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Donnerstag, 7. August 2014

Way Out West im Göteborger Schlosswald

Während zahlreiche Musikfestivals Schwedens mit finanziellen Problemen kämpfen, zeigt Way Out West, das heute Nachmittag im Göteborger Schlosswald mit den ersten von rund 150 Konzerten öffnet, keinerlei Probleme und expandiert weiterhin. Zum achten Mal findet nun das bereits legendäre Göteborger Musikfestival in der größten Grünfläche Göteborgs statt und zieht voraussichtlich erneut über 25.000 Besucher an, die drei Tage lang internationale Musik genießen wollen.


Way Out West hat sich innerhalb der acht Jahre zu einem der bedeutendsten Festivals in Göteborg entwickelt, auch wenn nicht alle Bewohner der Stadt von diesem jährlichen Ereignis begeistert sind, da ihr Lieblingspark teilweise unzugänglich wird, die Schlafzimmer vieler Göteborger bis spät in die Nacht von der Musik der vier großen Bühnen beschallt werden, die Stadt stark verschmutzt wird und die öffentlichen Verkehrsmittel ab dem frühen Nachmittag hoffnungslos überfüllt sind, Probleme, mit denen man in der zweitgrößten Stadt Schwedens leben muss.

Auch wenn die Musik bei Way Out West immer noch die größte Rolle spielt, so hat sich das Festival so nebenbei auch zu einem der größten europäischen Filmfestivals entwickelt, denn während der drei Festivaltage werden 32 Filme gezeigt, wobei der Kurzfilm Indigo von Paul Jerndal sogar seine Premiere hat. Für die Zukunft kann man daher erwarten, dass sich Way Out West zu einem doppelten Festival entwickeln wird und dabei Musik und Film noch enger zusammengeführt werden.

Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Montag, 14. April 2014

Göteborger Kinderzoo mit vielen Babies

Wenn am Gründonnerstag der Kinderzoo im Göteborger Schlosswald für die Sommersaison öffnet, so erwartet die jungen Besucher eine besondere Überraschung, denn in kaum einem der letzten Jahre hatten die Tiere dort so viel Nachwuchs wie dieses Jahr. Seit Januar kamen allein 20 Lämmer und 20 Enten zur Welt, wobei es sich dabei um die alten schwedischen Rassen handelt, die man heute nur noch selten auf den Höfen des Landes findet.


Wenn sich der Kinderzoo im Frühjahr neu bevölkert und ein Teil der Tiere von den Gehegen in ihre Sommerwohnungen umziehen, ist die Überraschung für die Kinder genauso groß wie für die Jungtiere, die dann zum ersten Mal mit der Kinderschar konfrontiert wird. Während die Tiere die ersten Tage oft etwas eingeschüchtert wirken, haben die jungen Besucher meist nur eines im Sinn, nämlich den Jungtieren so nahe wie möglich zu kommen, was durch die Absperrungen allerdings nicht immer sehr einfach ist.

Wie jedes Jahr, so werden die Besucher im Kinderzoo Schafe, Kaninchen, Schweine, Ziegen, Enten, Hühner und so manch anderes nordische Tier finden und können dabei die Bekanntschaft mit den älteren Rassen der schwedischen Landtiere machen. Dieses Jahr werden die Kinder auch eine besondere Ente entdecken können, denn seit Herbst des vergangenen Jahres besitzt der Schlosswald auch eine gelbe Ente, die man früher häufig auf den Bauernhöfen Schwedens finden konnte und die in gewisser Weise etwas an die Bente in der Badewanne erinnert.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Donnerstag, 2. Januar 2014

Göteborger Schlosswald soll geschützt werden

Nach jahrzehntelanger Diskussion über die Entwicklung des Göteborger Schlosswaldes (Slottsskogen) und den unterschiedlichsten Plänen, die die gesamte Breite zwischen einer Bebauung und der Schaffung eines Schutzgebietes umfassen, wollen die Politiker der Stadt nun im Jahr 2014 einen Schlussstrich setzen und endgültig über die Zukunft der größten Grünanlage der Stadt entscheiden.


