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Sonntag, 9. Februar 2014

Berühmte Kneipe Göteborgs ohne Schankgenehmigung

Die beiden Kneipen The Dubliners haben sich weit über Göteborg hinaus einen Ruf mit ihrer Bierauswahl und den musikalischen Veranstaltungen gemacht. Seit dem 5. Februar hat sich dies nun geändert, denn die Stadt Göteborg hat den beiden beliebten Kneipen der Stadt nun die Schnkgenehmigung entzogen, also die Möglichkeit des Überlebens, da man diese Kneipen kaum für ein Softgetränk oder Dünnbier besucht.

Die Ursache für den Einzug der Schankggenehmigung ist allerdings, dass der urspüngliche Geschäftsführer und frühere Eigentümer der beiden Kneipen im vergangenen Februar wegen Alkohol am Steuer auf Bewährung und zu 50 Stunden gemeinnützigem Dienst verurteilt wurde, zwar ein einmaliges Geschehen in der langen Geschichte der beiden Kneipen und eine Tat, die sich kaum wiederholt, aber auch nur einmal wegen Trunkenheit verurteilt zu werden, bedeutet, dass eine Schankgenehmigung in Göteborg entzogen wird.

Auch wenn der ursprüngliche Besitzer mittlerweile die Geschäftsführung abgegeben hat, beim Schliessen der Kneipen 60 Angestellte auf der Strasse stehen werden und nach Europaverordnung eine Doppelbestrafung verboten ist, was in diesem Fall der Fall ist, so hat das Verwaltungsgericht in zweiter Instanz entschieden, dass der Entzug der Schankgenehmigung hier als administrative Massnahme verständlich ist. Nun hat der ehemalige Besitzer nur noch die Hoffnung, dass das Kammergericht anders entscheiden wird und auch den Vollzzug aufschiebt, aber noch sind die Kneipen gewissermassen „trocken“ und nur einen Schritt vor dem Konkurs, da mit Alkohol in Göteborg nicht gespasst wird.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Januar 2014

Eingeschränktes Nachtleben in Göteborg hilft nicht gegen Gewalt

In einem Debattenbeitrag in der Göteborgs-Posten weisen zwei moderate Politiker darauf hin, dass das Schließen von Kneipen und Nachtklubs jeden Freitag um drei Uhr morgens in keiner Weise zur versprochenen geringeren Gewalt in der Stadt führte, jedoch im Gegenzug Arbeitsplätze vernichtete. Nach Analyse der beiden Politiker führt die Sperrstunde um fünf Uhr morgens in Stockholm zu weniger Gewalt als die weitaus frühere Sperrstunde in Göteborg, da man in Stockholm auf vorbeugende Maßnahmen setzt.


In der Tat vertritt Göteborg die Politik, dass der rot-grüne Stadtrat grundsätzlich besser informiert ist als die Besitzer von Kneipen, Nachtklubs oder auch die Bewohner der Stadt, die sich grundsätzlich gegen die frühe Sperrstunde aussprachen und rechtzeitig auf die wirtschaftlichen Einbussen aufmerksam machten. Allerdings gelang es Göteborg mit seiner Idee das Nachtleben in der Stadt ab drei Uhr morgens nahezu zum Erliegen zu bringen. In den Augen des Stadtrates geht man nicht wegen der Musik oder auch um mit Freunden zusammen zu sein aus, sondern um sich zu betrinken.

Auch touristisch gesehen ist die Entscheidung Göteborgs ein bedeutender Nachteil, da vor allem jüngere Besucher, die ein Wochenende in einer schwedischen Stadt verbringen wollen, immer mehr zu Stockholm als zu Göteborg greifen, denn für Besucher aus anderen europäischen Ländern beginnt die Nacht erst nach Mitternacht und geht dann bis in die Morgenstunden. Der Verlust gerade dieser jungen Gruppe an Touristen kann in Göteborg langfristig zu bedeutenden Einbussen aus dem europäischen Tourismus führen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 16. Februar 2013

Zwei Biersorten dominieren Göteborg

Obwohl Göteborg eine der interessantesten Bierstädte Schwedens ist in der sich mehrere Kleinbrauereien befinden, die eine reiche Auswahl an Biersorten hoher Qualität anbieten, ist es für die Besucher der Stadt nahezu unmöglich das Bier der Stadt zu trinken, denn kaum ein Restaurant und kaum eine Kneipe bieten die lokalen Produkte an, sondern greifen zu Carlsberg und Spendrups, den Produkten von zwei Großbrauereien, die den gesamten Markt in Schweden dominieren.

