Posts mit dem Label GP werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label GP werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 1. Januar 2014

Göteborgs-Posten schließt das Jahr mit einem Feuerwerk

Gestern pünktlich um 17 Uhr läutete die Tageszeitung Göteborgs-Posten auch dieses Jahr wieder, etwas im voraus, das Neue Jahr mit einem groß angelegten Feuerwerk ein, das man von nahezu jedem Standort der Stadt aus sehen konnte, auch wenn man das Kai vor der Göteborger Oper als die Loge für die prächtige Veranstaltung betrachtet an derm jedes Jahr hunderte von Göteborgern auf den magischen Moment warten.


Zehn Personen haben sich drei Wochen lang auf diese Lichtershow vorbereitet um synchronisiert 700 verschiedene Feuerwerkskörper im Gesamtwert von rund 250.000 Kronen innerhalb von elf Minuten in den relativ fast wolkenfreien Himmel zu schießen. Um das Publikum nicht zu enttäuschen, wurde ein vollkommen neues Lichterwerk konzipiert, das möglicherweise das größte Feuerwerk Schwedens ist.

Die einzige Frage, die sich dabei stellt, ist jedoch, ob die Fotografen, Journalisten und anderen Mitarbeiter, die wegen Sparmaßnahmen die Göteborgs-Posten im Laufe des Jahres 2013 verlassen mussten, ebenfalls davon begeistert waren, dass in so kurzer Zeit so viel Geld verbrannt wurde. Die Herausgeber sehen dies allerdings so, dass mit dem Feuerwerk so vielen Menschen eine Freude bereitet wurde, dass jede Kritik unsinnig sei.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 11. September 2013

Göteborger Koch erregt landesweit Aufsehen

Der Göteborger Koch Leif Mannerström veröffentlichte in der Tageszeitung GP in Form eines Debattenartikels seine Idee, die die Küche in Altersheimen verbessern kann und konnte mit seiner Idee so vielen Personen aus dem Herzen sprechen, dass der Beitrag  innerhalb von zwei Tagen über 14.000 Mal über Twitter und Facebook verteilt wurde und damit zu einem der meist verteilten Artikel der Göteborger Tageszeitung wurde.

Leif Mannerström bezog sich auf eine Fernsehreportage, die ein Altersheim zeigte in dem das Essen unzumutbar war und mit Sicherheit nicht von den Angestellten gegessen wurde, die es an ihre Gäste verteilten. Mannerström schlug deshalb vor, dass alle, die im Reichstag sitzen einen Monat lang das gleiche Essen serviert bekommen sollen wie die Bewohner des Altersheims, damit sie sich endlich Gedanken darüber machen was würdiges Altern bedeutet, denn gutes Essen zu servieren ist nicht unbedingt die Frage von Geld, sondern eine Frage des Engagements und der Wahl der Mitarbeiter.

So stark die Bevölkerung auch von Mannerströms Beitrag berührt war, auf die Antwort eines einzigen Politikers wartet der Koch immer noch, denn selbst die Lokalpolitiker Göteborgs hüllen sich in ein eisernes Schweigen. Nach Mannerström ist dies allerdings logisch, denn nach ihm halten es die Politiker des Landes für völlig ausgeschlossen selbst alt zu werden und in ein Heim zu kommen. Ein solcher Gedanke wird im Gehirn eines Politikers einfach blockiert.

Herbert Kårlin

Sonntag, 30. Juni 2013

Städtische Verkehrsbetriebe loben Ausländer

Nach der Tageszeitung GP loben die städtischen Verkehrsbetriebe Göteborgs, Västtrafik, die ausländischen Gäste der Stadt für ihr Verhalten, denn bei den bisherigen Kontrollen hatten fast alle unter ihnen einen gültigen Fahrschein und falls es dennoch zu einer Geldbuße wegen Schwarzfahren kam, so haben bisher alle Betroffenen die Gebühren per Überweisung aus dem Ausland bezahlt, eine Situation von der man bei Schweden nur träumen kann.

Nach Västtrafik ist es für Touristen auch kein Problem an einen Fahrschein zu kommen, da die Göteborger Verkehrsbetriebe über vier eigene Verkaufsstellen und 142 zusätzliche Abgabestellen im Bereich Göteborgs verfügen und die Information über Preise und Verkaufsstellen als ausgezeichnet betrachtet werden muss, was deutsche, französische und spanische Besucher allerdings nicht unbedingt feststellen.

