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Sonntag, 4. März 2012

Göteborger leben gefährlich

Allgemeine Unfälle verursachen in Göteborg jedes Jahr Kosten in Höhe von 3,2 Milliarden Kronen, also neun Millionen Kronen am Tag. Die gefährlichsten Gegenstände sind dabei Leitern und Stolperkanten. Um dieses Problem besser in den Griff zu bekommen und um die Kosten zu senken, will die Stadt nun auf bessere Aufklärung setzen und durch eine analytische Arbeit auch die Ursachen für die häufigsten Unfälle ausfindig machen.

Sicher ist jedoch schon heute, dass die Göteborger gefährlich leben. Jedes Jahr sterben 300 Personen auf Grund eines gewöhnlichen Unfalls, 6600 verbringen deswegen mindestens einen Tag im Krankenhaus und rund 40.000 benötigen eine ärztliche Behandlung. Über 100 Arztbesuche erfolgen daher jeden Tag auf Grund eines Unfalles im Haus, Garten oder während der Freizeit. Besonders betroffen davon sind natürlich Kinder und ältere Personen.

Betrachtet man alle dreizehn Gemeinden der Göteborger Region, so verursachen tägliche Unfälle sogar 16 Millionen Kronen an Kosten pro Tag. Falls man durch vorbeugende Maßnahmen diese Summe um nur 0,25 Prozent reduzieren kann, so reicht diese Summe aus um das gesamte Projekt zu finanzieren und jede weitere Verbesserung führt dann zu tatsächlichen Einsparungen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 10. Juni 2010

Bargeldlos zahlen bei Ärzten in Göteborg

Nach dem jüngsten Vorschlag der Region Västra Götaland soll ab Januar 2011 ein Arztbesuch nicht mehr bar bezahlt werden können. Ab diesem Datum soll der Patient nur noch zwischen Kartenbezahlung oder Rechnungsstellung wählen können. Schon am 22. Juni soll im Landrat (Regionstyrelsen) des Westgotenlandes darüber endgültig entschieden werden.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr im Gesundheitswesen soll vor allem in Göteborg das nächtliche Überfallrisiko auf die Angestellten vermindern, die administrative Arbeit reduzieren und dar Region eine Einsparung von 10 Millionen Kronen im Jahr bringen. Auf Grund dieser drei Punkte hat das Projekt die absolute Mehrheit der gewählten Politiker der Region.

Patientenvereinigungen und Pensionärsvereinigungen sehen beim bargeldlosen Zahlungsverkehr jedoch mehr Nachteile als Vorteile, da vor allem ältere Patienten oft keine Kreditkarten besitzen und auch über keinen Computer verfügen, also bereits Hilfe brauchen, nur um eine Rechnung bezahlen zu können. Aber auch einige Ärztehäusern stehen der bargeldlosen Zahlung skeptisch gegenüber, da schon heute Rechnungen oft nur verspätet oder gar nicht bezahlt werden.

Herbert Kårlin