Bisher hat die Göteborger Oper für dieses Problem keine Lösung, da Chorsänger auch während der Probe nicht leiser singen können, die anspruchsvollen Aufführungen teilweise eine sehr große Anzahl an Chorsängern benötigen, aber andererseits keine größeren Räume zur Verfügung stehen. Die Chorsänger können daher nur hoffen keine bleibenden Schäden davonzutragen bevor der Anbau der Oper durchgeführt wird und dort größere Übungsräume vorgesehen werden.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. August 2010

Göteborgs Tanz- und Theaterfestival

Zwischen dem 20. und dem 29. August 2010 findet das diesjährige Tanz- und Theaterfestival in Göteborg statt, das bedeutendste skandinavische Festival für aktuelle Szenenkunst zu dem die bedeutendsten Künstler der ganzen Welt eingeladen werden um dem Publikum herausragende Vorführungen zu präsentieren, die in Fachkreisen als wegweisend gelten.

Die Eröffnungsvorstellung in der Göteborger Oper ist eine Inszenierung von Constanza Macras und Dorky Park mit dem Titel Hell on Earth. Die Berliner Gruppe ist erstmals beim Göteborger Tanz- und Theaterfestival vertreten und präsentiert ein Werk, das die Jugendlichen des Berliner Stadtteil Neuköllns in den Vordergrund setzt.

Auf fünfzehn unterschiedlichen Szenen in Göteborg bietet das Tanz- und Theaterfestival dieses Jahr 25 verschiedene Vorstellungen an, die teilweise mehrmals aufgeführt werden, um einem möglichst großen Publikum die Möglichkeit zu bieten an einem der Ereignisse teilzunehmen. Parallel zu diesem Festival finden in Göteborg auf zahlreichen anderen Szenen zusätzliche Tanz- und Theatervorführungen mit internationalen Künstlern statt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 10. Februar 2010

Ein Riesenrad nach Londoner Muster an der Göteborger Oper

Die nächste Runde im Kampf um ein Riesenrad an der Göteborger Oper ging an Göteborg & Co. und Liseberg, die beiden städtischen Gesellschaften, die damit den Tourismus in Göteborg weiter ankurbeln wollen. Das Landgericht des Westgotenlandes hat den Einspruch mehrere Anwohner zurückgewiesen und damit die entsprechende Baugenehmigung als vorübergehend gültig erklärt.

Theoretisch kann nun das in Amsterdam lagernde Riesenrad zur Sommersaison aufgebaut werden und bis mindestens August 2012 in Betrieb bleiben. Dieser einstweilige Sieg lässt jedoch Göran Johansson, der in beiden Gesellschaften maßgeblich für den Bau des Riesenrads eintrat, noch nicht jubeln, denn die Entscheidung des Landgerichts kann nochmals angefochten werden und damit in eine weitere Instanz gehen.

Eine neue juristische Entscheidung wird bei einem Einspruch jedoch mindestens ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen. Rechtlich gesehen kann das Riesenrad in der Zwischenzeit zwar aufgebaut werden, aber es stellt sich die Frage ob dies taktisch und ökonomisch sinnvoll ist, da die nächste Instanz immer noch zu einer gegenteiligen Entscheidung führen kann. Göran Johansson, der auch Göteborg über viele Jahre hinweg leitete, sieht bei den Anwohnern nur eine Klagehysterie und versteht nicht, dass die Bewohner der Umgebung die Situation anders sehen als jemand, der dort nur einen kommerziellen Vorteil sieht und die Stadt in die Reihe anderer Großstädte einordnen will, die bereits über ein Riesenrad am Wasser verfügen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. September 2009

Avenyn soll sich zur Champs-Élysées von Göteborg entwickeln

Im Rahmen eines von Europa teil finanzierten Programmes im Rahmen von Trygg soll die Avenyn, eigentlich Kungsportsavenyn, in Göteborg zu Skandinaviens attraktivsten Treffpunkt werden, wo man sich rund um die Uhr in aller Ruhe promenieren kann und auch von den dortigen Angeboten nutzen kann.