Sicher ist, dass ausländische Gäste alles richtig machen wollen und bereit sind zu bezahlen, aber viele sind hilflos wenn sie mit Stena Line, Bus oder Zug in Göteborg ankommen, denn die Informationen gibt es nur in schwedischer und englischer Sprache und an nicht einer Haltestelle findet man den Hinweis auf die nächstmögliche Verkaufsstelle, ein Problem, das sehr leicht zu beheben wäre und auch in mehreren Sprachen sinnvoll sein kann. Glücklicherweise sind auch einige Busfahrer so freundlich und erklären den Gästen, dass sie nicht im Bus bezahlen können und laden sie zu einer ersten kostenlosen Fahrt ein.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Montag, 18. März 2013

Göteborger fühlen sich in ihrer Stadt nicht sicher

Obwohl die Politiker Göteborgs das städtische Unternehmen Trygg gründeten, das die Stadt in ein Gebiet verwandeln soll in dem man sich sicher fühlt und Gemütlichkeit findet, zeigt die Statistik, dass die Göteborger mehr Angst vor einem Übergriff oder einem Überfall haben als die Bewohner Stockholms, obwohl in Stockholm die Statistik eine höhere Kriminalität ausweist und weitaus mehr Raubüberfälle zählt als Göteborg.

Der Stadtrat, allen voran der Sozialdemokrat Dario Espiga, erklärte gegenüber der Göteborger Tageszeitung GP, dass man die Ursachen für das Gefühl der Unsicherheit suchen muss und dann Wege finden wird um diese Angst abzubauen. Die Ursache der Angst der Göteborger suchen die Politiker der Stadt verschiedener Schattierung bei den vielen Grünanlagen der Stadt und natürlich der Berichtserstattung der Presse, die, in ihren Augen, diese Angst provoziert indem jeder Überfall auf der ersten Seite landet.

Dario Espigas und Jonas Ransgård sehen ein sicheres Göteborg im Ausbau des Überwachungssystems durch Kameras, damit man die Täter ausfindig machen kann statt sich wirklich an die Ursache der Probleme zu machen, denn die Unsicherheit der Göteborger entsteht durch kaum beleuchtete Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen, da die Stadt Energie sparen will - und die Bürger haben Angst vor menschenleeren Plätzen auf denen man nachts nie einen Polizisten patrouillieren sieht, da diese Plätze mit Autos nicht anzufahren sind.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Februar 2013

Papiere zum Kauf der Rost-Straßenbahnen bleiben heimlich


Als die Tageszeitung GP (Göteborgs Posten) die Unterlagen einsehen wollte auf Grund derer die rostenden Straßenbahnen des italienischen Unternehmens Ansaldobreda gekauft wurden, machten die Journalisten eine seltsame Entdeckung, denn sie durften, nach sehr langen Diskussionen nur die Unterlagen zur Ausschreibung einsehen, da alle Verträge, Übereinkünfte und selbst der endgültige Preis als Top Secret behandelt werden und nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden dürfen, so der Wunsch der städtischen Politiker.

In einem Land, in dem jede öffentliche Handlung, bis auf wenige Ausnahmen, öffentlich zugänglich sein muss, gibt diese Geheimniskrämerei zu denken, zudem die Journalisten feststellten, dass beim ersten Angebot andere Anbietet billiger waren als das italienische Unternehmen Ansaldobreda und ein, etwas teureres Angebot, weitaus besser war. Es stellt sich deshalb die Frage warum nicht Siemens, Alstrom oder auch Fiat den Auftrag erhielten, sondern ausgerechnet Ansaldobreda. Und es stellt sich die Frage, warum immer neue Wagen gekauft wurden, obwohl bereits die erste Lieferung nur Probleme verursachte.

Wenn man die Liste der bisherigen Probleme auflistet, so stellt man jedenfalls fest, dass dieser Kauf der unsinnigste war, den die Stadt in den letzten Jahrzehnten tätigte. Nur zwölf der anfangs 40 bestellten Straßenbahnen kamen innerhalb der angegebenen Frist und bei diesen musste die Klimanlage sowohl für den Sommerbetrieb als auch für den Winterbetrieb ergänzt werden, da sie nicht für die Göteborger Verhältnisse angepasst war, Reserveteile waren über Jahre hinweg kaum zugänglich, die Türen müssten geändert werden, die Rampen für Rollstühle mussten verstärkt werden, die Batterien verursachten Probleme beim Bremsen und bis zur Entdeckung der Rostschäden und der Probleme mit Schimmel konnte man noch eine Hand voll andere Probleme finden. Bei gesundem Menschenverstand wäre nicht eine einzige Straßenbahn nachbestellt worden, es sei denn in den versteckten Verträgen steht eine Passage, die man der Öffentlichkeit lieber nicht zeigen will, also von Beginn an zu denken gab.