Obwohl nicht nachzuweisen ist, dass es in Göteborg in irgendeiner Weise zu Absprachen zwischen den Brauereien kam oder diese Druck auf ihre Kunden ausüben, ist es erstaunlich, dass ganze Straßenzüge jeweils nur die gleiche Marke anbieten, denn wer an der Linnégatan sucht, wird sich mit Spendrups zufrieden geben müssen und wer ein Bier an der Avenyn trinkt, erhält wie selbstverständlich Carlsberg. Eine plausible Erklärung für diese Situation kann weder der Verbraucherverband noch die Kneipen, Nachtclubs und Restaurants bieten.

Nur wer in Seitenstraßen Göteborgs sucht, kann nach langer Suche das Glück haben auch lokales Bier zu finden. Nicht sehr viel besser sieht es aus, wenn man in den staatlichen Systembolagen sucht, denn auch hier ist es nicht jedes Geschäft, das die lokalen Biersorten führt. Sicher kann man sich dort sein lokales Bier bestellen, aber da es etwa zehn Tage bis zur Lieferung dauert, ist diese Lösung für Besucher der Stadt kaum von Interesse. Selbstverständlich ist aber Brauereien der Direktverkauf verboten.

Herbert Kårlin

Samstag, 29. September 2012

Feiern mit bösem Erwachen in Göteborg

Wer in Göteborg bei einer Feier etwas zu viel trinkt, in der Schlange vor einer Kneipe unangenehm auffällt oder in anderer Weise die öffentliche Ordnung stört, muss nicht mehr unbedingt mit einer Nacht in der Zelle oder langen Verhören rechnen, sondern eher damit, dass er von der Polizei bis zu zehn Kilometer in die freie Natur transportiert wird und von dort aus seinen Weg zurückfinden muss. Pech ist nur, wenn der Betroffene zu betrunken ist um die Strecke gehen zu können oder ihm etwas zustößt.

Während früher vor allem stark angetrunkene Hooligans von dieser Methode betroffen waren, so kann es mittlerweile jeden treffen, der einem Polizeibeamten etwas suspekt vorkommt. Vor sechs Jahren zählte man im Västra Götaland insgesamt noch 360 dieser Fälle pro Jahr, aber mittlerweile stieg die Zahl bereits auf 1240 Personen an, was bedeutet, dass pro Nacht mindesten drei Personen irgendwo in der freien Natur von Polizisten ausgesetzt werden. Und die Tendenz ist weiterhin steigend.

Nach dem Polizeigesetz Paragraf 13 ist diese Methode vollkommen legal und kann von jedem Beamten nach freier Entscheidung angewandt werden, was natürlich auch dazu führt, dass es immer wieder zu irrsinnigen Entscheidungen kommt und der Gesetzeshüter Menschen, die eher Hilfe benötigen, Gefahren aussetzt. Nach dem schwedischen Staatsradio klagen auch immer mehr Betroffene darüber, dass sie bei diesen Fahrten Angst vor Misshandlung hatten und nicht erfuhren was die Beamten mit ihnen eigentlich vor hatten. Unklar ist natürlich auch wann das Gesetz eigentlich tatsächlich sinnvoll angewendet werden kann, was nur eine klare Untersuchung aller Fälle und eindeutige Regeln klären können.

Herbert Kårlin

Sonntag, 13. Mai 2012

Kein Alkohol nach Drei in Göteborg

Am letzten Donnerstag Nacht hat sich das Schicksal Göteborgs in Form eines sozialdemokratischen Coups gegen die 16 Kneipen und Nachtklubs der Stadt gewendet, die hofften auch in der Nacht von Freitag auf Samstag bis fünf Uhr Alkohol ausschenken zu dürfen, eine Genehmigung, die ohnehin nur sechs unter ihnen voll ausnutzten, da die anderen zehn bereits um vier Uhr schlossen. Mit nur 25 von 81 Stimmen drückten die Sozialdemokraten mit den Grünen ihren Vorschlag auf antidemokratische Weise durch und zeigten, dass Göteborg auch für Besucher keine Stadt mit Nachtleben sein soll.

