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Freitag, 23. Mai 2014

Ein Trabrennen auf Göteborgs Paradestraße

Schon seit Jahren plant die Firma Sport och Evenemang ein Trabrennen auf Göteborgs Straßen zu veranstalten, was Pferdefreunde und Tierschützer mit sehr gemischten Gefühlen aufnehmen, aber für den Veranstalter, dank der Sponsoren und den Rennwetten, ein lukratives Unternehmen sein kann. Allerdings zeigt sich das Unternehmen bisher über alle Punkte zu diesem Rennen sehr verschwiegen und gibt nur bekannt, dass der Startschuss an der Paradestraße Avenyn fällt und vor dem Restaurant Trägår’n endet.


Die acht vorgesehenen Pferde werden am 14. August gegeneinander antreten und die Veranstaltung ist damit ein Teil des jährlichen Göteborger Kulturfestes, was auch garantiert, dass am Straßenrand tausende von Zuschauern das 250 Meter lange Rennen verfolgen können, Personen, die man normalerweise nicht beim Trabrennen findet und sonst kaum eine Beziehung zu Pferden haben. Ob sich dies nach diesem Ereignis ändern wird, bleibt allerdings dahingestellt.

Um das Ereignis Citytrav durchführen zu können, muss eine dreispurige Straße im Zentrum Göteborgs für zwölf Stunden abgesperrt werden, wobei sich das Ereignis, im Gegensatz zu holländischen Stadttrabrennen, an die Masse richtet, die für jedes zusätzliche Ereignis während des Kulturfestes dankbar ist. Die Veranstalter wollen die Straße auf der Rennstrecke mit Sand versehen und nur Pferde auswählen,, die auch in ungewohntem Milieu und bei hoher Lautstärke ruhig bleiben, denn ein teures Trabpferd soll in keinem Fall während des Citytravs verletzt werden.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 10. April 2013

Göteborg und die Entwicklung zur Weltstadt


Vision des Göteborger Freihafens, Architekturbüro White
 
Innerhalb von nur acht Jahren soll sich Göteborg von einer normalen schwedischen Großstadt in eine der modernsten Metropolen Europas verwandeln, zumindest was die Architektur und die Stadtplanung betrifft, denn an dem Tag an dem Göteborg 400 Jahre alt wird, werden nicht nur die Bauarbeiten zum Infrastrukturpaket die Stadt in ein Chaos verwandeln, sondern andere Teile sollen ein modernes Schaufenster der modernen Welt sein.

Eines der wichtigsten Projekte ist die Neugestaltung der Paradestraße Avenyn, denn der Autoverkehr und Busse sollen verschwinden und einer grünen Allee Platz machen mit Pavillons, die die bisherigen Vorbauten an Restaurants ersetzen sollen und dann ganzjährig geöffnet sein werden. Nur in der Mitte bleibt ein kleiner Streifen für den Straßenbahnverkehr und die Fahrräder. Das Vorbild scheint Göteborg in Barcelona gefunden zu haben, auch wenn das Klima wohl kaum zu vergleichen ist, aber das Traumbild, das sich Touristen von Schweden machen, ist für die Stadtverwaltung nicht sehr lockend, wenn man vom Mittelmeer träumen kann.

Die zweite große Änderung wird der neue Freihafen sein, denn dort sollen Wohnungen entstehen, Grünanlagen und ein Platz, der die beiden Seiten des Flusses verbindet. Das Glanzstück im Freihafen soll der Jubiläumspark sein an dem die Zeichner des Architekturbüros sommerlich gekleidete Kanufahrer zeigen und damit ein Freizeitleben vorspiegeln, das bisher nicht in Göteborg Einzug hielt. Aber natürlich muss, neben den beiden Großprojekten, auch eine moderne Brücke gebaut werden, die Südseite des Göta Älv modernisiert werden und anderes mehr. Nur über die Finanzierung dieser Projekte will die Führung Göteborgs noch nicht reden.