Herbert Kårlin

Montag, 4. Februar 2013

Göteborg für dunkle und weiße Haut

In einer Debatte in der Göteborger Tageszeitung GP greift der Verein Pantrarna För Upprustning Av Förorten die Göteborger Entscheidung zur Citymaut auf eine völlig neue Weise an, denn nach den Autoren bestraft die aktuelle Regelung vor allem die Bürger mit dunklerer Haut und lässt der weißen Haut ihre Privilegien. Nach dem Verein schafft die Stadtverwaltung das frühere System der Südstaaten und der Nordstaaten Amerikas, nur auf die Vororte umgewandelt.

Tatsache ist natürlich, dass in der Innenstadt fast ausschließlich Weiße mit hohen Gehältern wohnen, die ihr Auto selbst bis zum Zeitungskiosk benutzen können ohne auch nur eine Öre an Abgaben leisten zu müssen, während in den Randgebieten und Vororten eine hohe Anzahl an Migranten mit geringem Einkommen wohnt, die nun ihr Auto nur noch stehen lassen können.

Die Vertreter des Vereins sehen nun die Situation, dass die dunklere Haut an den Bushaltestellen steht, während die weiße Haut gemütlich mit dem Dienstwagen die leeren Straßen zur Stadt benutzen kann, natürlich ohne die Citymaut selbst bezahlen zu müssen, eine Situation, die jede Demokratie und Gleichstellung in Frage stellt. Da zudem die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel immer mehr steigen, ist der Schritt zur Zweiklassengesellschaft Dunkel-Weiß in Göteborg bereits sehr vorangeschritten. Der Verein ist natürlich nicht gegen die Maut, sondern dafür, dass die Kosten nicht nur von den Armen getragen werden müssen.

Herbert Kårlin

Samstag, 5. Mai 2012

Göteborg muss für Prestigeobjekt Gelder zurückzahlen

Nachdem die Göteborger Tageszeitung GP im letzten Dezember auf die Missverhältnisse des Göteborger Prestigeobjekte Upp aufmerksam gemacht hatte, ein Projekt, das Jugendlichen der Stadt in das Berufsleben helfen sollte, hat nun der europäische Sozialfond ESF, der das Projekt zu einem Drittel finanzierte, das mittlerweile eingestellte städtische Projekt überprüfen lassen und musste erhebliche Mängel in jeder Stufe des Projekts feststellen.

Nachdem weder die Qualität, noch die Quantität den offiziellen Angaben von Upp entsprachen und nahezu nichts bei diesem Projekt ordnungsgemäß und geldgebunden zuging, muss Göteborg nun die gesamte bereits ausbezahlte Subvention an das ESF zurückzahlen. Besonders kritisch sieht das ESF dabei auch, dass die führende Projektgruppe, die die Jugendlichen leiten sollte, erst nach 20 Monaten besetzt wurde, was ein Scheitern des Projekts zwangsläufig herbeiführen musste.

Während der Direktor des Projektes Upp nach Aufdeckung zahlreicher Unzuverlässigkeiten unmittelbar seines Postens enthoben wurde, hat das Scheitern und die mangelhafte Überwachung des Projekts durch die städtische Leitung keinerlei Folgen nach sich gezogen und wird daher auch kaum dazu führen, dass zukünftige Projekte besser geplant und besser überwacht werden. Die Leitung der Stadt begnügt sich, wie schon bei vergangen Fällen, einen Sündenbock vorzuschieben statt die Wurzeln des Problems zu suchen und dort anzusetzen.
Herbert Kårlin

Sonntag, 4. Dezember 2011

Prestigeobjekt in Göteborg ein Fiasko

Im Jahre 2009 entschied sich die Göteborger Regierung mehrheitlich das größte Projekt Schwedens gegen Jugendarbeitslosigkeit zu schaffen bei denen Jugendliche durch eigenes Engagement und Couching Arbeitsplätze finden sollten. Das Projekt, das 63 Millionen Kronen kostet, sollte bereits während der ersten zwei Jahren über 4000 Göteborger Jugendlichen zu einem Arbeitsplatz verhelfen.