Dies ist zumindest die Vision von Carlo Mandini (Park Avenue), dem Sprecher von Avenyn Paradgata, die mit der stadteigenen Gesellschaft Trygg ein Abkommen geschlossen hat nach dem die Avenyn besser beleuchtet werden soll und Maßnahmen gegen den ständigen Schmutz getroffen werden sollen.

Gleichzeitig sollen, ebenfalls nach Trygg und Carlo Mandini, die Parallelstraßen zu Langsamfahrzonen ausgebaut werden, um dort das bisher etwas triste Angebot an Geschäften und Restaurants zu animieren und Autofahrer wie Fußgänger diese Straßen als Verbindung von der Oper nach Liseberg anzubieten.

Es liegt bisher jedoch noch kein Plan vor inwieweit die Avenyn die Animation finden wird, die eine Champs-Élysées in Paris ausmacht, wo Restaurants bis in die Morgenstunden geöffnet haben, Straßenmusik die Spaziergänger unterhalten und eine Unzahl an Bänken einem Spaziergänger das Ausruhen und Beobachten erlauben.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. August 2009

Ein besonderer Göteborg-Führer: Ein kostenloser Guide für alle MP3-Player

Anlässlich des Göteborger Kulturfestes stellt die Tänzerin Anna Asplind ihren Göteborg-Führer für MP3-Player vor, der in die Reihe Dancewalks eingereiht werden kann, die bei ihrer Premiere in Berlin von Erfolg gekrönt waren.

Mit eigenem, oder im Älvrummet geliehenen, MP3-Player kann man in rund 30 Minuten 959 Meter individuelles Göteborg entdecken. Die Wanderung beginnt am Stenpiren und endet am Älvrummet schräg gegenüber der Oper.

Es handelt sich bei Anna Asplinds Führer nicht um einen gewöhnlichen Führer, der dem Besucher in Schwedisch oder Englisch die Sehenswürdigkeiten zeigt, sondern er lädt den Benutzer dazu ein sein eigenes, ständig wechselndes, Göteborg kennen zu lernen. Er wird aufgefordert die Augen zu schließen, Laute wahrzunehmen, sich zu bewegen und Farben wahrzunehmen. Jede Sekunde wird man sich bewusst, dass eine Tänzerin die Anweisungen gibt, die es versteht Gefühl zu vermitteln und auf den Ballast manch anderen Führung verzichtet.

Die Anweisungen Annas sind ständig von Musik begleitet, die das akustische Wahrnehmen Göteborgs etwas erschweren, wobei bei der englischen Version die Musik leider dominiert und den Text teilweise völlig verschlingt. Die rund 25 MB sind trotz ihrer Schwächen ein Erlebnis, das man nicht missen sollte, selbst wenn man so mancher Anweisung nicht folgen möchte, weil einem der Mut zur Individualität fehlt.

Der MP3-Führer kann geladen werden bei
959 m i Göteborg - En upplevelsepromenad

Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. August 2009

Tauschen statt kaufen beim Göteborger Kulturkalas

Zum Göteborger Kulturkalas (Kulturfestival) hat das Projekt "Bytiken" von Emelie Heilmann Premiäre. Vor der Oper findet man ihr 50 Quadratmeter großes Zelt, das eine besondere Butik darstellt, da man hier nur tauschen kann. Kein Buch, keine Schallplatte und kein Kleidungsstück kann hier käuflich erworben werden.

Emilie Heilmann, 24, will mit ihrem Projekt auf die Überkonsumierung sensibilisieren und einen Gegenpol schaffen zum System, bei dem ein Gegenstand nur kurz dient , um dann im Abfall zu landen.

Das Prinzip von Bytiken ist einfach, denn jeder, der etwas tauschen möchte bringt selbst drei Gegenstände ins Zelt und erhält dafür drei Kupons mit denen er dann sofort oder später drei Gegenstände eintauschen kann. Wichtig ist dabei der persönliche Wert einer Ware, denn warum sollte die CD eines Künstlers nicht den gleichen individuellen Wert haben wie eine Jeans oder ein Kleid?

