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Dienstag, 12. August 2014

Das Göteborger Kulturfestival, ein Festival für alle

Wenn heute der Startschuss zum jährlichen Kulturfestival in Göteborg fällt, so lautet das Motto „Kostenlos für Alle“, womit man damit natürlich nur die Besucher des Festivals anspricht und natürlich auch nicht das internationale Essen meint oder Süßigkeiten, die von Händlern aus ganz Europa angeboten werden. Gemeint sind die kulturellen Veranstaltungen, die dieses Jahr weitaus breiter sind als die vergangenen Jahre, da Tasso Stafilidis, der Verantwortliche des Kulturkalaset, für wirklich jeden etwas bieten will.


Auch wenn das Kulturfest der Stadt vor allem für die Bürger der Stadt gedacht ist, so zeigen die Zahlen, dass sich bisher nur jeder zweite Göteborger wirklich dafür interessiert und die andere Hälfte der Besucher aus der gesamten Region anreisen, sich aber auch zahlreiche Touristen unter der Volksmasse befinden. Immerhin handelt es sich um rund 250.000 Personen, die jedes Jahr mindestens einen Tag lang die Atmosphäre dieses Kulturfestes genießen wollen, obwohl sie an diesem Tag Probleme mit Parkplätzen bekommen und die öffentlichen Verkehrsmittel teilweise längere Strecken nehmen müssen.

Auch wenn das Ziel des Göteborger Kulturfestivals ist mehr Bewohner der Stadt anzuziehen, so will man natürlich nicht auf die Gäste aus Schweden und aus anderen Ländern verzichten, denn immerhin gaben diese im vergangenen Jahr während der sechs Tage über 50 Millionen Kronen aus. Erstaunlich dabei ist jedoch, dass sich dieser Erfolg zwar bei Cafés und Restaurants zeigt, nicht jedoch bei Hotels, denn die Besucher des Göteborgs Kulturkalaset wohnen in der Regel außerhalb Göteborgs oder aber kommen bei Freunden oder der Familie unter.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 19. August 2013

Frauen werden beim Göteborger Kulturfestival diskriminiert

Maia Hirasawa, ein Magnet des Göteborger Kulturfestes 2013

Während es bereits allgemein bekannt ist, dass Frauen bei allen musikalischen Veranstaltungen, die in Göteborg angeboten werden, weniger repräsentiert sind als Männer und dies jedes Jahr erneut die Kritik herausfordert, hat sich Way Out West dieses Jahr zumindest Mühe gegeben mehr Frauen als sonst üblich einzuladen und ließ daher auch Alicia Keys das Festival abschließen, so sieht man beim Göteborger Kulturfestival kaum eine Besserung.

Zweifelsohne hat das jährliche Göteborger Kulturfestival ein sehr hohes Niveau erreicht, auch wenn die Angabe von 1200 Festivalpunkten im Jahr 2013 etwas übertrieben ist, da man hierbei auch Ereignisse zählt, die zu anderen Jahreszeiten ebenfalls in Göteborg geboten werden und zudem ein Teil nichts anderes ist als Werbung, so hat sich das Problem mit der Frauenparität, wovon die Stadt gerne spricht, auch nicht annähern in die Tat umgesetzt, denn die künstlerische Leiterin, Mia Samuelsson, sieht es als langwierigen Prozess an eine Parität zu erreichen, obwohl sie nur anders planen muss.

Unverständlich ist auch, dass die Stadt bei ihrer Statistik feststellt, dass 40 Prozent der Künstler Frauen seien, obwohl es sich in Realität nur um rund ein Viertel handelt, also 25 Prozent. Um die positive Zahl zu erreichen, hat Göteborg einfach eine neue Art der Statistik eingeführt, dass nämlich nur die Künstler gezählt werden, die auf einer der sechs größten Bühnen auftreten, eine Methode, die in keiner anderen Stadt Schwedens vorkommt. Dabei wäre es sehr einfach dies in die Realität umzusetzen und eben mehr Frauen einzuladen.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 14. August 2013

Göteborg bereitet sich auf die 400-Jahrfeier vor

Der Stora Hamnkanalen mit der Astrakan vor der Lejontrappan

Zum Auftakt des Göteborger Kulturfestivals am gestrigen Dienstag präsentierte die Stadt auch den ersten Teil der Visionen zur 400-Jahrfeier, die im Jahre 2021 die gesamte Stadt in einem neuen Licht zeigen soll und damit den Politikern von heute, die dann mehrheitlich nicht mehr an der Macht sein werden, ein bleibendes Denkmal setzen soll das wiederum in die Geschichte Göteborgs eingehen soll.