Als nach einer zweistündigen Debatte des Stadtrats klar wurde, dass bei einer demokratischen Entscheidung der sogenannte Kompromissvorschlag der Sozialdemokraten unter Annelie Hultén keine Mehrheit erreicht, nutzte die Partei ihre Dominanz um bei der Endabstimmung nicht zwischen ihrem Vorschlag und dem mehrheitlichen Vorschlag der Opposition abzustimmen, sondern nur die Wahl zu bieten ob sowohl am Freitag als auch am Samstag um drei Uhr geschlossen werden muss oder nur am Freitag, nicht aber am Samstag.

Das Ergebnis war vorherzusehen, denn damit konnte die Minorität mit 25 Stimmen über die Zukunft der Sperrzeit entscheiden, also weniger als ein Drittel der Stimmberechtigten. Diese Situation zeigt vielen Göteborgern deutlich mit welchen Methoden die Stadt regiert wird und kann für Annelie Hulthén bei den nächsten Wahlen schwerwiegende Folgen haben, da letztendlich ihre Macht von den Wählern abhängt, die nicht gerne von einer fixen Idee einer Partei bevormundet werden will, selbst wenn sie die frühere Sperrstunde befürwortet.
Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. Mai 2012

Überraschung zur Sperrstunde in Göteborg

Auch wenn sich die Linken Göteborgs bei der letzten Abstimmung zur Sperrstunde enthielten, so ging der Göteborger Stadtrat dennoch davon aus, dass sich die Partei in dieser Woche bei der entscheidenden Abstimmung hinter die Sozialdemokraten stellen wird und dem Kompromiss zustimmt, dass Kneipen und Nachtklubs am Freitag weiterhin bis fünf Uhr morgens öffnen dürfen, am Samstag aber bereits um drei Uhr den letzten Alkohol ausschenken dürfen.

Nun haben die Linken deutlich erklärt, dass sie sich auch diese Woche enthalten werden, was bedeutet, dass die bisherigen Regelungen weiterhin gültig bleiben werden und die Sperrstunde nach wie vor erst um fünf Uhr morgens sein wird. Die Linken, die forderten, dass in Göteborg grundsätzlich nach drei Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf, argumentieren dabei, dass man bei Gesundheitsfragen keine Kompromisse machen kann und wenn bei einer Sperrstunde um drei Uhr weniger Gewalt vorkommt, so trifft dies auf beide Tage zu.

Auch wenn mit der Enthaltung der Linken die Entscheidung im Grunde gefallen ist und die mehrmonatige Diskussion damit vergessen werden kann, so spielen die Sozialdemokraten nun noch ein Pokerspiel. Sollten sich mehrere Ratsmitglieder gegen die Empfehlungen ihrer eigenen Partei stellen, so gibt es noch eine minimale Chance, dass der Kompromissvorschlag der Göteborger Sozialdemokraten doch noch die letzte Instanz nehmen kann. Ernsthaft rechnen damit tut jedoch kaum noch jemand in Göteborg.
Herbert Kårlin

Freitag, 20. April 2012

Die Revolte der Kneipen in Göteborg

Nachdem die Stadtverwaltung Göteborg nächste Woche endgültig über die zukünftigen Öffnungszeiten von Kneipen, Nightclubs und anderen nächtlichen Einrichtungen entscheiden wird und sich die Tendenz zeigt, dass die Öffnungszeiten in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf drei Uhr morgens begrenzt werden sollen, fordern die Besitzer der Einrichtungen nun, dass man ihre Argumente vor der Beschlussfassung zumindest anhört.

Der Sozialdemokrat Dario Espiga, der seit Monaten für eine Einschränkung der Öffnungszeiten bei Kneipen und Nachtklubs kämpft, hat bisher jedes Treffen mit den Besitzern der Einrichtungen verweigert und stützt sich bei all seinen Aussagen ausschließlich auf ein sehr umstrittenes Gutachten und die Aussagen der Polizei. Die Argumente der Betroffenen scheinen ihn nicht zu interessieren.