Nach einer Untersuchung der Göteborger Tageszeitung GP zeigen die Ergebnisse des Jugendprojektes Upp jedoch ein völlig anderes Bild, denn trotz dem hohen finanziellen Aufwand fanden bisher nicht einmal 200 Jugendliche einen Arbeitsplatz. Niemand in der Projektleitung kann oder will nun auf die Frage antworten wohin die Steuergelder verschwanden und wann das Projekt zu einer sinnvollen Maßnahme der Arbeitsbeschaffung für Jugendliche werden kann.

Nach GP waren die Stadträte auch nach zwei Jahren Aktivität noch nicht informiert über die Fortschritte des Projektes, da auch keiner der Politiker auf die Idee kam dem Geldfluss zu folgen oder Rechenschaftsberichte anzufordern. Die Göteborger Tageszeitung konnte indes hunderte von Personen ausfindig machen, die angeblich an einer der Fortbildungsmaßnahmen von Upp teilgenommen haben, teilweise ohne je ihren Fuß in die Stadt gesetzt zu haben. Im Extremfall war ein 71-jähriger Stockholmer auf der Liste der Jugendlichen zu finden, der nicht einmal von der Existenz des Projektes wusste. Der Erfolg der Maßnahme beruht daher ausschließlich auf gefälschte Eintragungen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 9. Oktober 2011

Way out West nur Marketing für Göteborg

Wie die Göteborger Tageszeitung GP aufdecken konnte, dient des Festival Way out West für Göteborg nur als Aushängeschild und bringt ausschließlich dem Veranstalter saftige Gewinne. Während Mieten in städtischen Bauten regelmäßig angehoben werden, die Stadt eine Maut einführt und führenden Angestellten Rekordlöhne bezahlt, musste Way out West während seines siebenjährigen Bestehens gerade einmal eine Erhöhung von 400 Kronen verkraften, obwohl der Umsatz im Jahre 2011, nur aus Eintrittsgeldern, bei 35 Millionen Kronen lag.

Dafür, dass den Bewohnern Göteborgs tagelang der Zugang zu ihrem wichtigsten Park verweigert wird, erhält die Verwaltung des Slottsskogen gerade einmal 300.000 Kronen netto, das heißt rund zwei Prozent des Jahresbudgets. Niemanden in der Göteborger Verwaltung scheinen diese Minimalgebühren für Way out West zu stören, obwohl selbst Parkgebühren in dieser Zeit um ein hundertfaches mehr erhöht wurden als jene für Way out West.

Es ist kein Wunder, dass die Absprache zwischen Stadt, Schlosswald und Way out West als geheim behandelt wird, denn eine korrekte Mieteinnahme von Way out West hätte den Streichelzoo nach altem Muster, die Flamingos und auch das Vogelhaus in der Anlage erhalten können. Es ist auch nicht verwunderlich, dass Göteborg bei diesen geringen Einnahmen nur vom indirekten, nicht messbaren Gewinn durch die Warenmarke Göteborg spricht und vergisst, dass gerade diese geheimen Absprachen zu Unregelmäßigkeiten und Betrügereien führen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 24. Februar 2011

Neue Straßenbahnen eine teure Geschichte für Göteborg

Obwohl am Mittwoch Morgen, nach einem Bericht der Tageszeitung GP, zwölf der 40 neuen Straßenbahnwagen, die der Stolz der Göteborger Regierung sind, wegen Problemen in der Werkstatt standen, findet die Stadt einen guten Kauf gemacht zu haben und auf die Zukunft des öffentlichen Verkehrs gesetzt zu haben.

Die Entscheidung, die italienischen Straßenbahnen zu kaufen, beruhte ausschließlich darauf, dass das Angebot das billigste war. Dass die Firma Ansaldobreda bereits bei anderen Lieferungen Probleme hatte und einige andere Städte über die Qualität klagten, spielte für Göteborg keine Rolle, so lange nur der Preis stimmte.

Die Probleme mit den italienischen Straßenbahnen sind vielseitig, denn Reserveteile stehen oft nicht zur Verfügung, die Räder verschleißen nach rund zehn Jahren, die Rampen für Behinderte funktionieren oft nicht und die Regulierung der Wärme lässt sowohl im Sommer als auch im Winter zu wünschen. Sobald die Garantie eines Wagens abgelaufen ist, kommen die billigen Straßenbahnen den Steuerzahler teurer als jede Lösung, die die Stadt im Jahre 2001 als zu teuer einstufte.

