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Samstag, 7. Juni 2014

Abitur in Göteborg verliert bald eine Tradition

Um ihre Freude am bestandenen Abitur (tar studenten) auszudrücken, gehört in Göteborg für die meisten Studenten auch die Fahrt auf der Ladefläche eines Lastwagens, der mehrmals die Runde durch die wichtigsten und meist besuchten Straßen der Stadt dreht. Etwas angetrunkene Abiturienten, die bereits morgens zu sehr in das Sektglas sahen, trinken, gemeinsam mit den anderen auf der Ladefläche weiter. Ein Teil unter ihnen weiß, wann man stopp sagen muss, andere leider nicht.


Nachdem dieses Jahr einige Unfälle bei diesen Umzügen zu verzeichnen waren, der erste davon in Göteborg und zudem eine größere Menge an Jugendlichen auch Flaschen und Glasscherben vom Lastwagen aus auf Passanten und Polizei warf, so nebenbei auch noch den einen oder anderen mit Bier überschütteten, hat sich die Polizei nun entschieden zu härteren Maßnahmen zu greifen.

Zwei Lastwagen von denen Studenten Glas warfen und dabei von der Polizei gesehen wurden, hatten sehr schnell die Endstation der Runde erreicht, denn alle mussten anschließend die Ladefläche verlassen und den Weg zu Fuß fortsetzen. Sollten sich diese Ausschreitungen auch im kommenden Jahr wiederholen, so schließt die Polizei nicht aus die Umzüge mit Lastwagen ganz zu verbieten und „tar studenten“ wird dann in Göteborg um eine lange Tradition ärmer.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 1. November 2013

Keine Maut für ausländische Fahrzeuge in Göteborg

Auch wenn seit 2012 geplant ist, dass auch ausländische Fahrzeuge in Göteborg eine Citymaut bezahlen sollen, so wurde der ursprünglich geplante Termin zum 1. Januar 2014 bereits auf den 1. Juli verschoben. Da die Regierung in Stockholm das Thema bearbeiten muss, zeigt sich nun, dass in Fragen der Maut für Ausländer bisher nichts geschehen ist und daher auch am 1. Juli 2013 kein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen zur Kasse gebeten werden kann.

Wenn man die Vorschläge der Regierung für das kommende Jahr liest, so stellt man fest, dass die Maut zwar erhöht werden kann und in Zukunft auch noch Brückengebühren hinzukommen können, aber die Idee der Maut für nicht-schwedische Fahrzeuge ist aus sämtlichen Texten verschwunden. Besucher Schwedens können daher aufatmen, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie nun vor Januar 2016 zur Kasse gebeten werden können, was auch eine Regierungsänderung kaum ändern wird.

Besonders problematisch ist dies für schwedische Transportunternehmen, die nun weiterhin hilflos der billigen ausländischen Konkurrenz ausgeliefert sind, die nicht nur billigere Arbeitskräfte haben, sondern nun auch weiterhin keine Maut, aber auch keine Straßennutzungsgebühren bezahlen müssen, obwohl gerade Fahrzeuge aus dem Baltikum die größten Umweltverschmutzer sind. Immerhin sprach sich die Regierung dafür aus die Eurovignettedirektive umzusetzen, was bedeutet, dass Lastwagen irgendwann in der Zukunft auf gewissen Straßen Abgaben leisten müssen, zumindest die in Schweden registrierten Lastwagen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 26. Juni 2013

Citymaut für ausländische Fahrzeuge aufgeschoben

Obwohl die schwedische Regierung bereits seit April 2010 verspricht, dass auch ausländische Fahrzeuge die Citymaut in Stockholm und Göteborg bezahlen müssen und dies spätestens ab dem 1. Januar 2014, kommt nun die Nachricht, dass die Einführung der Maut für Ausländer um mindestens ein weiteres halbes Jahr aufgeschoben werden muss, da noch nicht alle Probleme, die damit entstehen, geklärt sind. Welche Probleme auch nach drei Jahren nicht geklärt sind, darüber schweigt die Regierung natürlich.

Während diese Verschiebung der Citymaut für ausländische Fahrzeuge in Stockholm kaum eine Rolle spielt, zumal Lastwagen, die nicht in die Stadt müssen, eine Umgehungsstraße nehmen, bereitet dieser Aufschub für Göteborg, wo die Citymaut erst im Januar des Jahres eingeführt wurde, einen bedeutenden Verlust, denn hier muss jeder Lastwagen, mangels Umgehungsstraße, durch das Mautgebiet, was bedeutet, dass alle ausländischen Spediteure Waren weitaus billiger transportieren können als jene aus dem Raum Göteborg.

