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Dienstag, 24. Juni 2014

Bombendrohung in Göteborg

Als gestern um 11 Uhr 40 der erste von zwei Anrufen mit einer Bombendrohung bei der Polizei in Göteborg einging, handelte es sich bereits um die zweite Drohung dieser Art in kürzester Zeit, die dazu führten, dass der Hauptbahnhof Göteborgs evakuiert werden musste und Zugreisende mit langen Verspätungen rechnen mussten. Allerdings zeigt sich die Polizei im gestrigen Fall sehr verschwiegen darüber warum die Drohung ernst genommen wurde, denn an Drohungen ist man dort gewöhnt.

Im gestrigen Fall gab der Anrufer an, dass in einem der Eisenbahnwagen des Öresundzuges (Öresundståg) nach Malmö eine Tasche mit einer Bombe liegen würde. Als die Sprechstofftechniker der Polizei, nachdem der Zug evakuiert und das Gebiet weitläufig abgesperrt war, tatsächlich eine entsprechende Tasche fanden, wurde der gesamte Bahnhof geräumt damit die Tasche gesprengt werden konnte, die, wie es sich anschließend zeigte, keinerlei Sprengstoff enthielt.

Die Polizei will nach wie vor wenig über die Anrufe, die von zwei verschiedenen Stellen kamen, berichten, noch über den Inhalt der Tasche oder warum ausgerechnet diese beiden Anrufe zu einem Einsatz führten und verweist auf laufende Ermittlungen. Veolia, der Betreiber des Zuges, erklärt, dass die Firma in keiner Weise bedroht wurde und daher vermutlich andere Motive hinter der Bombendrohung liegen.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 10. Mai 2014

Hauptbahnhof in Göteborg unter Denkmalschutz

Noch bevor Jernhusen, der Besitzer der Umgebung des Hauptbahnhofs Göteborgs, einen ultramodernen Stadtteil entwickeln kann, der auch den Hauptbahnhof verwandeln sollte, hat sich die Regionalregierung dazu entschlossen den Centralen, den Hauptbahnhof Göteborgs, unter Denkmalschutz zu stellen und damit ein weiteres historisches Bauwerk der Stadt zu bewahren, das eine wichtige Rolle in der Entwicklung Göteborgs spielte. Inwieweit davon auch der Umbau der Eisenbahnlinie im Rahmen des Infrastrukturpaketes der Stadt betroffen sein wird, ist bisher unbekannt.


Nach der Entscheidung der Regionalregierung muss der Hauptbahnhof Göteborgs, der nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie Göteborg - Jonsered am 1. Dezember 1856 gebaut und 1858 eingeweiht worden. Geschützt konnte allerdings nur noch der äußere Teil des Gebäudes werden, denn im Inneren waren in den folgenden Jahrzehnten mehrere Teile, insbesondere nach einem bedeutenden Brand, umgebaut worden. Der Schutz des Inneren reicht daher nur bis zu den Veränderungen im Jahre 1923 zurück, wobei natürlich die bewegliche Einrichtung als solches verändert werden darf.

Nach der Entscheidung der Regionalregierung des Västra Götalands darf der Göteborger Hauptbahnhof, zumindest ohne Genehmigung der Regionalregierung, nicht demoliert werden, nicht verlagert werden und muss im gegenwärtigen Zustand erhalten bleiben, was sich auch auf die schmiedeeisernen Armaturen und die Uhr zu den Bahnsteigen erstreckt. Selbst die Aufteilung der Wartehalle und die festen Einrichtungen dürfen nicht mehr verändert werden. Der Architekt Adolf Wilhelm Edelsvärd hatte den älteren Teil des Hauptbahnhofs an der Stelle der früheren Bastion Johannes Rex gebaut, die nahezu unmittelbar nach der Gründung der Stadt durch Gustav II. Adolf gebaut worden war.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 29. Dezember 2013

Der Göteborger Hauptbahnhof muss verschwinden

Wer den von Adolf Wilhelm Edelsvärd gebauten und im Jahre 1858 eröffneten Hauptbahnhof Göteborgs, der auf einer der bedeutendsten ursprünglichen Befestigungen des Stadt gebaut wurde, noch einmal sehen will bevor er endgültig der Vergangenheit angehören wird, hat nur noch wenig Zeit, denn nach Göteborger Ideologie muss alles, was nicht nach moderner Großstadt aussieht, verschwinden, so auch die Centralstationen.


