Posts mit dem Label Vergnügen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vergnügen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 21. November 2013

Göteborg als Warenzeichen im Sinken

Jede Stadt will sich ein Attribut geben, das nicht nur positiv klingt, sondern auch Touristen anzieht und diesen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Versuch dabei die Begriffe „Klein London“ oder die „Perle der Westküste“ einzuführen, zeigte sich zu Beginn auch einfallsreich und erfolgversprechend, bis Göteborg wegen Bestechungen und Skandalen die Beinamen „Wilder Westen“ oder „Bestechungsborg“ erhielt, Ausdrücke, die weitaus weniger schmeichelnd klingen.

Noch ist dieser Ruf bei ausländischen Touristen kaum angekommen, aber es ist eine Frage der Zeit, da auch viele Besucher aus anderen Ländern etwas Schwedisch können und teilweise die Presse des Landes über Internet verfolgen. Und Touristen, die auch die Randgebiete besuchen, stellen auch sehr schnell fest, dass Göteborg in arme und reiche Bezirke geteilt ist und Flüchtlinge und Migranten sehr häufig in Ghettos landen, was so manchem zu denken geben wird, denn Klassengesellschaften sind auch bei Touristen unbeliebt.

Die Stadtverwaltung und das städtische Tourismusunternehmen Göteborg & Co. versuchen zwar durch immense Geldeinsätze die Stadt als Event-Town und Stadt der vielen Möglichkeiten zu verkaufen, aber dieses Ziel wird scheitern, wenn die Versprechen nicht gehalten werden können, Vergnügen und Hotels zu teuer werden und die Stadt sich zwischen September und Mai in eine touristische Diaspora verwandelt in der man gerade einmal die Museen und einige wenige Kirchen besuchen kann. Auch die Idee teure Citycards zu verkaufen, die man nur vier Monate lang sinnvoll nutzen kann, ist eine Idee, die sich zu einem Nachteil entwickeln kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 25. August 2013

Global Picnic in Göteborg, Essen aus aller Welt

Nachdem das Global Picnic in Göteborg im vergangenen Jahr rund 10.000 Besucher zum Kanaltorget zog, die dort einige der bedeutendsten Gerichte aus der ganzen Welt kosten wollten, haben sich die Organisatoren dazu entschlossen, auch dieses Jahr wieder ein Global Picnic am gleichen Platz zu veranstalten, allerdings nicht an drei aufeinander folgenden Samstagen wie im vergangenen Jahr, sondern am Wochenende des 24. und 25. August, das noch mit einer gewissen Wettergarantie verbunden ist.


Beim Global Picnic in Göteborg stehen ausschließlich Privatpersonen, überwiegend Einwanderer, an den Kochtöpfen, Grillplatten oder anderen Einrichtungen und bieten eines oder auch mehrere Gerichte ihrer Heimat zu einem relativ geringen Preis an, wobei die Idee ist, dass die Besucher, bei einem Picknick auf dem Kunstrasen des Kanaltorget und zu Füssen der Göteborger Oper, Gerichte aus mehreren Ländern versuchen können und dabei ein neues Essenserlebnis entdecken.

Allerdings soll das Global Picnic nicht nur etwas für den Gaumen bieten, sondern auch zu neuen Kontakten verhelfen und ein Wochenendvergnügen der Göteborger aus aller Welt sein, denn die Kinder werden zu einer Schatzjagd eingeladen, die mit einem kostenlosen Eintritt in das Erlebniszentrum Maritiman belohnt wird und jene, die auch den Nachmittag am Festplatz verbringen wollen, können beim „Essen im Grünen“ eine Musikband in live erleben.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 6. Juni 2013

Göteborgs Liseberg plant die Expansion


Nachdem Vergnügungsparks ein sehr lohnendes Geschäft sind, vorausgesetzt man ist der Konkurrenz immer einen Schritt voraus, plante Liseberg schon lange ein Gelände zu kaufen, das direkt an den gegenwärtigen Vergnügungspark anschließt um expandieren zu können und um noch mehr Attraktionen bieten zu können, was natürlich auch bedeutet, dass man die Preise dann nach oben korrigieren kann. Nun scheint das Wachstum für Liseberg sicher zu stehen.