Herbert Kårlin

Samstag, 16. Februar 2013

Zwei Biersorten dominieren Göteborg

Obwohl Göteborg eine der interessantesten Bierstädte Schwedens ist in der sich mehrere Kleinbrauereien befinden, die eine reiche Auswahl an Biersorten hoher Qualität anbieten, ist es für die Besucher der Stadt nahezu unmöglich das Bier der Stadt zu trinken, denn kaum ein Restaurant und kaum eine Kneipe bieten die lokalen Produkte an, sondern greifen zu Carlsberg und Spendrups, den Produkten von zwei Großbrauereien, die den gesamten Markt in Schweden dominieren.

Obwohl nicht nachzuweisen ist, dass es in Göteborg in irgendeiner Weise zu Absprachen zwischen den Brauereien kam oder diese Druck auf ihre Kunden ausüben, ist es erstaunlich, dass ganze Straßenzüge jeweils nur die gleiche Marke anbieten, denn wer an der Linnégatan sucht, wird sich mit Spendrups zufrieden geben müssen und wer ein Bier an der Avenyn trinkt, erhält wie selbstverständlich Carlsberg. Eine plausible Erklärung für diese Situation kann weder der Verbraucherverband noch die Kneipen, Nachtclubs und Restaurants bieten.

Nur wer in Seitenstraßen Göteborgs sucht, kann nach langer Suche das Glück haben auch lokales Bier zu finden. Nicht sehr viel besser sieht es aus, wenn man in den staatlichen Systembolagen sucht, denn auch hier ist es nicht jedes Geschäft, das die lokalen Biersorten führt. Sicher kann man sich dort sein lokales Bier bestellen, aber da es etwa zehn Tage bis zur Lieferung dauert, ist diese Lösung für Besucher der Stadt kaum von Interesse. Selbstverständlich ist aber Brauereien der Direktverkauf verboten.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Kameraüberwachung in der City Göteborgs

Nachdem eine Statistik belegt, dass in Städten, die auf zentralen Plätzen der Stadt auf eine Überwachung durch Kameras setzen, die Kriminalität um bis um 22 Prozent zurückging, wollen die Moderaterna, die Opposition im Göteborger Stadtrat, auch im Zentrum Göteborgs auf diese Art der Überwachung setzen, unter anderem an den sogenannten kritischen Stellen der Paradestraße Avenyn, an der auch mehrere Nachtklubs liegen.

Da im vorigen Jahr in der City von Göteborg insgesamt rund 1100 Fälle von Misshandlungen und Diebstählen zur Anzeige kamen, nehmen die Moderaterna an, dass durch eine Kameraüberwachung diese Zahl rückläufig sein wird. Die Partei sieht diese Überwachung als vorbeugendes Mittel, das sowohl normale Kriminalität als auch Kriminalität unter Alkoholeinfluss begrenzen kann und dadurch das Zentrum Göteborgs auch nachts wieder in ein sicheres Gebiet verwandeln kann.

Mit dieser Forderung der Moderaterna zeigt sich allerdings auch deutlich, dass alle bisherigen Maßnahmen, die alle als Wundermittel propagiert wurden, nicht den erwünschten Erfolg brachten. Erstaunlich ist dabei natürlich, dass eine Kamera mehr Erfolg haben soll als der bisherige verstärkte Einsatz von Polizeibeamten im Zentrum Göteborgs und auch die frühe Sperrstunde, die die Stadt beschlossen hat. Es wäre daher sinnvoll tatsächlich nach den Ursachen der hohen Quote an Kriminalität im Zentrum Göteborgs zu suchen statt ständig neue Ideen verkaufen zu wollen und andere Städte als Beispiel heranzuziehen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 2. Oktober 2012

Progressive Parkgebühren in Göteborg

Wer seit gestern am größten zentralen Parkplatz in Göteborg parken will, weil er in der Innenstadt arbeitet oder als Tourist die Stadt besuchen will, muss sehr genau darauf achten welchen Parkplatz er in Heden nimmt, denn ein Viertel der Parkplätze erhielt eine neue progressive Parkgebühr, die nur dann günstig ist, wenn man maximal drei Stunden dort parkt, oder aber nachts sein Auto dort abstellen will, was jedoch nicht gerade als sicher betrachtet wird.

