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Mittwoch, 6. August 2014

Baustellen ruinieren in Göteborg Geschäfte

Um Göteborg zu modernisieren und auf das Jubiläum im Jahre 2021 vorzubereiten, findet man in der Stadt bereits heute unzählige Baustellen unterschiedlicher Größe, die nicht nur ein Verkehrshindernis ausmachen und Touristen die schlechteste Seite der Stadt vermitteln, sondern zahlreiche Firmen Göteborgs, insbesondere Restaurants und Cafés, an den Rande des Ruins bringen, da die Kunden den Lärm fliehen und die Aussicht auf Baufahrzeuge kaum ein Wunschtraum ist.

Besonders stark davon betroffen sind die Unternehmer am Vasaplatsen, da dort die Schienen für die Straßenbahn ausgetauscht werden, also der Verkehr während des Sommers ganz eingestellt ist und Schweißarbeiten, Materialtransport und andere unangenehme Nebenwirkungen der Bauarbeiten teilweise sogar den Zugang zu Restaurants behindern und einen Tisch im Freien unmöglich machen. Mit dem Ende der Sommersaison werden die Arbeiten beendet sein, aber einige der Unternehmer müssen einen Konkurs erwägen, da sie kaum das Kapital haben einen Winter zu überleben.

Natürlich sind Bauarbeiten wichtig und die Sicherheit der Straßenbahn ist nicht zu vernachlässigen, aber die Stadtverwaltung kann wohl kaum behaupten, dass es keine anderen Lösungen gäbe und die Arbeiten ausschließlich auf den Sommer gelegt werden müssen. Keine touristische Stadt der Welt will seinen Besuchern ein Chaos und Lärm bieten, wenn man von Göteborg absieht, das vermutlich auch die kommenden sieben Jahre eine einzige große Baustelle sein wird um anschließend, wie Phönix, aus den „Flammen“ mit neuer Pracht zu entstehen.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 16. Juni 2014

Sommer-Verkehrschaos in Göteborg

Als gestern der Sommerfahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel in Göteborg zu gelten begann, so kam mit diesem neuen Fahrplan auch eine bittere Pille, die insbesondere die Besucher der Stadt trifft, da ein großer Teil der Bewohner der Stadt in dieser Zeit seinen Urlaub hat und sich weit entfernt von den aufkommenden Verkehrsproblemen Göteborgs befinden wird.


Västtrafik kündigte nämlich mit dem Sommerfahrplan an, dass in den kommenden zwei Monaten zahlreiche Gleisarbeiten vorgenommen werden und daher einige der Straßenbahnstrecken ganz eingestellt werden, andere Straßenbahnen umgeleitet werden und bei dritten Teilstrecken von Bussen genommen werden. Wer daher als Tourist seine Strecke planen will, wird mit den von der Stadt und von Västtrafik verteilten Linienplänen wenig anfangen können und bisweilen verzweifelt nach seiner Zielhaltestelle suchen.

Natürlich sind diese Arbeiten nötig, die garantieren werden, dass es zur 400-Jahrfeier der Stadt im Jahre 2021 keinerlei Probleme mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt, aber für alle Besucher, die bereits auf Grund der zahlreichen vorhandenen Baustellen zu Fuß, mit dem Fahrrad und vor allem mit dem Auto auf Schwierigkeiten stoßen, wird das Problem mit den Verkehrsmitteln nun eine der übelsten Seiten der Stadt zeigen. Die Frage ist daher, ob man diese Besucher davon überzeugen kann je nach Göteborg zurückzukehren, da eine Stadt, die auf einen wachsenden Tourismus setzt, nicht nur an die Bewohner denken sollte, sondern auch an seine Besucher und Gleisarbeiten auf mehrere Jahre verteilen könnte.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Mittwoch, 11. Juni 2014

Prostitution in Ferienwohnungen in Göteborg

Auch wenn der schwedische Staat über die Polizei versucht die Prostitution im Lande weitegehend einzudämmen, nicht zuletzt durch eine immer engere Zusammenarbeit mit Hotels, so sind sowohl Prostituierte als auch organisierte Gruppen Ämtern und Polizei immer einen Schritt voraus und verzichten nun auch immer häufiger auf Hotelzimmer und entfernen sich auch mehr und mehr vom Straßenstrich, der in Göteborg in Rosenlund nach wie vor sehr aktiv ist.

Die neueste Methode in Göteborg ist nun, dass Prostituierte sich als Touristinnen ausgeben um für ein oder zwei Wochen eine Ferienwohnung zu mieten, die dann für ihre Aktivitäten genutzt wird. Durch den kurzen Aufenthalt und die Tatsache, dass sich diese Wohnungen in allen Teilen Göteborgs befinden, ist es der Polizei nahezu unmöglich ein Netz oder eine Verbindung zu finden und auch die Wohnungsbesitzer sind in der Regel ahnungslos wozu ihre Wohnung verwendet werden.

