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Donnerstag, 10. April 2014

Bier- und Whiskymesse 2014 in Göteborg

Nach dem durchschlagenden Erfolg des vergangenen Jahres war es geradezu logisch, dass dieses Jahr vom 10. Bis zum 12. April 2014 die zweite Bier- und Whiskymesse in der Göteborger Messe abgehalten wird, wobei die Veranstalter auch eine organisatorische Bilanz aus dem vergangenen Jahr schlossen, da im vergangenen Jahr verärgerte Besucher trotz bezahlten Eintrittskarten wegen überfüllten Hallen abgelehnt wurden und sich zeigte, dass die Größe der Halle bei weitem nicht für die zugelassenen Besucher ausreichte.


Dieses Jahr wurde daher für die Bier- und Whiskymesse 2014 die doppelte Größe an Messeraum einkalkuliert und mehr Platz für jeden Besucher eingerechnet deren Eintrittskarten im Preise zu 230 Kronen jeweils für einen zweistündigen Besuch rechnen. Dennoch zeigte sich bereits gestern, dass, trotz verlängerter Öffnungszeit, bereits im Vorverkauf sämtliche Eintrittskarte für den Freitagabend und den gesamten Samstag bereits ausverkauft sind. Wer daher eine Eintrittskarte vor Ort kaufen will, muss sich auf Donnerstagnachmittag oder auf Freitag bis 18 Uhr beschränken.

Im Gegensatz zu anderen Messen, so können die Besucher der Bier- und Whiskymesse in Göteborg keinerlei Getränke vor Ort kaufen, sondern diese nur als Geschmacksprobe testen. Wie teuer diese Proben sind, hängt ganz vom Geschmack der Besucher ab, da die Getränkehefte zwar für 100, 200 und 300 Kronen zu erwerben sind, der Preis einer Probe jedoch vom Produkt abhängt. Eine Whiskyprobe besteht aus zwei Zentilitern und kann je nach Whiskysorte zwischen 20 Kronen und über 100 Kronen kosten. Bei einem erlesenen Geschmack reicht daher ein Getränkeheft zu 300 Kronen kaum aus.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 9. Februar 2014

Berühmte Kneipe Göteborgs ohne Schankgenehmigung

Die beiden Kneipen The Dubliners haben sich weit über Göteborg hinaus einen Ruf mit ihrer Bierauswahl und den musikalischen Veranstaltungen gemacht. Seit dem 5. Februar hat sich dies nun geändert, denn die Stadt Göteborg hat den beiden beliebten Kneipen der Stadt nun die Schnkgenehmigung entzogen, also die Möglichkeit des Überlebens, da man diese Kneipen kaum für ein Softgetränk oder Dünnbier besucht.

Die Ursache für den Einzug der Schankggenehmigung ist allerdings, dass der urspüngliche Geschäftsführer und frühere Eigentümer der beiden Kneipen im vergangenen Februar wegen Alkohol am Steuer auf Bewährung und zu 50 Stunden gemeinnützigem Dienst verurteilt wurde, zwar ein einmaliges Geschehen in der langen Geschichte der beiden Kneipen und eine Tat, die sich kaum wiederholt, aber auch nur einmal wegen Trunkenheit verurteilt zu werden, bedeutet, dass eine Schankgenehmigung in Göteborg entzogen wird.

Auch wenn der ursprüngliche Besitzer mittlerweile die Geschäftsführung abgegeben hat, beim Schliessen der Kneipen 60 Angestellte auf der Strasse stehen werden und nach Europaverordnung eine Doppelbestrafung verboten ist, was in diesem Fall der Fall ist, so hat das Verwaltungsgericht in zweiter Instanz entschieden, dass der Entzug der Schankgenehmigung hier als administrative Massnahme verständlich ist. Nun hat der ehemalige Besitzer nur noch die Hoffnung, dass das Kammergericht anders entscheiden wird und auch den Vollzzug aufschiebt, aber noch sind die Kneipen gewissermassen „trocken“ und nur einen Schritt vor dem Konkurs, da mit Alkohol in Göteborg nicht gespasst wird.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. August 2013

Ein bayerisches Oktoberfest in Göteborg

Vom 7. bis zum 10. August 2013 können sich die Bewohner Göteborgs für kurze Zeit vorstellen sich in der bayerischen Hauptstadt München zu befinden da Carsten Raun in diesen Tagen einen Hauch Bayern nach Göteborg bringt, denn er lädt in Heden zum Oktoberfest ein, einem Ereignis, das er in Zukunft jährlich plant, wobei er sicher sein kann, dass das Oktoberfest im Norden ein großer Erfolg sein wird.

Wer das blau-weiße Festzelt, das etwas über 2000 Gäste gleichzeitig fasst, in Göteborg besucht, vergisst ab der ersten Sekunde wo er sich befindet, denn er findet bayerisches Bier, bayerische Brezeln, bayerisches Essen und all dies serviert von Kellnern und Kellnerinnen, die in Dirndl oder Lederhosen gekleidet sind. Selbst die Musik kommt aus Bayern, da der Veranstalter bei seinem Oktoberfest nichts dem Zufall überlässt.

