Posts mit dem Label Nachtklub werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nachtklub werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 24. Februar 2014

Die frühe Sperrstunde in Göteborg zeigt Veränderungen

Dass Nachklubs und Diskotheken Göteborgs seit einem Jahr um drei Uhr morgens schliessen müssen, hat in der Tat zu einigen Änderungen des Nachtlebens der Stadt geführt, wenn auch nicht zu jenem Ergebnis, das der Stadtrat und die Polizei erhofften und versprachen. Aber auch das Schreckszenario der Nachklubbesitzer traf nicht ein.

Die Nachklubs mussten kein Personal entlassen und erlitten mehrheitlich auch keine finanziellen Einbussen, da sie ihr Verkaufsmodell änderten und nun eben früher öffnen, für eine Kundschaft, die sie bisher nicht hatten. Die meisten unter ihnen öffnen nun einige Stunden früher und bieten um diese Zeit Afterwork in ihren Restaurants an, die den Verlust der Nacht problemlos ausgleichen und den Angestellten sogar einige Stunden Mehrarbeit bieten. Und jene, die nach drei Uhr weiter trinken wollen, veranstalten eben ein privates Afterfest das nicht von der Sperrstunde betroffen ist.

Dass weniger getrunken wird und weniger Personen in die Ausnüchterungszelle gebracht werden müssen, blieb allerdings ebenfalls ein Wunschtraum der Polizei und der Stadtführung, nur dass die Geschehnisse nun auf einen etwas früheren Zeitpunkt verlagert wurden. Und nach dem Sahlgrenska Universitätskrankenhaus kam es im Laufe des vergangenen Jahres auch nicht zu weniger Alkoholvergiftungen oder einer geringeren Anzahl an Misshandelten, die eine ärztliche Hilfe benötigen. Nur der Ruf, dass Göteborg eine Stadt mit Nachtleben ist, blieb auf der Strecke.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Januar 2014

Eingeschränktes Nachtleben in Göteborg hilft nicht gegen Gewalt

In einem Debattenbeitrag in der Göteborgs-Posten weisen zwei moderate Politiker darauf hin, dass das Schließen von Kneipen und Nachtklubs jeden Freitag um drei Uhr morgens in keiner Weise zur versprochenen geringeren Gewalt in der Stadt führte, jedoch im Gegenzug Arbeitsplätze vernichtete. Nach Analyse der beiden Politiker führt die Sperrstunde um fünf Uhr morgens in Stockholm zu weniger Gewalt als die weitaus frühere Sperrstunde in Göteborg, da man in Stockholm auf vorbeugende Maßnahmen setzt.


In der Tat vertritt Göteborg die Politik, dass der rot-grüne Stadtrat grundsätzlich besser informiert ist als die Besitzer von Kneipen, Nachtklubs oder auch die Bewohner der Stadt, die sich grundsätzlich gegen die frühe Sperrstunde aussprachen und rechtzeitig auf die wirtschaftlichen Einbussen aufmerksam machten. Allerdings gelang es Göteborg mit seiner Idee das Nachtleben in der Stadt ab drei Uhr morgens nahezu zum Erliegen zu bringen. In den Augen des Stadtrates geht man nicht wegen der Musik oder auch um mit Freunden zusammen zu sein aus, sondern um sich zu betrinken.

Auch touristisch gesehen ist die Entscheidung Göteborgs ein bedeutender Nachteil, da vor allem jüngere Besucher, die ein Wochenende in einer schwedischen Stadt verbringen wollen, immer mehr zu Stockholm als zu Göteborg greifen, denn für Besucher aus anderen europäischen Ländern beginnt die Nacht erst nach Mitternacht und geht dann bis in die Morgenstunden. Der Verlust gerade dieser jungen Gruppe an Touristen kann in Göteborg langfristig zu bedeutenden Einbussen aus dem europäischen Tourismus führen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 17. August 2013

In Göteborg schließen Night-Clubs um drei Uhr morgens

In der vergangenen Nacht waren die Göteborger Night-Clubs erstmals gezwungen ihr Publikum spätestens um drei Uhr morgens vor die Tür zu setzen und am heutigen Samstag sind es nur wenige, die, dank einer Sondergenehmigung, damit noch bis fünf Uhr warten dürfen. Wer daher in Göteborg nach einem Nachtleben sucht, hat sich getäuscht und sollte nach einer anderen Stadt Schwedens Ausschau halten, die Alkohol nicht grundsätzlich mit Gewalt in Verbindung bringt.