Dieser neue Weg der Prostitution ist dadurch erleichtert, dass Prostituierte mit keinerlei Folgen zu rechnen haben, da sie ihre Dienste sehr freizügig anbieten dürfen. Unter Strafe gestellt ist in Schweden lediglich der Kauf von sexuellen Diensten. Dies wiederum in einer Privatwohnung nachzuweisen ist nahezu unmöglich. Da die Freier auch noch häufig über Internet oder Netzwerke gesucht werden, dürfte es sehr schwer sein diese Art der Prostitution zu verhindern, zumindest nicht ohne neue Gesetze zu schaffen, die auch den Verkauf von Sex verbieten, da dann auch die Werbung über Internet unmöglich gemacht wird.

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Donnerstag, 22. Mai 2014

Politiker Göteborgs wollen Liseberg bremsen

Die Geschäftsführung Lisebergs will auf der neu hinzugekommenen Fläche unter anderem ein Wasserland und ein Hotel bauen, die beide zusätzliches Geld in die Kassen des Vergnügungsparks bringen sollen und auch dabei helfen können neue oder zusätzliche Attraktionen zu finanzieren. Während diese Idee bei einem privaten Unternehmen kaum Probleme mit sich bringen würde, so sieht die Angelegenheit bei einem städtischen Unternehmen etwas anders aus.


Auch wenn Liseberg einen haltbaren Geschäftsplan für Hotel und Wasserpark vorlegte, so wollen die Politiker der Stadt, die zum Teil gleichzeitig in der Führung Lisebergs sitzen und innerhalb des Stadtrates über die Pläne Lisebergs entscheiden, immer weniger von den neuen Ideen wissen und sehen vor allem das Hotel als extrem problematisch an, auch wenn man erst vor kurzem noch für einen dritten Turm der Gothia Towers stimmte, der der Stadt ebenfalls Gewinne bringt.

Liseberg gilt für Göteborg als der wichtigste Magnet für den Vergnügungstourismus und könnte mit Sicherheit für ein zusätzliches volles Hotel sorgen, aber die rot-grüne Mehrheit der Stadtregierung wünscht sich, dass sich Liseberg in Zukunft mehr auf die reinen Ziele eines Vergnügungsparks besinnt und nicht an ein Hotel denkt, auch wenn gerade das Hotel für zusätzliche Einnahmen sorgen könnte. Die bürgerliche Opposition der Stadt will im Grunde sogar alle Besitztümer Lisebergs privatisieren und wäre auch dem Verkauf der gesamten Anlage gegenüber positiv, was auch der Grund ist warum die Geschäftsführung Lisebergs auch von dieser Seite keine Unterstützung erwarten kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Samstag, 5. April 2014

Der Stora Hamnkanalen soll der Entspannung dienen

Wenn es nach den Bürgern Göteborgs, dem Tourismusverband und dem Stadtrat geht, so soll der Stora Hamnkanalen neu belebt werden und, zumindest die Sonnenseite, mit Bänken, Cafés, Grünflächen und Booten zum neuen Erleben erweckt werden, eine Idee, die mit Sicherheit mehrere hundert Millionen Kronen verschlingen wird und von allen Seiten ein Umdenken fordern wird, denn ganz so einfach sind die Veränderungen nicht zu erreichen.


Will man dem Stora Hamnkanalen wieder beleben, was ab 2016 geschehen soll, so benötigt man in erster Linie eine Lösung für den Verkehr, denn die beiden Straßen entlang des Kanals gehören zu den bedeutendsten Strecken für die öffentlichen Verkehrsmittel, sind aber auch eine Anlaufstelle und Haltestelle für touristische Busse. Eine Veränderung der Verkehrswege muss daher zwangsweise zu immensen Verkehrsproblemen führen, da die Bevölkerung der Stadt weiterhin wächst.

Bei allen Plänen, die zur 400-Jahresfeier Göteborgs vorliegen, stellt sich, wie auch beim Stora Hamnkanalen, natürlich die Frage wie viel im jahre 2021 vom heutigen Göteborg noch vorhanden sein wird und wie viel Persönlichkeit die Stadt verlieren wird, denn Modernismus, eine autofreie Innenstadt, ein Freibad am Freihafen und möglichst viele Aktivitäten am Wasser müssen nicht unbedingt zum Vorteil gereichen, denn in der Tat ziehen Städte mit einem mittelalterlichen Charakter weitaus mehr Besucher an als ein Göteborger Manhattan mit Grünfläche und Bootleben, wobei man dabei nicht vergessen darf, dass dann auch sämtliche Brücken neu gebaut werden müssen, da aktuell ein Bootsverkehr, Paddan ausgenommen, nicht möglich ist, da sich die Brücken nicht mehr öffnen lassen.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. April 2014

