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Dienstag, 11. Februar 2014

Neue Probleme mit der Citymaut in Göteborg

Als im vergangenen Dezember 190.000 Autofahrer eine doppelte Rechnung für ihre Passagen erhielten, war ein Programmierungsfehler des Straßenverkehrsamts dafür verantwortlich und versetzte viele der Rechnungsempfänger in einen Schockzustand. Und da eine verspätete Bezahlung eine Strafgebühr von 500 Kronen nach sich zieht, waren auch viele sehr schnell mit der Zahlung, was sich nun nachträglich als Fehler erweist, da in Göteborg alles etwas anders läuft, selbst wenn die Fehler bei einem öffentlichen Amt liegen.

Das Straßenverkehrsamt bezahlt nun natürlich die zu viel bezahlte Summe zinslos zurück, aber kostenlos ist diese Aktion nur für jene, die auch eine automatische Abbuchung haben oder das Geld per Bank überweisen, also etwas über 60 Prozent jener, die monatlich eine Citymaut berechnet bekommen, denn alle andere erhalten nun einen Auszahlungsschein, den sie an den Poststellen bei Ica, Coop, Willys oder den Pressbyrån einlösen können.

An diesen Schaltern wird das Geld aber nur gegen eine Gebühr ausbezahlt, nämlich meist 25 Kronen, was über drei Billiggebühren der Citymaut entspricht, also für jene, die nur gelegentlich nach Göteborg fahren, auch 20 bis 50 Prozent der Gesamtrechnung ausmachen kann. Das Straßenverkehrsamt übernimmt diese Kosten natürlich nicht und verweist die sehr sauren Kunden nur darauf, dass sie eben auf den reinen Bankverkehr übergehen sollen und sich entsprechend beim Amt eintragen müssen, denn eine frei Wahl der Zahlungsmöglichkeiten will die Behörde nicht akzeptieren.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Donnerstag, 10. Juni 2010

Bargeldlos zahlen bei Ärzten in Göteborg

Nach dem jüngsten Vorschlag der Region Västra Götaland soll ab Januar 2011 ein Arztbesuch nicht mehr bar bezahlt werden können. Ab diesem Datum soll der Patient nur noch zwischen Kartenbezahlung oder Rechnungsstellung wählen können. Schon am 22. Juni soll im Landrat (Regionstyrelsen) des Westgotenlandes darüber endgültig entschieden werden.

Der bargeldlose Zahlungsverkehr im Gesundheitswesen soll vor allem in Göteborg das nächtliche Überfallrisiko auf die Angestellten vermindern, die administrative Arbeit reduzieren und dar Region eine Einsparung von 10 Millionen Kronen im Jahr bringen. Auf Grund dieser drei Punkte hat das Projekt die absolute Mehrheit der gewählten Politiker der Region.

Patientenvereinigungen und Pensionärsvereinigungen sehen beim bargeldlosen Zahlungsverkehr jedoch mehr Nachteile als Vorteile, da vor allem ältere Patienten oft keine Kreditkarten besitzen und auch über keinen Computer verfügen, also bereits Hilfe brauchen, nur um eine Rechnung bezahlen zu können. Aber auch einige Ärztehäusern stehen der bargeldlosen Zahlung skeptisch gegenüber, da schon heute Rechnungen oft nur verspätet oder gar nicht bezahlt werden.

Herbert Kårlin