In einer Ausstellung auf der Tyska Bron, zu Füssen der Tyska Kyrkan (eigentlich Christinæ kyrka), haben die Besucher des Kulturfestes und die Einwohner Göteborgs nicht nur die Chance das erste von 23 Projekten genauer zu studieren, sondern werden dort auch gebeten ihre Meinung zu diesem Projekt abzugeben, das sich, wie sollte es mit dem ersten Projekt auch anders sein, um das Wasser dreht, genauer genommen den Stora Hamnkanalen.

Wer während des Kulturfestes von der Tyska Bron aus einen Blick über den Stora Hamnkanalen in Richtung „Löwentreppe“ (Lejontrappan) wirft, bekommt einen symbolischen Einblick in die Zukunft des Kanals, denn dieser soll bis 2021 wieder belebt werden indem hier wieder Schiffe liegen werden und der Kanal zum Anziehungspunkt aller Besucher und Bewohner der Stadt wird. Um jedoch den Kanal vollständig aufzuwerten, soll er auch, wie vor 400 Jahren, eine Verbindung zum Göta Älv und den Schären vor Göteborg bilden.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 17. März 2013

Göteborger Kulturfest eine teure Angelegenheit

Im Jahre 2010 verlangte die Polizei erstmals seine Einsatzkosten während des Göteborger Kulturfestes, da die Polizei das Festival als kommerzielles Ereignis betrachtet. Während jedoch im ersten Jahr nur 25 Prozent der tatsächlichen Kosten gefordert waren und die Summe dadurch nur 100.000 Kronen ausmachte, müssen mittlerweile die Gesamtkosten bezahlt werden, was bei den Preissteigerungen nun nahezu 500.000 Kronen pro Kulturfest ausmacht.

Göteborg hatte gegen diese Forderungen Einspruch eingelegt, da die Stadt davon ausgeht, dass das Kulturfest nicht gewinnbringend ist, da bei den einzelnen Veranstaltungen keinerlei Eintritt bezahlt werden muss. Nun hat das oberste Verwaltungsgericht, nach Überprüfung aller vorgelegter Unterlagen, entschieden, dass das Kulturfest einen Mehrwert für die Stadt schafft und damit, zumindest indirekt, ein Gewinn angestrebt wird. Nach dieser Entscheidung muss die Stadt nun die Rechnungen für die Polizeieinsätze bezahlen. Entscheidend für das Urteil war indes nicht, ob tatsächlich ein Gewinn erwirtschaftet wurde oder nicht, sondern es wurde das Ziel der Veranstaltung nach Gesetzeslage bewertet.

Nun geht diese Entscheidung zurück an das Kammergericht, das in letzter Instanz nochmals über den Fall entscheiden muss. Obwohl der Ausgang dieser Verhandlung nahezu klar liegt, hofft die Stadt mit neuen Argumenten noch die letzten Möglichkeiten auszuschöpfen und die Rechtsanwälte suchen nach Lücken im Urteil des Obersten Verwaltungsgerichts. Sollte, wie zu erwarten, Göteborg auch im Kammergericht unterliegen, so hat dies auch für andere Veranstaltungen der Stadt und des Västra Götalands bedeutende Folgen, da damit die Kosten einiger Veranstaltungen bedeutend in die Höhe getrieben werden.

Herbert Kårlin

Göteborg, ein Reiseführer

Samstag, 26. Januar 2013

Jugendliche arbeiten kostenlos in Göteborg

Göteborg setzt immer mehr auf kulturellen und sportlichen Tourismus, was zur Folge hat, dass für immer mehr Veranstaltungen kostenlose Hilfen gesucht werden, denen man wage verspricht, dass ihnen dies den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen wird. Egal, ob es sich um das Kulturfest, eine Europameisterschaft, eine Musikveranstaltungen oder das Filmfestival handelt, keines dieser Ereignisse wäre heute ohne die kostenlose Hilfe Jugendlicher möglich.

