Posts mit dem Label Westküste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Westküste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 26. Februar 2014

go:TO SEA in Göteborg

Die Aktion go:To Sea vom 25. Februar bis zum 1. März 2014 gehört zu den ersten Programmen, die in Göteborg in Zusammenhang mit der 400-Jahresfeier der Stadt im Jahre 2021 gesehen wird. Dieses Jahr wird in gewisser Weise noch als Versuchsobjekt betrachtet, das in den kommenden Jahren permanent ausgebaut und den Wünschen der Bürger angepasst werden soll und, wie schon der Name sagt, so soll dabei die Nähe Göteborgs zum Meer hervorgehoben werden.


In erster Linie soll go:To Sea ein kulinarisches Erlebnis sein, auch wenn in diesem Jahr die Garnelen der Westküste, die vielleicht wichtigste Spezialität der Stadt, vom Speiseplan verbannt wurde, da die Tiere vom WWF auf die Rote Liste gesetzt wurden da Fischer immer noch zu enge Netze benutzen um den Bestand der Garnelen auch in Zukunft zu garantieren. Aber das Meer verfügt nicht nur über Garnelen, sondern auch über Fische, die in keiner Weise bedroht sind und die Basis für hervorragende Gerichte einer Küstenstadt sein können.

Neben verschiedenen Aktivitäten in der Galerie von Nordstan und an einigen anderen Stellen der Stadt, kreist go:To Sea dieses Jahr um vier Container, die an zentralen Stellen der Stadt aufgestellt wurden und wo zur Mittagszeit einige der bekanntesten Restaurants der Stadt zu 75 Kronen eine reichhaltige Fischsuppe servieren. Wer sein Essen wegen des vielleicht kalten Windes oder wegen Regen nicht im Stehen zu sich nehmen will, kann dieses natürlich in einer attraktiven kostenlosen Tasche mit nach Hause oder ins Büro nehmen. Allerdings sind die Container täglich nur drei Stunden lang und zur Mittagszeit geöffnet.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 21. November 2013

Göteborg als Warenzeichen im Sinken

Jede Stadt will sich ein Attribut geben, das nicht nur positiv klingt, sondern auch Touristen anzieht und diesen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Versuch dabei die Begriffe „Klein London“ oder die „Perle der Westküste“ einzuführen, zeigte sich zu Beginn auch einfallsreich und erfolgversprechend, bis Göteborg wegen Bestechungen und Skandalen die Beinamen „Wilder Westen“ oder „Bestechungsborg“ erhielt, Ausdrücke, die weitaus weniger schmeichelnd klingen.

Noch ist dieser Ruf bei ausländischen Touristen kaum angekommen, aber es ist eine Frage der Zeit, da auch viele Besucher aus anderen Ländern etwas Schwedisch können und teilweise die Presse des Landes über Internet verfolgen. Und Touristen, die auch die Randgebiete besuchen, stellen auch sehr schnell fest, dass Göteborg in arme und reiche Bezirke geteilt ist und Flüchtlinge und Migranten sehr häufig in Ghettos landen, was so manchem zu denken geben wird, denn Klassengesellschaften sind auch bei Touristen unbeliebt.

Die Stadtverwaltung und das städtische Tourismusunternehmen Göteborg & Co. versuchen zwar durch immense Geldeinsätze die Stadt als Event-Town und Stadt der vielen Möglichkeiten zu verkaufen, aber dieses Ziel wird scheitern, wenn die Versprechen nicht gehalten werden können, Vergnügen und Hotels zu teuer werden und die Stadt sich zwischen September und Mai in eine touristische Diaspora verwandelt in der man gerade einmal die Museen und einige wenige Kirchen besuchen kann. Auch die Idee teure Citycards zu verkaufen, die man nur vier Monate lang sinnvoll nutzen kann, ist eine Idee, die sich zu einem Nachteil entwickeln kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 2. August 2013

Die Västerhavsveckan in Göteborg

Vom 3. bis zum 11. August 2013 findet zum sechsten Mal die Västerhavsveckan statt, die mit Ereignissen zwischen Amundön in Göteborg und Strömstad auf die Ökologie der schwedischen Westküste aufmerksam machen soll und dabei zeigen soll wie wichtig es ist das Meer zu schützen. Neben Vorträgen, Wanderungen und Ausstellungen sollen dabei allerdings auch die vielseitigen Aspekte des Meeres vorgestellt werden und Spaß mit Wissen und Ökologie verknüpft werden.