Schwedische Verteidigung will Schären Göteborgs dominieren

Während auf der einen Seite der Tourismus in den Schären vor Göteborg gefördert werden soll und die Stadt den Wert dieses Freizeitgebietes als immer bedeutender sieht, besteht die schwedische Verteidigung darauf in Zukunft 115 Tage im Jahr im Gebiet Styrsö, Brännö, Donsö und Känsö scharf schießen zu dürfen und dabei 1,3 Millionen Schüsse abgeben zu dürfen, was nicht nur eine extreme Belästigung für die Bewohner ausmacht, sondern auch die Ökologie der Inseln in Frage stellt.


Während der gestrigen Anhörung aller betroffenen Parteien zeigte sich sehr deutlich, dass die Verteidigung touristische und menschliche Aspekte auf den Schären unbeachtet lässt und selbst darauf dringt die Insel Känsö zu enteignen damit dort das bedeutendste militärische Übungsfeld in der schwedischen Küstenlandschaft werden kann, auch wenn die Bedrohung wohl eher von der Ostküste des Landes zu erwarten ist. Nachdem die Regionalregierung die Pläne der Verteidigung bereits gut geheißen hat, kann nun nur noch die Regierung das Projekt stoppen.

Dabei zeigte sich die Stadt Göteborg sogar zu einem Kompromiss bereit und wollte 50 Übungstage mit 300.000 abgefeuerten Schüssen akzeptieren, was die Verteidigung geradezu als lächerlich bezeichnet. Selbstverständlich gibt es für den Oberbefehlshaber in Göteborg nur ein Reichsinteresse, nämlich die militärische Verteidigung des Landes, auch wenn dabei andere Reichsinteressen wie Ökologie, Freizeit der Bevölkerung und Tourismus auf der Strecke bleiben müssen. Stellt sich lediglich die Frage, warum die Verteidigung Göteborg als Übungsgebiet wählte und nicht Stockholm, das im Ernstfall weitaus mehr bedroht ist.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 14. März 2014

Styrsöbolaget in Göteborg im Aufwind

Die Styrsöbolaget, die im Auftrag von Västtrafik mit seinen Fähren die südlichen Schären anläuft und den Göta älv entlangfährt, meldet erneut einen Aufschwung des Passagierdienstes, denn im vergangenen Jahr haben insgesamt rund 4.270.000 Personen die Fähren benutzt, was einem absoluten Rekord entspricht und zeigt, dass Göteborg eine Stadt am Wasser ist, dem Element, das viele wie magisch anzieht.


Die Anzahl der Passagiere, die zu den südlichen Schären aufbrachen, stieg im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent an, was auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist, denn zum einen ziehen einige der Inseln mit interessanten Angeboten immer mehr Touristen an, zum anderen werden die Wanderwege dort bekannter und zum dritten findet man auf einigen der Inseln die herrlichsten Badestrände, die bisher nicht überlaufen sind. Nachdem man mit den Katamaran im Sommer in weniger als einer halben Stunde selbst die entfernteste Insel Vrångö erreichen kann, steht mittlerweile selbst einem Sonntagsausflug nichts mehr im Wege.

Noch mehr stieg die Anzahl der Passagiere, die die Älvsnabben benutzten, die nicht nur eine interessante Möglichkeit bieten Göteborg vom Wasser aus zu entdecken, sondern von immer mehr Studenten benutzt werden, die auf einer der beiden Seiten studieren, jedoch auf der anderen wohnen. Hinzu kommt, dass die Bautätigkeiten in Eriksberg und Lindholmen in Fahrt kamen und die Älvsnabben dort schneller sind als Busse und Straßenbahnen. Kein Wunder daher, dass hier die Anzahl der Passagiere im letzten Jahr sogar um 10,4 Prozent anstieg.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 5. März 2014

Göteborg, die Stadt der Events

Die neue Generaldirektorin des städtischen Unternehmens Got Event, die 45-jährige Lotta Keating, die in Zukunft für Anlagen wie das Scandinavium, Ullevi, die Lisebergshallen, das Valhallabad und das Valhalla Sportzentrum und anderes verantwortlich zeichnet, sieht die gleichen Visionen für Göteborg wie der Stadtrat, vermutlich der Grund, warum sie auf ihren Posten katapultiert wurde.