Da die Stadtverwaltung dem Oktoberfest in Göteborg eine Schankerlaubnis erteilte, wird im Festzelt Bier mit einem Alkoholgehalt von 5 Prozent serviert, in den in München üblichen Liter-Krügen und nicht die sonst in Schweden übliche schwache Version und in Miniaturgläsern. Wer sich selbst in traditioneller bayerischer Kleidung sehen will, kann in einer Abteilung des Zeltes auch eine Lederhose oder ein Dirndl für den Abend mieten oder auch kaufen und damit in Göteborg Aufsehen erregen. Wer beim Göteborger Oktoberfest auch essen will, sollte allerdings mit rund 400 Kronen pro Person rechnen. Die einzigen Haken dieses Oktoberfests sind jedoch, dass es noch nicht Oktober ist und parallel dazu auch das Musikfestival Way Out West stattfindet.

Herbert Kårlin

Sonntag, 14. April 2013

Überlaufene Bier- und Whiskymesse in Göteborg


Als am Freitag und Samstag die erste Bier- und Whiskymesse in Göteborg veranstaltet wurde, rechnete niemand mit den Problemen, die dieses Ereignis mit sich bringen sollte, denn bereits bevor die Messe am Freitag die Türen öffnete, fand man eine lange Schlange Wartender vor den Eingängen, wobei man vorsorglich bereits einen Eingang für Personen, die die Eintrittskarte im Vorverkauf erworben hatten und einen für andere Besucher geschaffen hatte.

Der Ansturm war dann jedoch so bedeutend, dass die Veranstalter Besucher an beiden Eingängen abweisen musste, denn die Ausstellung war nur für etwa 6000 Personen gleichzeitig gedacht und der Zustrom musste daher begrenzt werden. Selbst Personen, die schon vor Tagen ihre Eintrittskarten gekauft hatten, eine lange Anreise hinter sich hatten und im Hotel übernachteten, mussten auf den bezahlten Besuch verzichten und wurden damit getröstet, dass Sie nächstes Jahr kostenlos eingelassen werden und das diesjährige Ticket erstattet wird.

Der Veranstalter der Messe hat, als ihm die Situation in Göteborg klar wurde, nicht nur sofort versucht den Schaden zu begrenzen, was auch bedeutete, dass am Samstag nahezu nur noch Personen eingelassen wurden, die ihre Eintrittskarten im Vorverkauf erworben hatten, sonder er buchte auch unmittelbar eine Halle für das kommende Jahr, allerdings von nahezu doppelter Größe, die dem Interesse und dem Ansturm der Bier- und Whiskymesse besser angepasst ist. Außerdem soll aus der zweitägigen Messe eine dreitägige werden und schon am Donnerstag die ersten Besucher empfangen.

Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg

Samstag, 16. Februar 2013

Zwei Biersorten dominieren Göteborg

Obwohl Göteborg eine der interessantesten Bierstädte Schwedens ist in der sich mehrere Kleinbrauereien befinden, die eine reiche Auswahl an Biersorten hoher Qualität anbieten, ist es für die Besucher der Stadt nahezu unmöglich das Bier der Stadt zu trinken, denn kaum ein Restaurant und kaum eine Kneipe bieten die lokalen Produkte an, sondern greifen zu Carlsberg und Spendrups, den Produkten von zwei Großbrauereien, die den gesamten Markt in Schweden dominieren.

Obwohl nicht nachzuweisen ist, dass es in Göteborg in irgendeiner Weise zu Absprachen zwischen den Brauereien kam oder diese Druck auf ihre Kunden ausüben, ist es erstaunlich, dass ganze Straßenzüge jeweils nur die gleiche Marke anbieten, denn wer an der Linnégatan sucht, wird sich mit Spendrups zufrieden geben müssen und wer ein Bier an der Avenyn trinkt, erhält wie selbstverständlich Carlsberg. Eine plausible Erklärung für diese Situation kann weder der Verbraucherverband noch die Kneipen, Nachtclubs und Restaurants bieten.

Nur wer in Seitenstraßen Göteborgs sucht, kann nach langer Suche das Glück haben auch lokales Bier zu finden. Nicht sehr viel besser sieht es aus, wenn man in den staatlichen Systembolagen sucht, denn auch hier ist es nicht jedes Geschäft, das die lokalen Biersorten führt. Sicher kann man sich dort sein lokales Bier bestellen, aber da es etwa zehn Tage bis zur Lieferung dauert, ist diese Lösung für Besucher der Stadt kaum von Interesse. Selbstverständlich ist aber Brauereien der Direktverkauf verboten.