Diese negative Nachricht der Regierung in Stockholm kann auch bei der kommenden Volksbefragung über die Citymaut in Göteborg eine wichtige Rolle spielen, da sich mit dieser Entscheidung auch alle Spediteure gegen die Maut aussprechen werden. Der Stadtrat hat ohnehin schon Probleme seinen Bürgern die Citymaut schmackhafter zu machen, nachdem man bereits im Mai feststellen musste, dass die Maut den Autoverkehr in der Innenstadt kaum reduziert und daher das Versprechen einer besseren Luft ebenfalls nicht zu halten ist.

Herbert Kårlin

Montag, 20. Mai 2013

Historische Fahrzeuge im Göteborger Liseberg

Wenn am 4. Juni um 11 Uhr 30 die modernisierte Version des Kinderkarussells mit verschiedenen Automobilen eingeweiht wird, so versteckt sich hinter der neuen Attraktion eine Besonderheit, denn in der Tat handelt es sich bei den neuen Fahrzeugen um eine Zusammenarbeit zwischen dem Vergnügungspark Liseberg und dem Autohersteller Volvo.

Die Attraktion, die sich „Großvaters Auto“ nennt, besteht nur aus Fahrzeugen, die den Modellen der 30-er Jahre nachempfunden wurden. Das neue Karussell, das man an einem sehr zentralen Ort Lisebergs findet, besteht aus acht historischen Lastwagen und vier Bussen, die damit ein Stück der schwedischen Automobilgeschichte in den Vergnügungspark bringen.

Während der Fahrt und dem Vergnügen erfahren die Kinder auch eine ganze Menge über die Geschichte der Automobile und werden über Verkehrssicherheit aufgeklärt. Nach Ende der Rundfahrt können nicht nur die Fahrer der historischen Fahrzeuge, sondern auch alle Passagiere einen „Führerschein“ mit Foto abholen, der belegt, dass man die von Volvo und Liseberg angebotene Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen hat. Die Attraktion ist für Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren geeignet.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 2. Januar 2013

Lastwagenfahrer halten Citymaut in Göteborg für ungerecht

Auch wenn Göteborg die Transportunternehmen der Region als die großen Gewinner der Citymaut, die heute innerhalb der Innenstadtgrenze das erste Mal bezahlt werden muss, sieht, da sie in Zukunft ohne Staus ans Ziel kommen werden, teilen die Transportunternehmen und Lastwagenfahrer der Region diese Meinung nicht und halten die Citymaut als ungerechtfertigt, die zudem ihre Wettbewerbskraft schwächt.

Transportunternehmen, die außerhalb von Göteborg liegen, sind ab heute gezwungen für jede Durchfahrt der Stadt eine Steuer zu bezahlen, obwohl sie nur die einzig mögliche Durchfahrt benutzen zu der sie gezwungen werden, da es in Göteborg keinerlei Umgehungsstraße gibt. Nach den Transportunternehmen müssten daher Fahrzeuge im Transit von der Göteborger Steuer ausgenommen werden.

Gleichzeitig kritisieren diese Transportunternehmen, dass sie durch die zusätzliche Abgabe, die bisher nur in Schweden registrierte Fahrzeuge betrifft, nicht mehr konkurrenzfähig sind, da polnische oder auch deutsche Unternehmen nicht nur geringere Gehaltskosten haben, sondern zudem von der Citymaut befreit sind, auch wenn der wage Plan existiert, dass auch ausländische Fahrzeuge irgendwann besteuert werden und zudem die größten Umweltverschmutzer eine gewisse Strafsteuer zu leisten haben.

Herbert Kårlin

Dienstag, 18. Dezember 2012

Neue Alkoholtests für LKW-Fahrer in Göteborg

Nachdem die schwedische Polizei bei jeder Alkoholkontrolle an Fährhäfen Lastwagenfahrer entdeckt, die in betrunkenem Zustand von den Fähren fahren und damit eine Gefahr für den Straßenverkehr bilden, planen nun mehrere Behörden und die Polizei in einer Zusammenarbeit eine Art automatische Kontrolle an den Ausfahrten zu installieren, die es verhindert, dass betrunkene LKW-Fahrer auf das schwedische Straßennetz kommen.

Für den Aufbau einer Teststation für diese automatisierte Kontrolle, die bereits für das kommende Frühjahr gedacht ist, gilt Göteborg als Favorit, da die Anlagen an den Fähren von Stena Line bereits optimal für das neue System vorbereitet sind und daher mit geringen Kosten und hoher Effektivität installiert werden kann ohne dass der Verkehr in irgendeiner Weise behindert wird.