Alles weist darauf hin, dass der Stadtrat während einer der kommenden Versammlungen entscheiden wird den Schlosswald in ein kommunales Naturschutzgchutzgebiet zu verwandeln, was jede Bautätigkeit ausschließen soll und die Erhaltung des Parks als Grünfläche garantiert. Auch wenn diese Art von Schutz der geringsmögliche Schutz in Schweden ist, so könnte damit, zumindest für die kommenden Jahre, das wichtigste Ausflugsgebiet der Göteborger im heutigen Zustand erhalten bleiben.

Die Frage, die sich in diesem Rahmen allerdings stellen wird, ist die Nutzung des Schlosswaldes für Veranstaltungen wie Way Out West, die offensichtlich ein kommerzielles Interesse vertreten und die Anlage zeitweise für die Besucher sperrt sowie die Grünfläche stark strapaziert. Das Schutzinteresse wird daher dem kulturellen Interesse der Stadt gegenüberstehen und unter Umständen ein etwas zweifelhaftes Naturschutzgebiet entstehen lassen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 24. August 2013

Der sechste Mitternachtslauf in Göteborg

Heute Abend um 21 Uhr 30 werden bis zu 14.000 Läufer im Göteborger Schlosswald starten um am zehn Kilometer langen Mitternachtslauf (Midnattsloppet) teilzunehmen, der in diesem Jahr zum sechsten Mal ausgetragen wird und eine Woche nach dem Lauf in Stockholm, aber zwei Wochen vor jenem in Malmö ausgetragen wird. Vor Ort kann man sich dieses Jahr nicht mehr anmelden, de sämtliche Plätze bereits im Juni des Jahres vergeben waren.

Auch wenn der Midnattsloppet in Göteborg bei weitem kürzer ist als der Halbmarathon GöteborgsVarvet, so ist dieser Lauf eine Herausforderung an die Teilnehmer, denn in der Dunkelheit eine Rekordzeit zu laufen ist nicht das gleiche wie diese Strecke am Tag zu nehmen, auch wenn nachts die Hitze kein Problem mehr verursachen kann, denn einige Stellen, die die Läufer beim Mitternachtslauf nehmen müssen, sind nicht gerade optimal beleuchtet.

Um die Läufer anzuspornen und die Zuschauer trotz der fortgeschrittenen Stunde an der vorgegebenen Bahn, die vor allem die Göteborger Stadtteile Masthugget, Majorna und Linné durchläuft, zu halten, werden in regelmäßigen Abständen Musikgruppen ihr Bestes geben. Wie viele der 14.000 angemeldeten Läufer, die auch ihre 425 Kronen an Teilnahmebeitrag bezahlt haben, tatsächlich zum Start antreten, ist indes immer ein Rätsel bis zur letzten Sekunde, de bei jedem Lauf in Schweden bis zu 25 Prozent der Angemeldeten in letzter Sekunde noch an ihrer Fähigkeit zweifeln beginnen.

Herbert Kårlin

Montag, 5. August 2013

Göteborger Schlosswald wird abgesperrt


Wer am Sonntag den östlichen Teil des Göteborger Schlosswaldes (Slottsskogen) besuchen wollte, stellte fest, dass der Zugang zu diesem Teil abgesperrt war. Was für die einen als störendes Hindernis betrachtet wurde, ist für andere das Zeichen, dass eines der bedeutendsten schwedischen Musikfestivals vor der Tür steht, denn das Gebiet wurde für die Vorbereitungen des jährlichen Festivals Way Out West abgesperrt, damit am kommenden Donnerstag die Bühnen für die Künstler stehen können und die Vorbereitungen rechtzeitig abgeschlossen werden ohne dass Besucher der Grünanlage in Gefahr gebracht werden.

Die Veranstalter von Way Out West werden noch bis zum 13.  August über diesen Teil des Schlosswaldes verfügen, auch wenn die Konzerte nur vom 8. August bis zum 10. August ausgetragen werden, aber wer das Festival je besuchte, versteht, dass nicht nur der Aufbau seine Zeit kostet, sondern der Schlosswald nach den Konzerten auch wieder seine vorheriges Aussehen erhalten muss, denn die Göteborger, die dort anschließend ihr Picknick machen wollen, suchen kein Festivalgebiet, sondern eine Wiese.