Mit den Preiserhöhungen im Schockniveau, was bedeutet, dass man für acht Stunden die Kleinigkeit von 1280 Kronen für den Parkplatz bezahlt, sollen 200 Parkplätze den Kurzzeitparkern reserviert werden, die den Handel an der Avenyn und ihren Nebenstraßen in Schwung bringen sollen, und so nebenbei auch die arbeitende Schicht Göteborgs daran gewöhnen soll, dass das Zentrum der Stadt langsam zur No-Go-Area für Autos wird.

Im abgeteilten Teil des Parkplatzes Heden in günstigster Lage verdoppelt sich nun zwischen 8 und 22 Uhr jede Stunde die Parkgebühr, was bedeutet, dass man für eine Stunde 10 Kronen bezahlt, für zwei Stunden 20 Kronen, aber für vier Stunden bereits 80 Kronen. Wer als Tourist vielleicht nicht nur ein Museum besucht, sondern auch einen Einkaufsbummel macht und dann noch Essen geht, wird nach sechs Stunden bereits 320 Kronen bezahlen müssen, was den Tag sicherlich zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Dass die Politiker dabei auf die Forderung des Handels hörten, versteht sich von selbst.

Herbert Kårlin

Montag, 18. Juni 2012

Göteborg erhält „Reinlichkeitspreis“

 Mittags an einer Bushaltestelle in Göteborg

Trotz Aktionen wie vorige Woche bei einem Straßenfest oder der tagelang ungereinigten Paradestraße Avenyn, was den Göteborgern zeigen soll wie viel Abfall sie auf die Straßen werfen, erhielt die Stadt nun zum dritten Mal den ersten Preis dafür, dass in ihr am meisten dafür getan wird, damit der Abfall auf öffentlichen Straßen und Plätzen vorbildlich beseitigt wird. Auch wenn dies alle Bewohner Göteborgs in Erstaunen versetzt, so hat dies jedoch eine logische Erklärung.

In Zusammenarbeit mit zahlreichen Schulen der Stadt hat es Göteborg geschafft einmal im Jahr über 60.000 Schüler zu mobilisieren, die bei der sogenannten „Frühjahrsreinigung“ an nahezu allen Straßen und öffentlichen Plätzen der Stadt Abfall einsammeln und damit für das Abfallproblem der Stadt sensibilisiert werden. Wie selbstverständlich geht die Stiftung „Håll Sverige Rent“ davon aus, dass auch alle diese Kinder und Jugendlichen das restliche Jahr über ihre Abfälle korrekt entsorgen und nicht auf die Straße werfen.

Natürlich gibt es in Göteborg auch das Projekt Trygg, das seit Jahren für ein sauberes Göteborg arbeitet und auf die Abfallprobleme der Stadt aufmerksam macht, auch wenn man dies weder an der Avenyn, noch im Schlosswald oder dem Königspark großartig bemerkt, denn Trygg geht davon aus, dass man seine Zigarettenkippe bis zu 200 Meter mit sich trägt bis man eine Möglichkeit findet sie vorschriftsmäßig zu entsorgen und dass man überfüllte Papierkörbe respektiert und seinen Abfall eben mit nach Hause nimmt, ein Traum, der sich wohl nie erfüllen wird und Göteborg dennoch zu einem Sauberkeitspreis verhilft.

Herbert Kårlin

Freitag, 10. Februar 2012

Straßenverkauf in Göteborg mit Hindernissen

Nach dem Verkehrsamt in Göteborg sollen Händler, die ihre Waren im Bältespännarparken oder an der Avenyn an einfachen Ständen anbieten ab 1. März eine jährliche Abgabe in Höhe von 50.000 Kronen bezahlen und nicht mehr 3850 Kronen wie bisher. Das städtische Amt will damit lediglich einen normalen Marktpreis einführen und Privilegien abschaffen, die anderen Geschäften Konkurrenz machen.

