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Dienstag, 25. September 2012

Hummerpremiere im Västra Götaland

Gestern morgen um 6 Uhr 30 verließen hunderte von Fischerbooten jeder Größe die Häfen im Västra Götaland um pünktlich um sieben Uhr die ersten Hummerkörbe ins Wasser zu lassen, wie jedes Jahr, wenn die ersten Hummer des Jahres gefangen werden dürfen. Auch wenn es für viele nur ein Sport ist, so gibt es auch jene, die am Dienstag morgen die ersten sein wollen, die auf der Fischauktion ihren Fang anbieten können, denn voriges Jahr brachte der erste Hummer pro Kilogramm 31.600 Kronen, ein Rekord.

Und wie jedes Jahr glauben auch einige, dass die Küstenwache ja wohl nicht das ganze Meer überwachen kann, und wollen ihre Hummerkörbe bereits einen Tag zu früh an ihrer Lieblingsstelle ins Wasser lassen, was natürlich dazu führte, dass noch vor dem Startschuss bereits rund zwanzig Hummerkörbe beschlagnahmt wurden. Sicher ist dies relativ wenig, wenn man bedenkt, dass an der Westküste rund 9000 Hummerfischer gezählt werden, aber für die Betroffenen ist die Saison zu Ende.

Für die Seerettung bedeutet die Hummersaison allerdings eine bedeutende Mehrarbeit, denn auch wenn der Wunsch nach Hummer sehr groß ist, so gelten für viele der Fischer keine Regeln auf See, was jedes Jahr einigen das Leben kostet, nur weil man als Fischer keine Schwimmweste tragen will, was bei starkem Wind und dem Bergen der Hummerkörbe fatal sein kann. Da der Hummerbestand in Westschweden relativ stabil ist, sind auch dieses Jahr keine besonderen Begrenzungen beim Fang vorgesehen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 27. September 2011

Hummer kostete in Göteborg 31.600 Kronen

Mit großer Spannung wurden in der Göteborger Fischauktion auf die Angebote für die ersten Hummer der Saison gewartet. Während man gestern noch rätselte, ob der Rekordpreis des vorigen Jahres, nämlich 7.300 Kronen pro Kilo, überboten werden kann, blieben die Münder während der Auktion am frühen Morgen jedoch offen, denn die ersten fünf Hummer wurden für 31.600 Kronen pro Kilo verkauft, was bisher der absolute Rekordpreis für die ersten schwedischen Hummer ist.

Auch wenn die kommenden Hummer weitaus billiger gehandelt werden, so zeichnet sich dennoch bereits am ersten Verkaufstag von westschwedischem Hummer ab, dass dieses Jahr Höchstpreise gefordert werden, da das Angebot, auf Grund der Fischpolitik, nicht steigt, sich die Nachfrage nach Schaltieren während der letzten Jahre jedoch nahezu verdoppelte, zumal der westschwedische Hummer mittlerweile als der beste weltweit gilt.

Die ersten Hummerkörbe durften gestern morgen um sieben Uhr zu Wasser gelassen werden, wobei die Saison nun bis zum 30. April fortsetzt. Die Küste vor Göteborg war zur Eröffnung der Saison voll mit Booten privater und kommerzieller Fischer, wobei viele bereits die Nacht in ihren Booten verbracht hatten, um sich einen bestimmten Fangplatz zu sichern. Hobbyfischer dürfen ihren Fang allerdings nicht verkaufen, sondern können das teure Tier nur bei sich zu Hause genießen.

Herbert Kårlin

Montag, 9. Mai 2011

Touristisches Fischen vor Göteborgs Küste

Seit letzten Samstag ist es, nach einer europäischen Verordnung, auch in Schweden verboten auf dem Meer gefischte Beute zu verkaufen, wenn man nicht zu den eingetragenen Berufsfischern gehört. Dieses Gesetz betrifft auch alle Unternehmen, die touristische Fangreisen veranstalten und damit direkt oder indirekt Fische und andere Meerestiere verkaufen ohne jedoch offiziell Fischer zu sein.