Herbert Kårlin

Montag, 21. Februar 2011

Göteborgs Kampf gegen Autofahrer

Nach Informationen der Göteborger Tageszeitung GP plant das Verkehrsamt der Stadt sämtliche Parkplatz-Sondergenehmigung für umweltfreundliche Fahrzeuge aufzuheben und nur noch neuen Fahrzeugen, die sehr strengen Regeln unterliegen, ein günstiges Parken in der Innenstadt ermöglichen.

Wer bis voriges Jahr ein umweltfreundliches Auto gekauft hat, wird in Zukunft statt 65 symbolischen Kronen für eine dreijährige Anwohner-Parkgenehmigung 600 Kronen pro Monat bezahlen müssen, eine Maßnahme, die Autofahrer dazu zwingen soll die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen.

Da jeder zweite Göteborger voriges Jahr ein umweltfreundliches Fahrzeug erworben hat, hält die Stadt jedes weitere Lockmittel für überflüssig. Die neuen Bedingungen, die ein verbilligtes Parken ermöglichen, wird nur noch rund 1000 Autos betreffen und nicht mehr 25.000 wie bisher. Die neuen Parkregeln werden der Stadt Göteborg einen Geldsegen von mehreren Millionen Kronen bescheren.

Herbert Kårlin

Montag, 31. Mai 2010

Neuer Skandal in Göteborg

Nachdem Göteborg erst vor kurzem von einem Bestechungsskandal mit falschen Rechnungen erschüttert wurde, was erst nach der Fernsehreportage Uppdrag granskning zu Reaktionen von Seite der Göteborger Regierung führte, wird die Stadt bereits von einem neuen Betrugsfall heimgesucht.

Seit Jahren hat ein Ein-Mann-Unternehmen mit einem Traktor für Schneeräumen und Arbeiten in mehreren Parks der Stadt soviel berechnet wie 17 andere Unternehmen gemeinsam. Insgesamt handelt es sich allein Im Jahr 2009 um 3,8 Millionen Kronen, die der Steuerzahler für eine Person aufbringen musste. Den Verantwortlichen Göteborgs will bei diesen hohen Posten allerdings nichts Ungewöhnliches aufgefallen sein.

Erst nachdem die Göteborger Tageszeitung GP, nach einem Tipp, die Rechnungen des Unternehmens an die Stadt einsehen wollte, wurde nun der Unternehmer von der Stadt angezeigt. Nach ersten Überrechnungen muss der Unternehmer mit seinem Traktor im letzten Jahr täglich (Wochenende eingerechnet) elf Stunden Arbeit geleistet haben, was die Stadt für vollkommen normal zu scheinen hielt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Allgemeine Neujahrsfeier am Götaplatsen in Göteborg

Erstmals veranstaltet Göteborg & Co. dieses Jahr eine Silvester-Neujahrsfeier am Götaplatsen in Göteborg, das sich an alle Bewohner und Besucher der Stadt richtet. Zielgruppe dieser kostenlosen Feier, die um 23 Uhr beginnt, sind vor allem jene, die sonst allein feiern müssen und nun am Götaplatsen andere treffen können, die sonst ebenfalls allein sind.

Die Animation am Götaplatsen übernimmt der Conferencier Fredrik Belfrage, wobei er am Götaplatsen nicht nur zu einem Tonfestival des Tonkünstlers Staffan Mossenmark einlädt, sondern auch der Film "Hjärtan som julklappar" in erweiterter und leicht veränderter Version gezeigt wird. Um Mitternacht wird dann auch die Julstaden Göteborg wieder zu ihrer normalen Beleuchtung zurückfinden.

Um 23 Uhr 45 wird die Vorsitzende Göteborgs Anneli Hulthén für fünf Minuten zu den Besuchern des Götaplatsen sprechen, bevor sie sich in ihr privates Vergnügen stürzt. Über den Erfolg dieses Ereignisses will sich im Moment niemand aussprechen, zumal das große Feuerwerk bereits um 17 Uhr von der lokalen Zeitung GP in die Luft geschossen wird.