Tatsächlich besteht natürlich ein Problem mit den Straßenhändlern, denn während die günstigen Preise im Grunde festgesetzt wurden, damit Kunsthandwerker und Künstler eine Möglichkeit finden ihre Werke an zentralen Stellen Göteborgs anzubieten, findet man heute an den Ständen fast nur noch Massenprodukte aus Asien, die die Göteborger Kunsthandwerker nahezu verdrängt haben.

Der Göteborger Stadtrat hat nun die Erhöhung abgelehnt, da Straßenhändler bei einer so hohen Gebührensteigerung in Konkurs gehen würden und wollen nun, wie üblich, über eine zukünftige Strategie und möglicherweise zwei unterschiedliche Preise diskutieren, statt sich unmittelbar zusammenzusetzen um Künstlern und Kunsthandwerkern die bisherigen Abgaben zu garantieren und für andere Händler die Preise auf das allgemeine Marktniveau zu erhöhen und der Stadt einen positiven Stempel zu bieten.

Herbert Kårlin

Freitag, 13. Januar 2012

Nachtleben in Göteborg wird eingeschränkt

Nach der Mehrheit der Politiker Göteborgs haben die gegenwärtig 16 Nachtklubs der Stadt dieses Jahr zum letzten Mal die Möglichkeit bis fünf Uhr morgens Alkohol zu servieren, denn ab nächstem Jahr wird die Sperrstunde auf drei Uhr vorverlegt und die Lokale müssen spätestens um 3 Uhr 30 verlassen sein. Damit wird Göteborg die erste Stadt Schwedens, die auch ohne entsprechendes Nachtleben Tourismus fördern und anziehen will.

Als Ursache für diese Maßnahme nennen die Stadtpolitiker, ausgenommen Moderaterna und Volkspartei, die steigende Gewalt in Göteborg und die starke Verschmutzung in der Umgebung der Avenyn, wobei sie sich dabei auf die Aussagen der Polizei und ein äußerst zweifelhaftes Gutachten eines militanten Antialkoholikers berufen. Vergessen sind dabei die früheren Schwarzclubs und vergessen ist auch, dass die meiste Gewalt der Stadt in anderen Stadtteilen zu finden ist. Die Gefahr ist nur noch der Alkoholausschank nach drei Uhr morgens.

Die Vereinigung der Unternehmer an der Avenyn und der Verband der Restaurantbetriebe glauben nicht an eine Verbesserung der Situation durch eine Änderung der Sperrzeit, da die Probleme der Innenstadt auch durch die mangelhafte Beleuchtung, unzählige Schwarztaxis und den mangelhaften öffentlichen Verkehr zu Nachtstunden entstehen, und was nützt eine Sperrstunde um drei Uhr, wenn die erste Straßenbahn morgens um fünf Uhr verkehrt. Wie werden die Besucher der Nachtklubs wohl diese zwei Stunden verbringen?

Herbert Kårlin

Montag, 7. November 2011

Schwarztaxis werden in Göteborg kontrolliert

Gegenwärtig fahren in Göteborg rund 100 Schwarztaxis, die ihre Kunden insbesondere an der Avenyn oder dem Hauptbahnhof suchen und jährlich einen Umsatz von mehreren Millionen Kronen machen. Da mittlerweile jede Woche auch Übergriffe von Fahrern der Schwarztaxis gemeldet werden, arbeiten nun mehrere Organisation zusammen um diese Aktivität zu bekämpfen.

Dieses Wochenende unternahmen Polizei, Finanzamt, Versicherungskasse, Sozialamt und Gerichtsvollzieher gemeinsam Kontrollen von verdächtigen Fahrzeugen und konnten dabei mehrere der illegalen Taxifahrer ausfindig machen, was in zahlreichen Fällen auch zu rechtlichen Folgen von Seiten der beteiligten Ämter führen wird.