Der Göteborger Stadtrat hatte sich zu dieser Entscheidung entschlossen, da der Kommunalrat Dario Espiga der Sozialdemokraten und ein Polizeimeister mit Hilfe einer sehr umstrittenen Studie beteuerten, dass das Nachtleben Göteborgs mit seinem Alkoholkonsum die Volksgesundheit beeinträchtigt und zur nächtlichen Gewalt führt. Bei der Entscheidung wurden weder die Besitzer der Nachtklubs noch deren Besucher um ihre Meinung gefragt, da diese nicht in der Lage waren die Ernsthaftigkeit der Situation zu bewerten.

Nach den Besitzern der Göteborger Nachtklubs werden auf Grund dieser Entscheidung bis zu 500 Arbeitsstellen betroffen sein ohne dass sich eine Änderung im Stadtbild zeigt, und nach den Nachtsüchtigen werden nun erneut Schwarzklubs auftauchen in denen man bis in die Morgenstunden weiterfeiern kann, oder aber man wird gruppenweise zu Hause weitertrinken, allerdings weitaus höhere Mengen als in den Night-Clubs. Kritische Polizisten sehen bei der Göteborger Maßnahme auch das Problem, dass sich nun die Gewalt über die ganze Stadt verteilen wird und nicht mehr zu lokalisieren ist zumal auch sexuelle Übergriffe in Wohnungen häufiger sind als in einem Nachtklub.

Herbert Kårlin

Sonntag, 24. Februar 2013

Probleme im Göteborger Einkaufszentrum

Nachdem die Göteborger Polizei im vergangenen Herbst darauf aufmerksam machte, dass sich das Parkhaus des größten Göteborger Einkaufszentrums Nordstan zu einem der bedeutendsten Treffpunkte der Jugend Göteborgs und seiner Umgebung verwandelt, wo zwischen Alkohol, Drogen und Waffen nahezu alles gehandelt wird und regelmäßig Drogen konsumiert werden, überlegt sich die Stadtverwaltung Göteborgs wie man dieses Problem in den Griff bekommen kann.

Dario Espiga, der bereits die Öffnungszeiten für Nachtklubs in Göteborg für die gefährliche Atmosphäre in der Innenstadt verantwortlich macht, will nun in Nordstan auf die Anwesenheit von Erwachsenen zählen, wobei er daran denkt Sozialarbeiter hin und wieder zu Kontrollen zu schicken, aber er setzt vor allem auf private Initiativen, damit sich jede Nacht Erwachsene in Nordstan und vor allem seinem Parkhaus zeigen, damit die Jugendlichen von dort ausgelagert werden.

Auch wenn sich Nordstan in den letzten Monaten mehr und mehr für einen Umschlagplatz von Drogen auszeichnet und dort immer wieder Jugendliche unter 16 Jahren unter Drogeneinwirkung aufgegriffen werden, so ist Nordstan im Winter ein allgemeiner Treffpunkt für Jugendliche jeder Art, die sich sehr häufig darüber beschweren, dass sie von Wächtern des Einkaufszentrums an den öffentlichen Stellen belästigt werden und zwangsweise die Passagen verlassen müssen. Das soziale Problem, das Jugendliche dazu zwingt sich dort zu treffen, ohne Drogen und Alkohol, interessieren weder Nordstan noch Dario Espiga.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Kameraüberwachung in der City Göteborgs

Nachdem eine Statistik belegt, dass in Städten, die auf zentralen Plätzen der Stadt auf eine Überwachung durch Kameras setzen, die Kriminalität um bis um 22 Prozent zurückging, wollen die Moderaterna, die Opposition im Göteborger Stadtrat, auch im Zentrum Göteborgs auf diese Art der Überwachung setzen, unter anderem an den sogenannten kritischen Stellen der Paradestraße Avenyn, an der auch mehrere Nachtklubs liegen.