Lotta Keating wird in Zukunft die wichtigsten Stätten Göteborgs verwalten, die ein sehr unterschiedliches Publikum mit sehr unterschiedlichen Events ansprechen und sich zudem in einer Erneuerungsphase befinden an der sie sich unter Umständen die Zähne ausbeißen kann, denn man diskutiert darüber das Valhallabad abzureißen, das Scandinavium zu ersetzen und einen Stadtteil für Events zu schaffen. Es ist daher schwierig für Keating für eine langfristige Perspektive zu sehen, es sei denn, sie lässt sich vom jeweiligen Stadtrat manipulieren.

Wie Lotta Keating auch sehr richtig sieht, werden sehr hohe Investitionen nötig sein wenn Göteborg auch in Zukunft mit Stockholm und Malmö konkurrieren will, in einer Zeit, in der die Führung der Stadt vor allem an die 400-Jahrfeier und das gigantische Infrastrukturpaket denkt. Die größte Herausforderung für die neue Geschäftsführerin wird vermutlich sein ein Event-Profil für Göteborg zu finden, das nicht eine Kopie anderer Städte ist, sondern auch wirklich Göteborg in den Vordergrund setzt. Es ist zu hoffen, dass Keating mit ihrem Hintergrund aus dem touristischen Bereich Westschwedens ein Gefühl für Got Event bekommt und die Entwicklung der Eventstadt Göteborg im Auge behält.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 7. Januar 2014

Eingeschränktes Nachtleben in Göteborg hilft nicht gegen Gewalt

In einem Debattenbeitrag in der Göteborgs-Posten weisen zwei moderate Politiker darauf hin, dass das Schließen von Kneipen und Nachtklubs jeden Freitag um drei Uhr morgens in keiner Weise zur versprochenen geringeren Gewalt in der Stadt führte, jedoch im Gegenzug Arbeitsplätze vernichtete. Nach Analyse der beiden Politiker führt die Sperrstunde um fünf Uhr morgens in Stockholm zu weniger Gewalt als die weitaus frühere Sperrstunde in Göteborg, da man in Stockholm auf vorbeugende Maßnahmen setzt.


In der Tat vertritt Göteborg die Politik, dass der rot-grüne Stadtrat grundsätzlich besser informiert ist als die Besitzer von Kneipen, Nachtklubs oder auch die Bewohner der Stadt, die sich grundsätzlich gegen die frühe Sperrstunde aussprachen und rechtzeitig auf die wirtschaftlichen Einbussen aufmerksam machten. Allerdings gelang es Göteborg mit seiner Idee das Nachtleben in der Stadt ab drei Uhr morgens nahezu zum Erliegen zu bringen. In den Augen des Stadtrates geht man nicht wegen der Musik oder auch um mit Freunden zusammen zu sein aus, sondern um sich zu betrinken.

Auch touristisch gesehen ist die Entscheidung Göteborgs ein bedeutender Nachteil, da vor allem jüngere Besucher, die ein Wochenende in einer schwedischen Stadt verbringen wollen, immer mehr zu Stockholm als zu Göteborg greifen, denn für Besucher aus anderen europäischen Ländern beginnt die Nacht erst nach Mitternacht und geht dann bis in die Morgenstunden. Der Verlust gerade dieser jungen Gruppe an Touristen kann in Göteborg langfristig zu bedeutenden Einbussen aus dem europäischen Tourismus führen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Sonntag, 5. Januar 2014

Göteborg setzt auf Touristen aus Asien

Nach den Zahlen des städtischen Unternehmens Göteborg & Co. ging die Anzahl der Übernachtungen in Göteborg, verglichen mit dem Jahr 2012, bis Ende November vergangenen Jahres um rund vier Prozent nach oben und werden voraussichtlich auch weiterhin ansteigen, was, trotz der zahlreichen neueren Hotels und den bereits geplanten Einrichtungen, in wenigen Jahren bereits zu Engpässen führen wird, falls nicht zusätzliche Hotels entstehen.


In der Tat sind die verschiedenen Events, Kongresse und vor allem der Tourismus mittlerweile eine der wichtigsten Einkommensquellen Göteborgs, die jedoch nur ausgedehnt werden können falls die Stadt ihr Konzept besser auf den Tourismus anpasst, denn der extreme Mangel an Parkplätzen für Reisebusse, die Reduzierung von Parkplätzen und der Transport von Kreuzfahrttouristen an Orte außerhalb Göteborgs wird das Wachstum bald in Grenzen halten.