Herbert Kårlin

Montag, 26. Oktober 2009

Bibliotheken sind in Göteborg ein kultureller Treffpunkt

Nach einer Umfrage von GP sind die Göteborger Bibliotheken mehr besucht als jene in anderen schwedischen Städten. 10% der Bevölkerung besucht mindestens alle 14 Tage eine der Bibliotheken und 80% der Bevölkerung sind mindestens einmal im Jahr in einer der städtischen Bibliotheken zu Gast, 14% mehr als im schwedischen Durchschnitt.

In Göteborg besuchen Einwanderer ebenso häufig eine Bibliothek wie geborene Schweden, was die Bibliotheken auch zu einem kulturellen Treffpunkt macht und nicht zuletzt auch Kulturen zusammenführt. Die befürchteten Schließungen von Stadtteilbibliotheken sind daher in Göteborg ein Einschnitt, der überdurchschnittlich viele Personen betrifft und auch starke Gefühle hervorruft.

Seit 10 Jahren muss nach einem Gesetz jede Kommune mindestens eine funktionierende Bibliothek aufweisen, was dazu führte, dass in den meisten Städten ein Bibliotheksplan erstellt wurde, der den Bedarf an unterschiedlichen Stellen definiert und auch über das Angebot der Bücher entscheidet. Göteborg gehört zu den wenigen Städten Schwedens wo dieser Plan auch nach 10 Jahren noch nicht erstellt wurde und daher jedes Argument, das zur Schließung einer Stadtteilbibliothek führen kann, mehr oder weniger aus der Luft gegriffen werden kann.

Herbert Kårlin

Freitag, 18. September 2009

Wireless surfen in Göteborg ist Glücksache

Das städtische Gothnet (Gothenburg Wireless) und die britische Firma The Cloud versprechen, gegen entsprechende Gebühren, dass man von der Innenstadt Göteborgs aus jederzeit drahtlos surfen kann. GP hat nun die Leistungen dieser beider Anbieter, die immerhin bis zu 6 Euros pro Surfstunde verlangen, mit einem iPod und zwei Laptops getestet.

Das Ergebnis ist niederschmetternd, denn außer am Hauptbahnhof ist die versprochene Leistung nur im Traum zu erhalten. Die auf der Karte angegebenen Gebiete Gustaf Adolfs torg, Svenska Mässan, Järntorget und der Stenaterminalen bieten selbst dem stärksten Computer mit der besten Ausrüstung keine Verbindungsmöglichkeit, eben so wenig wie die Feskekôrkan.

Aber selbst an den Stellen wo man sich einkoppeln konnte war kaum eine Geschwindigkeit von über 2 Mbit/s zu erreichen. An einigen Stellen konnte man selbst ein Netzwerk finden, aber leider konnte man darauf, trotz Bezahlung, nicht zugreifen. Ein Glück, dass es in Göteborg die Bibliothek gibt, wo Besitzer der Lesekarte einen kostenlosen Zugang zum Netz finden können.

Herbert Kårlin

Samstag, 1. August 2009

Falsche Krankmeldungen - Ein trauriger Rekord für Göteborg

Nach einer demoskopischen Untersuchung, die die Göteborgs-Posten beauftragte wurde festgestellt, dass immer mehr jugendliche Arbeitnehmer als normal ansehen bei Krankmeldungen zu betrügen. Während bei der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren nur 6% der Bevölkerung zu einer falschen Krankmeldung bereit sind, liegt die Quote bei der Altersschicht zwischen 15 und 29 Jahren bei 15%.

Als die GP vor nur fünf Jahren eine gleichwertige Untersuchung beauftragte lag die Quote der jungen Arbeitnehmer, die auch bereit sind sich bei voller Gesundheit krank zu melden noch 3% unter den heutigen Werten. Es hat sich daher deutliche eine Verhaltensänderung unter den Jugendlichen durchgesetzt, die ihnen ihre Arbeitschancen mit Sicherheit nicht verbessern.

Das erstaunlichste und gleichzeitig unerklärbarste Phänomen dieser Untersuchung war jedoch, dass die Bewohner Göteborgs und dessen Einzugsbereich häufiger als alle andere Schweden eine falsche Krankmeldung als normal betrachten. Es ist jedoch auch möglich, dass die Göteborger bei ihren Antworten einfach ehrlicher waren als der Rest Schwedens.

Weitere Iformationen zum Thema über
Fusk med sjukanmälan ok för fler unga
Göteborgare fuskar mest med sjukpenningen

Herbert Kårlin