Da im vorigen Jahr in der City von Göteborg insgesamt rund 1100 Fälle von Misshandlungen und Diebstählen zur Anzeige kamen, nehmen die Moderaterna an, dass durch eine Kameraüberwachung diese Zahl rückläufig sein wird. Die Partei sieht diese Überwachung als vorbeugendes Mittel, das sowohl normale Kriminalität als auch Kriminalität unter Alkoholeinfluss begrenzen kann und dadurch das Zentrum Göteborgs auch nachts wieder in ein sicheres Gebiet verwandeln kann.

Mit dieser Forderung der Moderaterna zeigt sich allerdings auch deutlich, dass alle bisherigen Maßnahmen, die alle als Wundermittel propagiert wurden, nicht den erwünschten Erfolg brachten. Erstaunlich ist dabei natürlich, dass eine Kamera mehr Erfolg haben soll als der bisherige verstärkte Einsatz von Polizeibeamten im Zentrum Göteborgs und auch die frühe Sperrstunde, die die Stadt beschlossen hat. Es wäre daher sinnvoll tatsächlich nach den Ursachen der hohen Quote an Kriminalität im Zentrum Göteborgs zu suchen statt ständig neue Ideen verkaufen zu wollen und andere Städte als Beispiel heranzuziehen.

Herbert Kårlin

Freitag, 25. Mai 2012

In Göteborg wird Alkohol ins Haus geliefert

Nach dem Erfolg der zahlreichen Wein- und Whisky-Clubs Schwedens, die ihren Kunden Alkohol an die Haustür liefern und sich dadurch zur größten Konkurrenz der staatlichen Systembolaget entwickelten, will das staatliche Monopol nun auch den Weg zur Tür des Kunden finden. Falls sich die Geschäftsleitung nun endgültig zu diesem Schritt entscheidet, so wird Göteborg eine der Versuchsstädte werden.

Systembolaget will sich mit dieser Änderung den Gewohnheiten seiner Kunden anpassen, die immer häufiger online einkaufen und dabei gleichzeitig seinen Kundendienst verbessern. Ob diese Idee, die seit rund einem Jahr diskutiert wird, auch umgesetzt wird, hängt nun noch von zwei Gutachten ab und natürlich von der Stadt Göteborg, die sich erst kürzlich entschloss, wegen Alkoholproblemen die Öffnungszeiten in Nachtklubs zu verkürzen. Hält die Stadt es für problematisch, dass die Systembolaget Alkohol ins Haus liefert, so stirbt das Projekt bereits vor einem ersten Versuch.

Die erste Systembolaget wurde bereits 1850 gegründet, mit dem Ziel für die Gesundheit des Volkes zu arbeiten und den Alkoholkonsum so einzuschränken, dass Alkohol nur ein Genuss ist, aber nicht zum Berauschen führt. Wenn man die neuesten Verkaufszahlen der letzten drei Monate betrachtet, so stellt man fest, dass das Monopol der Idee ein Stück näher kam, denn der Absatz an Alkohol stieg in dieser Zeit nur um 1,1 Prozent und der Verkauf von alkoholfreien Getränken um 35,3 Prozent, wäre nur nicht die Geschichte der steigenden Absätze durch Schmuggelgut und Clubs.
Herbert Kårlin

Sonntag, 13. Mai 2012

Kein Alkohol nach Drei in Göteborg

Am letzten Donnerstag Nacht hat sich das Schicksal Göteborgs in Form eines sozialdemokratischen Coups gegen die 16 Kneipen und Nachtklubs der Stadt gewendet, die hofften auch in der Nacht von Freitag auf Samstag bis fünf Uhr Alkohol ausschenken zu dürfen, eine Genehmigung, die ohnehin nur sechs unter ihnen voll ausnutzten, da die anderen zehn bereits um vier Uhr schlossen. Mit nur 25 von 81 Stimmen drückten die Sozialdemokraten mit den Grünen ihren Vorschlag auf antidemokratische Weise durch und zeigten, dass Göteborg auch für Besucher keine Stadt mit Nachtleben sein soll.

