Posts mit dem Label Way out West werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Way out West werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 7. August 2014

Way Out West im Göteborger Schlosswald

Während zahlreiche Musikfestivals Schwedens mit finanziellen Problemen kämpfen, zeigt Way Out West, das heute Nachmittag im Göteborger Schlosswald mit den ersten von rund 150 Konzerten öffnet, keinerlei Probleme und expandiert weiterhin. Zum achten Mal findet nun das bereits legendäre Göteborger Musikfestival in der größten Grünfläche Göteborgs statt und zieht voraussichtlich erneut über 25.000 Besucher an, die drei Tage lang internationale Musik genießen wollen.


Way Out West hat sich innerhalb der acht Jahre zu einem der bedeutendsten Festivals in Göteborg entwickelt, auch wenn nicht alle Bewohner der Stadt von diesem jährlichen Ereignis begeistert sind, da ihr Lieblingspark teilweise unzugänglich wird, die Schlafzimmer vieler Göteborger bis spät in die Nacht von der Musik der vier großen Bühnen beschallt werden, die Stadt stark verschmutzt wird und die öffentlichen Verkehrsmittel ab dem frühen Nachmittag hoffnungslos überfüllt sind, Probleme, mit denen man in der zweitgrößten Stadt Schwedens leben muss.

Auch wenn die Musik bei Way Out West immer noch die größte Rolle spielt, so hat sich das Festival so nebenbei auch zu einem der größten europäischen Filmfestivals entwickelt, denn während der drei Festivaltage werden 32 Filme gezeigt, wobei der Kurzfilm Indigo von Paul Jerndal sogar seine Premiere hat. Für die Zukunft kann man daher erwarten, dass sich Way Out West zu einem doppelten Festival entwickeln wird und dabei Musik und Film noch enger zusammengeführt werden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Montag, 5. August 2013

Göteborger Schlosswald wird abgesperrt


Wer am Sonntag den östlichen Teil des Göteborger Schlosswaldes (Slottsskogen) besuchen wollte, stellte fest, dass der Zugang zu diesem Teil abgesperrt war. Was für die einen als störendes Hindernis betrachtet wurde, ist für andere das Zeichen, dass eines der bedeutendsten schwedischen Musikfestivals vor der Tür steht, denn das Gebiet wurde für die Vorbereitungen des jährlichen Festivals Way Out West abgesperrt, damit am kommenden Donnerstag die Bühnen für die Künstler stehen können und die Vorbereitungen rechtzeitig abgeschlossen werden ohne dass Besucher der Grünanlage in Gefahr gebracht werden.

Die Veranstalter von Way Out West werden noch bis zum 13.  August über diesen Teil des Schlosswaldes verfügen, auch wenn die Konzerte nur vom 8. August bis zum 10. August ausgetragen werden, aber wer das Festival je besuchte, versteht, dass nicht nur der Aufbau seine Zeit kostet, sondern der Schlosswald nach den Konzerten auch wieder seine vorheriges Aussehen erhalten muss, denn die Göteborger, die dort anschließend ihr Picknick machen wollen, suchen kein Festivalgebiet, sondern eine Wiese.

Die Anwendung des Schlosswaldes als Festivalgebiet für Way Out West ist seit Jahren ein heißes Thema in Göteborg, denn viele Bewohner der Stadt sehen den Schlosswald als ihr persönliches Freizeitgebiet während die Stadtverwaltung vor allem die Werbewirkung dieses Musikfestivals sieht und auch kaum eine andere Wahl hat als Way Out West einen Teil des Schlosswaldes zur Verfügung zu stellen, da innerhalb von sechs Wochen nahezu in ganz Schweden Musikfestivals veranstaltet werden und insbesondere Music & Art in Stockholm dieses Jahr eine ernsthafte Konkurrenz wurde.

Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg

Freitag, 10. August 2012

Probleme und Überraschungen bei Way out West

Als gestern Nachmittag das diesjährige Musikfestival Way out West in Göteborg begann, kam es auch zum bereits üblichen Problem mit ungültigen Tickets, die hunderte von Festivalbesuchern über den Second-Hand-Markt gekauft hatten. Das Problem war indes nicht, dass die Eintrittskarten falsch waren, sondern vielmehr, dass sie mit gestohlenen Kreditkarten gekauft worden waren und die Besitzer dies mittlerweile bemerkt hatten. Wie schon die vorhergehenden Jahre, so sind die Verantwortlichen von Way out West auch dieses Jahr strikt und bieten den Geschädigten weder einen kostenlosen Eintritt, noch gewähren sie Rabatt auf neue Tickets, und verweise darauf sich an den Betrüger zu wenden, der in 99 Prozent der Fälle nicht mehr ausfindig gemacht werden kann.

Auch die Stadt Göteborg ist erneut in die Kritik geraten, da man dort zwar von indirekten Gewinnen spricht, von einer Aufwertung der Stadt und von Arbeitsplätzen während des Festivals, sich aber grundsätzlich weigert zu erzählen wie viel die Stadt dafür bekommt, dass sie einen öffentlichen Platz tagelang absperrt und wie die Verträge zwischen Way out West und Göteborg aussehen. Nicht verwunderlich daher, dass immer mehr Bürger der Stadt daher an Vetternwirtschaft, Hintertüren und geheimen Absprachen denken. Die Stadt Göteborg könnte nur daran gewinnen einmal wirklich offen zu ihren Steuerzahlern und Wählern zu sein, statt mit „Top Secret“ zu antworten.

Und auch eine positive Initiative der Veranstalter von Way out West gerät in die Kritik, denn zu Festivalbeginn erfuhren alle Künstler und Besucher des Festivals, dass im gesamten (eingezäunten) Festivalgebiet ausschließlich vegetarisches Essen angeboten wird um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Kritik dabei betrifft vor allem die späte Ankündigung, aber scheint für viele auch nur eine merkwürdige Doppelmoral aufzuzeigen, denn rund um den Festivalplatz gehören Hamburger zu den meist angebotenen Gerichten.


Herbert Kårlin

Montag, 6. August 2012

Musikfestival Way out West in Göteborg

Zwischen dem 9. und dem 11. August kommt erneut das Festival Way Out West in der Göteborger Schlosswald und sorgt damit erneut für gewisse Probleme zwischen Veranstaltern und Bewohnern der Stadt, denn bereits einige Tage davor werden nun große Teile der wichtigsten Parkanlage Göteborgs für Wanderer, Picknicker und jedes andere Freizeitvergnügen gesperrt. Außer jenen, die das Festival besuchen wollen, überwiegen daher die negativen Meinungen zu Way out West, da der Veranstalter sein Geld mit einem Sperrgebiet für Göteborger verdient.

Aber natürlich ist dies nicht dem Veranstalter anzukreiden, sondern der sozialdemokratischen Führung der Stadt, die zwar Metal-Festivals, Hardrockveranstaltungen und andere Festivals im Zentrum der Stadt verbietet, jedoch für Way out West eine Ausnahme macht, und dies zu Konditionen, von denen so manch andere Veranstalter nur träumen können. In diesem Fall ist es der Stadt nicht einmal wichtig, dass die Helfer des Festivals auch bezahlt werden, da man eine Werbewirkung für die Stadt erhofft, die nicht in Zahlen zu beziffern ist.

Auf der anderen Seite wird allerdings auch der Veranstalter einige Einschränkungen hinnehmen müssen, da die Klubs, die in den vorigen Jahren am Freitag bis fünf Uhr morgens offen hatten und damit die ganze Stadt zu einem Austragungsort des Festivals machen konnten nun früher schließen müssen. Vor kurzem wurde die Sperrstunde auf drei Uhr morgens vorverlegt, was es den Veranstaltern von Way out West erschwert ein gutes Programm zu planen, das bis zu den Morgenstunden führt. Way out West wurde, trotz seinem bisherigen Erfolg, ein Festival, das für niemanden mehr wirklich ideal ist, am wenigsten jedoch für den Normalbürger der Stadt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Jugendprojekt in Göteborg wird eingestellt

Nachdem die Tageszeitung GP täglich neue Affären des Göteborger Prestigeprojektes Upp aufdeckte, das Jugendliche in die Arbeitswelt führen sollte, hat sich die Stadt nun entschlossen das Projekt vorzeitig abzubrechen und die Vorfälle von unabhängigen Gutachtern untersuchen zu lassen. In diesem Rahmen musst der verantwortliche Stadtdirektor bereits seinen Platz verlassen.