Die Besitzer der Nachtklubs fordern indes nichts Unmögliches, sondern jene, die bisher kaum Probleme hatten, wollen wissen, was Dario Espiga ihnen vorwirft und sie fragen sich, wie sie ein Milieu verbessern können, wenn der Verantwortliche Göteborgs sich hinter fadenscheinigen Argumenten verbirgt statt das Gespräch zu suchen. Ihrer Meinung kann dies nur darauf bauen, dass Dario Espiga eine klare Meinung hat und sich für eine demokratische Ordnung in Göteborg nicht interessiert.

Herbert Kårlin

Montag, 20. Februar 2012

Trotz weniger Gewalt sollen Kneipen in Göteborg früh schließen

Heute Abend wollen die beiden Sozialdemokraten Dario Espiga und Bengt-Arne Reinholdson beim Göteborger Stadtrat durchsetzen, dass im nächsten Jahr alle Kneipen, Nachtklubs und andere ähnliche Einrichtungen spätestens um drei Uhr morgens schließen müssen. Die Alkoholfeindlichkeit Espigas geht dabei so weit, dass er selbst statistische Daten verfälscht um sein Ziel zu erreichen.

Als Hauptargument wird von Dario Espiga und der Polizei die steigende nächtliche Gewalt an der Avenyn und den Seitenstraßen herangezogen, obwohl die Statistik der Polizei beweist, dass die Gewalt im Jahre 2011 an der Avenyn offiziell sogar rückläufig war. Espigas verweist auf andere Zahlen, die ihm von der Polizei zur Verfügung gestellt wurden. Er vergisst dabei jedoch zu erwähnen, dass es sich dabei um die gesamte Gewalt im Zentrum der Stadt handelt und daher keinerlei Aussagekraft besitzt, außer, dass überall in der Innenstadt nächtliche Gewalt vorkommt, nicht nur entlang der Avenyn, wo sich das Nachtleben abspielt.

Aber auch hier hat der Vorsitzende des Ausschusses, Bengt-Arne Reinholdson, der über die Öffnungszeiten von Nachtklubs in Göteborg berät, ein Argument, denn es handelt sich einfach darum, dass die Avenyn nachts ein Schlachtfeld sei und Gewaltübergriffe zu häufig wären (326 Belästigungen und Übergriffe im Jahr 2011). In den Diskussionen kommt nicht einmal die Frage auf, was Jugendliche wohl unternehmen, wenn eine Kneipe um drei Uhr schließt, denn man kann auch auf offener Straße weiterfeiern, in Schwarzclubs gehen oder in Wohnungen trinken, was die Gewaltübergriffe lediglich auf eine größere Fläche verteilt und auch die Polizei weitaus mehr beschäftigen wird.

Herbert Kårlin

Sonntag, 3. April 2011

Die Terrassen von Göteborgs Restaurants öffnen

Auch wenn bereits am 1. April die ersten der über 300 Restaurants, Bars, Cafés und Kneipen auf ihren Terrassen Kaffe, Bier und Essen servierten, so ist erst heute wirklich der Auftakt, der vor allem die Paradestraße Avenyn zu einer Attraktion für Sonnenliebhabern macht.

Dieses Jahr haben 385 Restaurants und Cafés bei der Stadtverwaltung den Antrag gestellt Tische und Stühle vor ihren Einrichtungen aufstellen zu dürfen, um im Freien Essen und Getränke bieten zu können. Dieses Jahr werden daher noch mehr Göteborger und Gäste der Stadt ihren Kaffee oder ihr Essen unter der strahlenden Sonne einnehmen können, insoweit der Wettergott gnädig ist.

Obwohl die Terrassen in Göteborg nur zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober erlaubt sind, so bringt der Betrieb im Freien sehr vielen Unternehmen die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes, was sicher daran liegt, dass die Bevölkerung Göteborgs sonnenhungrig ist und von Terrassen so lange und so oft wie möglich profitieren will.

Herbert Kårlin

Freitag, 11. Februar 2011

Polizei überwacht Kneipenmilieu in Göteborg

Nach polizeiinternen Dokumenten sind in Göteborg zehn Nachtklubs für die Mehrheit aller Schlägereien und krimineller Übergriffe verantwortlich, wobei alle zehn Unternehmen ein verlängerte Schankgenehmigung bis fünf Uhr morgens haben. Um gegen das permanente Problem in diesem Milieu anzukommen, greift die Göteborger Polizei nun zu neuen Maßnahmen.

