Dienstag, 4. Juni 2013

Göteborger Universitätskrankenhaus vor der Zerreißprobe

Wenn in drei Wochen etwa 150 Krankenschwestern des Sahlgrenska Universitätskrankenhauses in Göteborg in Urlaub gehen, so sollten die Bewohner der Stadt möglichst vermeiden krank zu werden, denn nach der Tageszeitung Metro werden 150 Krankenschwestern mit 17 Arbeitskräften ersetzt, die in der Regel einspringen sobald eine der offiziellen Krankenschwestern krank wird oder aus anderen Gründen verhindert ist. Die Situation sieht dieses Jahr also noch weitaus schlechter aus als im vergangenen Jahr, als bereits Chaos herrschte.

Während die Krankenhausleitung versichert, dass auch im Sommer der Betrieb aufrecht gehalten wird, so sprechen die Verantwortlichen nicht davon mit welcher Belastung das Personal in den sommermonaten zu rechnen hat und dass unter diesem Druck die Sicherheit der Patienten kaum garantiert werden kann, denn die 17 Kräfte können nicht auf sämtliche Abteilungen verteilt werden, sondern müssen für Notfälle und Operationen eingesetzt werden.

Aber das Problem erstreckt sich nicht nur auf das Krankenhaus selbst, sondern auch den Krankentransport, denn nachdem das Sahlgrenska im vergangenen Herbst auch diesen Dienst von Falck übernommen hat, fehlt auch hier Personal, was wiederum dazu führt, dass die Angestellten auch mit einem Arbeitstag von zwölf Stunden und mehr rechnen müssen. Glücklicherweise bemerken die Kranken in einem Krankenwagen auch nicht, dass so manches Mal Angestellte ohne jede medizinische Kompetenz neben ihnen sitzen, aber die Weigerung 24.000 Kronen pro Monat an medizinisches Personal zu bezahlen ist für das Krankenhaus weiterhin ausgeschlossen.

Herbert Kårlin

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