Als nach einer zweistündigen Debatte des Stadtrats klar wurde, dass bei einer demokratischen Entscheidung der sogenannte Kompromissvorschlag der Sozialdemokraten unter Annelie Hultén keine Mehrheit erreicht, nutzte die Partei ihre Dominanz um bei der Endabstimmung nicht zwischen ihrem Vorschlag und dem mehrheitlichen Vorschlag der Opposition abzustimmen, sondern nur die Wahl zu bieten ob sowohl am Freitag als auch am Samstag um drei Uhr geschlossen werden muss oder nur am Freitag, nicht aber am Samstag.

Das Ergebnis war vorherzusehen, denn damit konnte die Minorität mit 25 Stimmen über die Zukunft der Sperrzeit entscheiden, also weniger als ein Drittel der Stimmberechtigten. Diese Situation zeigt vielen Göteborgern deutlich mit welchen Methoden die Stadt regiert wird und kann für Annelie Hulthén bei den nächsten Wahlen schwerwiegende Folgen haben, da letztendlich ihre Macht von den Wählern abhängt, die nicht gerne von einer fixen Idee einer Partei bevormundet werden will, selbst wenn sie die frühere Sperrstunde befürwortet.
Herbert Kårlin

Mittwoch, 9. Mai 2012

Überraschung zur Sperrstunde in Göteborg

Auch wenn sich die Linken Göteborgs bei der letzten Abstimmung zur Sperrstunde enthielten, so ging der Göteborger Stadtrat dennoch davon aus, dass sich die Partei in dieser Woche bei der entscheidenden Abstimmung hinter die Sozialdemokraten stellen wird und dem Kompromiss zustimmt, dass Kneipen und Nachtklubs am Freitag weiterhin bis fünf Uhr morgens öffnen dürfen, am Samstag aber bereits um drei Uhr den letzten Alkohol ausschenken dürfen.

Nun haben die Linken deutlich erklärt, dass sie sich auch diese Woche enthalten werden, was bedeutet, dass die bisherigen Regelungen weiterhin gültig bleiben werden und die Sperrstunde nach wie vor erst um fünf Uhr morgens sein wird. Die Linken, die forderten, dass in Göteborg grundsätzlich nach drei Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden darf, argumentieren dabei, dass man bei Gesundheitsfragen keine Kompromisse machen kann und wenn bei einer Sperrstunde um drei Uhr weniger Gewalt vorkommt, so trifft dies auf beide Tage zu.

Auch wenn mit der Enthaltung der Linken die Entscheidung im Grunde gefallen ist und die mehrmonatige Diskussion damit vergessen werden kann, so spielen die Sozialdemokraten nun noch ein Pokerspiel. Sollten sich mehrere Ratsmitglieder gegen die Empfehlungen ihrer eigenen Partei stellen, so gibt es noch eine minimale Chance, dass der Kompromissvorschlag der Göteborger Sozialdemokraten doch noch die letzte Instanz nehmen kann. Ernsthaft rechnen damit tut jedoch kaum noch jemand in Göteborg.
Herbert Kårlin

Freitag, 20. April 2012

Die Revolte der Kneipen in Göteborg

Nachdem die Stadtverwaltung Göteborg nächste Woche endgültig über die zukünftigen Öffnungszeiten von Kneipen, Nightclubs und anderen nächtlichen Einrichtungen entscheiden wird und sich die Tendenz zeigt, dass die Öffnungszeiten in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf drei Uhr morgens begrenzt werden sollen, fordern die Besitzer der Einrichtungen nun, dass man ihre Argumente vor der Beschlussfassung zumindest anhört.

Der Sozialdemokrat Dario Espiga, der seit Monaten für eine Einschränkung der Öffnungszeiten bei Kneipen und Nachtklubs kämpft, hat bisher jedes Treffen mit den Besitzern der Einrichtungen verweigert und stützt sich bei all seinen Aussagen ausschließlich auf ein sehr umstrittenes Gutachten und die Aussagen der Polizei. Die Argumente der Betroffenen scheinen ihn nicht zu interessieren.

Die Besitzer der Nachtklubs fordern indes nichts Unmögliches, sondern jene, die bisher kaum Probleme hatten, wollen wissen, was Dario Espiga ihnen vorwirft und sie fragen sich, wie sie ein Milieu verbessern können, wenn der Verantwortliche Göteborgs sich hinter fadenscheinigen Argumenten verbirgt statt das Gespräch zu suchen. Ihrer Meinung kann dies nur darauf bauen, dass Dario Espiga eine klare Meinung hat und sich für eine demokratische Ordnung in Göteborg nicht interessiert.

