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Montag, 5. Dezember 2011

Fotoausstellung für gefangene Journalisten

Um den beiden in Äthiopien gefangenen freien Journalisten Johan Persson und Martin Shibbye finanziell unter die Arme greifen zu können, stifteten 27 Göteborger Fotografen Bilder für eine Ausstellung, die insgesamt etwa 100.000 Kronen einbringen sollen, damit die beiden Journalisten, deren Prozess am Dienstag beginnt, Geld für die Verteidigung und andere notwendige Kosten geboten werden kann.

Die Ausstellung mit dem Titel „Ein Foto kann die Welt verändern“ wurde am 3. Dezember in der Galerie Stilla Bilder in Göteborg eröffnet und setzt bis zum 11. Dezember fort. Anschließend können Interessenten die Bilder über Internet betrachten und ersteigern. Die Motive der Bilder kommen aus Reportagen, der Modewelt, sowie der künstlerischen Fotografie und spiegeln die Arbeit der beteiligten Fotografen.

Johan Persson und Martin Shibbye wurden kurz nach dem unerlaubten Überschreiten der äthiopischen Grenze, wo sie über die indirekte Beteiligung des schwedischen Außenministers Carl Bildt an Völkermord recherchieren wollten, gefangen genommen. Da die beiden Journalisten ohne Auftrag unterwegs waren, werden sie von keiner Zeitschrift finanziell gedeckt und müssen sämtliche Kosten selbst tragen. Bei einer Verurteilung riskieren sie eine langjährige Gefängnisstrafe.

Herbert Kårlin

Dienstag, 30. August 2011

Göteborger Umweltpreis geht an Kofi Annan

Gestern wurden die Preisträger des diesjährigen Göteborger Umweltpreises bekannt gegeben, wobei der Preis erneut geteilt wurde und zum einen an Kofi Annan für seine Leistungen im Kampf gegen den Hunger in Afrika geht und zum anderen an das Tigray-Projekt in Äthiopien, das die Landwirtschaft im Land revolutionierte. Sowohl Kofi Annnan als auch die Vertreter des Tigray-Projektes werden den Preis in einer Gesamthöhe von einer Million Kronen Ende des Jahres persönlich in Göteborg in Empfang nehmen.

Die Kosten für den Göteborger Umweltpreis in einer Gesamthöhe von rund zwei Millionen Kronen werden zwischen der Stadt und einer Anzahl von Sponsoren geteilt, was regelmäßig die Frage aufwirft, ob die hohen Ausgaben der Stadt für einen Umweltpreis auch sinnvoll sind oder ob man mit dieser Summe nicht Leistungen finanzieren sollte, die der Bevölkerung der Stadt zu Gute kommen, da in allen Sparten, vor allem bei Erziehung, Altersversorge und Gesundheit immer mehr eingespart wird.

Die Stadtverwaltung Göteborg will mit der Vergabe des Umweltpreises jedoch nicht nur die hohen Leistungen der Gewinner belohnen, sondern gleichzeitig ihr Warenzeichen als Stadt vermarkten, die sich für umweltfreundliche Lösungen einsetzt und als Vorbild für andere europäische Städte dienen soll. Dies ist auch der Grund, warum der Umweltpreis in entsprechendem Niveau vergeben werden muss.

Herbert Kårlin