Die Anwendung des Schlosswaldes als Festivalgebiet für Way Out West ist seit Jahren ein heißes Thema in Göteborg, denn viele Bewohner der Stadt sehen den Schlosswald als ihr persönliches Freizeitgebiet während die Stadtverwaltung vor allem die Werbewirkung dieses Musikfestivals sieht und auch kaum eine andere Wahl hat als Way Out West einen Teil des Schlosswaldes zur Verfügung zu stellen, da innerhalb von sechs Wochen nahezu in ganz Schweden Musikfestivals veranstaltet werden und insbesondere Music & Art in Stockholm dieses Jahr eine ernsthafte Konkurrenz wurde.

Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg

Freitag, 7. Juni 2013

Der Nationaltag in Göteborg


Auch wenn sich in Göteborg der Nationaltag, wie in ganz Schweden, nur sehr langsam zur Tradition entwickelt, so gehört dieser Tag seit langem zu jenen in denen es, bei Sonnenschein, nahezu jeden Bewohner der Stadt zum Schlosswald, der größten Parkanlage Göteborgs, zieht um dort sein Picknick zu veranstalten. Am frühen Nachmittag wurde es daher bereits sehr eng auf den Wiesen, so dass nur wenig Platz für die sonst üblichen Spiele übrig blieb.

Dass am Nationaltag der Schlosswald Göteborgs so voll wird, liegt zum Teil natürlich auch an den zahlreichen kostenlosen Veranstaltungen und der Tatsache, dass die Landschaftshäuschen an diesem Tag geöffnet haben. Ansonsten bieten die Göteborger Symphoniker ein kostenloses Konzert, die Volkstanzgruppen zeigen ihre Künste, das Spinnrad kommt zu Ehren, der Männerchor der Technischen Hochschule Chalmers singt traditionelle Lieder und die Blaskapelle der Hemvärnet bietet ein ausgedehntes Konzert aus seinem Repertoire.

Seit einigen Jahren werden am Nationaltag auch alle in Göteborg willkommen geheißen, die im Vorjahr die schwedische Staatsbürgerschaft erhalten haben. In Göteborg kamen von den 3815 geladenen neuen Mitbürgern gerade einmal knapp ein Viertel, was in gewisser Weise zu denken gibt, denn diejenigen, die nicht zu diesem Fest erschienen, sind vor allem jene, die zwar die Staatsbürgerschaft wollten, jedoch bisher kaum Zugang zur schwedischen Gesellschaft gefunden haben.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 29. April 2013

Walpurgisfeuer in Göteborg


Auch wenn das Walpurgisfeuer in Schweden traditionell nach Ostschweden gehört und in Westschweden vom Osterfeuer ersetzt wird, so setzt sich in Göteborg in den letzten Jahren auch immer häufiger das Walpurgisfeuer am Abend des 30. Aprils durch, aus touristischen Gründen und auch weil die Bevölkerung der Stadt sich mehr und mehr mischt und die Zuwanderer ihre Traditionen nach Göteborg mitbringen wollen.

Auch wenn dieses Jahr die Walpurgisfeuer an mehreren Stellen der Stadt entzündet werden, so zieht jenes Im Göteborger Schlosswald auch dieses Jahr wieder die größte Menge an Besuchern an, denn auch wenn das Feuer erst bei Einbruch der Dunkelheit um 21 Uhr entzündet wird, so beginnen dort die Feierlichkeiten bereits um 17 Uhr 30 mit dem typisch schwedischen Allsång, der nach dem Feuer in Hardrock übergeht.

Der 30. April ist in Göteborg allerdings bereits den ganzen Nachmittag über ein bedeutendes Ereignis, da die Studentenchöre schon um 14 Uhr in der Trädgårdsföreningen auftreten, am frühen Abend der Chalmers Cortège durch die Stadt zieht, auf nahezu allen Grünflächen Picknicks stattfinden und natürlich teilweise auch sehr tief in die Flasche gesehen wird. Bereits im Laufe des Nachmittags wird man daher auf Betrunkene treffen, die vom Walpurgisfeuer nur noch wenig mitbekommen werden.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 20. April 2013

Ein Barfußpark im Göteborger Schlosswald

Bei einem Besuch in einem der deutschen Barfußpark entdeckten zwei Jugendabgeordneten Göteborgs eine Anlage, die zwar in Deutschland weit verbreitet ist, in Schweden jedoch bisher unbekannt ist. Die Idee gefiel den beiden Jugendlichen, die in Deutschland an einem Austauschprogramm teilnahmen, so gut, dass sie diese Idee unmittelbar importierten und nun vom Stadtrat die Genehmigung erhielten im Göteborger Schlosswald einen kleinen Teil der Anlage in diese neu importierte Attraktion zu verwandeln.