Wer bisher dachte, dass der Västlänken mit seiner unterirdischen Eisenbahnlinie das Stadtbild erhalten würde, hat sich getäuscht, denn der Hauptbahnhof Göteborgs muss, nach Meinung des staatlichen Unternehmens Jernhusen, nicht nur eine unterirdische Bahnstation für Pendelzüge enthalten, was bedeutet, dass die dortigen Parkplätze verschwinden, sondern es muss groß gedacht werden, denn hier benötigt man Geschäfte, Wohnungen und einen Bau, der Göteborg mit Weltstädten wie Paris, London oder auch New York auf die gleiche Karte setzt.

Nach den Ideen, die sich bereits im Mai 2014 in Pläne verwandeln damit so schnell wie möglich mit dem Bau begonnen werden kann, wird das neue Gebäude nicht nur in die Breite gehen und einen Teil der Haltestellen für Busse vernichten, sondern man denkt auch bis zu 24 Stockwerke in die Höhe zu bauen. Nach den Ideen von Jernhusen muss die Centralstationen das Zentrum Göteborgs werden, das die Stadt mit der Insel Hisingen verbindet, aber auch das Ufer des Göta älv interessanter macht und den Zugang zu allen Stadtteilen erleichtert.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 17. Dezember 2013

Züge müssen in Westschweden langsamer fahren

Das westschwedische Amt für Schienenverkehr hat mit sofortiger Wirkung und ohne vorherige Ankündigung entschieden, dass Züge auf fünf verschiedenen Strecken ab sofort langsamer fahren müssen damit die Sicherheit der Passagiere weiterhin gewährleistet wird. Ohne diese Maßnahme wäre es möglich, dass es in absehbarer Zeit zu Entgleisungen kommt und Passagiere verletzt oder gar getötet werden.


Diese Änderung bedeutet, dass auf den fünf Linien sämtliche Züge bis auf weiteres Verspätungen von mindestens 40 bis 45 Minuten aufweisen, was Personen in Randgebieten Göteborgs dazu zwingt völlig neu zu planen wenn sie rechtzeitig zur Arbeit kommen wollen oder auch auf Verbindungen angewiesen sind. In einigen Fällen wird es die kommenden Monate auch dazu kommen, dass Züge kurzfristig ganz eingestellt werden.

Diese plötzliche Behinderung war indes lange vorherzusehen, da die fünf Strecken seit Jahren nur notdürftig unterhalten wurden. Die kommenden Monate werden nun alle fünf Strecken wieder auf modernen Stand gebracht, auch wenn unbekannt ist wie lange diese Arbeiten dauern werden. Um an den Hauptstrecken Verspätungen zu reduzieren, werden voraussichtlich auf Teilstrecken auch Busse eingesetzt. Problematisch könnte jedoch sein, dass für sämtliche Arbeiten nur 250 Millionen Kronen zur Verfügung stehen, weitaus weniger als notwendig sind um alle Problemstellen zu reparieren oder zu modernisieren.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 7. November 2011

Schwarztaxis werden in Göteborg kontrolliert

Gegenwärtig fahren in Göteborg rund 100 Schwarztaxis, die ihre Kunden insbesondere an der Avenyn oder dem Hauptbahnhof suchen und jährlich einen Umsatz von mehreren Millionen Kronen machen. Da mittlerweile jede Woche auch Übergriffe von Fahrern der Schwarztaxis gemeldet werden, arbeiten nun mehrere Organisation zusammen um diese Aktivität zu bekämpfen.