Das Personal für Einsätze in Kneipen- und Nachtklubmilieu wird nun verdoppelt und die Aktivität der Polizei dehnt sich zukünftig vor allem auf Arbeit innerhalb der Räume der Unternehmer aus, was sowohl die Besitzer der Nachtklubs zu mehr Aufmerksamkeit zwingt, als auch Gewalt unter Besuchern verhindern soll.

Ein Teil der Aktivität wird nach wie vor in uniformierter Weise stattfinden. Gleichzeitig werden Zivilpolizisten als Gäste anwesend sein, die während einiger Stunden die Wachen an den Türen und die Bedienung überwachen können, aber auch beobachten, ob zerbrochenes Glas liegen bleibt, Erbrochenes auf den Toiletten zu finden ist oder bereits Angetrunkene weiterhin Alkohol ausgeschenkt bekommen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Dezember 2010

Immer mehr Nachtklubs und Kneipen in Göteborg ohne Schrankgenehmigung

Die Avenyn gilt in Göteborg als Zentrum für Nachtklubs, Kneipen und Restaurants, was mehrere Vermieter, Vereinigungen und auch die Stadt als unausgeglichen betrachten. Sie befürchten, dass damit der Nobelruf der Avenyn zerstört wird. Den stärksten Kampf gegen die Einrichtungen dabei führt das Amt, das zuständig für Schankgenehmigungen ist.

Mats Jönsson, der Besitzer des Nachtklubs Styrbord Babords, dem jüngst, wie auch Jameson Pub, die Schankgenehmigung entzogen wurde, spricht gar von einer Hexenjagd auf die Besitzer der Vergnügungseinrichtungen an der Avenyn und weist die Leiterin des Amtes, Anneli Silvander, als Verantwortliche aus, die das kleinste Detail sucht, um Einrichtungen an der Avenyn schließen zu können.

Anneli Silvander verweist als Verteidigung auf die gültigen Gesetze an die sich Besitzer aller Nightclubs, Kneipen und Restaurants halten müssen, vergisst dabei jedoch, dass Göteborg als die schwedische Stadt mit Null Toleranz gilt, was Alkoholausschank und Lebensmittelkontrollen gilt, was auch alle ausländischen Teilnehmer am Göteborger Kulturkalas und den Göteborger Weihnachtsmärkten bestätigen und zahlreiche Aktivitäten in Göteborg bremst.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. Oktober 2010

Jeden Monat 100 Überfälle in Göteborg

Im Durchschnitt werden in Göteborg jeden Monat 100 Personen überfallen und beraubt und dies, obwohl die Polizei seit Frühjahr daran arbeitet insbesondere die Anzahl an diesen nächtlichen Überfällen zu reduzieren. Da die Täter jedoch in der Regel ihre Opfer und die Umgebung jeweils vorher beobachten, konnte die Polizei bisher keine bedeutenden Erfolge verzeichnen.

Über die Hälfte aller Überfälle verzeichnet man im Zentrum Göteborgs und nahezu die Hälfte der oft bewaffneten Raubüberfälle geschehen am Samstag und Sonntag zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr morgens. Zu den gefährlichsten Stellen gehören dabei die Vasagatan und die Umgebung des Hauptbahnhofs.

Nahezu alle Überfälle erfolgen nach dem gleichen Muster. Wenn Männer im Alter zwischen 18 und 30 nachts eine Kneipe oder einen Nightclub verlassen, wurde entweder bereits beim Zahlen an der Theke oder einer Imbissstelle außerhalb der Einrichtung, beobachtet, ob sie Bargeld in der Tasche haben. Anschließend folgt ihnen der Täter bis zu einer dunklen oder menschenleeren Stelle um dann zum Angriff zu gehen.

Herbert Kårlin

Samstag, 19. September 2009

Göteborgs Kampf gegen kriminelle Banden auf Motorrädern

Wenn es nach Annelie Silvander (Amt für Alkoholausschank) und den Polizeibehörden Göteborgs geht, so beginnt ein neuer Kampf gegen das Bandentum in Göteborg. Restaurants und Gaststätten sollen die Genehmigung Alkohol zu servieren nur noch bekommen wenn sie jeden Gast abweisen, der eine der typischen Jacken mit Emblem der Motorradclubs trägt.