Aida Skåreby Kalaaji, eine der Jugendabgeordneten, hoffte natürlich, dass Göteborg einem Barfußweg von einer Länge von einem Kilometer zustimmen würden, der gleichen Länge, die die Jugendlichen in Deutschland entdeckt hatten, aber Aida Skåreby Kalaaji und Emil Bogestad müssen sich in Göteborg, zumindest vorerst, mit etwa 200 Meter im Azaleental begnügen und nur wenn das Projekt wirklich einschlägt, ist später auch an einen Ausbau zu denken - oder eine zweite Anlage.

Der Barfußpark mit seinem Barfußwanderweg und seinem Minipark mit Bänken und der Möglichkeit die Füße nach der Wanderung abzuspülen, sollte im Grunde bereits im Frühjahr fertig gestellt werden, was die anhaltende Kälte jedoch unmöglich machte. Interessenten, die ihren Füssen mit dem Schlammlöchern, Moosen, Steinchen, Holzplatten und anderen attraktiven „Bodenbelägen“ ein völlig neues Erlebnis vermitteln möchten, müssen daher noch bis Anfang Herbst auf den Barfußpark Göteborg warten.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Montag, 10. Dezember 2012

Göteborger Schlosswald soll geschützt werden


Das Göteborger Bauamt hat sich entschlossen den größten Stadtpark Schwedens, den Göteborger Schlosswald, im kommenden Jahr gegen jede Art von Bauprojekt zu schützen um ihn damit für alle Zukunft als Grünfläche für die Erholung der Städter zu erhalten. Auch wenn dieses Projekt seit über 20 Jahren immer wieder auf den Tisch des Stadtrats kam, kam nun mit der grüneren Politik der Stadt die Wende.

Sicher ist bisher jedoch nur, dass der Schlosswald geschützt wird, nicht entschieden ist jedoch in welche Kategorie er fallen wird. Im nächsten Schritt muss daher entschieden werden ob der Schlosswald nach Stockholmer Modell zu einem Nationalstadtpark wird, zu einem Naturschutzgebiet oder einem Kulturschutzgebiet, die alle drei gemeinsam haben, dass dort keine Miethäuser oder Privathäuser gebaut werden dürfen.

Auch wenn das Bauamt der Stadt nun als erstes den Schlosswald in seiner Gesamtheit unter Schutz stellen will, so geht der Plan des Amtes bereits weiter indem auch einige andere Parkanlagen der Stadt geprüft werden, die von Bauunternehmen bereits in Zukunftsprojekten eingeschlossen werden. Sollten daher diese Parks den Voraussetzungen für ein Schutzgebiet entsprechen, so können in den kommenden Jahre auch diese als Naturschutzgebiete Göteborgs ausgezeichnet werden.


Herbert Kårlin

Sonntag, 9. September 2012

Volksfest im Göteborger Schlosswald

Zum siebten mal wird am heutigen Sonntag der Göteborger Schlosswald zu einem Vergnügungspark, der die Besucher um 100 Jahre zurückversetzt, in eine Zeit als die größte Parkanlage der Stadt jedes Wochenende die Göteborger in seinen Bann zog, da sich hier das kulturelle Leben der Stadt abspielte und nicht in einem der Gebäude Göteborgs. Heute versucht man diese alte Atmosphäre an einem einzigen Tag des Jahres wieder aufleben zu lassen.

Vor hundert Jahren waren die Landschaftsstugor im Schlosswald jedes Wochenende geöffnet und vor dem Gräfnäsgården war das Kasperletheater von Karl Kuhlin aufgebaut. An anderen Stellen wurden Lieder gesungen, Volkstänze aufgeführt oder man ließ sich vom Teddybärzirkus bei einem Picknick unterhalten. Natürlich nur zu den Zeiten, als kein Gottesdienst stattfand, denn Kirche und Vergnügen passten nicht zusammen.

Wer heute dieses Gefühl vor hundert Jahren spüren will, wird nicht enttäuscht, denn auf den Pfaden des Schlosswaldes stößt man ständig auf Personen, die den alten Filmen oder dem Bilderbuch entstiegen sind. Selbst das Kasperletheater ist, dank der Göteborger Kaspersällskap, wieder aktiv und ein Puppentheater lädt ebenfalls zu einigen Vorstellungen ein. Eine Mischung aus alter und neuer Zeit ist lediglich der Backwettbewerb an dem alle Kuchenbäcker Göteborgs teilnehmen können.