Lastwagen, die von der Fähre fahren, müssen lediglich bis an den Schlagbaum fahren, in einen Trichter blasen und schon nach einer Sekunde zeigt das Messgerät ob der Fahrer getrunken hat oder nicht. Hat sich der LKW-Fahrer auf dem Schiff an ein alkoholfreies Getränk gehalten, so öffnet sich der Schlagbaum, wie bisher, automatisch, hat er jedoch Alkohol getrunken, so leitet ihn die Polizei unmittelbar auf den angrenzenden Parkplatz und macht einen genaueren Test, der belegen kann ob der Alkoholgehalt über oder unter der in Schweden zulässigen Menge liegt.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 29. August 2012

Volvo lädt in Göteborg zu Musikfestival

Nachdem Volvo am 5. September weltweit seinen neuen Lastwagen Volvo FH vorführt, der auf Youtube bereits einen gewissen Erfolg zeigte, wird das Unternehmen am 8. September in Göteborg auch zu einem musikalischen Minifestival einladen, das mittags um zwölf Uhr mit einem Drahtseilakt beginnt und gegen Mitternacht mit den letzten Künstlern ausklingt. Die Idee zu diesem Festival kam Volvo über die Rolling Stones, die 1975 von der Ladefläche eines Lastwagens aus ein Konzert in New York gaben.

Wenn man Volvo fragt, was denn Lastwagen mit einem Musikfestival zu tun haben, so lautet die Antwort, dass es ohne Lastwagen keine Konzerte gäbe, da das gesamte Bühnenmaterial mit Lastwagen transportiert wird. Und um die Qualität der neuen Volvo FH zu beweisen, will Faith Dickey am Götaplatsen auch versuchen einen Weltrekord im highlining zu brechen, ein Ereignis, das erneut tausende von Zuschauern auf die Straße locken wird und Volvo-Fans zu Youtube lockte.

Um 14 Uhr 30 beginnt dann der musikalische Teil des Festivals am Bältesspännarparken, wo drei schwedische Artisten nacheinander für das Publikum kostenlose Konzerte bieten werden. Ab 16 Uhr 30 wird die Szene dann an den Kanaltorget (Lilla Bommen) verlegt, wo fünf weitere kostenlose Konzerte mit schwedischen Künstlern geboten werden. Unter den Künstlern findet man, unter anderem, auch Marit Bergman, Timbuktu und die vielversprechenden Newcomer Rebecca & Fiona.

Herbert Kårlin

Freitag, 13. Juli 2012

Ausländische Fahrzeuge zahlen keine Maut

Wenn am 1. Januar 2013 die Maut in Göteborg eingeführt wird, so werden ausländische Fahrzeuge auf vorerst unbegrenzte Zeit weiterhin durch die Stadt fahren können ohne eine Abgabe bezahlen zu müssen, da das System in Göteborg mit dem schwedischen Fahrzeugregister verbunden ist und über diesen Weg den Fahrzeughalter identifiziert und ihn zur Rechnung bittet. Gegenwärtig ist es nicht möglich auf ausländische Register zuzugreifen.

Die Regierung plant zwar einen Gesetzesentwurf, damit Göteborg auch von ausländischen Fahrzeughaltern die Maut verlangen kann, es jedoch völlig unklar wie und ab wann die Verrechnung stattfinden kann, da kein Umbau der Zahlstationen vorgesehen ist, da dies zu hohe Kosten verursachen würde. Methoden wie in Frankreich oder Spanien kommen für Göteborg nicht in Frage. Durch diese Lücke verliert Göteborg bereits im ersten Jahr rund 35 Millionen Kronen an Einnahmen, wobei man bedenken muss, dass diese Situation allerdings mehrere Jahre lang bestehen kann.

Göteborg hatte vor allem den Speditionen zugesagt, dass auch ausländische Fahrzeuge von der Maut betroffen sind, weswegen die Stadt die Unterstützung des gesamten Berufsverbandes erhalten konnte. Nun zeigt sich, dass es sich um leere Versprechen handelte und die schwedischen Spediteure wegen den hohen Kosten mit den Speditionen des Auslands in Zukunft nicht mehr konkurrieren können, da die Maut auf die Frachtkosten verteilt werden muss. Wie viele Arbeitsplätze dadurch in Schweden verloren gehen, ist ungewiss.

Herbert Kårlin

Freitag, 16. März 2012

Göteborgs Luft immer noch über den Grenzwerten

Auch wenn sich die Göteborger Luft während der letzten Jahrzehnte erheblich verbesserte, so lagen die Werte an Stickstoffdioxid (NO2) auch im letzten Jahr wieder über der gesetzlich zulässigen Norm. Diese Werte sind in einem Bereich, der die Bewohner anfällig auf Infektionen macht und bei Lungenproblemen zu erheblichen Beschwerden führen kann.