Die Stadtverwaltung will von all den Problemen nichts gewusst haben, obwohl Upp falsche Rechnungen Buch führte und der Projektleiter dafür eine schriftliche Verwarnung erhielt, obwohl Upp nahezu 500.000 Kronen an Way Out West bezahlte, damit Jugendliche dort kostenlos arbeiten konnten und mehrere Personen des Stadtrats von Upp kostenlose Tickets für das Festival erhielten. Auch Anna Johansson, Mitglied des Stadtrates, schien sich keine Sekunde den Gedanken darüber zu machen, dass dies als Bestechung gewertet werden kann.

Obwohl in Göteborg während des letzten Jahres zahlreichen Skandale aufgedeckt wurden, scheint sich die politisch gemischte Stadtverwaltung unter Annelie Hulthén bis heute keine ernsthaften Gedanken darüber zu machen, dass diese Missstände nur möglich sind, wenn die Kontrollorgane nicht funktionieren und leitende Angestellte es für normal halten sich bestechen zu lassen ohne irgendwelche ernsthafte Konsequenzen fürchten zu müssen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 9. Oktober 2011

Way out West nur Marketing für Göteborg

Wie die Göteborger Tageszeitung GP aufdecken konnte, dient des Festival Way out West für Göteborg nur als Aushängeschild und bringt ausschließlich dem Veranstalter saftige Gewinne. Während Mieten in städtischen Bauten regelmäßig angehoben werden, die Stadt eine Maut einführt und führenden Angestellten Rekordlöhne bezahlt, musste Way out West während seines siebenjährigen Bestehens gerade einmal eine Erhöhung von 400 Kronen verkraften, obwohl der Umsatz im Jahre 2011, nur aus Eintrittsgeldern, bei 35 Millionen Kronen lag.

Dafür, dass den Bewohnern Göteborgs tagelang der Zugang zu ihrem wichtigsten Park verweigert wird, erhält die Verwaltung des Slottsskogen gerade einmal 300.000 Kronen netto, das heißt rund zwei Prozent des Jahresbudgets. Niemanden in der Göteborger Verwaltung scheinen diese Minimalgebühren für Way out West zu stören, obwohl selbst Parkgebühren in dieser Zeit um ein hundertfaches mehr erhöht wurden als jene für Way out West.

Es ist kein Wunder, dass die Absprache zwischen Stadt, Schlosswald und Way out West als geheim behandelt wird, denn eine korrekte Mieteinnahme von Way out West hätte den Streichelzoo nach altem Muster, die Flamingos und auch das Vogelhaus in der Anlage erhalten können. Es ist auch nicht verwunderlich, dass Göteborg bei diesen geringen Einnahmen nur vom indirekten, nicht messbaren Gewinn durch die Warenmarke Göteborg spricht und vergisst, dass gerade diese geheimen Absprachen zu Unregelmäßigkeiten und Betrügereien führen.

Herbert Kårlin

Freitag, 12. August 2011

Die Schattenseiten von Way out West

Beim gestrigen Start von Way out West in den verschiedenen Göteborger Nachtklubs, dem früheren Theater Storan und der Annedalskyrkan nahe am Slottsskogen entstanden lange Schlangen und viele enttäuschte Gesichter, denn nur ein Bruchteil der Wartenden, die alle ihre Dauereintrittskarte in Form eines Armbandes hatten, fand dann auch tatsächlich Zugang zu den Konzerten, da die Räume in kürzester Zeit bis zum letzten Platz gefüllt waren. Wer sich daher nicht bereits Stunden vorher anstellte, musste enttäuscht nach Hause zurückkehren.