Gestern wurde der Kaufvertrag für die sogenannte Saabs växellådsfabrik (Saabs Getriebefabrik) unterschrieben, was den aktuellen Vergnügungspark um 47.000 Quadratmeter vergrößern kann und die Kleinigkeit von 250 Millionen Kronen kostet. Was allerdings Liseberg mit der zusätzlichen Fläche machen wird, ist bisher ungewiss, da die Anlage mit einem Quadratkilometer Fläche heute schon der größte Vergnügungspark im Norden ist.

Obwohl bisher nur das Kaufversprechen zwischen dem städtischen Unternehmen Liseberg und Platzer getätigt ist und nun noch der Stadtrat dem Kauf zustimmen muss, ist die Erweiterung des Vergnügungsparkt im Grunde nur noch eine Formsache, da auch die Stadt Göteborg schon sehr lange die Vision hat über einen noch größeren Vergnügungspark zu verfügen, da dies zusätzliche Besucher anziehen kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 20. Mai 2013

Historische Fahrzeuge im Göteborger Liseberg

Wenn am 4. Juni um 11 Uhr 30 die modernisierte Version des Kinderkarussells mit verschiedenen Automobilen eingeweiht wird, so versteckt sich hinter der neuen Attraktion eine Besonderheit, denn in der Tat handelt es sich bei den neuen Fahrzeugen um eine Zusammenarbeit zwischen dem Vergnügungspark Liseberg und dem Autohersteller Volvo.

Die Attraktion, die sich „Großvaters Auto“ nennt, besteht nur aus Fahrzeugen, die den Modellen der 30-er Jahre nachempfunden wurden. Das neue Karussell, das man an einem sehr zentralen Ort Lisebergs findet, besteht aus acht historischen Lastwagen und vier Bussen, die damit ein Stück der schwedischen Automobilgeschichte in den Vergnügungspark bringen.

Während der Fahrt und dem Vergnügen erfahren die Kinder auch eine ganze Menge über die Geschichte der Automobile und werden über Verkehrssicherheit aufgeklärt. Nach Ende der Rundfahrt können nicht nur die Fahrer der historischen Fahrzeuge, sondern auch alle Passagiere einen „Führerschein“ mit Foto abholen, der belegt, dass man die von Volvo und Liseberg angebotene Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen hat. Die Attraktion ist für Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren geeignet.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. April 2013

Das Kaninchenland in Göteborg


Wenn am Samstag den 27. April 2013 Liseberg zu seinem 90. Jahrestag für die Sommersaison öffnet, so finden vor allem die jüngsten Gäste des Vergnügungspark eine neue Sensation, nämlich das Land der Kaninchen, das sich über eine Fläche von rund 10.000 Quadratmeter erstreckt und die jüngsten Gäste über Stunden hinweg beschäftigen kann, nicht zuletzt auch deswegen, weil sich eine große Anzahl an Liseberg-Kaninchen dort niedergelassen hat um Kinder zu umarmen und ihnen den Weg ins Vergnügen zeigt.

Unter den elf Attraktionen, die man im neuen Kaninchenland Lisebergs findet, sind sieben vollkommen neu und können daher von Kindern zwischen zwei und elf Jahren am Samstag eingeweiht werden, wobei die jüngsten unter ihnen auch von den Eltern begleitet werden können, selbst ins Haus der Kaninchen mit Hängebrücken, schiefen Türen und natürlich Röhrenrutschbahnen mit denen man die oberen Stockwerke auf die einfachste Weise wieder verlassen kann.

