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Samstag, 29. September 2012

Feiern mit bösem Erwachen in Göteborg

Wer in Göteborg bei einer Feier etwas zu viel trinkt, in der Schlange vor einer Kneipe unangenehm auffällt oder in anderer Weise die öffentliche Ordnung stört, muss nicht mehr unbedingt mit einer Nacht in der Zelle oder langen Verhören rechnen, sondern eher damit, dass er von der Polizei bis zu zehn Kilometer in die freie Natur transportiert wird und von dort aus seinen Weg zurückfinden muss. Pech ist nur, wenn der Betroffene zu betrunken ist um die Strecke gehen zu können oder ihm etwas zustößt.

Während früher vor allem stark angetrunkene Hooligans von dieser Methode betroffen waren, so kann es mittlerweile jeden treffen, der einem Polizeibeamten etwas suspekt vorkommt. Vor sechs Jahren zählte man im Västra Götaland insgesamt noch 360 dieser Fälle pro Jahr, aber mittlerweile stieg die Zahl bereits auf 1240 Personen an, was bedeutet, dass pro Nacht mindesten drei Personen irgendwo in der freien Natur von Polizisten ausgesetzt werden. Und die Tendenz ist weiterhin steigend.

Nach dem Polizeigesetz Paragraf 13 ist diese Methode vollkommen legal und kann von jedem Beamten nach freier Entscheidung angewandt werden, was natürlich auch dazu führt, dass es immer wieder zu irrsinnigen Entscheidungen kommt und der Gesetzeshüter Menschen, die eher Hilfe benötigen, Gefahren aussetzt. Nach dem schwedischen Staatsradio klagen auch immer mehr Betroffene darüber, dass sie bei diesen Fahrten Angst vor Misshandlung hatten und nicht erfuhren was die Beamten mit ihnen eigentlich vor hatten. Unklar ist natürlich auch wann das Gesetz eigentlich tatsächlich sinnvoll angewendet werden kann, was nur eine klare Untersuchung aller Fälle und eindeutige Regeln klären können.

Herbert Kårlin

Montag, 11. Juni 2012

Straßenfest in Göteborg mit Abfallproblem

Das diesjährige über die Social Medias organisierte Straßenfest in der Andra Långgatan in Göteborg hatte ungeahnte Folgen, denn als die Bewohner und Besucher der Straße am Sonntag Morgen aus der Haustür traten, standen sie im vermutlich größten Abfallhaufen, den man je in Göteborg sehen konnte, denn die städtische Reinigung hatte die Straße nach dem vortägigen Fest nicht gereinigt und will dies erst am heutigen Montag oder morgen erledigen, wenn die Straße zur Reinigung vorgesehen ist.

Die Stadt erklärte, dass sie gerne bei Festen Container zur Verfügung stellt oder eine Sonderreinigung bei Renova beauftragt, wenn der Verantwortliche des Festes vorher den entsprechenden Antrag stellt, was bei dieser ungenehmigten Veranstaltung jedoch nicht der Fall war. Göteborg will daher ein Exempel statuieren und den Müll auf der Straße nicht vorzeitig beseitigen, auch nicht, falls Ratten in der Straße auftauchen sollten.

Nach der Tageszeitung GP hat jedoch bereits Tage vor der Veranstaltung ein Teilnehmer des Festes, das logischer Weise keinen Verantwortlichen haben kann, sowohl die Stadtverwaltung angerufen und um eine Sonderreinigung gebeten als auch eine entsprechende Mail an die Verantwortlichen geschickt, die bis heute jedoch unbeantwortet blieb. Es liegt daher der Verdacht nahe, dass die Kommunikation in Göteborg nicht funktioniert, oder aber, dass die Stadt moderne Veranstaltungsmöglichkeiten über Facebook, die zudem sehr erfolgreich sind, unterbinden will.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Februar 2011

Göteborg feiert am Sonntag den Tag der Samen

Nach Beschluss des Stadtrats feiert Göteborg am kommenden Sonntag erstmals den Tag der Samen und hisst zu diesem Anlass auch die samische Flagge am Gustav Adolf Torg. Die Flagge wird um 12 Uhr gehisst und von zwei kürzeren Reden begleitet.

Nach den Reden, in denen die Menschenrechte hervorgehoben werden, bietet die samische Tanzgesellschaft Kompani Nomad einige kürzere Tanzriten, die in Nordschweden mit diesem Tag verknüpft werden und der Sprecher der samischen Vereinigung in Göteborg erzählt wie Samen diesen Tag feiern.

Um der Göteborger Bevölkerung und den Besuchern der Stadt die samische Kultur näher zu bringen, bietet auch das Världskulturmuseet am Wochenende mehrere Veranstaltungen zur samischen Kultur.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. September 2010

Studenten wurden mit Fest in Göteborg empfangen

Zum fünften Mal veranstaltet Göteborg und Co. im Trädgår'n ein großes Fest um die neuen Studenten in Göteborg willkommen zu heißen. Erstmals war das Lokal bis auf den letzten Platz ausgebucht und bereits am Montag waren sämtliche 2300 Tickets für das Fest verkauft.

Nur ein Bruchteil der 13.000 Studienanfänger wurde daher offiziell von der Stadt mit Hamburger, alkoholfreien Getränken, Musik, Ausstellung und Begrüßungsreden empfangen, wobei die dominante Sprache des Abends Englisch war, da vor allem ausländische Studenten auf diese Weise einen Zugang zum gesellschaftlichen Leben Göteborgs erringen wollten.

Das Studentenfest im Trädgår'n ist jedoch nur der Auftakt kultureller Veranstaltungen Göteborgs, die sich an Studenten richten, denn zahlreiche weitere Veranstaltungen schließen sich bis zur Weihnachtszeit an, die es Neulingen in Göteborg vereinfachen sollen auf einfache Weise und preisgünstig Kontakte zu knüpfen.

Herbert Kårlin

Samstag, 31. Juli 2010

Immer mehr Schwarzfeste in Göteborg

Seit Frühjahr 2010 finden in Göteborg immer häufiger ungenehmigte Feste auf öffentlichen Plätzen Göteborgs statt. Allen voran zieht das Kulturzentrum Röda Sten immer häufiger diese Aktivitäten an, bei denen jedes Mal mehrere hundert Jugendliche teilnehmen und Megafeste bis ins Morgengrauen feiern.

Auch wenn man in der Regel keinen Veranstalter ausfindig machen kann und diese Feste nur über Internet angekündigt werden, so verlaufen sie in der Regel friedlicher als so manche Feste in den Nightclubs Göteborgs, in denen sich weniger Publikum gleichzeitig aufhält. Dies veranlasst die Polizei in Göteborg auch dazu, bei diesen Festen die Augen zuzudrücken und die Aktivitäten nur aus nächster Nähe zu verfolgen.

Grund für diese Feste ist vor allem die Schwierigkeit Feste im Freien genehmigen zu lassen, da dies nicht nur aufwendig und zeitraubend ist, sondern auch die Kosten im Voraus bezahlt werden müssen, die die Stadt nicht zurückerstattet. Hinzu kommt, dass Feste im Freien, die bis zum Morgengrauen fortsetzen grundsätzlich nicht genehmigt werden, selbst wenn durch die Musik niemand gestört wird.

Herbert Kårlin