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Dienstag, 1. April 2014

Stena Line setzt weiterhin auf schwimmenden Bordershop

Einen Monat lang versuchte Stena Line mit zwei schwimmenden Bordershops, einem zwischen Göteborg und Fredrikshavn und einem zwischen Karlskrona und Gdynia, die Anzahl der Passagiere auf ihren Fähren zu steigern. Nun stellt die Geschäftsführung fest, dass die Anzahl der Passagiere zwischen Schweden und Dänemark um 250 Prozent nach oben ging und der Verkauf während der Überfahrt um 106 Prozent anstieg, beide Zahlen verglichen mit dem gleichen Monat des Vorjahres.

Die Dänemark-Fähre verlässt die Schären Göteborgs

Auf Grund dieses Erfolgs hat sich Stena Line nun dazu entschieden den Versuch mit den schwimmenden Bordershops um einen weiteren Monat auszudehnen um damit Zahlenmaterial zu erhalten, das sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Gleichzeitig entschied man sich im April eine weitere Linie durch einen Bordershop zu ergänzen, denn ab dem 1. April kann man nun auch bei einer Überfahrt zwischen Varberg und Grenå billigen Alkohol erwerben.

Inwieweit die steigende Besucherzahl tatsächlich mit dem Kauf von billigem Alkohol verbunden ist, kann Stena Line bisher nicht beurteilen, da die größte Passagiersteigerung bei Tagesfahrten von Göteborg nach Fredrikshavn zu verzeichnen ist, was auch damit zusammenhängen kann, dass die Tageskarten mittlerweile für 99 Kronen im Handel sind, was bedeutetet, dass man bei entsprechender Planung auch einige Stunden lang in Dänemark verbringen kann, oder aber nach der Arbeit noch kurz eine Einkaufskreuzfahrt unternehmen kann.

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Juli 2012

Liseberg erneut unter Beschuss

Obwohl der Göteborger Vergnügungspark Liseberg seinen „Quick Pass“ bereits 2010 einführte, der es den Besitzern einer Tageskarte mit Zugang zu allen Attraktionen gegen eine Sondergebühr von 50 Kronen ermöglichte bei den beliebtesten Attraktionen das Schlange stehen zu vermeiden, taucht dieses Jahr erstmals Kritik zu diesem System auf, das Kinder reicher Eltern über die Kinder von armen Eltern stellt und ihnen bereits in jungen Jahren erklärt, dass man nur mit Geld etwas erreichen kann.

Ein Artikel in der Tageszeitung GP brachte diesen Stein ins Rollen, der nun die Gemüter der Göteborger aufrührt und selbst so manchen reichen Göteborger dazu bringt über die Ungerechtigkeit in einem kapitalistischen System nachzudenken. Gemeinnützige Organisation, die die Rechte der Kinder vertreten, weisen darauf hin, dass Liseberg für viele arme Kinder bereits ein Traum ist, den ihnen die Eltern nicht erfüllen können und die Geschäftsleitung des Parkes nun auch noch die anderen Kindern, die sich gerade einmal den Eintritt erlauben können, vor den Kopf stößt und sie durch Reichen-Privilegien in die untergeordnete Rolle drängt.

Wie bereits bei vorherigen Problemen mit Liseberg, das der sozialistisch geleiteten Stadt Göteborg gehört, so findet Göran Johansson, der im Aufsichtsrat von Liseberg sitzt und lange Jahre über der Vorsitzende war, das System nicht als gerecht, aber er erinnert sich nicht daran mit über den Quick Pass entschieden zu haben oder, vor der Veröffentlichung in GP, überhaupt von seiner Existenz gewusst zu haben, obwohl die Werbung sehr deutlich ist. Zu einer konkreten Stellungsnahme war Johansson gegenüber der GP nicht bereit, wobei sich allerdings auch der Geschäftsführer Lisebergs Bedenkzeit für eine Antwort erbeten hat.

Herbert Kårlin

Sonntag, 8. Januar 2012

Västtrafik in Göteborg wird teurer

Am heutigen Sonntag erhöht Västtrafik seine Fahrpreise innerhalb Göteborgs. Nach eigenen Aussagen handelt es sich dabei um eine durchschnittliche Preiserhöhung von 5,5 Prozent, was die Fahrgäste kaum spüren werden, aber es möglich macht den Service des Unternehmens zu verbessern. Geringverdiener und Arbeitslose werden allerdings auch diese Erhöhung deutlich zu spüren bekommen, zudem sie auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind.

