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Montag, 18. März 2013

Göteborger fühlen sich in ihrer Stadt nicht sicher

Obwohl die Politiker Göteborgs das städtische Unternehmen Trygg gründeten, das die Stadt in ein Gebiet verwandeln soll in dem man sich sicher fühlt und Gemütlichkeit findet, zeigt die Statistik, dass die Göteborger mehr Angst vor einem Übergriff oder einem Überfall haben als die Bewohner Stockholms, obwohl in Stockholm die Statistik eine höhere Kriminalität ausweist und weitaus mehr Raubüberfälle zählt als Göteborg.

Der Stadtrat, allen voran der Sozialdemokrat Dario Espiga, erklärte gegenüber der Göteborger Tageszeitung GP, dass man die Ursachen für das Gefühl der Unsicherheit suchen muss und dann Wege finden wird um diese Angst abzubauen. Die Ursache der Angst der Göteborger suchen die Politiker der Stadt verschiedener Schattierung bei den vielen Grünanlagen der Stadt und natürlich der Berichtserstattung der Presse, die, in ihren Augen, diese Angst provoziert indem jeder Überfall auf der ersten Seite landet.

Dario Espigas und Jonas Ransgård sehen ein sicheres Göteborg im Ausbau des Überwachungssystems durch Kameras, damit man die Täter ausfindig machen kann statt sich wirklich an die Ursache der Probleme zu machen, denn die Unsicherheit der Göteborger entsteht durch kaum beleuchtete Haltestellen von Bussen und Straßenbahnen, da die Stadt Energie sparen will - und die Bürger haben Angst vor menschenleeren Plätzen auf denen man nachts nie einen Polizisten patrouillieren sieht, da diese Plätze mit Autos nicht anzufahren sind.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 30. Januar 2013

Kameras der Citymaut in Göteborg helfen Polizei

Auch wenn sämtliche aufgenommenen Daten der Kameras, die die Autos bei der Passage einer Zahlstelle an den Grenzen der Göteborger Citymaut erfassen, also ein Foto, das mehr als nur das Kennzeichen zeigen kann, unter Geheimhaltung liegt und nur dem Einzug der vorgesehenen Steuer dienen soll, so teilt die Polizei Göteborgs mit, dass die Kameras auch bei der Aufklärung von Verbrechen große Dienste leisten können.

Da die Bewegung eines Fahrzeugs innerhalb des Zahlbereichs verfolgt werden kann und mit einem eindeutigen Kennzeichen in Verbindung gebracht wird, können diese Angaben wichtige Hinweise geben in welche Richtung ein Fahrzeug unterwegs ist und an welchem Moment es eine gewisse Zahlstelle passiert. Nach der Polizei erlaubt dies eventuelle Verbrecher schneller zu finden und auch die Suchgebiete eingrenzen zu können, vorausgesetzt, die Täter benutzen keine falschen Kennzeichen.

Nach den geltenden Gesetzen muss das Straßenverkehrsamt die aufgezeichneten Daten an die Polizei weiterleiten wenn damit ein schweres Verbrechen schneller aufgeklärt werden kann und auf die Tat Gefängnis steht. Aber auch wenn man damit Leben retten kann oder nachdem eine Person verschwunden ist, darf das Register angewandt werden. Weniger klar ist dabei was die Polizei mit all den zusätzlichen Daten macht, die in diesem Fall zur Auswertung weitergegeben werden und in welcher Weise das Persönlichkeitsrecht hier noch irgendeinen Sinn zeigt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Kameraüberwachung in der City Göteborgs

Nachdem eine Statistik belegt, dass in Städten, die auf zentralen Plätzen der Stadt auf eine Überwachung durch Kameras setzen, die Kriminalität um bis um 22 Prozent zurückging, wollen die Moderaterna, die Opposition im Göteborger Stadtrat, auch im Zentrum Göteborgs auf diese Art der Überwachung setzen, unter anderem an den sogenannten kritischen Stellen der Paradestraße Avenyn, an der auch mehrere Nachtklubs liegen.

Da im vorigen Jahr in der City von Göteborg insgesamt rund 1100 Fälle von Misshandlungen und Diebstählen zur Anzeige kamen, nehmen die Moderaterna an, dass durch eine Kameraüberwachung diese Zahl rückläufig sein wird. Die Partei sieht diese Überwachung als vorbeugendes Mittel, das sowohl normale Kriminalität als auch Kriminalität unter Alkoholeinfluss begrenzen kann und dadurch das Zentrum Göteborgs auch nachts wieder in ein sicheres Gebiet verwandeln kann.

Mit dieser Forderung der Moderaterna zeigt sich allerdings auch deutlich, dass alle bisherigen Maßnahmen, die alle als Wundermittel propagiert wurden, nicht den erwünschten Erfolg brachten. Erstaunlich ist dabei natürlich, dass eine Kamera mehr Erfolg haben soll als der bisherige verstärkte Einsatz von Polizeibeamten im Zentrum Göteborgs und auch die frühe Sperrstunde, die die Stadt beschlossen hat. Es wäre daher sinnvoll tatsächlich nach den Ursachen der hohen Quote an Kriminalität im Zentrum Göteborgs zu suchen statt ständig neue Ideen verkaufen zu wollen und andere Städte als Beispiel heranzuziehen.

Herbert Kårlin