Auch wenn nach den Bedingungen der Stadt kostenlos arbeitende Jugendliche niemandem einen Arbeitsplatz wegnehmen dürfen und im Prinzip keine Leistung bringen sollen, die eine Entlohnung fordert, so gibt es keine klare Regel wann eine Arbeit mehr als Vergnügen aufgefasst werden kann und wann es sich um eine Arbeit handelt, deren Leistung entlohnt werden muss, zumal hier auch die Grenze schwer zu setzen ist.

Einige kostenlose Arbeitskräfte haben noch den Vorteil dass sie, zum Beispiel, kostenlose Filme beim Filmfestival sehen können, andere sind nur zur Kundenberatung, der Hilfe hinter der Bühne oder Arbeiten in den Logen abgestellt und können dabei bis zu zehn Tagen eine Erfahrung in einem Bereich sammeln in dem es ohnehin keine Arbeitsstellen gibt, da  diese von Jahr zu Jahr von freiwilligen Hilfen geleistet werden.

Herbert Kårlin

Dienstag, 14. August 2012

Auftakt zum Göteborger Kulturfest

Melissa Horn tritt am Götaplatsen auf

Von heute bis zum kommenden Sonntag findet in Göteborg des jährliche Kulturfest, Göteborgs Kulturkalas, statt, das dieses Jahr mit 1500 Programmpunkten und einem massiven Angebot an Künstlern ein Stadtfest wird, das für jedes Alter etwas zu bieten hat und die gesamte Innenstadt zu einem gigantischen Festplatz verwandelt. Kunst und Kultur werden nur durch die Restaurants unterbrochen, die den Hungrigen und Durstigen Gerichte aus (fast) der ganzen Welt bieten.

Da es niemandem möglich ist innerhalb von fünf Tagen wirklich alles zu sehen was das Göteborger Kulturfest bietet, ist es sinnvoll sich ein Programm zu beschaffen und dann seine Tage durchzuplanen. Da die meisten Veranstaltungen erst nach 12 Uhr starten, kann man die fünf Tage in aller Ruhe ausschlafen um dann bis in den späten Abend hinein munter zu bleiben, da sich am Abend musikalische Veranstaltungen, Theater, Tanz und andere Ereignisse lückenlos anschließen.

Bei  einem Kulturfest, das zwischen Ballett, Videokunst, Film, Sport, Zirkus, Karneval und Kunst einfach alles anbieten, sollte man vielleicht auch einmal einen Blick auf jene Ereignisse werfen, für die man sich bisher nicht interessiert hat, denn da alle Veranstaltungen währende des Göteborgs Kulturkalas umsonst sind, kann man nichts verlieren, sondern nur seinen Horizont erweitern. Und selbst wem bisher die 40 Kronen für einen Museumsbesuch zu viel waren, kann während der fünf Tage einen kostenlosen Blick in diese kulturellen Tempel werfen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. Mai 2012

Göteborgs Kulturfestival 2012


Nachdem Europa dieses Jahr als das "Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" ausgerufen hat, wurde das diesjährige Programm des Göteborger Kulturfestivals 2012 (Göteborgs Kulturkalas), der vom 14. bis zum 19. August stattfinden wird, auch in einem Göteborger Altersheim vorgestellt, bei dem die Bewohner des Heimes nicht nur über Aktivitäten informiert wurden an denen auch sie teilnehmen können, sondern sie wurden auch mit der Band «Swing Brothers» unterhalten und zum Tanz gebeten.

Die Kernpunkte des Kulturfestes wie der internationale Mark am Gustav Adolf Torg, das Kinderfest in der Trädgårdsföreningen, die Einbindung von Liseberg in das Kulturfestival und andere Erfolgsrezepte sind natürlich auch dieses Jahr erhalten geblieben, auch wenn der eine oder andere Punkt in verbesserter Form geboten wird. So wird fünf Abende lang jeweils ein Konzert in Liseberg kostenlos geboten und nicht nur der Eintritt in alle Museen ist gratis, sondern man wird sich im Röhsska Designmuseum auch mit den Kulturen von Minoritäten auseinandersetzen können.