Auch wenn sich Göteborg auch dieses Jahr erneut an der Västerhavsveckan beteiligt, so zeigt sich bei genauer Betrachtung, dass der Einsatz sehr beschränkt ist und kaum genannt werden muss, da diese Woche in Göteborg kaum Neues liefert und eher deutlich zeigt, dass die Stadt für die Ökologie des Meeres wenig übrig hat wenn es nicht darum geht an Wassernähe Häuser zu bauen.

Nahezu alles was Göteborg als Beitrag zur Västerhavsveckan leistet, ist kostenpflichtig und kann auch außerhalb dieser Woche, die im Grunde auf Probleme sensibilisieren soll, entdeckt werden, denn ein Besuch im Aquarium oder im Universeum ist immer eine Entdeckung und hilft dem Besucher das Meer, seine Geschichte, seine Bewohner und seine Ökologie kennenzulernen. Eine kommentierte Wanderung im Gebiet Nya Varvet und ein Schwimmwettbewerb für Hochleistungssportler kann allerdings kaum in die Idee der Västerhavsveckan eingebunden werden.

Herbert Kårlin

Samstag, 14. Juli 2012

Seltene Meereswelt an der Westküste

Meeresbiologen der Universität Göteborg entdeckten auf wenigen Kilometern der schwedischen Westküste 412 verschiedene Arten an wirbellosen Tieren, eine Vielfalt, die man bisher bei Svaberget vor Smögen nicht einmal vermuten konnte, was auch darauf hindeutet, dass sich an dieser Stelle ein einzigartiges Meeresklima befindet, das bisher unerforscht geblieben ist.

Sehr interessant finden die Forscher allerdings auch, dass in dem kleinen Gebiet Tierarten wie Gemeinen Seehasen, die Europäische Borstenkrabbe und Seefedern vorkommen, die in diesen nördlichen Gewässern extrem selten zu finden sind und zudem nahezu als ausgerottet gelten. Diese Erkenntnis kann dazu führen, dass die Gegend um Smögen in naher Zukunft unter Naturschutz gestellt werden muss.

Eine Erklärung für den Artenreichtum und die große Anzahl an seltenen nordischen Meerestieren könnte nach den Forschern die Tatsache sein, dass sich hier die jütlandischen und die baltischen Meeresströmungen treffen und diese seltenen Meerestiere mit sich bringen. Nach den Erkenntnissen der Forscher will die Regionalregierung des Västra Götalands das Gebiet nun mit in das europäische Natura 2000 Programm mit aufnehmen lassen.

Herbert Kårlin

Montag, 9. Juli 2012

Feuerquallen im Västra Götaland

Wer dieses Jahr an der Küste oder in den Schären des Västra Götalands baden will, wird nicht nur auf kälteres Wasser als gewöhnlich  treffen und riskiert die unliebsame Bekanntschaft mit den Mittelmeer-Petermännchen zu machen, sondern riskiert auch auf eine der dieses Jahr außerordentlich zahlreichen Feuerquallen zu stoßen, die sich entlang der gesamten Küste aufhalten und das Meerwasser besiedeln.

Die Ursache, dass sich dieses Jahr extrem viele Feuerquallen von Göteborg bis zum nördlichsten Teil des Bohuslän aufhalten, liegt zum einen an relativ kalten Wasser, das die Feuerquallen bis an die Küste kommen lässt, zum anderen aber auch daran, dass man extrem viele ungefährliche Ohrenquallen im Wasser findet, die die Hauptnahrung der “brennenden“ Artgenossen ausmachen

Im Grunde ist es nicht einmal die Qualle selbst, die offiziell Gelbe Haarqualle (Cyanea capillata) genannt wird, die die Verbrennungen auf der Haut hervorruft, sonder die bis zu 150 Tentakeln, die dieses Jahr bis zu fünf Meter lang werden können. Auch wenn man die bis zu 40 Zentimeter großen Nesselquallen relativ einfach im Wasser entdecken kann, so sind die langen Tentakeln bei etwas bewegtem Wasser nahezu unsichtbar und machen sich erst durch einen brennenden Schmerz bemerkbar.

Herbert Kårlin

Samstag, 7. Juli 2012

Das Mittelmeer-Petermännchen an der Westküste

Das Mittelmeer-Peterchen, das zu den Barschen gehört, ist, trotz des freundlichen Namens und Aussehens, einer der giftigsten Fische Europas, denn auch wenn sein Gift nur selten tödlich ist, so können die Stiche sehr starke Schmerzen verursachen, die tagelang nicht verschwinden und langwierige Nebenwirkungen zeigen. In Frankreich, wo der Fisch als Spezialität gilt, darf er nur ohne Stacheln verkauft werden, da das Gift auch bei toten Tieren noch lange wirksam ist.

