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Montag, 12. Mai 2014

Toleranz endet in Göteborg bei nacktem Oberkörper

In der gleichen Nacht in der beim Eurovision Song Contest ein Transvestit mit Kleid und Bart den ersten Platz eroberte und sich auf der Bühne für Toleranz aussprach, wurde im Göteborger Nachtklub Adas das Releasfest einer feministischen Frauengruppe von den Wächtern der Einrichtungen unterbrochen und dem Besitzer abgesagt, weil sich die Bandmitglieder auf der Bühne halb entblößten und sich ein Teil des Publikums diesem Manifest anschloss.

Sehr erstaunlich ist dabei, dass der Besitzer von Adas das Releasfest der feministischen Gruppe Pfemme Records mit der Vorband Solanas Cunts zuließ, einer ebenfalls feministischen Punkgruppe, die durch ihre Aktionen auch bekannt ist, dann jedoch beim ersten nackten Busen die Wächter einschreiten ließ und die Polizei rief um dem „Unwesen“ ein Ende zu bereiten, eine Aktion, die einst Lena Nyman weltweit bekannt machte.

Toleranz hat in Göteborg eben zwei Seiten an die sich vor allem Fraueninitiativen gewöhnen müssen, denn die Reaktion des Besitzers Adas und das schnelle Erscheinen der Polizei zeigen sehr deutlich wie auch die Aktivistinnen von Femen in einem fortschrittlichen Land wie Schweden gesehen werden, denn das Publikum kannte die beiden Gruppen, nahm an der Aktion teil und musste dann jedoch der Gewalt wichen, die nur aus nackten Oberkörpern bestand und der Angst des Besitzers mit den Sittenwächtern Göteborgs in Kollision zu geraten.

Copyright: Herbert Kårlin

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Mittwoch, 25. August 2010

Feministisches Filmfestival in Göteborg

Am 3. September öffnet des erste feministische Filmfestival Göteborgs seine Pforten. Etwa 50 alternative Filme aus verschiedenen Ländern sollen eine Diskussion über das gegenwärtige Gesellschaftssystem und Feminismus anregen. Drei Tage lang werden im Folkets Hus, Pustervik, ABF, Röda Sten und der Kvonnofolkhögskolan nicht nur Filme und Clips präsentiert, sondern auch zahlreiche Workshops zum Thema angeboten.

Mio Lee Rapp, die Gründerin dieses Filmfestivals, will dem Ereignis jedoch nicht nur einen feministischen Leitgedanken geben, sondern mit den Filmen auch auf Vorurteile aufmerksam machen, die Menschen immer noch nach Geschlecht, Herkunft, Alter und ähnliche Kriterien einstufen statt an Gleichstellung in einem Gesellschaftssystem zu denken.

Das feministische Filmfestival in Göteborg soll auch gleichzeitig eine Provokation sein mit Filmen über Feminismus, Queer, sowie gesellschaftskritischen und antirassistischen Beiträgen und die zur Kategorie Diskussionsfilm gehören. Einer der bedeutendsten Preise wird am letzten Tag im Kulturzentrum Röda Sten für die beste filmische Provokation vergeben.

Herbert Kårlin