Die Polizei konnte an diesem Wochenende drei Fahrer vernehmen, die ein illegales Taxifahren zugaben und der Gerichtsvollzieher konnte zwei Fahrzeuge direkt pfänden, da die Fahrer erhebliche Steuerschulden hatten. Aber auch das Sozialamt und die Versicherungskasse waren mit dem Einsatz zufrieden, da einige der Fahrer staatliche Gelder kassierten, obwohl sie gleichzeitig einer beruflichen, wenn auch illegalen, Tätigkeit nachgingen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 17. August 2011

Straßenmusik weiterhin verboten in Göteborg

Obwohl der Stadtrat bereits vor einem Jahr entschied, dass die restriktive Bestimmung in Göteborg für Straßenmusiker aufgehoben werden soll, konnte die Stadt bis heute keine Entscheidung mit klaren Regeln fällen, was bedeutet, dass Straßenmusik immer noch an zahlreichen Stellen der Innenstadt verboten ist und selbst eine Strafe nach sich ziehen kann.

Auch wenn die Polizei die restriktiven Bestimmungen heute kaum noch anwendet und in gewissen Fällen die Straßenmusikanten nur bittet sich um einige Meter von bestimmten Geschäften zu entfernen, so bleibt die Tatsache, dass Göteborg nicht in der Lage ist eine simple Bestimmung im Laufe eines Jahres zu ändern, sondern ein Angestellter schiebt die Papiere nur von den Schreibtisch eines anderen.

Geschäfte in Nordstan und entlang der Avenyn, die die restriktive Bestimmung durch ihre Lobbyarbeit forderten, sind dagegen teilweise weniger kulant als Polizeibeamte und drohen den im Prinzip legalen Straßenmusikanten, wenn sie sich von der Musik gestört werden, zumal ihnen nicht bewusst scheint, dass gerade Straßenmusikanten vor einem Geschäft auf die Auslagen aufmerksam machen können und damit auch Kunden anziehen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 14. August 2011

Wenig Interesse für das Göteborger Riesenrad

Auch wenn die genauen Zahlen jener, die das Göteborger Riesenrad benutzten, und dieses Jahr noch benutzen werden, nicht festliegt, so kann man bereits verzeichnen, dass die Anzahl der zahlenden Besucher dieses Jahr bisher noch unter jener des Vorjahres liegt. Im ersten Halbjahr 2011 setzten sich gerade einmal 103.000 Personen in die 42 Gondeln der 60 Meter hohen Attraktion.

Alle Werbeaktion, wie ein kostenloses Pilsner, Kleinigkeiten zum Essen oder kostenlose Zusatzrunden, helfen nicht Schwung in das Geschäft zu bringen, was die Mehrheit der Göteborger bereits sagte, bevor das Riesenrad an seinem heutigen Platz stand, den es jedoch zu Beginn 2012 mit seinem endgültigen Platz in Liseberg eintauschen wird, von wo aus die Aussicht über Göteborg auch weitaus besser sein wird.

Im vorigen Jahr erwirtschaftete das Göteborger Riesenrad einen Verlust von einer Million Kronen, einer Summe, die sich dieses Jahr multiplizieren wird und letztendlich vom Steuerzahler der Stadt finanziert werden muss, da sowohl Liseberg als auch Göteborg & Co, die Betreiber des Riesenrades, der Stadt gehören. Göteborg & Co zieht aus dem Verlust dennoch eine positive Bilanz, da das Riesenrad während der letzten zwei Jahre Besucher der Stadt auch nach Lilla Bommen geführt hat und nicht nur zur Avenyn.

Herbert Kårlin

Samstag, 6. August 2011

Der Göteborger Fußballklub IFK distanziert sich von Hulligans

Nach den Straßenschlachten zwischen 250 IFK-Anhängern und AIK-Anhängern auf der Göteborger Avenyn einen Tag vor dem Spiel und den Krawallen unmittelbar vor dem Spiel, hat sich die IFK (IdrottsFöreningen Kamraterna) Göteborg nun in einem offenen Brief, der auch vom Personal und der Leitung des Fußballvereins unterzeichnet wurde, von ihren Supportern auf das äußerste distanziert.

In ihrem offenen Brief erklären sie ihren gewaltsamen Supportern, dass sie vom Sportverein nicht als Anhänger und Freunde bezeichnet werden, da diese Gewalt 107 Jahre Freundschaft und gemeinschaftlichen Sport untergräbt. Der Sportklub unterzeichnet den Brief damit, dass die IFK Gewalttäter nicht in ihrem Freundeskreis benötigt.