Die Hauptübel für die hohen Werte an Stickstoffdioxid in Göteborg sind vor allem Fahrzeuge, insbesondere Lastwagen, und die Schifffahrt. Göteborg ist eine der wenigen Städte Schwedens in denen der gesamte Frachtverkehr nach Norwegen oder in die Gegend des Vänern durch die Stadt geleitet wird, da es keine Umgehungsstraßen gibt und auch keine geplant werden. Auch der regelmäßige Fährverkehr mit Lastwagentransport konzentriert sich auf die Innenstadt, was bedeutet, dass auch in Zukunft die durchschnittlichen Messwerte an NO2 zu hoch sein werden.

Natürlich liegen zeitweise auch andere Schadstoffe weit über der zulässigen Norm, wobei die Werte allerdings nicht nur von den Tagesstunden und der Windrichtung abhängig sind, sondern auch in den verschiedenen Stadtteilen sehr unterschiedliche Messwerte festgestellt werden. Besonders in kalten Wintern und die Anwendung von Spikereifen in der Stadt sind für die Bewohner besonders gesundheitsschädlich. Bereits voriges Jahr verzeichnete Göteborg die schädlichste Luft Schwedens.

Herbert Kårlin

Sonntag, 27. November 2011

Sklavenlöhne für Lastwagenfahrer bei Volvo

Wie die Zeitung des Gewerkschaftsverbands LO aufdeckte, werden bei Volvo Lastwagen für die Lieferung der Fahrzeuge an die Kunden bulgarische Fahrer beschäftigt, die gerade einmal 1000 Kronen im Monat verdienen. Bei diesem Lohn müssen die Fahrer die Lastwagen in ganz Schweden ausliefern, arbeiten 30 Tage im Monat und oft 80 Stunden die Woche.

Die rund 200 angestellten Fahrer bekommen zu ihrem Monatslohn noch eine einmalige Zahlung in Höhe von 9600 Kronen, damit die Fahrer ihre Reisekosten und aus Bulgarien bezahlen können. Diese Ausbeutung ist möglich, da Volvo Lastwagen die Fahrer nicht selbst beschäftigt, sondern damit die norwegische Transportfirma Olsen & Terra Transport Skandinavia beauftragt, die ihrerseits ebenfalls mit einem Unterhändler arbeitet.

Die Verträge mit den Lastwagenfahrern werden von einer bulgarischen Zeitarbeitsfirma ausgehandelt, die für jeden Fahrer die in Skandinavien üblichen Löhne berechnet ohne sie jedoch an die Fahrer weiterzugeben. Volvo Lastwagen will zu dieser Situation gegenwärtig keinerlei Stellung nehmen, sondern die Lage der Fahrer erst überprüfen um dann, gegebenenfalls, Konsequenzen daraus zu ziehen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 16. Juni 2011

Umweltzone verbietet Autos in Göteborg

Bereits im Jahre 2007 führte Göteborg eine Umweltzone in der Innenstadt ein, die bisher jedoch nur für schwere Lastwagen gilt. Ab 2012 werden auch normale Fahrzeuge davon betroffen sein, auch wenn mehrere Durchgangsstraßen am Rande des Zentrums wegen dem internationalen Verkehr und dem Warentransport ausgenommen sind und die Maßnahme daher nur relativ wenig Einfluss auf die Luftqualität in der Stadt haben wird.

Ab 2012 soll die Umweltzone dann stufenweise von Europaklasse 2 auf Europaklasse vier ausgedehnt werden, wobei das Straßenverkehrsamt in Göteborg keinerlei Ausnahmegenehmigungen erteilen will. Bereits ab nächstem Jahr werden in der Innenstadt nur noch Fahrzeuge verkehren dürfen, die weniger als 250 g CO2 pro Kilometer ausstoßen, was bedeutetet, dass nur noch Fahrzeuge, die ab 1996 gebaut wurden, auch mit Sicherheit die Innenstadt befahren dürfen.

