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Sonntag, 5. Januar 2014

Göteborg setzt auf Touristen aus Asien

Nach den Zahlen des städtischen Unternehmens Göteborg & Co. ging die Anzahl der Übernachtungen in Göteborg, verglichen mit dem Jahr 2012, bis Ende November vergangenen Jahres um rund vier Prozent nach oben und werden voraussichtlich auch weiterhin ansteigen, was, trotz der zahlreichen neueren Hotels und den bereits geplanten Einrichtungen, in wenigen Jahren bereits zu Engpässen führen wird, falls nicht zusätzliche Hotels entstehen.


In der Tat sind die verschiedenen Events, Kongresse und vor allem der Tourismus mittlerweile eine der wichtigsten Einkommensquellen Göteborgs, die jedoch nur ausgedehnt werden können falls die Stadt ihr Konzept besser auf den Tourismus anpasst, denn der extreme Mangel an Parkplätzen für Reisebusse, die Reduzierung von Parkplätzen und der Transport von Kreuzfahrttouristen an Orte außerhalb Göteborgs wird das Wachstum bald in Grenzen halten.

Göteborg & Co. träumt daher bei seinen Zukunftsplänen bereits vom Hochgeschwindigkeitszug zwischen Oslo und Kopenhagen und davon, dass sich Göteborg zu einer wahren Großstadt entwickeln wird, was mangels Wohnfläche kaum Wirklichkeit werden kann. Nachdem Schweden für europäische Touristen auch immer teurer wird, rechnet Göteborg & Co. bei seinem 30-jährigen Plan auch mit Touristen aus Asien, das sich allerdings in den kommenden Jahren stark verändern kann und auch ein Luxusangebot fordert, das Göteborg bei der aktuellen Struktur nicht bieten kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 1. Juli 2012

Die letzte Reise der Götheborg


Am 30. Juni 2012 kurz vor ein Uhr verließ der Ostindiensegler Götheborg eventuell die Stadt Göteborg zu seiner vielleicht letzten Reise, die den Dreimaster nun noch nach Holland, Deutschland und Frankreich führen wird. Der Traum von einer Reise nach London oder gar nach Amerika hat sich nun, mangels Sponsoren und Nachragen mach dem Schiff entgültig zerschlagen, nicht zuletzt auch deswegen, weil sich die Svenska Ostindiska Companiet (SOIC) zu wenig um das Marketing des Schiffes gekümmert hat.

Verglichen mit der ersten Reise, die die Götheborg im Jahre 1005 nach China führte, war das Interesse an der Abfahrt im Jahre 2012 sehr gering und nur wenige Boote begleiteten die Götheborg bis zu den Schären vor der Stadt. Der Enthusiasmus der Führungsschicht der SOIC hat sich noch bis 2012 zu sehr von Gefühlen leiten lassen als sich von den Erwartungen von Stadt, Touristen oder auch ökonomischen Notwendigkeiten leiten zu lassen, was nun zum Todesurteil der Götheborg führen kann.

Noch 2011 hat die Stadt Göteborg und die Region Västra Götaland 30 Millionen in die Götheborg gesetzt, in der Hoffnung, dass der Ostindiensegler dafür zumindest während der Olympiade in London seine Präsenz zeigen wird und damit Werbung für die Stadt Göteborg machen kann. Nun hat die SOIC nur noch wenig Zeit die Bedeutung der Götheborg zu beweisen, denn 2013 geht das Schiff an die Stadt Göteborg über und die Stadtverwaltung ist weit davor entfernt das Schiff als kulturhistorisches Gut zu betrachten, sondern erwägt selbst den Verkauf des Seglers, auch wenn er dadurch zu einem Restaurant an einem touristischen Ort wird.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Juni 2012

Lange Wartezeiten bei Liseberg in Göteborg

Als dieses Jahr acht zusätzlichen Eingänge geschaffen wurden, versprach Liseberg seinen Besuchern einen schnelleren Zugang zum Vergnügungspark. Da die neuen Kassen auch gleichzeitig die Tickets für die Attraktionen verkaufen, so sollte ab diesem Jahr für die Besucher alles viel einfacher werden. Die Besucher mussten nun jedoch bereits in der Vorsaison feststellen, dass das Versprechen nichts als leere Worte enthielt und an manchen Tagen die Wartezeit nun über eine Stunde dauert, länger als je zuvor.