Während der private Fischfang vor der Küste Göteborgs von den neuen Regeln nicht betroffen ist und die Verordnung daher weder den privaten Fischfang, noch der Fang von Hummern zum Eigenbedarf bedroht, sind Unternehmer, die organisierten Fischfang für Touristen anbieten, gezwungen illegal weiterzufischen oder müssen ihre Aktivität aufgeben.

Tourismusunternehmen, die vor Göteborgs Küste vom touristischen Fischen leben, wollen dieses Jahr mehrheitlich gegen die EU-Regel verstoßen und hoffen dabei auf Toleranz der schwedischen Behörden, obwohl gerade der touristische und organisierte Fischfang an immer den gleichen Stellen bei dem der Fang-Erfolg bezahlt wird, die Bestände von Fischen, Hummern und anderen Meerestieren am meisten bedroht.

Herbert Kårlin

Sonntag, 26. September 2010

Die Hummersaison beginnt in Göteborg

Auf der Speisekarte jedes Fischrestaurants und jedes Restaurants mit traditioneller westschwedischer Küche in Göteborg findet man Hummer, zumindest ab Oktober, wenn die Saison für Hummerfischer beginnt. Nach den Göteborger Köchen ist bei den Kunden der Preis für Hummer Nebensache. Was zählt ist der Geschmack und der Einfallsreichtum der Köche. Für den Göteborger Sternkoch Leif Mannerström ist der Hummer das edelste Schaltier der Westküste.

Am Montag, den 27. September, morgens um sieben Uhr, wird das Startzeichen gegeben und eine unbekannte Menge an Hummern werden bis zur Walpurgisnacht entlang der schwedischen Westküste an Land gezogen. Der Auktionspreis für ein Kilo Hummer wird in der ersten Woche kaum unter 1000 Kronen liegen und der Fang wird jeweils bereits nach wenigen Minuten verkauft sein.

Jedes Jahr werden an der Westküste mindestens 100 Tonnen Hummer an Land gezogen, aber die genaue Menge der Tiere ist unbekannt, da Freizeitfischer ihren Fang nicht registrieren lassen müssen, aber rund 80% des Fangs ihnen zuzuschreiben ist. Nach einer Untersuchung vom Jahr 2007 gab es an der Westküste etwa 9000 Hummerfischer, wobei 98% unter ihnen Freizeitfischer waren. Die hohe Nachfrage nach Hummer führte dazu, dass der Hummerbestand entlang der Westküste seit 1990 permanent rückläufig ist.

Am Morgen des 28. September wurde in der Göteborger Fischauktion der erste Hummer des Jahres zu einem Kilopreis von 7300 Kronen verkauft, was einen absoluten Rekord darstellt. Der Käufer kam aus Stockholm.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 19. Mai 2010

Fischereiwerk in Göteborg verärgert Freizeitfischer


Nach einer EU-Direktive, die gegenwärtig diskutiert wird, dürfen Hobby- und Freizeitfischer in Zukunft ihren Fang nicht mehr verkaufen, sondern nur noch privat genießen. Bereits dieser Plan wurde von den Fischern der schwedischen Westküste sehr negativ aufgenommen, da so manche mit Fischfang ihre mageren Einkünfte aufbessern konnten. Nun legt das Fischereiwerk noch nach.

Um Berufsfischern bessere Voraussetzungen zu bieten, sollen Freizeitfischer in Zukunft nur noch sechs Hummerkörbe ins Wasser lassen, statt den bisher 14, womit im Schnitt sieben bis zehn Hummer an Land gezogen wurden, die dann auch zum Teil weiterverkauft wurden. Falls die Pläne von EU und des Fischereiwerks umgesetzt werden, so kann ein Freizeitfischer in Zukunft während einer Saison noch zwei bis fünf Hummer an Land ziehen, die er dann auch nicht mehr verkaufen kann.

Da an der schwedischen Westküste das Hummerfischen mit der Elchjagd in anderen Teilen Schwedens vergleichbar ist und auf eine lange Tradition zurückgreift, mobilisieren sich Fischer entlang der Küste und konnten in wenigen Tagen eine Liste mit 1200 Namen beim Fischereiwerk vorlegen, die damit gegen die Einschränkungen protestieren. Die Liste umfasst ausschließlich Personen, die Hummer zum Eigenbedarf fangen.
Herbert Kårlin