Emelie und ihre vier Freundinnen hoffen, dass ihr Projekt, das als Facebook-Initiative startete auch nach dem Göteborger Kulturfest eine Zukunft hat. Bytiken ist eine Neuschaffung aus den Worten byta (tauschen) und butiken (die Butik).

Herbert Kårlin

Dienstag, 4. August 2009

Aufbau des Riesenrades in Göteborg erneut in die Ferne gerückt

Drei Anlieger haben innerhalb der offiziellen Frist Einspruch gegen den Bau des Riesenrades vor der Oper eingelegt. Die Hauptargumente sind Lärmbelästigung, Risiken für den Götatunnel und Zerstörung des Stadtbildes.

Nun hat der Betreiber des zukünftigen Riesrades bis zum 13. August Zeit dem Gericht seine Argumente vorzulegen, die vermutlich in den großen Zügen den bisherigen Argumenten entsprechen werden.

Während der optische Aspekt in jedem Fall subjektiv ist und zukünftiger Lärm nur schwer nachzuweisen sein wird, wird die Hauptfrage vermutlich die Stabilität des Götatunnels betreffen über dem das Riesenrad stehen soll wie auch die Frage nach Vibrationen, die jenen des Gamla Ullevi entsprechen können.

Die statischen Berechnungen hinsichtlich eventueller Schäden am Götatunnel liegen dem Bauherren des Göteborger Riesenrades (Liseberg) bisher noch nicht vor, werden aber in den nächsten Tagen erwartet. Das Vägverket wartet diese Berechnungen ebenfalls ab und kann anschließend noch eigene statische Berechnungen vorlegen um den Bau des Riesenrades ebenfalls zu verzögern oder zu stoppen.

Weitere Information zu diesme Thema bei
"Hjulet" överklagat

Herbert Kårlin

Dienstag, 14. Juli 2009

Ein Riesenrad am Göteborger Opernhaus

Seit Monaten streiten sich Stadtverwaltung und Anrainer des Göteborger Operhaus darüber, ob auf dem Platz vor der Oper für einige Jahre ein Riesenrad, das früher in Australien stand, aufgestellt werden soll oder nicht. Selbst die Mitglieder des Stadtrates sind sich in dieser Frage nicht einig, obwohl die Stadt selbst Betreiber des Riesenrads sein soll.

Die Frage ist tatsächlich nicht ganz einfach zu beantworten, da eine Baugenehmigung erteilt wird wenn das Objekt, in diesem Fall das Riesenrad, in das Stadtbild passt, egal, ob eventuelle Folgeschäden auftreten oder nicht. Der Antragsteller muss daher nicht nachweisen, dass Folgeschäden auch tatsächlich ausgeschlossen sind.

Mehrere Anwohner haben jedoch nach dem Erteilen der Baugenehmigung Einspruch eingelegt, der jedoch in der ersten Instanz abgelehnt wurde. Heute haben nun die Anlieger gegen diese erste Ablehnung Einspruch eingelegt und das Errichten des Riesenrades ist erneut in Frage gestellt.

Die Argumente der Anwohner scheinen sinnvoll, auch ohne eventuelle Probleme der Rissbildung im Götatunnel und der Frage, ob sich wirklich zwei Riesenräder in einer Stadt lohnen, zumal beides Mal die Stadt der Betreiber ist. Die Anwohner argumentieren zum einen, dass es sehr fraglich ist, dass an der windigsten Stelle der Stadt ein Riesenrad sinnvoll sei, zum anderen, dass ein Massenbetrieb, falls er einsetzt, die Strassen erheblich verschmutzt und einen der wenigen freien Plätze für Kinder ruiniert. Sie fragen sich auch, ob die Belastung durch Lärm nicht erhebliche Störungen verursachen wird und ob nicht das gleiche Problem auftauchen wird, das die Bewohner der Häuser um das Gamla Ullevi und die Sportfanatiker Göteborgs entzweit.

Mehr über das Riesenrad beim Opernhaus Göteborgs bei:
Pariserstrid går vidare