Göteborg & Co. träumt daher bei seinen Zukunftsplänen bereits vom Hochgeschwindigkeitszug zwischen Oslo und Kopenhagen und davon, dass sich Göteborg zu einer wahren Großstadt entwickeln wird, was mangels Wohnfläche kaum Wirklichkeit werden kann. Nachdem Schweden für europäische Touristen auch immer teurer wird, rechnet Göteborg & Co. bei seinem 30-jährigen Plan auch mit Touristen aus Asien, das sich allerdings in den kommenden Jahren stark verändern kann und auch ein Luxusangebot fordert, das Göteborg bei der aktuellen Struktur nicht bieten kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. November 2013

Die Verteidigung droht in den Schären Göteborgs mit Enteignung

Auch wenn die schwedische Verteidigung die Göteborger Schäreninsel Känsö und die umgebenden Kleininseln seit den 30er Jahren nutzt, so wurde 2009 gerichtlich festgestellt, dass das Militär dort nur ein vorübergehendes Nutzungsrecht besitzt, die Inseln jedoch einem Verein auf Brännö gehören, der schon sehr lange dafür kämpft Känsö der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Die übertriebene Forderung des Militärs dort nahezu das ganze Jahr über Schießübungen zu machen und den Zugang Privatpersonen zu verweigern, erhärtete die Fronten allerdings.


Nun will der Verein die Insel verkaufen und hofft auf einen Käufer, der Känsö zu einem Ausflugsgebiet macht. Natürlich kam die erste Anfrage von der Verteidigung, die für eine Insel, die etwa 100 Millionen Kronen wert ist, weniger als ein Fünftel der Summe bezahlen will. Da der Verein aus Brännö jedoch nicht an das Militär verkaufen will und schon gar nicht zu dieser lächerlichen Summe, hat nun die Verteidigung beantragt die Insel wegen Allgemeininteresse mit seiner gesamten Umgebung zu enteignen, was den geplanten Verkauf zumindest verzögern wird.

Die Verteidigung will das Gebiet vor allem für Schießübungen behalten, was eine extreme Belastung für Anwohner, Touristen und durch das Blei im Wasser auch für die Meeresökologie ist. Die Situation für die rechtmäßigen Besitzer von Känsö ist indes nicht schlecht, denn diese zeigt sich sogar bereit mit dem Militär zu verhandeln und dieses auch bei Verkauf auf einem Teil der Insel zu lassen, aber mit weniger Belästigung durch Schießereien und ohne dem Militär den uneingeschränkten Zugang zu allen umliegenden kleinen Inselchen zu erlauben. Die Verteidigung gibt sich jedoch bisher hart und nennt die Schießübungen als absolut notwendig, muss nun jedoch beweisen, dass diese Übungen nur auf Känsö und Umgebung möglich sind und im Ernstfall der Verteidigung des Hafens dienen.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. November 2013

Göteborg als Warenzeichen im Sinken

Jede Stadt will sich ein Attribut geben, das nicht nur positiv klingt, sondern auch Touristen anzieht und diesen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Versuch dabei die Begriffe „Klein London“ oder die „Perle der Westküste“ einzuführen, zeigte sich zu Beginn auch einfallsreich und erfolgversprechend, bis Göteborg wegen Bestechungen und Skandalen die Beinamen „Wilder Westen“ oder „Bestechungsborg“ erhielt, Ausdrücke, die weitaus weniger schmeichelnd klingen.

Noch ist dieser Ruf bei ausländischen Touristen kaum angekommen, aber es ist eine Frage der Zeit, da auch viele Besucher aus anderen Ländern etwas Schwedisch können und teilweise die Presse des Landes über Internet verfolgen. Und Touristen, die auch die Randgebiete besuchen, stellen auch sehr schnell fest, dass Göteborg in arme und reiche Bezirke geteilt ist und Flüchtlinge und Migranten sehr häufig in Ghettos landen, was so manchem zu denken geben wird, denn Klassengesellschaften sind auch bei Touristen unbeliebt.

Die Stadtverwaltung und das städtische Tourismusunternehmen Göteborg & Co. versuchen zwar durch immense Geldeinsätze die Stadt als Event-Town und Stadt der vielen Möglichkeiten zu verkaufen, aber dieses Ziel wird scheitern, wenn die Versprechen nicht gehalten werden können, Vergnügen und Hotels zu teuer werden und die Stadt sich zwischen September und Mai in eine touristische Diaspora verwandelt in der man gerade einmal die Museen und einige wenige Kirchen besuchen kann. Auch die Idee teure Citycards zu verkaufen, die man nur vier Monate lang sinnvoll nutzen kann, ist eine Idee, die sich zu einem Nachteil entwickeln kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 12. Juli 2013

In Göteborg arbeitet man nur bei Sonnenschein

Bereits im vergangenen Jahr klagten zahlreiche Jugendliche in Göteborg darüber, dass sie bei Restaurants und in Hotels einen Arbeitsvertrag zur Sommersaison nur unter der Bedingung erhielten dass sie zwar mehr oder weniger rund um die Uhr arbeitsbereit waren, jedoch akzeptierten nur dann anzutreten wenn auch die Sonne schien und sich Touristen in großer Menge zeigten.