Neu ist im Kaninchenland Lisebergs unter anderem die Kaninlandsbanan auf der man eine Runde drehen kann und dabei das gesamte Land der Kaninchen von oben betrachten darf. Die neuen Attraktionen sind so gebaut, dass sie selbst für Kinder in jüngstem Alter ungefährlich sind und höchstens ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend verursachen wenn man sich in zehn Meter Höhe befindet oder sich das Flugkarussell etwas schneller nach oben oder unten bewegt als gedacht und nicht nur eine ruhige Flugrunde dreht.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 9. September 2012

Volksfest im Göteborger Schlosswald

Zum siebten mal wird am heutigen Sonntag der Göteborger Schlosswald zu einem Vergnügungspark, der die Besucher um 100 Jahre zurückversetzt, in eine Zeit als die größte Parkanlage der Stadt jedes Wochenende die Göteborger in seinen Bann zog, da sich hier das kulturelle Leben der Stadt abspielte und nicht in einem der Gebäude Göteborgs. Heute versucht man diese alte Atmosphäre an einem einzigen Tag des Jahres wieder aufleben zu lassen.

Vor hundert Jahren waren die Landschaftsstugor im Schlosswald jedes Wochenende geöffnet und vor dem Gräfnäsgården war das Kasperletheater von Karl Kuhlin aufgebaut. An anderen Stellen wurden Lieder gesungen, Volkstänze aufgeführt oder man ließ sich vom Teddybärzirkus bei einem Picknick unterhalten. Natürlich nur zu den Zeiten, als kein Gottesdienst stattfand, denn Kirche und Vergnügen passten nicht zusammen.

Wer heute dieses Gefühl vor hundert Jahren spüren will, wird nicht enttäuscht, denn auf den Pfaden des Schlosswaldes stößt man ständig auf Personen, die den alten Filmen oder dem Bilderbuch entstiegen sind. Selbst das Kasperletheater ist, dank der Göteborger Kaspersällskap, wieder aktiv und ein Puppentheater lädt ebenfalls zu einigen Vorstellungen ein. Eine Mischung aus alter und neuer Zeit ist lediglich der Backwettbewerb an dem alle Kuchenbäcker Göteborgs teilnehmen können.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Juli 2012

Liseberg erneut unter Beschuss

Obwohl der Göteborger Vergnügungspark Liseberg seinen „Quick Pass“ bereits 2010 einführte, der es den Besitzern einer Tageskarte mit Zugang zu allen Attraktionen gegen eine Sondergebühr von 50 Kronen ermöglichte bei den beliebtesten Attraktionen das Schlange stehen zu vermeiden, taucht dieses Jahr erstmals Kritik zu diesem System auf, das Kinder reicher Eltern über die Kinder von armen Eltern stellt und ihnen bereits in jungen Jahren erklärt, dass man nur mit Geld etwas erreichen kann.

Ein Artikel in der Tageszeitung GP brachte diesen Stein ins Rollen, der nun die Gemüter der Göteborger aufrührt und selbst so manchen reichen Göteborger dazu bringt über die Ungerechtigkeit in einem kapitalistischen System nachzudenken. Gemeinnützige Organisation, die die Rechte der Kinder vertreten, weisen darauf hin, dass Liseberg für viele arme Kinder bereits ein Traum ist, den ihnen die Eltern nicht erfüllen können und die Geschäftsleitung des Parkes nun auch noch die anderen Kindern, die sich gerade einmal den Eintritt erlauben können, vor den Kopf stößt und sie durch Reichen-Privilegien in die untergeordnete Rolle drängt.