Herbert Kårlin

Montag, 6. August 2012

Musikfestival Way out West in Göteborg

Zwischen dem 9. und dem 11. August kommt erneut das Festival Way Out West in der Göteborger Schlosswald und sorgt damit erneut für gewisse Probleme zwischen Veranstaltern und Bewohnern der Stadt, denn bereits einige Tage davor werden nun große Teile der wichtigsten Parkanlage Göteborgs für Wanderer, Picknicker und jedes andere Freizeitvergnügen gesperrt. Außer jenen, die das Festival besuchen wollen, überwiegen daher die negativen Meinungen zu Way out West, da der Veranstalter sein Geld mit einem Sperrgebiet für Göteborger verdient.

Aber natürlich ist dies nicht dem Veranstalter anzukreiden, sondern der sozialdemokratischen Führung der Stadt, die zwar Metal-Festivals, Hardrockveranstaltungen und andere Festivals im Zentrum der Stadt verbietet, jedoch für Way out West eine Ausnahme macht, und dies zu Konditionen, von denen so manch andere Veranstalter nur träumen können. In diesem Fall ist es der Stadt nicht einmal wichtig, dass die Helfer des Festivals auch bezahlt werden, da man eine Werbewirkung für die Stadt erhofft, die nicht in Zahlen zu beziffern ist.

Auf der anderen Seite wird allerdings auch der Veranstalter einige Einschränkungen hinnehmen müssen, da die Klubs, die in den vorigen Jahren am Freitag bis fünf Uhr morgens offen hatten und damit die ganze Stadt zu einem Austragungsort des Festivals machen konnten nun früher schließen müssen. Vor kurzem wurde die Sperrstunde auf drei Uhr morgens vorverlegt, was es den Veranstaltern von Way out West erschwert ein gutes Programm zu planen, das bis zu den Morgenstunden führt. Way out West wurde, trotz seinem bisherigen Erfolg, ein Festival, das für niemanden mehr wirklich ideal ist, am wenigsten jedoch für den Normalbürger der Stadt.

Herbert Kårlin

Samstag, 28. Juli 2012

Architekten machen Göteborg zur Fahrradstadt

Auch wenn sich Göteborg selbst gerne als die Stadt der Fahrräder bezeichnet, geschieht relativ wenig an dieser Front, denn der Stadtrat investiert in den Ausbau der Fahrradwege und die Motivation zum Fahrradfahren weitaus weniger als andere Städte Schwedens. Und wenn man bedenkt, dass in Kopenhagen 45 Prozent der Arbeitnehmer bereits, ohne jede Maut im Hinterkopf, das Fahrrad zur Arbeit nehmen und in Göteborg gerade einmal neun Prozent, so kann man in Göteborg sicher nicht von einer modernen Fahrradstadt sprechen, sondern von einer Entwicklungsstadt.

Dabei könnte Göteborg mit seinem Hintergrund geradezu ein Modell einer schwedischen Fahrradstadt sein und die Geschichte wiederbeleben, denn im 19. Jahrhundert kamen die ersten Fahrräder über Göteborg nach Schweden, zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand man im Ullevi ein Velodrom und die ersten Fahrradrennen Schwedens fanden im Schlosswald statt. Bis Fußball, Tennis und schließlich Golf das Ende der Fahrradepoche brachten und in den Vordergrund traten.

Eine Architektengruppe in Göteborg hat nun einen Plan für eine moderne Fahrradarena im Schlosswald ausgearbeitet, die Göteborg dabei helfen könnte zurück zur Fahrradtradition zu führen. Dort, wo vor wenigen Tagen noch die Schwedische Meisterschaft in Mountainbike ausgetragen wurde, könnte nach Meinung der Architekten ein Velodrom Platz finden, das sich zu einem Zentrum des Göteborger Fahrradsports entwickeln und den Bürgern Göteborgs das Fahrradfahren in den täglichen Gedanken zurückbringen könnte. Der Stadtarchitekt Björn Siesjö zeigt an dieser Idee sein Interesse, so dass im Grunde nur noch die Entscheidung des Stadtrats fehlt.