Unter den Jugendlichen werden diese Arbeitsstellen ironisch bereits als solvakt (Sonnenwache) bezeichnet, denn sie bekommen einen Arbeitsvertrag, werden ganz normal mit den in der Branche üblichen Arbeitsstunden eingeteilt, dürfen jedoch nur dann arbeiten wenn durch die Sonne eine große Anzahl an Gästen zu erwarten ist oder bereits am Eingang steht. Die Bezahlung erfolgt selbstverständlich auch nur für die Stunden mit Arbeitsleistung und nicht für die Einsatzbereitschaft

Die meist sehr jungen Angestellten wagen sich gegen dieses illegale System nicht zu wehren, da sie Angst davor haben dann die Arbeitsstelle ganz zu verlieren und die Gewerkschaft für Hotel- und Restaurantangestellte erfahren in der Regel diese Methode nur über Hintertüren oder die Presse und stehen den Arbeitgebern machtlos gegenüber, was wiederum dazu führt, dass sich diese Methode in Göteborg Jahr für Jahr mehr verbreitet. Natürlich darf ein Arbeitgeber seine Angestellte bei Arbeitsmangel nach Hause schicken, aber er muss, zumindest offiziell, die vorgesehene Arbeitszeit dennoch bezahlen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 30. Juni 2013

Städtische Verkehrsbetriebe loben Ausländer

Nach der Tageszeitung GP loben die städtischen Verkehrsbetriebe Göteborgs, Västtrafik, die ausländischen Gäste der Stadt für ihr Verhalten, denn bei den bisherigen Kontrollen hatten fast alle unter ihnen einen gültigen Fahrschein und falls es dennoch zu einer Geldbuße wegen Schwarzfahren kam, so haben bisher alle Betroffenen die Gebühren per Überweisung aus dem Ausland bezahlt, eine Situation von der man bei Schweden nur träumen kann.

Nach Västtrafik ist es für Touristen auch kein Problem an einen Fahrschein zu kommen, da die Göteborger Verkehrsbetriebe über vier eigene Verkaufsstellen und 142 zusätzliche Abgabestellen im Bereich Göteborgs verfügen und die Information über Preise und Verkaufsstellen als ausgezeichnet betrachtet werden muss, was deutsche, französische und spanische Besucher allerdings nicht unbedingt feststellen.

Sicher ist, dass ausländische Gäste alles richtig machen wollen und bereit sind zu bezahlen, aber viele sind hilflos wenn sie mit Stena Line, Bus oder Zug in Göteborg ankommen, denn die Informationen gibt es nur in schwedischer und englischer Sprache und an nicht einer Haltestelle findet man den Hinweis auf die nächstmögliche Verkaufsstelle, ein Problem, das sehr leicht zu beheben wäre und auch in mehreren Sprachen sinnvoll sein kann. Glücklicherweise sind auch einige Busfahrer so freundlich und erklären den Gästen, dass sie nicht im Bus bezahlen können und laden sie zu einer ersten kostenlosen Fahrt ein.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Donnerstag, 13. Juni 2013

Würfelspieler auf Göteborgs Straßen

Mit dem Einbruch der Tourismus-Saison in Göteborg findet man an den verschiedensten Stellen der Stadt, insbesondere jedoch im Nordstan-Tunnel und im Brunnsparken Würfelspieler, die auf Personen warten, die ihr Glück versuchen wollen und auf bestimmte Zahlen setzen um einen kleineren Gewinn an Land zu ziehen. In der Tat ist es allerdings unmöglich zu gewinnen, obwohl der zögernde Beobachter dies glaubt.

Die professionellen Würfelspieler aus Rumänien und Bulgarien arbeiten in der Regel zu zweit, wobei die Person, die vor den Augen der Zuschauern eine kleinere Summe gewinnt die zweite Person des Teams ist, die die Beobachter lediglich von der Seriosität des Spiels überzeugen soll. Sobald jedoch eine dritte Person eine Summe setzt, so ist es mit dem Gewinnen vorbei und jede gesetzte Summe landet in der Tasche des Würfelspielers.

Obwohl diese Art des Betrugs nach dem Strafgesetzbuch mit einer Geldstrafe und in schweren Fällen mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bedroht ist, greift die Polizei Göteborgs nicht ein, da diese Betrügereien als Nebensache behandelt werden, unabhängig wie hoch die Schäden sind. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die Anzahl dieser Betrüger nahezu jede Woche ansteigt und mittlerweile schon Teil des Göteborger Straßenbilds sind. Da immer mehr Gäste der Stadt den Spielern zum Opfer fallen, ist auch ein Rufschaden der Tourismusstadt zu erwarten, der indirekt von der passiven Polizei hervorgerufen wird.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 3. Juni 2013

Parken wird in Göteborg Luxus

Nach den aktuellen Bauplänen der Stadt Göteborg müssen zahlreiche Parkplätze im Bereich der Innenstadt Wohnungen und Geschäften weichen, ohne jedoch als solches vernichtet zu werden. Die Idee ist daher die Parkplätze unter die Gebäude zu verlegen, teilweise ein bedeutendes Stück unter den Wasserspiegel, mit der Folge, dass diese neuen Parkplätze sehr hohe Summen verschlingen werden, die letztendlich wieder eingenommen werden müssen.