Besucher Göteborgs müssen in Zukunft für eine Tageskarte 70 Kronen statt den bisherigen 65 bezahlen und für eine Dreitageskarte 140 statt 130, was, zumindest bei der Tageskarte, weit über den 5,5 Prozent liegt. Eine Einzelfahrt mit SMS-Ticket kostet nun 22 Kronen und die Monatskarte 475 Kronen, was einer Erhöhung um 30 Kronen entspricht. Bei der Menge der verkauften Tickets ist die Erhöhung ein Millionengeschäft für Västtrafik.

Auch wenn ein Preisvergleich mit Malmö und Stockholm wegen dem unterschiedlichen System nicht möglich ist, so kann man durch eine Hochrechnung dennoch feststellen, dass die Preise in Göteborg über jenen in Skåne liegen und Stockholm vor allem deshalb teurer ist, weil es dort keine stadtbezogenen Tickets gibt, sondern grundsätzlich für die Region bezahlt werden muss, die weitaus grösser ist als Göteborg Stadt.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Öffentlicher Verkehr (Västtrafik) für Touristen in Göteborg

Ab 1. Januar benötigt jeder Besucher Göteborgs, der ein öffentlichen Verkehrsmittel benutzen will entweder einen Göteborgspass für einen oder zwei Tage, eine Tages- oder Dreitageskarte der Verkehrsbetriebe Göteborgs (Västtrafik) oder aber eine gültige schwedische Telefonkarte, um per SMS bezahlen zu können. Das neue Zahlsystem von Västtrafik tritt nun endgültig in Kraft.

In Göteborg ist es nicht mehr möglich in Bus, Straßenbahn oder Boot einen einfachen Fahrschein zu kaufen. Wer daher nachts per Flug, Bahn oder Boot ankommt muss ein Taxi nehmen oder, was sehr teuer werden kann, schwarz fahren, da man vom Ausland aus an keinerlei Fahrscheine kommt und eine Bezahlung per Kreditkarte in naher Zukunft ebenfalls nicht vorgesehen ist.

Die Tages- oder Dreitageskarten für den öffentlichen Verkehr Göteborgs kann man zu den üblichen Öffnungszeiten an zahlreichen Verkaufsstellen erwerben. Aber auch einige Hotels und Campingplätze bieten den Erwerb der Karten an. Wer jedoch die öffentlichen Verkehrsmittel Göteborgs nur ein bis dreimal am Tag benutzen will, muss pro Fahrt mit erheblichen Kosten rechnen, da der Mindestbetrag pro Karte 65 Kronen ist. Die Karten können zur Zeit nicht ins Ausland versandt werden, wodurch zahlreiche Besucher der Stadt im Jahre 2010 mit erheblichen Schwierigkeiten rechnen müssen.

Herbert Kårlin

Donnerstag, 19. November 2009

Neue Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Göteborgs

Während man in den Bussen Göteborgs schon lange keine Einzeltickets mehr in bar kaufen konnte, weitet Västtrafik nun die bargeldlosen Bezahlung auch auf Straßenbahnen und den gesamten Verkehr im Västra Götaland aus. Ab ersten Dezember 2009 wird daher der öffentliche Verkehr in Göteborg zu einem vielleicht europäisch einmaligen Hindernis für die Besucher der Stadt.

Wer außerhalb Göteborgs, Mölndals oder Partilles einen Bus nimmt wird in der Regel noch mit seiner Kreditkarte bezahlen können, da dort ab 1. Dezember entsprechende Automaten in Bussen angebracht werden. Innerhalb Göteborgs jedoch wird der Gast, zumindest am Tage seiner Ankunft, dazu gezwungen schwarz zu fahren, da hier keinerlei Vorrichtung vorgesehen ist, die eine bargeldlose Zahlung ermöglichen würde.

Einzeltickets innerhalb Göteborg können in Zukunft ausschließlich per SMS bezahlt werden, was jedoch den Besitz eines schwedischen Handys voraussetzt. Als Tourist wird man in der Regel auf den Göteborg-Pass oder den Kauf einer Tageskarte verwiesen, die nur an vorgegebenen Verkaufsstellen zu erhalten sind. Die Frage ist also nicht nur wie man als Besucher eine Verkaufsstelle während seiner Öffnungszeit findet, denn das nächste Problem ist der Preis, da eine Tageskarte, unabhängig von der Anzahl der Fahrten 6 Euro 50 kostet, selbst wenn man nur eine einzige Reise machen will. Das Ziel des Unternehmens Västtraffik kann daher nur darin liegen jedem Touristen den sinnvollen, umweltfreundlichen Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zu verwehren oder zum schwarz fahren zu zwingen.

Herbert Kårlin