Erstmals dieses Jahr wird Jugendlichen ein eigener Aktionpark geboten, älteren Bewohnern der Stadt bietet das Valhallabad einen Tag mit zahlreichen Aktivitäten, im Bio Roy wird man, in Zusammenarbeit mit dem Göteborger Filmfestival, kostenlos kommende Filme betrachten können, Göteborger Restaurants werden ihre Gerichte in Tapasform anbieten und am Kanaltorget wird eine mobile Galerie der Gegenwartskunst in einem aufblasbaren Raum geboten. Das gesamte Programm wird ab Mittsommer auch auf Internet zu finden sein.
Herbert Kårlin

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Polizei fordert von Göteborg Bezahlung der Einsätze

Als die Polizei dem Subunternehmen der Stadt Treffpunkt AB eine Rechnung über 100.000 Kronen für die Bewachung des Kulturfestivals 2010, ein Viertel der tatsächlichen Kosten, schickte, ging die Stadt vor Gericht, verlor in erster Instanz und gewann in zweiter Instanz, da das Kammergericht erklärte, dass es sich beim Kulturkalaset um eine nicht gewinnträchtige Veranstaltung handelt.

Nun hat die Göteborger Polizei einen Antrag beim Verwaltungsgerichtshof gestellt diese letzte Entscheidung zu überprüfen, zumal nun zwei Kammergerichte bei ähnlichen Veranstaltungen in unterschiedlichen Orten unterschiedlich entschieden haben, es aber nötig ist einem klaren Grundsatz zu folgen, der für ganz Schweden identisch ist. Einer der Streitpunkte ist vor allem die Firmenform des Göteborger Unternehmens, das als Aktiengesellschaft eingetragen ist, auch wenn die Gesamteinlage aus der städtischen Kasse, bzw. dem Subunternehmen Göteborg & Co. stammt.

Der Verwaltungsgerichtshof soll nun auch feststellen was der Begriff „Gewinn“ bei kulturellen Veranstaltungen bedeutet, da dies bisher ebenfalls nicht juristisch geklärt ist. Sollte der Verwaltungsgerichtshof den Fall aufnehmen, was wegen der unterschiedlichen Entscheidungen der Kammergerichte wahrscheinlich ist, so riskiert Göteborg in Zukunft für jedes Kulturfestival eine Rechnung zwischen 500.000 und einer Million Kronen für die polizeiliche Bewachung zu erhalten und bezahlen zu müssen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Kulturfestival für Senioren in Göteborg

Zwischen dem 29. Oktober und dem 14. November findet in Göteborg das fünfte Kulturfestival für Senioren satt, das den Titel KulTur i Centrum trägt. Im Gegensatz zu üblichen Kulturfestivals findet dieses Festival jedoch nicht auf den Straßen Göteborgs statt, sondern die Veranstaltungen kommen in Pflegeheime, Altersheimen oder in die Wohnzimmer der älteren Bevölkerung Göteborgs.

Von den 280 Programmpunkten des Kulturfestivals für Senioren sind 210 dafür ausgerichtet in Wohnzimmern stattzufinden. Natürlich müssen die Veranstaltungen auch auf Senioren ausgerichtet sein, die zu einer anderen Zeit aufgewachsen sind und nicht immer den Geschmack jüngerer Bürger entsprechen.

Maniküre, Duftentdeckung oder Essen zubereiten war auf der Wunschliste der Pensionäre, aber auch Modeschau, Yoga oder Rock der 50er Jahre gehören mit zu den Angeboten. Die Angebote bei KulTur i Centrum bietet vor allem jenen Personen eine Aktivität, die sich nur selten oder schwer selbständig in das Getümmel eines anderen Kulturfestivals wagen und ermöglicht daher einer Gruppe an Personen Kultur, die sonst oft ausgeklammert wird.

Die Aktivitäten beim Göteborger Kulturfestival für Senioren wird jedoch nicht nur von beruflichen Unterhaltern geboten, sondern in vielen Fällen auch vom Personal der Heime in denen einige Veranstaltungen stattfinden.

Herbert Kårlin