Herbert Kårlin

Montag, 23. Juli 2012

Schwedische Meisterschaft in Mountainbike in Göteborg


Vom 22. bis zum 25. Juli 2012 findet im Göteborger Schlosswald die schwedische Meisterschaft in Mountainbike in den Kategorien Cross-Country (XC), Stafette (in Equipes von je drei Personen) und im Sprint statt. Nach dem Veranstalter, dem Mölndaler Fahrradklub, hatten sich noch nie so viele Teilnehmer angemeldet wie dieses Jahr, was beweist, dass Mountainbike in Schweden Zukunft hat.

Die Bahn am Rande des Schlosswaldes gilt als technisch sehr schwierig und fordert sowohl bei trockenem Wetter als auch bei Regen großes Können. Emil Lindgren, der voriges Jahr den zweiten Platz in der schwedischen Meisterschaft der Eliteklasse einnahm, musste dies bereits beim Training bitter bezahlen, denn nach einem schweren Sturz und einem Besuch im Krankenhaus war für ihn der Start am Sonntag nicht mehr möglich.

Zur schwedischen Meisterschaft haben sich in jeder Klasse die besten Fahrer des Landes gemeldet, wobei Alexander Engen, der sich bereits für die kommende Olympiade qualifiziert hat, darauf hofft erneut den Meistertitel zu erringen, auch wenn er weiß, dass sich in der Nationalmannschaft einige Konkurrenten befinden, die ihm in Göteborg gefährlich werden können. Die neu aufgenommene Kategorie MTB-Sprint wird am 25. Juli 2012 ausgetragen.

Herbert Kårlin

Samstag, 23. Juni 2012

Mittsommerfeiern in Göteborg erleben Renaissance

Während der letzten Jahre wurden an immer mehr Stellen in Göteborg eine Mittsommerstange geschmückt um die dann nach den traditionellen Melodien getanzt wurde. Auch wenn einige Veranstalter früher Einritt zu diesem Ereignis verlangten, hatte sich dieses Jahr selbst die Trädgårdsföreningen in Göteborg dazu entschlossen alle Teilnehmer gratis zu begrüßen und verlangt nur von jenen, die sich einen Blumenkranz binden wollten, 20 Kronen für das Material und die Anweisungen.

Ein Teil der Mittsommerfeste, so auch im Schlosswald, werden überwiegend von Trachtenvereinen veranstaltet, was gleichzeitig garantiert, dass, außer dem üblichen Tanz um die Mittsommerstange, auch traditionelle Tänze vorgeführt werden und der Nachmittag wirklich zu einem unvergesslichen Ereignis wird zu dem sich auch alle Besucher Göteborgs gesellen können.

Auch wenn der gestrige Midsommarafton in ganz Göteborg verregnet war, so waren sämtliche Feiern sehr gut besucht. Selbst die Bewohner der einzelnen Inseln der südlichen und nördlichen Schären vor Göteborg ließen sich von der Nässe den Spaß nicht verderben. Wobei man bei den Feiern auf Vrångö, Styrsö oder Donsö dieses Jahr auch sehr viele fremde Gesichter entdecken konnten und sich so manche Besucher einer Fremdsprache bedienten, was zeigt, dass die Mittsommerfeier auch immer mehr zu einem touristischen Ereignis wird.

Herbert Kårlin

Montag, 18. Juni 2012

Göteborg erhält „Reinlichkeitspreis“

 Mittags an einer Bushaltestelle in Göteborg

Trotz Aktionen wie vorige Woche bei einem Straßenfest oder der tagelang ungereinigten Paradestraße Avenyn, was den Göteborgern zeigen soll wie viel Abfall sie auf die Straßen werfen, erhielt die Stadt nun zum dritten Mal den ersten Preis dafür, dass in ihr am meisten dafür getan wird, damit der Abfall auf öffentlichen Straßen und Plätzen vorbildlich beseitigt wird. Auch wenn dies alle Bewohner Göteborgs in Erstaunen versetzt, so hat dies jedoch eine logische Erklärung.