Auch wenn bisher nicht untersucht wurde, warum das Mittelmeer-Petermännchen sich bis Skandinavien verirrte, so hat sich sein Bestand an der schwedischen Westküste während der letzten 20 Jahre verzehnfacht und beginnt für Fischer und Badegäste eine ernsthafte Gefahr zu werden. Jedes Jahr ziehen die Fische, die in der Ostsee noch sehr selten sind, weiter nördlich entlang der Küste des Bohuslän. Vor allem die letzten fünf Jahre zeigten die Fjärsingen auch eine immer größere Liebe zu den Badestränden.

Die Gefahr der Petermännchen, die bis zu 53 Zentimeter lang und 1,8 Kilogramm schwer werden können, besteht darin, dass sie sich tagsüber im Sand oder Schlamm eingraben und daher nicht sichtbar sind, ihr Stich dann jedoch um so schmerzhafter zu spüren ist. Das Gift wird bei jeder Berührung des Fisches automatisch injiziert und gilt als das Verteidigungssystem der Fjärsingen. Wer daher an der Westküste baden gehen will, sollte ab diesem Jahr seine Badeschlappen nicht vergessen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 26. Juni 2012

Mobiler Sommer-Veterinär im Västra Götaland

Auf den Campingplätzen an der Küste des Västra Götalands findet man jedes Jahr mehr Haustiere, die ihre Besitzer mit in den Urlaub nehmen. Aber gerade während des Urlaubs ist auch das Risiko höher, dass Tiere erkranken oder einen Unfall haben, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie hier mit vielen anderen Tieren in Berührung kommen, sie sich in einer unbekannten Gegend bewegen und teilweise auch ungewohnte Nahrung aufnehmen.

An der schwedischen Westküste finden Tierfreunde dieses Jahr einen Service besonderer Art, denn während der Sommermonate wird entlang der Küste eine mobile Veterinärsklinik unterwegs sein, die auch an allen größeren Campingplätzen Halt macht um Haustieren wie Hunden, Katzen oder auch Vögeln im Notfall beistehen zu können ohne dass die Besitzer sich auf die Suche nach einer Tierklinik machen müssen.

Wer mit seinem Haustier per Wohnwagen oder Zelt an der schwedischen Westküste unterwegs ist, sollte sich daher an den besuchten Campingplätzen informieren, ob die rollende Tierklinik auch dort Halt macht oder wo die nächste Kontaktstelle zu finden ist. Um jedes Risiko zu vermeiden, raten die schwedischen Veterinäre allerdings auch dazu eine Zusatzversicherung für die Haustiere abzuschließen, damit im Notfalle auch die Kosten einer Unterbringung der Tiere und unvorhergesehen Kosten bezahlt werden, damit der Urlaub in jedem Fall zum Erfolg wird.

Herbert Kårlin

Freitag, 3. Juni 2011

Göteborg wird jedes Jahr ein beliebteres Reiseziel

Nach der jährlichen Untersuchung von SJ (Statens Järnvägar), gehört Göteborg auch dieses Jahr zu einer der beliebtesten Städte Schwedens, die immer mehr Bewohner des Landes besuchen wollen. Auch wenn nach wie vor 31 Prozent der Bürger Stockholm als ersten Reisewunsch angeben, so erreicht Göteborg bereits 29 Prozent, gefolgt von Visby, Malmö und Helsingborg.

Betrachtet man die beliebtesten Reiseziele, so findet man dieses Jahr die Westküste an erster Stelle, knapp gefolgt von Gotland, der vorjährigen Nummer eins, Nordschweden, Skåne und schließlich den Schären vor Stockholm. Als größten Gewinner des Jahres kann man hier das Bohuslän im Västra Götaland betrachten.

Auf die Frage welche Sommerattraktion die Ferienreisenden am liebsten besuchen wollen, landet das Göteborger Liseberg wieder am ersten Platz, gefolgt vom größten Tierpark Skandinaviens Kolmården, dem Stockholmer Vergnügungspark Gröna Lund, dem Kinderparadies Skara Sommarland und Skansen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 26. September 2010

Die Hummersaison beginnt in Göteborg

Auf der Speisekarte jedes Fischrestaurants und jedes Restaurants mit traditioneller westschwedischer Küche in Göteborg findet man Hummer, zumindest ab Oktober, wenn die Saison für Hummerfischer beginnt. Nach den Göteborger Köchen ist bei den Kunden der Preis für Hummer Nebensache. Was zählt ist der Geschmack und der Einfallsreichtum der Köche. Für den Göteborger Sternkoch Leif Mannerström ist der Hummer das edelste Schaltier der Westküste.