Dieses Wochenende unternahmen Polizei, Finanzamt, Versicherungskasse, Sozialamt und Gerichtsvollzieher gemeinsam Kontrollen von verdächtigen Fahrzeugen und konnten dabei mehrere der illegalen Taxifahrer ausfindig machen, was in zahlreichen Fällen auch zu rechtlichen Folgen von Seiten der beteiligten Ämter führen wird.

Die Polizei konnte an diesem Wochenende drei Fahrer vernehmen, die ein illegales Taxifahren zugaben und der Gerichtsvollzieher konnte zwei Fahrzeuge direkt pfänden, da die Fahrer erhebliche Steuerschulden hatten. Aber auch das Sozialamt und die Versicherungskasse waren mit dem Einsatz zufrieden, da einige der Fahrer staatliche Gelder kassierten, obwohl sie gleichzeitig einer beruflichen, wenn auch illegalen, Tätigkeit nachgingen.

Herbert Kårlin

Samstag, 25. Juni 2011

Mietfahrräder in Göteborg im Aufwind

Nur im Mai dieses Jahres wurden die Mietfahrräder des Göteborger Systems Styr och Ställ rund 22.000 Mal ausgeliehen. Da man mit einer Jahreskarte von 250 Kronen von Mai bis Oktober für jeweils 30 Minuten ein Fahrrad ausleihen kann, sind es vor allem Pendler, die am Göteborger Hauptbahnhof ankommen, die dann ein Fahrrad vom Bahnhof zur Arbeit und zurück leihen.


Damit das System auch für die Touristen Göteborgs interessant sein soll, hat die Stadt nun auch Drei-Tages-Tickets für zehn Kronen eingeführt. Da man auch bei diesen Tickets das Fahrrad alle 30 Minuten wechseln muss, oder aber erhebliche Zusatzkosten einrechnen sollte, liegen hierzu noch keinerlei Ergebnisse vor.

Auch wenn das Bezahlsystem mittlerweile vereinfacht wurde und man nicht mehr über eine Garantiesumme verfügen muss, sowie die Karten an den Leihstellen erworben werden können, bleiben noch Probleme zu lösen, da die Automaten bisher nicht jede Kreditkarte akzeptieren. Die Betreiber wissen bisher jedoch noch nicht, um welche Karten es sich dabei handelt.

Herbert Kårlin

Montag, 28. März 2011

Die Göteborger Partei Vägvalet bietet Alternative zum Västlänken

Während eines Seminars mit verschiedenen Fachkräften für Verkehrsfragen bot die Göteborger Partei Vägverket, die gegründet wurde um die geplante Maut in Göteborg zu kippen, Alternativen zum kostenaufwendigen Västlänken, der die Stadt für viele Jahre in die größte Baustelle Schwedens verwandeln soll.

Die vermutlich optimalste Alternative ist der Bau einer Wendeschleife um den Hauptbahnhof und die Anwendung des Lisebergs-Bahnhofs statt dem Bau eines neuen Bahnhofs unter dem Verkehrsknotenpunkt Korsvägen. Diese Alternative würde nur rund 30 Prozent der geplanten Kosten verlangen und könnte in weitaus kürzer Zeit fertig gestellt werden.

Auf die Frage, ob dieser Vorschlag nicht zu spät kommt, da sich der Göteborger Stadtrat bereits für den Västlänken entschieden hat, sagt Theo Papaioannou, dass die Göteborger Regierung jederzeit neue Vorschläge aufgreifen kann und verweist auf den Volksentscheid zur Kernenergie, die in Schweden nach 30 Jahren von der Regierung für ungültig erklärt wurde.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. Oktober 2010

Jeden Monat 100 Überfälle in Göteborg

Im Durchschnitt werden in Göteborg jeden Monat 100 Personen überfallen und beraubt und dies, obwohl die Polizei seit Frühjahr daran arbeitet insbesondere die Anzahl an diesen nächtlichen Überfällen zu reduzieren. Da die Täter jedoch in der Regel ihre Opfer und die Umgebung jeweils vorher beobachten, konnte die Polizei bisher keine bedeutenden Erfolge verzeichnen.