In Zusammenarbeit mit zahlreichen Schulen der Stadt hat es Göteborg geschafft einmal im Jahr über 60.000 Schüler zu mobilisieren, die bei der sogenannten „Frühjahrsreinigung“ an nahezu allen Straßen und öffentlichen Plätzen der Stadt Abfall einsammeln und damit für das Abfallproblem der Stadt sensibilisiert werden. Wie selbstverständlich geht die Stiftung „Håll Sverige Rent“ davon aus, dass auch alle diese Kinder und Jugendlichen das restliche Jahr über ihre Abfälle korrekt entsorgen und nicht auf die Straße werfen.

Natürlich gibt es in Göteborg auch das Projekt Trygg, das seit Jahren für ein sauberes Göteborg arbeitet und auf die Abfallprobleme der Stadt aufmerksam macht, auch wenn man dies weder an der Avenyn, noch im Schlosswald oder dem Königspark großartig bemerkt, denn Trygg geht davon aus, dass man seine Zigarettenkippe bis zu 200 Meter mit sich trägt bis man eine Möglichkeit findet sie vorschriftsmäßig zu entsorgen und dass man überfüllte Papierkörbe respektiert und seinen Abfall eben mit nach Hause nimmt, ein Traum, der sich wohl nie erfüllen wird und Göteborg dennoch zu einem Sauberkeitspreis verhilft.

Herbert Kårlin

Samstag, 12. Mai 2012

Exotische Flechte in Göteborg

Als man zu Beginn des Jahres an einer Eiche in Göteborg die unter Schutz stehende Blattflechte Flavoparmelia soredians entdeckte, die in Schweden nur sehr vereinzelt vorkommt, entschloss man sich den Baum von einer extrem verkehrsreichen Straße in ein sichereres Milieu in der Nähe des Schlosswaldes zu verpflanzen und der Flechte eine Überlebenschance zu bieten.

Mitte März zog dann die kahle Eiche mit der Blattflechte aus dem Mittelmeerraum um und die Biologen Göteborgs warteten geduldig auf die ersten Zeichen des Baumes. Auch wenn die Eiche nun Anfang Mai die ersten zaghaften Blätter zeigt und die Flechte bisher weiterhin gedeiht, so kann man leider noch nichts über die nächste Zukunft der seltenen Flechte sagen.

Die Verpflanzung des Baumes geschah in Zusammenarbeit zwischen Parkverwaltung und der botanischen Sektion der Universität Göteborg. Die Biologen sind nun sehr an der Entwicklung sämtlicher Flechten an der Eiche interessiert und halten den Baum mit seinem Gast unter nahezu ständiger Überwachung. Sollten Baum und Blattflechten diesen Sommer überstehen, so dürfte Göteborg auch in Zukunft über eine botanische Sensation verfügen.
Herbert Kårlin
 

Mittwoch, 18. April 2012

Streichelzoo im Slottsskogen wieder offen

Als vor zwei Jahren der Streichelzoo im Göteborger Slottskogen zu einem geschlossenen Wanderweg zwischen den Gehegen wurden, weil die Stadt Geld sparen wollte, verlor diese kleine Anlage all ihre Reize, da den Kinder die Berührung mit den Tieren fehlte und auch Erwachsene Probleme damit hatten ihren Jüngsten einige der früheren Haustiere wirklich näher zu bringen, auch wenn eher die Kinder als die Tiere hinter Gitter waren.

Als nun am Dienstag der Streichelzoo wieder in alter Form öffnete und die Kinder wieder in die Gehege ihrer Lieblinge konnten, zeigte sich nun wieder ein anderes Bild. An diesem ersten Tag waren mehr Kinder als je in den Gehegen zu finden und selbst Kindergartengruppen warteten geduldig darauf mit einem der zahlreichen Tiere nähere Freundschaft schließen zu können.

Auch wenn der Streichzoo des Schlosswaldes nicht sehr groß ist, so finden Kinder dort dennoch Kaninchen, Ziegen, Hühner und auch einige Hängebauchschweine, die allein wegen ihrem Aussehen die Blicke auf sich ziehen. Ein besonderes Ereignis für die jüngsten Besucher des Slottsskogen sind natürlich die Jungtiere, die man im Frühling in den Gehegen entdecken kann und die von den Tierpflegern auf liebevolle Weise auf den Ansturm vorbereitet werden.