Am Montag, den 27. September, morgens um sieben Uhr, wird das Startzeichen gegeben und eine unbekannte Menge an Hummern werden bis zur Walpurgisnacht entlang der schwedischen Westküste an Land gezogen. Der Auktionspreis für ein Kilo Hummer wird in der ersten Woche kaum unter 1000 Kronen liegen und der Fang wird jeweils bereits nach wenigen Minuten verkauft sein.

Jedes Jahr werden an der Westküste mindestens 100 Tonnen Hummer an Land gezogen, aber die genaue Menge der Tiere ist unbekannt, da Freizeitfischer ihren Fang nicht registrieren lassen müssen, aber rund 80% des Fangs ihnen zuzuschreiben ist. Nach einer Untersuchung vom Jahr 2007 gab es an der Westküste etwa 9000 Hummerfischer, wobei 98% unter ihnen Freizeitfischer waren. Die hohe Nachfrage nach Hummer führte dazu, dass der Hummerbestand entlang der Westküste seit 1990 permanent rückläufig ist.

Am Morgen des 28. September wurde in der Göteborger Fischauktion der erste Hummer des Jahres zu einem Kilopreis von 7300 Kronen verkauft, was einen absoluten Rekord darstellt. Der Käufer kam aus Stockholm.

Herbert Kårlin

Samstag, 28. August 2010

Garnelen eine Mangelware in Göteborg

Die Garnelen der schwedischen Westküste gehören wegen ihrem Geschmack und ihrer Größe seit Jahren zu einer Spezialität, die nicht nur in Göteborg gegessen wird, sondern auch nach ganz Europa exportiert wird. Nach 40 Jahren Hochkonjunktur kehren die Boote dieses Jahr mit immer geringerem Fangergebnis zurück.

Die Preise für ein Kilo Garnelen liegt diesen Sommer im Schnitt bei 400 Kronen, was einer Verdopplung des Preises entspricht. Sicher ist zum Teil auch der häufige Wind und das unruhige Meer ein Grund für die schlechten Fangergebnisse, aber selbst bei idealer Witterung gehen die Quoten kaum nach oben.

Auf Grund der schlechten Quoten machte daher das Meeresfischforschungsinstitut in Lysekil ein Testfischen mit feinmaschigen Netzen um den aktuellen Bestand an Garnelen zu erforschen. Das Ergebnis zeigte, dass nicht nur die großen, fischbaren Garnelen stark abgenommen haben, sondern auch der Bestand an Junggarnelen weit unter den üblichen Werten liegt und man daher davon ausgehen muss, dass Garnelen an der Westküste in den letzten Jahren überfischt wurden und unter Umständen Fangquoten festgelegt werden müssen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 19. Mai 2010

Fischereiwerk in Göteborg verärgert Freizeitfischer


Nach einer EU-Direktive, die gegenwärtig diskutiert wird, dürfen Hobby- und Freizeitfischer in Zukunft ihren Fang nicht mehr verkaufen, sondern nur noch privat genießen. Bereits dieser Plan wurde von den Fischern der schwedischen Westküste sehr negativ aufgenommen, da so manche mit Fischfang ihre mageren Einkünfte aufbessern konnten. Nun legt das Fischereiwerk noch nach.

Um Berufsfischern bessere Voraussetzungen zu bieten, sollen Freizeitfischer in Zukunft nur noch sechs Hummerkörbe ins Wasser lassen, statt den bisher 14, womit im Schnitt sieben bis zehn Hummer an Land gezogen wurden, die dann auch zum Teil weiterverkauft wurden. Falls die Pläne von EU und des Fischereiwerks umgesetzt werden, so kann ein Freizeitfischer in Zukunft während einer Saison noch zwei bis fünf Hummer an Land ziehen, die er dann auch nicht mehr verkaufen kann.

Da an der schwedischen Westküste das Hummerfischen mit der Elchjagd in anderen Teilen Schwedens vergleichbar ist und auf eine lange Tradition zurückgreift, mobilisieren sich Fischer entlang der Küste und konnten in wenigen Tagen eine Liste mit 1200 Namen beim Fischereiwerk vorlegen, die damit gegen die Einschränkungen protestieren. Die Liste umfasst ausschließlich Personen, die Hummer zum Eigenbedarf fangen.
Herbert Kårlin