Der Nachteil dieser Parkplatz-Planung ist allerdings auch, dass die städtische Parkplatzgesellschaft, die bisher nicht nur die Preise der Privatunternehmer drücken konnte, sondern mit Parkplätzen auch rund 20 Prozent Gewinn erwirtschaften konnte, die zukünftigen Parkplätze, die pro Parkplatzmöglichkeit bis zu 750.000 Kronen kosten kann, langfristig ebenfalls rentabilisieren muss. Es ist daher zu erwarten, dass sich die gesamten Parkgebühren in Göteborg, die heute schon über dem Niveau in Berlin liegen, doppelt so teuer werden als bisher und nur noch für jene gedacht sind, die über dem Durchschnitt verdienen, da selbst der billigste Parkplatz nicht mehr unter 25 bis 30 Kronen die Stunde zu finden sein wird.

Bauprojekte, die in Zukunft die Segregation Göteborgs bedeutend vergrößern werden, werden auch mit der Parkplatz-Politik vor allem den normalen Bürger betreffen, der mit sein Fahrzeug zur Arbeit kommen muss und Touristen, die, wie überall in der Welt, in der Innenstadt einen Parkplatz suchen, da dadurch ein Restaurantbesuch ohne weiteres um 70 bis 100 Kronen teurer werden kann falls man mit dem Auto in die Stadt will, von den Preisen für die Citymaut, die ab Januar auch ausländische Fahrzeuge bezahlen müssen, ganz abgesehen. Göteborg hat sich nun endgültig zum Weg Londons entschieden, wo Normalbürger schon lange nicht mehr in der Innenstadt wohnen und parken können.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. April 2013

Das Kaninchenland in Göteborg


Wenn am Samstag den 27. April 2013 Liseberg zu seinem 90. Jahrestag für die Sommersaison öffnet, so finden vor allem die jüngsten Gäste des Vergnügungspark eine neue Sensation, nämlich das Land der Kaninchen, das sich über eine Fläche von rund 10.000 Quadratmeter erstreckt und die jüngsten Gäste über Stunden hinweg beschäftigen kann, nicht zuletzt auch deswegen, weil sich eine große Anzahl an Liseberg-Kaninchen dort niedergelassen hat um Kinder zu umarmen und ihnen den Weg ins Vergnügen zeigt.

Unter den elf Attraktionen, die man im neuen Kaninchenland Lisebergs findet, sind sieben vollkommen neu und können daher von Kindern zwischen zwei und elf Jahren am Samstag eingeweiht werden, wobei die jüngsten unter ihnen auch von den Eltern begleitet werden können, selbst ins Haus der Kaninchen mit Hängebrücken, schiefen Türen und natürlich Röhrenrutschbahnen mit denen man die oberen Stockwerke auf die einfachste Weise wieder verlassen kann.

Neu ist im Kaninchenland Lisebergs unter anderem die Kaninlandsbanan auf der man eine Runde drehen kann und dabei das gesamte Land der Kaninchen von oben betrachten darf. Die neuen Attraktionen sind so gebaut, dass sie selbst für Kinder in jüngstem Alter ungefährlich sind und höchstens ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend verursachen wenn man sich in zehn Meter Höhe befindet oder sich das Flugkarussell etwas schneller nach oben oder unten bewegt als gedacht und nicht nur eine ruhige Flugrunde dreht.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 20. April 2013

Ein Barfußpark im Göteborger Schlosswald

Bei einem Besuch in einem der deutschen Barfußpark entdeckten zwei Jugendabgeordneten Göteborgs eine Anlage, die zwar in Deutschland weit verbreitet ist, in Schweden jedoch bisher unbekannt ist. Die Idee gefiel den beiden Jugendlichen, die in Deutschland an einem Austauschprogramm teilnahmen, so gut, dass sie diese Idee unmittelbar importierten und nun vom Stadtrat die Genehmigung erhielten im Göteborger Schlosswald einen kleinen Teil der Anlage in diese neu importierte Attraktion zu verwandeln.