Nach dem Erfolg von Way out West der letzten Jahre waren die Eintrittskarten dieses Jahr bereits einen Monat vor Festivalbeginn ausverkauft, allerdings nicht nur an Besucher, sondern auch an jene, die sich damit ein Zusatzeinkommen schaffen wollten und von inoffiziellen Verkaufsstellen, die die Tickets über Internet anbieten. Wer daher noch Way out West besuchen will, muss nun bis zu 2000 Kronen mehr bezahlen um an einem oder mehreren Konzerten teilzunehmen.

Am Donnerstag Abend wurden auch von der offiziellen Ausgabestelle der Armbändern in Göteborg eine unbekannte Menge an Bändern gestohlen, die dann auf der Straße und per Internet zum Verkauf angeboten wurden. Da den Dieben jedoch Intelligenz fehlte, konnten sie von der Polizei am späten Abend festgenommen werden, da sie ein privates Handy für die Kontaktaufnahme angegeben hatten. Wie viele der Armbänder bereits verkauft wurden, ist unbekannt, aber die Einnahmen der Diebe übersteigt mit Sicherheit 100.000 Kronen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 11. August 2011

Way out West in Göteborg , Lob und Kritik

Die 30.000 Eintrittskarten für das heute im Göteborger Slottsskogen beginnende Festival Way Out West mit Künstlern wie Prince, Kanye West und Robyn sind bereits seit einem Monat ausverkauft und verwandelt den Schlosswald nach einigen Tagen Musikspektakel, auf Grund des Regens, in eine einzige Morastfläche, die völlig ungeeignet für Spiele und Picknicks sein wird, die der Steuerzahler wieder herstellen darf.

Nach der Handelshochschule in Göteborg entspricht der immaterielle Gewinn von Way Out West für die Stadt rund 30 Millionen Kronen, da Festivals wie dieses Göteborg als Warenzeichen heben und Besucher anziehen, die die Stadt nicht nur entdecken, sondern hier auch übernachten und essen. Hinzu kommt, dass die Presse weltweit über das Ereignis spricht und Göteborg damit ins Zentrum Schwedens hebt.

Die andere Seite von Way Out West ist jedoch die Tatsache, dass das Festival vom amerikanischen Konzertgiganten Live Nation veranstaltet wird, dem auch Ticnet gehört, dem einzigen Unternehmen, das die Eintrittskarten zu Way out West verkaufen darf. Die Gewinne des Festivals fließen daher vollständig in die USA, wobei die hohen Gewinne nur entstehen, weil rund 1000 kostenlose Freiwillige in Göteborg für das Gelingen des Festivals sorgen. Sollte Way out West Gehälter bezahlen müssen, so würde das Festival trotz der 30.000 Besucher mit roten Zahlen abschließen.

Herbert Kårlin

Freitag, 31. Juli 2009

In drei Wochen 50 Millionen Euros Einnahmen durch Tourismus

In den nächsten drei Wochen wird Göteborg allein auf Grund der Musikveranstaltungen rund 50 Millionen Euros einnehmen, mehr als jede andere Stadt in Schweden. Göteborg entwickelt sich damit zur bedeutendsten Stadt der schwedischen Musikszene.

Zwei Konzerte von U2 im Ullevi, Madonna, Way out West und anschließend der jährliche Göteborger Kulturkalas ziehen hunderttausende von Besuchern aus dem ganzen Lande, und seinen Nachbarländern, an. Allein die Einnamen des Ullevi werden in dieser Zeitspanne bei über sieben Millionen Euros liegen.

Die hohen Einnahmen durch die kommenden Konzerte dienen der Stadt mehr als jedes andere Ereignis, zumal sämtliche Konzerte in der Nähe des Stadtzentrums stattfinden und daher auch den Konsum der Besucher anregen.

Nach Göteborg & Co. kann man bei den Ereignissen der nächsten Woche fast von Ökotourismus sprechen, da dadurch weder die Natur zerstört wird noch durch Alkoholexzesse die Stadt verschmutzt wird. Besser 10000 Besucher bei einem musikalischen Ereignis in Göteborg als die gleiche Menge der Besucher, die den Wald in Lappland zerstören, Seen und Flüsse verschmutzen und unwiederbringliche Pflanzen ausrotten.

Mehr zu diesem Thema bei:
En halv miljard i turistpengar

Herbert Kårlin