Die Ursache der langen Wartezeiten ist jedoch mit etwas Logik zu erklären, denn auch wenn mehr Eingänge mit Kassen existieren, so sind nur selten alle Eingänge geöffnet und die Arbeit jeder Kassiererin hat sich vervielfacht, denn statt nur kurz ein Billett verkaufen zu müssen, muss die Angestellte alle, die Dauerkarten kaufen fotografieren und elektronisch registrieren und statt einer einfachen Eintrittskarte sind bei Familien auch die verschiedenen Tickets für die Attraktionen zu verkaufen, mit der entsprechenden freundlichen Beratung natürlich.

Während daher früher selbst eine Schlange mit 100 Personen noch innerhalb von einer Stunde im Inneren Lisebergs war, muss jemand, der die Nummer 40 einer Schlange ist, nun bereits über eine Stunde warten. Welches Chaos man während der Hauptsaison erwarten kann und wie viele am Eingang umkehren werden, kann man sich sicher vorstellen. Der neue Geschäftsführer der Anlage, Andreas Andersen, will dem Park natürlich durch modernste Technik ein höheres Einkommen bescheren, aber setzt, wie in Göteborg fast schon üblich, Technik ein, die nicht ausgereift ist und daher mehr Schaden als Nutzen anrichten kann.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 6. Juni 2012

Öffentliche Toiletten in Göteborg

Wer in Göteborg unterwegs ist und dringend eine öffentliche Toilette benötigt, muss sich entweder sehr gut auskennen, Glück haben oder sein Bedürfnis unterdrücken können, denn die Ausschilderungen zur nächsten Toilette sind rar, wobei auch die Toiletten in der Stadt relativ selten sind, was so manchen Besucher aus einem anderen Land zur Verzweiflung bringt.

Nahezu unbekannt ist jedoch, dass Göteborg mit einer Anzahl an Restaurants ein Abkommen besitzt, die besagt, dass die Toiletten im Schnellimbiss oder Restaurant von Jedermann benutzt werden kann, auch von jenen, die keine Kunden sind. Vorgesehen ist dabei, dass die entsprechenden Restaurants eine Markierung tragen, damit man sich nicht mit einem Besitzer anlegt, der seine Toilette nicht der Allgemeinheit offen hält. Leider sind diese Markierungen nur in einigen Ausnahmefällen zu finden, da niemand eine Schlange vor seiner Toilette sehen will.

Aber dass die Toilette von Restaurant X oder auch von McDonalds oder Burger King der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich sind, so bedeutet dies nicht, dass der Besuch der Einrichtung kostenlos ist, denn es setzt sich immer mehr durch, dass jeder Benutzer seinen Anteil an den Reinigungskosten und der Unterhaltung tragen muss, auch die Kunden. Besucher aus dem Ausland, die dann keine 5-Kronen-Stücke in der Tasche haben, müssen sich daher immer noch ihr Bedürfnis verkneifen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 3. Juni 2012

Göteborg und Liseberg hoch im Kurs

Nach der jährlichen Analyse des Reiseverhaltens und der Reisewünsche der Schweden hat die schwedische Eisenbahn (SJ) entdeckt, dass Göteborg, das Västra Götaland und Liseberg dieses Jahr zu den wichtigsten Zielen gehören und vielen nur noch Gotland interessanter erscheint als die schwedische Westküste mit Göteborg und dem Bohuslän.

Dass Göteborg, Stockholm, Visby und Malmö zu den beliebtesten Städtereisen gehören, ist seit Jahren eine Tatsache. Allerdings findet man dieses Jahr eine neue Stadt in der Liste der fünf beliebtesten Reisestädte, denn erstmals findet man Kiruna am fünften Platz, die Stadt, dessen Zentrum in Kürze wegen Einsturzgefahr umziehen muss.