Ab 2016 müssen Fahrzeuge für eine Fahrgenehmigung in der Innenstadt dann weniger als 210 g/km ausstoßen und ab 2020 reduziert sich der Wert auf 180 g/km. Die am 2020 geforderten Werte werden auch von heute gebauten, grösseren Fahrzeugen nur in wenigen Fällen eingehalten, wobei insbesondere auch noch zahlreiche neue Volvos weit von diesem Wert entfernt sind.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 1. Juni 2011

Probleme bei Studentenfeiern in Göteborg


Der letzte Tag des letzten Schuljahres ist für schwedische Schüler, die damit zu Studenten werden, einer der bedeutendste Tage ihres Lebens. Für die Festlichkeiten, für die viele Eltern Kredite aufnehmen, ist nahezu nichts zu teuer. „Tar Studenten“ ist allerdings auch mit einem lautstarken Umzug auf Lastwagen durch Göteborgs Straßen verbunden.

Obwohl erste heute der Höhepunkt der Schulentlassungen in Göteborg ist, hat die Polizei bereits vier der Lastwagen aus Sicherheitsgründen aus dem Verkehr gezogen und damit so mancher Vorfreude ein Ende bereitet. Einer der aus dem Verkehr gezogenen Lastwagen hatte selbst Fahrverbot, die anderen bedeutende Sicherheitsrisiken für Studenten auf der Ladefläche.

In der der Regel führt der Übermut des Tages und der zum Teil sehr hohe Alkoholgenuss auch zu einigen Problemen. So fiel bereits eine Studenten bei einem Bremsmanöver eines Lastwagens von der Ladefläche und ein Passant am Straßenrand erhielt eine Flasche auf den Hinterkopf und musste stationär behandelt werden. Vor allem alkoholisierte männliche Studenten leerten auch einige Bierflaschen über Zuschauer.

Herbert Kårlin

Sonntag, 18. April 2010

Lastwagen statt Flugzeuge und Probleme mit Rosen

Am Göteborger Flughafen Landvetter werden im Durchschnitt jeden Tag Waren für 500 Millionen Kronen per Flug transportiert. Nachdem nun die Aschewolke des Eyjafjallajökull über dem schwedischen Luftraum schwebt, haben Lastkraftswagen unmittelbar den Transport übernommen, wodurch die Mehrheit der Betriebe in Göteborg und die Betriebe, die von Göteborg aus beliefert werden, mit keinerlei Konsequenzen für ihre Betriebe zu rechnen haben.

Die großen Handelsketten Schwedens lassen im Schnitt weniger als ein Prozent ihrer Waren per Flug liefern, was bedeutet, dass es auch bei länger anhaltenden Störungen im Flugbetrieb keinerlei Engpässe im Lebensmittelbereich geben wird. Exotische Früchte, die normalerweise nach Landvetter geliefert werden, werden nun in Madrid auf Lastwagen umgeladen und kommen über dem Land-Wasserweg nach Schweden.

Die einzige Mangelware Schwedens wurden Rosen, die zu über 30% über den Luftweg aus Kenia eingeflogen werden. In Schweden werden im Durchschnitt täglich für über 600.000 Kronen Rosen aus Kenia verkauft. Die Folge ist nun einerseits, dass Rosenpreise steigen und die Blumen rar werden, was jedoch nicht zu vergleichen ist mit den Verlusten der Züchter aus Kenia, die mittlerweile Personal entlassen müssen. Auch andere Schnittblumen Schwedens werden zu zwölf Prozent aus Kenia und Kolumbien per Luftfracht importiert.

Herbert Kårlin

Sonntag, 30. August 2009

Lastwagenverbot im zentralen Göteborg

Ab ersten September dürfen Lastwagen, die eine Länge von zehn Metern, inklusive Last, überschreiten weder innerhalb des Vallgravens noch in der westlichen Nordstaden verkehren. Längere Fahrzeuge dürfen ab diesem Datum ihre Kunden, so auch die Stora Saluhallen, nur noch zwischen 6 und 8 Uhr morgens beliefern.

Busse, die diese Länge überschreiten, sind vom Verbot ausgenommen, wie auch die Zufahrt und Belieferung des größten Einkaufszentrum Skandinaviens, Nordstan. Dieses Verbot resultiert aus einer Initiative der Bewohner der betroffenen Stadtteile, die sich vom Lastwagenverkehr gestört und behindert fühlten.

Dieses Fahrverbot hat jedoch nicht nur Vorteile, da Göteborg sehr viel von internationalen Firmen und Speditionen beliefert wird, die sich auf Lieferungen zwischen 6 und 8 Uhr nicht einstellen können. Der Handel von kleineren Unternehmen wird erheblich eingeschränkt und Preissteigerungen innerhalb der gesperrten Zone sind vorherzusehen, zumal, im Gegensatz zu vielen anderen Städten, das Fahrverbot auch nachts nicht aufgehoben wird.


Weitere Informationen zum Thema über
Begränsning av trafik med långa fordon

Herbert Kårlin