Aida Skåreby Kalaaji, eine der Jugendabgeordneten, hoffte natürlich, dass Göteborg einem Barfußweg von einer Länge von einem Kilometer zustimmen würden, der gleichen Länge, die die Jugendlichen in Deutschland entdeckt hatten, aber Aida Skåreby Kalaaji und Emil Bogestad müssen sich in Göteborg, zumindest vorerst, mit etwa 200 Meter im Azaleental begnügen und nur wenn das Projekt wirklich einschlägt, ist später auch an einen Ausbau zu denken - oder eine zweite Anlage.

Der Barfußpark mit seinem Barfußwanderweg und seinem Minipark mit Bänken und der Möglichkeit die Füße nach der Wanderung abzuspülen, sollte im Grunde bereits im Frühjahr fertig gestellt werden, was die anhaltende Kälte jedoch unmöglich machte. Interessenten, die ihren Füssen mit dem Schlammlöchern, Moosen, Steinchen, Holzplatten und anderen attraktiven „Bodenbelägen“ ein völlig neues Erlebnis vermitteln möchten, müssen daher noch bis Anfang Herbst auf den Barfußpark Göteborg warten.

Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Mittwoch, 17. April 2013

Göteborger Markthalle wird zum Kaufhaus

Seit 1889 findet man an einer der zentralsten Stellen Göteborgs die Markthalle, die nicht nur für viele Bewohner der Stadt mit seinem internationalen Angebot ein Anziehungspunkt ist, sondern auch die Touristen aus allen Ländern anzieht, da sowohl der Bau einzigartig ist als auch das Angebot. Nach dem Umbau im vergangenen Jahr könnte sich dies jedoch bedeutend ändern.

Zahlreiche Mieter der Markthalle klagen bereits, dass sie auf Grund der im Januar eingeführten Citymaut und wegen der lang andauernden Umbauarbeiten in denen die Geschäfte monatelang geschlossen waren, bis zu 20 Prozent ihrer Kunden verloren haben und einige geraten deswegen bereits in finanzielle Probleme. Innerhalb der kommenden zwei Jahre werden nun zudem die Mietpreise dem neuen Wert der Markthalle angepasst, was stufenweise zu einer Verdoppelung der bisherigen Mietgebühr führt, damit das Bauunternehmen der Stadt auch seine Gewinne erwirtschaften kann.

Nachdem die Markthalle voriges Jahr bereits ihre Verkaufszelte vor der Halle verloren hat, da die Stadt dort Parkplätze benötigte und für die Zukunft ein noch unbekanntes Projekt plant, wird der nächste Schritt sein, dass auf Grund der Mieterhöhung viele der kleinen Händler in der Halle aufgeben müssen und sich aus der Markthalle ein Kaufhaus entwickelt, da die Gewinnspanne bei Kleidung und Schuhen pro Kunde weitaus höher ist als bei jemandem, der Oliven, Käse oder frischen Fisch anbietet. Bis zur 400-Jahrfeier Göteborgs im Jahr 2021 wird daher vermutlich eine weitere Attraktion der Stadt verschwunden sein.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 20. März 2013

Göteborg und das Problem mit den Kreuzfahrten

Im vorigen Jahr konnte Göteborg einen Rekord an Kreuzfahrtschiffen verbuchen, der allerdings zum Teil auch dem Lotsenstreik in Oslo zu verdanken war, da dadurch sieben der Luxusschiffe nach Göteborg umgeleitet wurden, einem Ziel, das ursprünglich nicht vorgesehen war. Dieses Jahr sieht die Bilanz weitaus schlechter aus, denn bisher haben gerade einmal 35 Schiff Göteborg als Etappe eingebucht, also etwa die Hälfte des vorigen Jahres.

Und dennoch begann die Saison im Jahre 2013 unerwartet früh, da bereits am Montag die Aida Stella im Göteborger Hafen Arendal anlegte und der Stadt knapp 2000 deutsche Gäste brachte, die sich allerdings nicht Göteborg, sondern Kopenhagen als Ziel ausgesucht hatten. Ein Unwetter machte es dem Fahrzeug jedoch unmöglich dort anzulegen, so dass auch diese Fahrt umgeleitet werden musste um die Gäste zu befriedigen.

Der diesjährige Rückgang an Kreuzfahrtschiffen in Göteborg liegt, nach Aussagen des Göteborger Hafens, daran, dass eine englische Reederei in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, die voriges Jahr vierzehn Mal Göteborg als Ziel hatte. Ein treuer Gast ist dagegen erneut die Aida Cara, die 2013 fünfzehn Mal am Freihafen, direkt im Zentrum der Stadt, anlegen wird. Nach den bisherigen Buchungen soll es für Göteborg allerdings 2014 wieder aufwärts gehen, denn bisher liegen bereits 70 Buchungen vor und nur eine andauernde Krise und der steigende Kurs der Krone können einen Rückschlag geben.

Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg