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Dienstag, 11. Dezember 2012

Öffentlicher Verkehr in Göteborg bereitet sich auf die Citymaut vor

Um bis Januar genügend Erfahrungen für den Anstieg an Reisenden zu haben, die alle schneller als bisher ans Ziel kommen wollen, haben die Göteborger Verkehrsbetriebe Västtrafik am 9. Dezember ihre Fahrpläne der Zukunft angepasst und dabei auch zahlreiche Veränderungen an den Linien unternommen, was die Mehrheit der Fahrgäste diesen Montag erstmals erleben konnte. Das Ergebnis ist allerdings noch nicht unbedingt überzeugend.

Der neue Alependeln, eine Kurzstreckeneisenbahn, die ab Januar alle 15 Minuten gehen soll, zeigte am Montag Morgen die erste Schwäche, denn die ersten beide Züge wurden wegen Motorproblemen eingestellt und die Fahrgäste müssten auf überfüllte Busse ausweichen. Wer kein Smartphone mit Internet besaß, hatte auch gewisse Schwierigkeiten die neuen Abfahrtzeiten zu erfahren, da Västtrafik nahezu vollständig auf Internet setzt ohne dort jedoch immer die idealste Verbindung anzubieten, da die Verkehrsplaner von Västtrafik zu wenige Möglichkeiten testen.

Da seit Sonntag mehrere Schnellbusse an bisherigen Haltestellen vorbeifahren, waren nicht nur einige andere Busse maßlos überfüllt, sondern so mancher Fahrgast muss seit Montag mit dem Auto zur Arbeit fahren, da die neuen Verbindungen die Fahrzeit zur Arbeit um bis zu 30 Minuten pro Tag verlängern und frühere Direktverbindungen zu Umsteigeverbindungen machen. Noch hat Västtrafik drei Wochen Zeit um die entstandenen Probleme zu analysieren und abzuschaffen, damit die Einführung der Citymaut nicht zu einem Chaos wird.

Herbert Kårlin

Freitag, 17. August 2012

Verkehrsgefährdende Busse in Göteborg

Obwohl in Göteborg seit Jahren Kritik wegen der hohen Anzahl an öffentlichen Bussen, die von der Polizei beanstandet oder gar aus dem Verkehr gezogen werden, auftaucht, geschieht in diesem Bereich relativ wenig, da Västtrafik noch nie ein Exempel statuiert hat, sondern bei den Subunternehmern nur immer wieder von Vierbesserungswünschen spricht oder auch einmal eine Verwarnung ausstellt, die ohnehin keines der Unternehmen mehr ernst nimmt.

Als nun die Göteborger Verkehrspolizei an zwei Tagen an vier verschiedenen Stellen der Stadt 21 Busse nach ihrer Verkehrssicherheit überprüfte, was das Ergebnis geradezu niederschmetternd, denn keiner der Busse entsprach den geltenden Vorschriften und einer war nicht einmal für den Transport von Personen zugelassen und wurde unmittelbar aus dem Verkehr gezogen, ein zweiter Bus wurde aus dem Verkehr gezogen, weil die Reifen bereits so abgefahren waren, dass das Fahrzeug schon fast eine Zeitbombe war.

Aber auch die 19 restlichen Busse der unterschiedlichsten Unternehmen wurden mit einem Fahrverbot belegt bis die Probleme behoben sind, zeigten Fehler, die als lebensgefährlich betrachtet werden können, da nicht nur Treibstoff oder Öl austrat, sondern die Notöffnung nicht funktionierte, die Feuerlöscher nicht angewendet werden konnten oder auch der Klemmschutz der Türen defekt war, von zahlreichen kleineren Fehlern noch ganz zu schweigen. Die betroffenen Busse gehörten Keolis, GS (Göteborgs Spårvägar), das die größten Fehler aufwies, und Veolia, dem Unternehmen, das sich zwar schon etwas besserte, aber wohl nie die normale Norm erreichen wird.

Herbert Kårlin