Nach der IFK ist der Schaden, den die gewalttätigen Supporter an diesen zwei Tagen anrichteten, unermesslich, da damit gewalttätiger Fußball in der Presse diskutiert wird und niemand an die 14.000 zufriedenen Zuschauer denkt, die Atmosphäre im Stadion und alles Positive, das der Sport Fußball bringen kann.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Juli 2011

Touristenfallen in Göteborg

Wenn man, wie die Göteborger Tageszeitung GP, auf Internet nach den Touristenfallen in Göteborg sucht, so findet man zwar mehrere Stellen, die genannt werden, aber nur ein einziger Ort ist so häufig erwähnt, dass er dem Fremdenverkehrsamt Göteborgs und dem Verein der Kaufleute der betreffenden Straße zu denken geben sollte.

Als größte Touristenfalle wird von Touristen aller Länder die Prachtstraße Avenyn betrachtet. Die Besucher finden diese Paradestraße langweilig, überteuert und ohne jede Attraktion. Ein Mittagessen, einen Kaffee oder auch ein Bier bekommt man fast überall in Göteborg billiger als entlang der Avenyn, die in Prospekten Göteborgs als einzige Straße genannt wird, die man „unbedingt“ entlang bummeln soll und an einer der Kneipen ein Bier angeraten wird.

Die nächsten drei Stellen werden vom Göteborger Riesenrad, dem Einkaufszentrum Nordstan und der Vergnügungspark Liseberg eingenommen. Beim Riesenrad wird die mangelnde Aussicht beklagt, die man für den hohen Preis bekommt, bei Nordstand klagen die Besucher über das monotone Angebot, das nur in der Werbung einzigartig ist und in Liseberg beschweren sich die Besucher über die extremen Preise in den Restaurant, wobei die Anlage als solches überwiegend gelobt wird.

Herbert Kårlin

Samstag, 9. April 2011

Abfall auf Göteborgs Strassen

Der Beginn des Frühlings und die Öffnung der Terrassen bringt in Göteborg jedes Jahr eine Rekordmenge an Abfall, der achtlos auf die Straßen und Bürgersteige geworfen wird statt in Papierkörbe oder andere Vorrichtungen. Dies ist der Grund, warum Göteborg dieses Jahr versucht die Bewohner der Stadt auf besondere Weise zu sensibilisieren.

Während fünf Tagen fährt die Stadtreinigung nicht mehr, wie sonst üblich, in den frühen Morgenstunden über die Bürgersteige an der Paradestraße Avenyn, sondern leert nur noch die Papierkörbe. Zigarettenkippen, Papier, Eisbecher und anderer Abfall, der achtlos auf die Wege geworfen wird, bleibt in dieser Zeit liegen.

Die Göteborger Stadtverwaltung hofft mit dieser Maßnahme den Bewohnern der Stadt klar zu machen, wie viel Abfall unnötigerweise auf dem Boden landet und wie teuer die regelmäßige Reinigung den Steuerzahler kommt. Hauptproblem der Aktion sind jedoch die Demonstrationen, die dieses Wochenende am Götaplatsen statt finden und zusätzlichen Abfall hinterlassen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Dezember 2010

Immer mehr Nachtklubs und Kneipen in Göteborg ohne Schrankgenehmigung

Die Avenyn gilt in Göteborg als Zentrum für Nachtklubs, Kneipen und Restaurants, was mehrere Vermieter, Vereinigungen und auch die Stadt als unausgeglichen betrachten. Sie befürchten, dass damit der Nobelruf der Avenyn zerstört wird. Den stärksten Kampf gegen die Einrichtungen dabei führt das Amt, das zuständig für Schankgenehmigungen ist.

Mats Jönsson, der Besitzer des Nachtklubs Styrbord Babords, dem jüngst, wie auch Jameson Pub, die Schankgenehmigung entzogen wurde, spricht gar von einer Hexenjagd auf die Besitzer der Vergnügungseinrichtungen an der Avenyn und weist die Leiterin des Amtes, Anneli Silvander, als Verantwortliche aus, die das kleinste Detail sucht, um Einrichtungen an der Avenyn schließen zu können.