Unter den beliebtesten schwedischen Attraktionen gab es eigentlich auch dieses Jahr keine große Überraschung, denn an erster Stelle steht erneut Liseberg für das sich 33 Prozent der Befragten ausgesprochen haben. Von Gröna Lund oder Kolmården fühlen sich gerade einmal sieben Prozent angesprochen und Skansen finden noch vier Prozent der Schweden interessant. Aber auch hier ist, ebenfalls mit vier Prozent, ein Neuling zu verzeichnen, denn irgendein Museumsbesuch ist dieses Jahr für ebenso viele Schweden ein Sommerspaß wie das Skansen.
Herbert Kårlin

Freitag, 3. Juni 2011

Göteborg wird jedes Jahr ein beliebteres Reiseziel

Nach der jährlichen Untersuchung von SJ (Statens Järnvägar), gehört Göteborg auch dieses Jahr zu einer der beliebtesten Städte Schwedens, die immer mehr Bewohner des Landes besuchen wollen. Auch wenn nach wie vor 31 Prozent der Bürger Stockholm als ersten Reisewunsch angeben, so erreicht Göteborg bereits 29 Prozent, gefolgt von Visby, Malmö und Helsingborg.

Betrachtet man die beliebtesten Reiseziele, so findet man dieses Jahr die Westküste an erster Stelle, knapp gefolgt von Gotland, der vorjährigen Nummer eins, Nordschweden, Skåne und schließlich den Schären vor Stockholm. Als größten Gewinner des Jahres kann man hier das Bohuslän im Västra Götaland betrachten.

Auf die Frage welche Sommerattraktion die Ferienreisenden am liebsten besuchen wollen, landet das Göteborger Liseberg wieder am ersten Platz, gefolgt vom größten Tierpark Skandinaviens Kolmården, dem Stockholmer Vergnügungspark Gröna Lund, dem Kinderparadies Skara Sommarland und Skansen.

Herbert Kårlin

Freitag, 1. April 2011

Passprobleme in Göteborg

Wer wegen einer kommenden Reise in Göteborg seinen Pass verlängern will, wird einer harten Prüfung unterworfen. Nur damit man seinen Pass ausgehändigt bekommt sind Wartezeiten von bis zu sechs Stunden einzuplanen, da im Passamt nur wenig ausgebildetes Personal zur Verfügung steht.

Seit Januar warten täglich bis zu 180 Personen gleichzeitig darauf, dass ihre Nummer auf einem der Bildschirme erscheint, damit sie ihren Pass ausgehändigt bekommen und viele waren gezwungen ihren Pass gerade nun zu bestellen, da sie ihn für die bevorstehende Reise benötigen, zumal Thailand-Reisen immer attraktiver werden.

Göteborger werden nun aufgerufen auf Anträge bis Mai oder Juni zu warten, damit zusätzliches Personal ausgebildet werden kann, aber niemand kann garantieren, dass sich bis dahin die Situation bessert, da gerade zu Beginn der Ferienzeit eine sehr hohe Anzahl an Pässen auslaufen wird und der Andrang daher nochmals steigt.

Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Dezember 2010

Ein multikultureller Basar in Göteborg

Der Göteborger Stadtteil Lärjedalen erarbeitete, zusammen mit dem Arbeitsamt und dem Ausländeramt der Stadt, das Projekt für eine multikulturellen Basar in Göteborg, der sich bereits im Jahre 2013 an einer zentralen Stelle der Stadt befinden soll und sich zu einer touristischen Attraktion Göteborgs entwickeln kann.

Der Göteborger Basar soll nach den Vorbildern in Budapest und Istanbul errichtet werden, wo sich vor allem Firmen etablieren sollen, deren Eigentümer Einwanderer sind und mit ihrem Angebot eine Alternative zu üblichen Einkaufszentren bieten sollen. Nach der Vorstudie soll es sich vor allem um Lebensmittel, Gewürze, Kleidung und Reisen handeln. Auch ein Restaurant oder Café internationalen Einschlags soll im Basar mit integriert werden, um aus dem Basar einen Treffpunkt zu machen.

Die Planer des Basars sehen als als wichtig an, dass sich das Gebäude an einem verkehrsgünstigen und dem Zentrum Göteborgs nahen Platz, befindet wobei dafür auch bereits ein Gebäude genannt wurde. Es handelt sich dabei um die Vagnhallen Stampen in denen sich heute das Museum der Spårvägssällskapet Ringlinien befindet.

Herbert Kårlin