Das Ziel dieser Aktion ist auf zwei Seiten zu sehen. Zum einen sollen die gewünschten Gäste in Ruhe und ohne Angst ihr Essen oder auch nur ihr Starkbier genießen können, und zum anderen sollen die Besitzer oder Geschäftsführer von Restaurants mit rechtlichen Mitteln einen Besucher oder Sympathisant von Hells Angels, Bandidos, X-Team oder einer der anderen Gruppierungen abweisen können.

Die Restaurantbesitzer Göteborgs begrüßen natürlich jede Maßnahme gegen organisierte Kriminalität in der Kneipen- und Restaurantszene, sind sich jedoch über den Erfolg dieser Maßnahme uneinig, zumal die Aktivität der Motorradgangsin den letzten Jahren in mehreren Stadtteilen bereits erheblich zurückging. SHR, der Verband der Restaurant- und Gaststättenbesitzer warten nun auf die Stellungsnahme der Stadtregierung, bevor sie sich genauer äußern wollen.

Weitere Informationen zum Thema über:
Västar förbjuds på krogen

Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. September 2009

Schwere Zeiten für Restaurantbesitzer in Göteborg

Göteborg ist die einzige Stadt Schwedens, die seit diesem Jahr jeden Besitzer oder Geschäftsführer eines Restaurants und einer Kneipe mit den Registern der Polizeibehörde abgleicht. Ziel ist es, die Geschäftsführer oder Besitzer herauszufinden, die in irgendeiner Weise vorbestraft sind, da Vorbestrafte in Schweden kein Recht erhalten in ihren Lokalen Alkohol auszuschenken.

In der Regel kann es ausreichen einmal mit einem zu hohen Alkoholspiegel in eine Polizeistreife zu geraten um, unter Umständen, seine Lebensgrundlage zu verlieren. Natürlich sind in Göteborg 99% der Betroffenen blütenrein und trinken nie auch nur ein Glas Wein bevor sie sich ans Steuer setzen, aber dennoch wurden dieses Jahr bereits fünf Personen in der Branche gefunden, die sich einmal mit Alkohol ans Steuer setzten.

Während die städtische Behörde, das Finanzamt und die Polizeibehörden diese systematische Kontrollmaßnahme als notwendig betrachten bleibt sie nicht ohne Kritik des schwedischen Verbandes der Hotel- und Restaurantbesitzer SHR, die zwar permanente Kontrollen befürworten, es jedoch für übertrieben halten, dass ein Restaurantbesitzer nicht ein einziges Mal 0,2 Promille bei einer Kontrolle überschreiten darf während Ärzte selbst nach Verurteilung und 1,4 Promille weiter praktizieren können.

Weitere Informationen zum Thema bei
Hårdare koll av krogarna

Herbert Kårlin

Samstag, 15. August 2009

Neue Schritte in der Bekämpfung der Göteborger Kriminalität

Wie in fast jeder Europäischen Stadt verkehren kriminelle Banden in von der Polizei bekannten Kneipen und Restaurants, wobei die gleichen Banden oft auch für Schutzgebühren bei diesen Geschäftszweigen zeichnen. In Göteborg nennen die Behörden in diesem Rahmen vor allem die Bandidos und die Hells Angels.

Der offizielle Kampf gegen diese beiden Banden beschreitet in Göteborg nun neue Wege, die auch von anderen Städten bereits mit großem Interesse verfolgt werden. Die Behörden entziehen Kneipen und Restaurants, die nach polizeilichen Ermittlungen von einer größerer Anzahl an Hells Angels oder Bandidos besucht werden verlieren ihre Schanklizenz und damit eine ihrer bedeutendsten Einnahmequellen.

Diese Maßnahme führte in Göteborg bereits zu zwei Verfahren, die mittlerweile in der nächst höheren juristischen Instanz abgehandelt werden. Bleiben die Entscheidungen der Göteborger Behörden rechtlich gültig, so ist jede Kneipe und jedes Restaurant in Göteborg gezwungen sich seine Gäste genauer anzusehen und Mitglieder von Bandidos oder Hells Angels grundsätzlich abzuweisen.

Weitere Informationen zum Thema bei
Gängkoppling = nej till sprit

Herbert Kårlin