Herbert Kårlin

Montag, 20. Februar 2012

Trotz weniger Gewalt sollen Kneipen in Göteborg früh schließen

Heute Abend wollen die beiden Sozialdemokraten Dario Espiga und Bengt-Arne Reinholdson beim Göteborger Stadtrat durchsetzen, dass im nächsten Jahr alle Kneipen, Nachtklubs und andere ähnliche Einrichtungen spätestens um drei Uhr morgens schließen müssen. Die Alkoholfeindlichkeit Espigas geht dabei so weit, dass er selbst statistische Daten verfälscht um sein Ziel zu erreichen.

Als Hauptargument wird von Dario Espiga und der Polizei die steigende nächtliche Gewalt an der Avenyn und den Seitenstraßen herangezogen, obwohl die Statistik der Polizei beweist, dass die Gewalt im Jahre 2011 an der Avenyn offiziell sogar rückläufig war. Espigas verweist auf andere Zahlen, die ihm von der Polizei zur Verfügung gestellt wurden. Er vergisst dabei jedoch zu erwähnen, dass es sich dabei um die gesamte Gewalt im Zentrum der Stadt handelt und daher keinerlei Aussagekraft besitzt, außer, dass überall in der Innenstadt nächtliche Gewalt vorkommt, nicht nur entlang der Avenyn, wo sich das Nachtleben abspielt.

Aber auch hier hat der Vorsitzende des Ausschusses, Bengt-Arne Reinholdson, der über die Öffnungszeiten von Nachtklubs in Göteborg berät, ein Argument, denn es handelt sich einfach darum, dass die Avenyn nachts ein Schlachtfeld sei und Gewaltübergriffe zu häufig wären (326 Belästigungen und Übergriffe im Jahr 2011). In den Diskussionen kommt nicht einmal die Frage auf, was Jugendliche wohl unternehmen, wenn eine Kneipe um drei Uhr schließt, denn man kann auch auf offener Straße weiterfeiern, in Schwarzclubs gehen oder in Wohnungen trinken, was die Gewaltübergriffe lediglich auf eine größere Fläche verteilt und auch die Polizei weitaus mehr beschäftigen wird.

Herbert Kårlin

Freitag, 13. Januar 2012

Nachtleben in Göteborg wird eingeschränkt

Nach der Mehrheit der Politiker Göteborgs haben die gegenwärtig 16 Nachtklubs der Stadt dieses Jahr zum letzten Mal die Möglichkeit bis fünf Uhr morgens Alkohol zu servieren, denn ab nächstem Jahr wird die Sperrstunde auf drei Uhr vorverlegt und die Lokale müssen spätestens um 3 Uhr 30 verlassen sein. Damit wird Göteborg die erste Stadt Schwedens, die auch ohne entsprechendes Nachtleben Tourismus fördern und anziehen will.

Als Ursache für diese Maßnahme nennen die Stadtpolitiker, ausgenommen Moderaterna und Volkspartei, die steigende Gewalt in Göteborg und die starke Verschmutzung in der Umgebung der Avenyn, wobei sie sich dabei auf die Aussagen der Polizei und ein äußerst zweifelhaftes Gutachten eines militanten Antialkoholikers berufen. Vergessen sind dabei die früheren Schwarzclubs und vergessen ist auch, dass die meiste Gewalt der Stadt in anderen Stadtteilen zu finden ist. Die Gefahr ist nur noch der Alkoholausschank nach drei Uhr morgens.

Die Vereinigung der Unternehmer an der Avenyn und der Verband der Restaurantbetriebe glauben nicht an eine Verbesserung der Situation durch eine Änderung der Sperrzeit, da die Probleme der Innenstadt auch durch die mangelhafte Beleuchtung, unzählige Schwarztaxis und den mangelhaften öffentlichen Verkehr zu Nachtstunden entstehen, und was nützt eine Sperrstunde um drei Uhr, wenn die erste Straßenbahn morgens um fünf Uhr verkehrt. Wie werden die Besucher der Nachtklubs wohl diese zwei Stunden verbringen?