Herbert Kårlin

Sonntag, 25. März 2012

2821 Einwanderer werden in Göteborg zu Schweden

Dieses Jahr sind 2821 Einwanderer zur Einbürgerungszeremonie am 6. Juni im Göteborger Schlosswald geladen, rund 400 mehr als noch im Vorjahr. Zum siebten Mal will Göteborg mit diesem Fest die neuen Schweden, die sich in Göteborg niedergelassen haben, willkommen heißen und ihnen damit ein wahres Zugehörigkeitsgefühl zur Stadt vermitteln.

Auch wenn nicht alle eingeladenen Gäste anwesend sein wollen, die Anwesenden jedoch Freunde und Angehörige zum Fest mitbringen dürfen, werden sich dieses Jahr zwischen 2500 und 3000 Personen im Schlosswald vereinen. Da dieses Jahr auch das Jahr des Kindes ist, will Göteborg insbesondere auf Aktivitäten für Kinder setzen und nach Möglichkeit auch einen Kinderchor einladen.

Auch wenn nur diejenigen Göteborger, die voriges Jahr die schwedische Staatsbürgerschaft verliehen bekamen eine persönliche Einladung erhalten und während der Feierlichkeiten zwischen 11 und 13 Uhr einen Willkommensbrief mit einigen kleinen Geschenken erhalten werden, so sind dieses Jahr jedoch auch alle anderen Göteborger auf dem Festplatz am Stora Dammen willkommen und können den Tänzen, der Musik und den anderen Veranstaltungen folgen.

Herbert Kårlin

Freitag, 18. November 2011

Immer weniger Spielplätze in Göteborg

Die Erneuerung des größten Göteborger Spielplatzes Plikta im Schlosswald kann nicht darüber hinweg täuschen, dass während der letzten zehn Jahre rund 140 Spielplätze in Göteborg verschwanden, oft weil Kinder die Anwohner stören könnten oder das Grundstück mit Spielplatz keinen Gewinn erwirtschaften kann und daher als unsinnig betrachtet wird. Und selbst neue Spielplätze verfügen oft nur noch über das strikte Minimum einer Anlage, das wenig für Kleinkinder geeignet ist.

Insbesondere Schaukeln, die für Kleinkinder geeignet sind und die meist gesuchte Attraktion eines Spielplatzes sind, verschwinden nahezu vollständig aus der Landschaft der Göteborger Spielplätze. Selbst am meist besuchten Spielplatz im Slottsskogen findet man gerade einmal zwei Kleinkinder-Schaukeln an denen, vor allem am Wochenende, eine Schlange entsteht, während andere Einrichtungen leer stehen.

Die Planer der Göteborger Spielplätze sind sich allerdings keiner Schuld bewusst und argumentieren, dass sie die Spielplätze nur dem Bedarf und den Wünschen der Eltern anpassen, ohne jedoch aufzuschlüsseln wie sie zu ihren Bewertungen kommen und weshalb Eltern in mehreren Stadtteilen weite Strecken mit ihren Kindern zurücklegen müssen, nur damit sie einen Spielplatz für den Nachwuchs finden können.

Herbert Kårlin

Dienstag, 15. November 2011

Die Vogelpest hat Göteborg erreicht

Nachdem bereits im März des Jahres die Newcastle-Krankheit oder Vogelpest bei wilden Tauben in Mariestad und Alingsås festgestellt wurde, hat sich die Paramyxovirose nun weiter im Västra Götaland ausgebreitet und auch Göteborg erreicht. Insbesondere die Vögel im Schlosswald sind von der Krankheit, die als 100 Prozent tödlich eingestuft wird, bedroht.

Sämtliche Vögel im Slottsskogen wurden daher nun unter Quarantäne gestellt und müssen sich, mit Ausnahme der Ölandgänse im Inneren aufhalten. Selbst die Pinguine mussten in ein Gebäude geschickt werden zu dem nur Tierpfleger Zutritt haben. Die Ölandgänse befinden sich dagegen in einem Gehege in das keine Wildvögel gelangen können, da Gänse eine Gefangenschaft in einem Gebäude sehr schlecht verkraften.

Wie lange die Vögel des Schlosswaldes in Quarantäne bleiben müssen ist bisher unklar, da auch nicht bekannt ist wie weit sich die Vogelpest bereits ausgedehnt hat. Sollte bereits einer der Vögel mit der Krankheit, die für Menschen ungefährlich ist, infiziert sein, so müssen alle Tiere des Slottsskogen getötet werden, was den Park einer weiteren wichtigen Attraktion berauben würde.

Herbert Kårlin