Über die Hälfte aller Überfälle verzeichnet man im Zentrum Göteborgs und nahezu die Hälfte der oft bewaffneten Raubüberfälle geschehen am Samstag und Sonntag zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr morgens. Zu den gefährlichsten Stellen gehören dabei die Vasagatan und die Umgebung des Hauptbahnhofs.

Nahezu alle Überfälle erfolgen nach dem gleichen Muster. Wenn Männer im Alter zwischen 18 und 30 nachts eine Kneipe oder einen Nightclub verlassen, wurde entweder bereits beim Zahlen an der Theke oder einer Imbissstelle außerhalb der Einrichtung, beobachtet, ob sie Bargeld in der Tasche haben. Anschließend folgt ihnen der Täter bis zu einer dunklen oder menschenleeren Stelle um dann zum Angriff zu gehen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 23. Februar 2010

Die Schneelast wird zur Gefahr in Göteborg

Schneemassen wie sie seit 1967 nicht mehr in Göteborg gesehen wurden, bedrohen nun zahlreiche Dächer der Stadt. Nachdem am Montag eines der Dachfenster des Hauptbahnhofs brach und eine Person verletzt wurde, musste etwa die Hälfte des Bahnhofs abgesperrt werden. Welches Risiko das Dach des Bahnhofs in sich birgt müssen nun Fachleute klären.

Die meisten Sporthallen Göteborgs wurden bis vorerst Mittwoch ebenfalls gesperrt, nachdem mehrere Hallendächer Schwedens unter der Schneelast bereits nachgaben und zahlreiche Verletzte mit sich führten. Alle geschlossenen Hallen können erst wieder nach der Räumung des Schnees und einem Besuch eines Gutachters wieder geöffnet werden.

Am Montag Nachmittag musste auch der Speisesaal des Östra Sjukhusets (Ostkrankenhaus) in Göteborg geräumt werden, da sich das Dach unter den Schneemassen zu biegen begann. Bisher kann niemand sagen, was geschieht, wenn es weiterhin schneit und niemand weiß zur Zeit wie viele der bisherigen Schäden auf Baupfusch zurückzuführen sind.

Herbert Kårlin

Freitag, 27. November 2009

Das denkmalgeschützte Centralposthuset in Göteborg wird ein Luxushotel

Die Investoren des zukünftigen Luxushotels im denkmalgeschützten Centralposthuset in Göteborg können aufatmen, denn der Stadtrat hat in ihrer jüngsten Sitzung dem Umbau, Ausbau und Anbau des Gebäudes sein Jawort gegeben. Nach mehreren Jahren an Diskussionen darf nun der Drottningtorget am Göteborger Hauptbahnhof seiner neuen Bestimmung entgegensehen.

Während das aktuelle Gebäude in seiner Substanz nicht verändert werden darf, dürfen die Bauherren nur vor dem Hotel, also auf dem Drottningtorget ihre Einrichtungen für Restaurant, Café und Hotelanfahrt errichten, was zwar über 100 Parkplätze kostet, das Verlegen der Bushaltestellen notwendig macht und die Sicht auf das Bauwerk reduziert oder verhindert, aber die Bausubstanz erhält.

Im dahinter liegenden Garten wird ein 14-stöckiges Hochhaus errichtet, so dass das zukünftige Luxushotel über 550 Zimmer verfügen wird. Die Hotelbesitzer wollen von der Lage am Hauptbahnhof profitieren und setzten neben der Unterkunft auf Konferenzanlagen für bis zu 1000 Personen, ebenfalls für ein ausgewähltes Publikum.