Wie bereits bei vorherigen Problemen mit Liseberg, das der sozialistisch geleiteten Stadt Göteborg gehört, so findet Göran Johansson, der im Aufsichtsrat von Liseberg sitzt und lange Jahre über der Vorsitzende war, das System nicht als gerecht, aber er erinnert sich nicht daran mit über den Quick Pass entschieden zu haben oder, vor der Veröffentlichung in GP, überhaupt von seiner Existenz gewusst zu haben, obwohl die Werbung sehr deutlich ist. Zu einer konkreten Stellungsnahme war Johansson gegenüber der GP nicht bereit, wobei sich allerdings auch der Geschäftsführer Lisebergs Bedenkzeit für eine Antwort erbeten hat.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 28. Juni 2012

Lange Wartezeiten bei Liseberg in Göteborg

Als dieses Jahr acht zusätzlichen Eingänge geschaffen wurden, versprach Liseberg seinen Besuchern einen schnelleren Zugang zum Vergnügungspark. Da die neuen Kassen auch gleichzeitig die Tickets für die Attraktionen verkaufen, so sollte ab diesem Jahr für die Besucher alles viel einfacher werden. Die Besucher mussten nun jedoch bereits in der Vorsaison feststellen, dass das Versprechen nichts als leere Worte enthielt und an manchen Tagen die Wartezeit nun über eine Stunde dauert, länger als je zuvor.

Die Ursache der langen Wartezeiten ist jedoch mit etwas Logik zu erklären, denn auch wenn mehr Eingänge mit Kassen existieren, so sind nur selten alle Eingänge geöffnet und die Arbeit jeder Kassiererin hat sich vervielfacht, denn statt nur kurz ein Billett verkaufen zu müssen, muss die Angestellte alle, die Dauerkarten kaufen fotografieren und elektronisch registrieren und statt einer einfachen Eintrittskarte sind bei Familien auch die verschiedenen Tickets für die Attraktionen zu verkaufen, mit der entsprechenden freundlichen Beratung natürlich.

Während daher früher selbst eine Schlange mit 100 Personen noch innerhalb von einer Stunde im Inneren Lisebergs war, muss jemand, der die Nummer 40 einer Schlange ist, nun bereits über eine Stunde warten. Welches Chaos man während der Hauptsaison erwarten kann und wie viele am Eingang umkehren werden, kann man sich sicher vorstellen. Der neue Geschäftsführer der Anlage, Andreas Andersen, will dem Park natürlich durch modernste Technik ein höheres Einkommen bescheren, aber setzt, wie in Göteborg fast schon üblich, Technik ein, die nicht ausgereift ist und daher mehr Schaden als Nutzen anrichten kann.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Mai 2012

Göteborgs Kulturfestival 2012


Nachdem Europa dieses Jahr als das "Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" ausgerufen hat, wurde das diesjährige Programm des Göteborger Kulturfestivals 2012 (Göteborgs Kulturkalas), der vom 14. bis zum 19. August stattfinden wird, auch in einem Göteborger Altersheim vorgestellt, bei dem die Bewohner des Heimes nicht nur über Aktivitäten informiert wurden an denen auch sie teilnehmen können, sondern sie wurden auch mit der Band «Swing Brothers» unterhalten und zum Tanz gebeten.

Die Kernpunkte des Kulturfestes wie der internationale Mark am Gustav Adolf Torg, das Kinderfest in der Trädgårdsföreningen, die Einbindung von Liseberg in das Kulturfestival und andere Erfolgsrezepte sind natürlich auch dieses Jahr erhalten geblieben, auch wenn der eine oder andere Punkt in verbesserter Form geboten wird. So wird fünf Abende lang jeweils ein Konzert in Liseberg kostenlos geboten und nicht nur der Eintritt in alle Museen ist gratis, sondern man wird sich im Röhsska Designmuseum auch mit den Kulturen von Minoritäten auseinandersetzen können.

Erstmals dieses Jahr wird Jugendlichen ein eigener Aktionpark geboten, älteren Bewohnern der Stadt bietet das Valhallabad einen Tag mit zahlreichen Aktivitäten, im Bio Roy wird man, in Zusammenarbeit mit dem Göteborger Filmfestival, kostenlos kommende Filme betrachten können, Göteborger Restaurants werden ihre Gerichte in Tapasform anbieten und am Kanaltorget wird eine mobile Galerie der Gegenwartskunst in einem aufblasbaren Raum geboten. Das gesamte Programm wird ab Mittsommer auch auf Internet zu finden sein.
Herbert Kårlin