Herbert Kårlin

Samstag, 3. November 2012

Eine Bier- und Whiskymesse in Göteborg

Am 12. und 13. April 2013 wird erstmals eine Bier- und Whiskymesse auf dem Göteborger Messegelände veranstaltet an der bereits rund 50 Aussteller ihr Interesse angemeldet haben, wobei es sich dabei nicht nur um Hersteller und Importeure von Alkohol jeder Größenordnung handelt, sondern auch eine Minderheit an Delikatessenhandlung will von dieser Messe profitieren, da jene, die einen guten Whisky genießen auch an ausgewählten Delikatessen interessiert sind.

Während zwei Tagen werden die Besucher der Messe nicht nur Getränke kosten können, sondern auch mit Braumeistern und Betreibern von kleinen schwedischen Destillerien über Herstellungsverfahren und Auswahlkriterien diskutieren können. Wie überall in Schweden bei entsprechenden Veranstaltungen, werden auf der Bier- und Whiskymesse keine Getränke zum direkten Kauf angeboten, denn das Ziel der Messe ist neue Produkte kennen zu lernen und Kenntnisse zu vermitteln. Der Verkauf von Alkohol ist in Schweden den Systembolagen vorenthalten.

Wong Måltid & Marknad, die die Öl- och Whiskymässan gemeinsam mit der Svenska Mässan in Göteborg veranstalten, laden während der zwei Messetage auch zu verschiedenen Seminaren ein und organisieren mehrere Geschmacksproben zu denen sich Interessenten gesondert anmelden müssen. Die begrenzten Teilnehmerkarten können Interessenten ab Mitte November erwerben. Die Veranstalter rechnen bei dieser ersten Bier- und Whiskymesse in Göteborg mit etwa 8000 Besuchern.

Herbert Kårlin

Dienstag, 12. Juni 2012

Privater Kampf gegen Alkohol in Göteborg

An mehreren Stellen in Göteborg können minderjährige Jugendliche rund um die Uhr Bier und Schnaps kaufen, und das zum Sondertarif, da die Ware illegal in Schweden eingeführt wird und dann auf mehreren Parkplätzen der Stadt unversteuert an jene weitergegeben wird, die die Ware bezahlen. Nach Ausweisen wird dabei natürlich nicht gefragt, da es um Umsatz geht und nicht um das gesundheitliche Risiko für Jugendliche.

Seit Jahren sind die meisten der illegalen Umsatzstellen für Alkohol in Göteborg allgemein bekannt, ohne dass jedoch die Stadt oder die Polizei sich ernsthaft bemühen dem Übel ein Ende zu bereiten, denn die gelegentlichen Stichkontrollen treffen nur eine verschwindende Minderheit an Käufern und Verkäufern. Nachdem die die Tageszeitung GP vor kurzem über die Ausmaßen des Handels berichtete, will auch die Stadtverwaltung Göteborg erneut über das Problem sprechen, aber konkrete Maßnahmen liegen in so weiter Ferne wie immer, da man bisher über erste Diskussionen nicht hinauskam und sich niemand wirklich für das Problem verantwortlich fühlt.

Nun hat der Chef des Stig Centers, die größte Umschlagstelle Göteborgs für Alkohol jeder Art, beschlossen auf eigene Faust einzuschreiten und übernimmt die Aufgabe von Polizei und Stadt. Für vorerst drei Monate bezahlt er berufliche Wächter, die den Parkplatz für Lastwagen permanent kontrollieren, offiziell um die Parkgebühren bei den Fahrern zu kassieren, und nebenbei um den illegalen Verkauf von Alkohol zu unterbinden, der nun seit 15 Jahren eine sichere Einkommensquelle für insbesondere ausländische Lastwagenfahrer ist.

Herbert Kårlin

Sonntag, 5. Dezember 2010

Göteborg sagt nein zu Bierfest

Nachdem am 1. Januar 2011 das Alkoholgesetz in Schweden hinsichtlich von Schankgenehmigungen etwas gelockert wird, wollte das Stockholm Beer & Whisky Festival Ende Januar das bekannte Bierfestival in Nacka auch nach Göteborg bringen. Nach Aussage der Organisatoren stoppte die Stadtverwaltung das Projekt bereits während der ersten Gespräche.

Während in Nacka jedes Jahr ein Bierfestival mit großem Erfolg veranstaltet wird, fand das letzte Festival dieser Art in Göteborg im Jahre 1990 statt. Die Stadt Göteborg zählt fünf Punkte, die gegen die Praktiken in der Stadt verstoßen und bestätigt damit, dass in der Stadt schwedische Gesetze hinsichtlich Alkohol ohne jeden Spielraum ausgelegt werden.

Mit dieser Entscheidung trifft Göteborg nicht nur die Veranstalter, sondern auch die lokalen Bierbrauer, die mit diesem Festival die Möglichkeit sahen lokales Bier bekannter zu machen. Auch die Besucher Göteborgs aus anderen Ländern müssen weiterhin darauf verzichten schwedische Biersorten während eines einzigen Bierfestes in Göteborg entdecken zu können.

Herbert Kårlin