Die Stimmen in Göteborg sind über diese Entscheidung geteilt, denn auf der einen Seite ist der heutige Drottningtorget wenig attraktiv und die Gegend um den Zentralbahnhof weist den höchsten Fahrraddiebstahls Göteborgs auf, was für eine Erschließung des Platzes spricht, aber auf der anderen Seite wird das Hotel den anderen Hotels auf den gegenüberliegenden Seiten des Drottningtorget die Kunden wegnehmen und die Konferenzaktivitäten in Göteborg sind ebenfalls auf ihrem Tiefpunkt. Es bestehen daher Zweifel, dass das neue Hotel auch neue Arbeitsplätze schaffen wird oder die gleiche Anzahl an Arbeitskräften an anderen Stellen Göteborgs vernichtet.

Herbert Kårlin

Freitag, 18. September 2009

Wireless surfen in Göteborg ist Glücksache

Das städtische Gothnet (Gothenburg Wireless) und die britische Firma The Cloud versprechen, gegen entsprechende Gebühren, dass man von der Innenstadt Göteborgs aus jederzeit drahtlos surfen kann. GP hat nun die Leistungen dieser beider Anbieter, die immerhin bis zu 6 Euros pro Surfstunde verlangen, mit einem iPod und zwei Laptops getestet.

Das Ergebnis ist niederschmetternd, denn außer am Hauptbahnhof ist die versprochene Leistung nur im Traum zu erhalten. Die auf der Karte angegebenen Gebiete Gustaf Adolfs torg, Svenska Mässan, Järntorget und der Stenaterminalen bieten selbst dem stärksten Computer mit der besten Ausrüstung keine Verbindungsmöglichkeit, eben so wenig wie die Feskekôrkan.

Aber selbst an den Stellen wo man sich einkoppeln konnte war kaum eine Geschwindigkeit von über 2 Mbit/s zu erreichen. An einigen Stellen konnte man selbst ein Netzwerk finden, aber leider konnte man darauf, trotz Bezahlung, nicht zugreifen. Ein Glück, dass es in Göteborg die Bibliothek gibt, wo Besitzer der Lesekarte einen kostenlosen Zugang zum Netz finden können.

Herbert Kårlin

Montag, 17. August 2009

Västtrafik diskriminiert mit neuem Kartensystem die Touristen Göteborgs

Wenn früher ein Tourist an einem der Flughafen oder dem Hauptbahnhof in Göteborg ankam, so konnte er ohne jedes Problem beim Busfahrer einen Fahrschein lösen und anschließend überlegen, ob er Einzelfahrscheine beim Fahrer löste oder sich die 100-er Karten beschaffte.

Västtrafik hatte jedoch seine futuristischen Ideen und begann den Fahrscheinverkauf beim Fahrer (Straßenbahn und Bus) einzustellen. Schließlich konnte man sich ja seinen Fahrschein per SMS bestellen oder eine 100-er Karte beschaffen. Für Göteborger war dies auch tatsächlich eine Lösung, wenn die Stadt nur nicht auf Tourismus setzen würde. Ausländische Mobiltelefone konnten für den Kartenverkauf leider nicht herhalten und an Flugplätzen und am Bahnhof gab es auch keine 100-er Karten, falls man in Säve landete oder zur falschen Uhrzeit ankam. Vielleicht war die Denkweise von Västtrafik, dass es doch auch Taxis gibt und Mietwagen und Busse ohnehin nur für Göteborger seien.

Im Oktober wird die Situation für Touristen, die ohnehin nicht wissen was Kollektivverkehr in Göteborg bedeutet noch um eine Hürde bereichert. Es gibt nun namensbezogene Pfandkarten, die alles vereinfachen. Man bezahlt einen Einsatz für eine Karte, ladet sie mit einem bestimmten Betrag und kann dann in aller Ruhe die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Västtrafik vergisst dabei nur, dass die Besucher Göteborgs, falls sie mit einem ausländischen Pass die Karte überhaupt erhalten, diese Karte erst einmal kennen müssen und ihnen bei Ankunft am Bahnhof oder Flughafen - egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit - auch zugängig sein muss, denn Västtrafik will ja wohl seine Besucher nicht diskriminieren oder zum schwarz fahren zwingen.

Weitere Informationen zum Thema bei
Nätkritik skrämmer inte Västtrafik

Herbert Kårlin