Herbert Kårlin

Mittwoch, 6. Juli 2011

Göteborger Polizei interessiert sich nicht für Drogen

In Göteborg haben sich 45 Kneipen und Nachtklubs zu einem Verband zusammengeschlossen, der den Gebrauch und Verkauf von Drogen in ihren Räumen bekämpfen will und haben sich zum drogenfreien Gebiet erklärt. Das Netzwerk bildet Angestellte und Türwachen zu diesem Zweck speziell aus und will mit der Polizei eng zusammenarbeiten.

Auch die Stadt gibt jedes Jahr eine halbe Millionen Kronen für die Drogenbekämpfung in Göteborg aus. Das Ergebnis ist jedoch ernüchternd, da die Polizeieinheiten sich um Drogen in Kneipen, Restaurants und Nachtklubs nicht interessieren, sondern den Besitzern bei Anrufen erklärt, sie sollen doch die Drogen einfach die Toilette hinunter spülen oder gar den Einsatz verweigern, weil in Kürze Schichtwechsel sei.

Die Besitzer der Einrichtungen beklagen die Inaktivität der Göteborger Polizei und erinnern sich noch an Zeiten, als eine eigene Einheit in Zivil unterwegs war und bedeutende Erfolge erzielte. Als vor zwei Jahren die Einheit durch uniformierte Beamte ersetzt wurde, die vor allem die Paradestraße Avenyn entlang spazieren, verschwand jedes Interesse der Polizei an Drogenmissbrauch und Drogenhandel im Kneipenmilieu.

Herbert Kårlin

Dienstag, 28. Juni 2011

Nachtklub in Göteborg verliert Schankgenehmigung

Der beliebte Nachtklub Styrbord Babord am Kungsportsplatsen, der Ende April evakuiert werden musste, da Wasser eintrat, hat nun, zu Beginn der Hauptsaison, auch seine Schankgenehmigung verloren und darf nur noch alkoholfreie sowie leicht alkoholisierte Getränke anbieten.

Das Verwaltungsgericht entzog Styrbord Babord die Alkoholrechte, da der Nachtklub in wiederholten Fällen seine Steuern verspätet bezahlte und mehrere Eintragungen beim Gerichtsvollzieher vorliegen. Bei der Entscheidung spielte auch eine Rolle, dass der Nachtklub in den vergangenen Monaten mehrmals gegen Gesetze verstoßen hatte.

Styrbord Babord hat unmittelbar gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Einspruch eingelegt, wobei es jedoch zu bezweifeln ist, dass der Nachtklub mit einer schnellen Entscheidung rechnen kann. Falls die gerichtliche Entscheidung jedoch nicht, zumindest bis zu einer Endentscheidung, ausgesetzt wird, ist es nicht sicher, dass der Nachtklub dieses Jahr überstehen kann.

Herbert Kårlin

Freitag, 22. April 2011

Nachtklub in Göteborg musste evakuiert werden

Morgens gegen halb Zwei mussten die Gäste des Nightclubs Styrbord Babord am Kungsportsplatsen in Göteborg evakuiert werden, da das Boot zu lecken begann und sich Richtung Kanal neigte. Die 75 Gäste konnten vom Personal und dem Rettungsdienst problemlos evakuiert werden und mussten auch keinerlei persönlichen Werte auf dem Schiff zurücklassen.

Styrbord Babord, das auch als Restaurant dient und sich am späteren Abend in einen Nachtklub mit renommierten Diskjockeys verwandelt, wo auch regelmäßig bekannte Gruppen auftreten, hat nicht zum ersten Mal Probleme mit eindringendem Wasser, die auf mangelnden Unterhaltung des Bootes zurückzuführen sind.

Bisher waren bei den Unfällen nie Personenschäden zu beklagen gewesen, wobei das Unternehmen gegenwärtig auch in einem Rechtsstreit hinsichtlich seiner Schankgenehmigung mit der Stadt Göteborg steht, die Ende vorigen Jahres Missstände entdeckt hat, die jedoch Styrbord Babord bestreitet.

Herbert Kårlin

Freitag, 11. Februar 2011

Polizei überwacht Kneipenmilieu in Göteborg

Nach polizeiinternen Dokumenten sind in Göteborg zehn Nachtklubs für die Mehrheit aller Schlägereien und krimineller Übergriffe verantwortlich, wobei alle zehn Unternehmen ein verlängerte Schankgenehmigung bis fünf Uhr morgens haben. Um gegen das permanente Problem in diesem Milieu anzukommen, greift die Göteborger Polizei nun zu neuen Maßnahmen.