Anneli Silvander verweist als Verteidigung auf die gültigen Gesetze an die sich Besitzer aller Nightclubs, Kneipen und Restaurants halten müssen, vergisst dabei jedoch, dass Göteborg als die schwedische Stadt mit Null Toleranz gilt, was Alkoholausschank und Lebensmittelkontrollen gilt, was auch alle ausländischen Teilnehmer am Göteborger Kulturkalas und den Göteborger Weihnachtsmärkten bestätigen und zahlreiche Aktivitäten in Göteborg bremst.

Herbert Kårlin

Freitag, 10. Dezember 2010

Die Weihnachtsstadt Göteborg erstrahlt


Zwischen dem 10. Dezember 2010 und dem 9. Januar 2011 bietet die Lichterstrecke der schwedischen Weihnachtsstadt Göteborg eine Erlebnis in Rot, Lila und Blau, den diesjährigen Weihnachts-Farben. Auf einer Strecke von drei Kilometern kann man ein weihnachtliches Göteborg entdecken, das dieses Jahr unter dem Thema „sagolik“ (wie in einem Märchen) steht.

Die Lichterstrecke beginnt beim Läppstiftet bei Lilla Bommen, führt dann entlang der Avenyn und dem Näckrosdammen bis nach Liseberg. Das Besondere an dieser Lichterstrecke ist jedoch nicht nur die einfallsreiche Straßenbeleuchtung, sondern vor allem die Lichterspiele, die künstlerischen Beleuchtungen von zahlreichen Gebäuden und die Attraktionen entlang der Strecke.

Zu den bedeutendsten Attraktion der Weihnachtsstadt Göteborg gehören das Multimediaspektakel am Harry Hjörnes Plats, der singende Tannenbaum am Bältespännarparken und vor allem die Filmvorführung an der Fassade des Kunstmuseums am Götaplatsen, wo man Gnome, Hexen und Feen trifft, wo aber auch Dornröschen und Alice aus dem Wunderland teilnehmen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Freitag, 12. November 2010

In Göteborg beginnt die Weihnachtssaison


Am heutigen Freitag startet in Göteborg die Weihnachtssaison. Der erste Weihnachtsmarkt des Jahres öffnet im Einkaufszentrum Nordstan. Noch bevor der Handwerks-Weihnachtsmarkt am 18. November in der Galerie des Kaufhauses öffnet, übernimmt Spanien die Einleitung, wo man nicht nur spanische Weihnacht entdeckt, sondern auch Tapas essen kann und eine Reise nach Andalusien zu gewinnen ist.

Um 16 Uhr öffnet dann der größte schwedische Weihnachtsmarkt Liseberg seine Pforten. Stände mit Glögg und gebrannten Mandeln verwöhnen die Besucher ebenso wie Delikatessen aus dem Lappland, die neu dekorierte Eisbar der Künstler Jukkujärvis, der Skihügel für Kinder und der Handwerksmarkt im DesignTornet.

Gleichzeitig mit der Eröffnung des Liseberg Weihnachtsmarks wird auch die drei Kilometer lange Lichterstrecke Göteborgs von Liseberg, entlang der Avenyn bis zum Gustav Adolf Torg entzündet. Während dieser ersten Etappe leuchten nur die weißen Lampen, die dann am 10. Dezember von der restlichen Weihnachtsbeleuchtung ergänzt werden, die dem Weihnachtsthema des Jahres, der Sagenwelt, angepasst ist.

Herbert Kårlin

Sonntag, 3. Oktober 2010

Probleme im Nightclub Nivå in Göteborg

Seit zwei Jahren gehen bei der Göteborger Polizei Klagen über Misshandlung und Diebstahl im Göteborger Nightclub Nivå an der Edelstraße Avenyn ein. Erste jetzt wurden Polizei und Staatsanwalt aktiv, mit der Folge, dass vier Wachen, die für die Sicherheit des Nachtklubs und der Besucher zuständig waren, vor Gericht gestellt werden und zwei unter ihnen bereits in Untersuchungshaft sitzen.

In den letzten zwei Jahren gingen zahlreiche Klagen bei der Polizei ein, dass Geldbörsen, Handys und Markenkleidung, die an der Garderobe abgegeben werden müssen, spurlos verschwanden. Der Eigentümer und die Türwachen argumentierten, dass das Hab und Gut ihrer Kunden wohl hinter Sofas gefallen sei und dann jemand aus dem Publikum der Dieb war oder dass die Betroffenen so betrunken waren, dass sie die Nachtklubs verwechselten.

Bei einer polizeilichen Durchsuchung des Nightclubs fand man nun in einem verschlossenen Raum eine große Anzahl an Gut, das Kunden abhanden gekommen war. Während bisweilen Ausweise oder Kreditkarten sich noch in den Taschen befanden, war Bargeld grundsätzlich verschwunden. Nun werden auch zahlreiche Klagen wegen Misshandlung, die im Untergeschoss des Nightclubs zur Anzeige kamen, aufgenommen.

Herbert Kårlin

Samstag, 25. September 2010

Kampf gegen Schwarztaxis in Göteborg

Nachdem regelmäßig Anzeigen wegen unterschiedlichster Delikte gegen Schwarztaxi-Fahrer bei der Polizei eingehen und die offiziellen Taxigesellschaften auf Grund dieser illegalen Aktivität erhebliche Einbußen verzeichnet, startet nun an der Avenyn in Göteborg ein vierwöchiges Projekt, das als Kampf gegen Schwarztaxis angesehen werden kann.

Natürlich dürfen auch in Zukunft die offiziellen Taxis Göteborgs ihre Kunden nicht bei Valand, dem nächtlichen Drehpunkt der Aktivitäten, erwarten, sondern müssen darauf hoffen, dass die Kunden erst mehrere hundert Meter Fußmarsch nach Heden oder dem Storan auf sich nehmen, aber die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Betreibern der Nightclubs, den Taxigesellschaften und den Parkwächtern Göteborgs soll Schwarztaxis auf dieser Strecke ein Ende bereiten.

Zum einen wollen die Nightclubbesitzer, Taxichauffeure und Polizei vier Wochen lang eine Aufklärungsarbeit leisten, die über die Gefahren einer Schwarztaxifahrt informieren und den Besuchern einer der Vergnügungseinrichtungen den nächsten Weg zu einem offiziellen Taxihalteplatz zeigen, zum anderen sollen Parkwächter und Polizei gezielt Jagd auf meist illegal parkende Schwarztaxis zu machen. Nach vier Wochen soll sich zeigen, ob die Besucher von Nightclubs eher die Sicherheit mit einem bis zu 500 Meter langen Fußweg oder das Risiko mit einem Taxi um die Ecke bevorzugen.

Herbert Kårlin

Samstag, 4. September 2010

Neue Regeln sorgen für ein ruhigeres Göteborg

Dieses Jahr bekamen die Restaurants Göteborgs, die ihre Getränke und Speisen im Sommer auf Terrassen servieren wollten erstmals nur eine zeitbegrenzte Genehmigung, die nur verlängert wurde, wenn die entsprechenden Restaurants keine überlaute Musik machten und keine Klagen der Anwohner wegen Lärmbelästigungen eingingen.

Betroffen waren dieses Jahr vor allem die Avenyn, die Viktoriagatan und die Magasinsgatan, wo Restaurants dicht aneinander liegen und die letzten Jahre permanent Klagen über den hohen Lautpegel nach 22 Uhr eingingen. Das Jahr 2010 bewies nun, dass die neue Maßnahme Göteborgs Erfolgt zeigt, denn sämtliche betroffenen Restaurants senkten das Lautniveau ohne auch nur einen Gast zu verlieren.

Der Erfolg dieser städtischen Regelung führt nun dazu, dass im nächsten Jahr auch die Dachterrassen an der Avenyn mit in das Programm aufgenommen werden, was Göteborg nachts nicht weniger animiert macht, aber weitaus ruhiger für Anwohner, die seit Jahren jeden Sommer erheblichen Lärmbelästigungen ausgesetzt waren.

Herbert Kårlin