Das Personal für Einsätze in Kneipen- und Nachtklubmilieu wird nun verdoppelt und die Aktivität der Polizei dehnt sich zukünftig vor allem auf Arbeit innerhalb der Räume der Unternehmer aus, was sowohl die Besitzer der Nachtklubs zu mehr Aufmerksamkeit zwingt, als auch Gewalt unter Besuchern verhindern soll.

Ein Teil der Aktivität wird nach wie vor in uniformierter Weise stattfinden. Gleichzeitig werden Zivilpolizisten als Gäste anwesend sein, die während einiger Stunden die Wachen an den Türen und die Bedienung überwachen können, aber auch beobachten, ob zerbrochenes Glas liegen bleibt, Erbrochenes auf den Toiletten zu finden ist oder bereits Angetrunkene weiterhin Alkohol ausgeschenkt bekommen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Dezember 2010

Immer mehr Nachtklubs und Kneipen in Göteborg ohne Schrankgenehmigung

Die Avenyn gilt in Göteborg als Zentrum für Nachtklubs, Kneipen und Restaurants, was mehrere Vermieter, Vereinigungen und auch die Stadt als unausgeglichen betrachten. Sie befürchten, dass damit der Nobelruf der Avenyn zerstört wird. Den stärksten Kampf gegen die Einrichtungen dabei führt das Amt, das zuständig für Schankgenehmigungen ist.

Mats Jönsson, der Besitzer des Nachtklubs Styrbord Babords, dem jüngst, wie auch Jameson Pub, die Schankgenehmigung entzogen wurde, spricht gar von einer Hexenjagd auf die Besitzer der Vergnügungseinrichtungen an der Avenyn und weist die Leiterin des Amtes, Anneli Silvander, als Verantwortliche aus, die das kleinste Detail sucht, um Einrichtungen an der Avenyn schließen zu können.

Anneli Silvander verweist als Verteidigung auf die gültigen Gesetze an die sich Besitzer aller Nightclubs, Kneipen und Restaurants halten müssen, vergisst dabei jedoch, dass Göteborg als die schwedische Stadt mit Null Toleranz gilt, was Alkoholausschank und Lebensmittelkontrollen gilt, was auch alle ausländischen Teilnehmer am Göteborger Kulturkalas und den Göteborger Weihnachtsmärkten bestätigen und zahlreiche Aktivitäten in Göteborg bremst.

Herbert Kårlin

Sonntag, 3. Oktober 2010

Probleme im Nightclub Nivå in Göteborg

Seit zwei Jahren gehen bei der Göteborger Polizei Klagen über Misshandlung und Diebstahl im Göteborger Nightclub Nivå an der Edelstraße Avenyn ein. Erste jetzt wurden Polizei und Staatsanwalt aktiv, mit der Folge, dass vier Wachen, die für die Sicherheit des Nachtklubs und der Besucher zuständig waren, vor Gericht gestellt werden und zwei unter ihnen bereits in Untersuchungshaft sitzen.

In den letzten zwei Jahren gingen zahlreiche Klagen bei der Polizei ein, dass Geldbörsen, Handys und Markenkleidung, die an der Garderobe abgegeben werden müssen, spurlos verschwanden. Der Eigentümer und die Türwachen argumentierten, dass das Hab und Gut ihrer Kunden wohl hinter Sofas gefallen sei und dann jemand aus dem Publikum der Dieb war oder dass die Betroffenen so betrunken waren, dass sie die Nachtklubs verwechselten.

Bei einer polizeilichen Durchsuchung des Nightclubs fand man nun in einem verschlossenen Raum eine große Anzahl an Gut, das Kunden abhanden gekommen war. Während bisweilen Ausweise oder Kreditkarten sich noch in den Taschen befanden, war Bargeld grundsätzlich verschwunden. Nun werden auch zahlreiche Klagen wegen Misshandlung, die im Untergeschoss des Nightclubs zur Anzeige kamen, aufgenommen.

Herbert Kårlin