Posts mit dem Label Göran Johansson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Göran Johansson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 4. Juli 2012

Liseberg erneut unter Beschuss

Obwohl der Göteborger Vergnügungspark Liseberg seinen „Quick Pass“ bereits 2010 einführte, der es den Besitzern einer Tageskarte mit Zugang zu allen Attraktionen gegen eine Sondergebühr von 50 Kronen ermöglichte bei den beliebtesten Attraktionen das Schlange stehen zu vermeiden, taucht dieses Jahr erstmals Kritik zu diesem System auf, das Kinder reicher Eltern über die Kinder von armen Eltern stellt und ihnen bereits in jungen Jahren erklärt, dass man nur mit Geld etwas erreichen kann.

Ein Artikel in der Tageszeitung GP brachte diesen Stein ins Rollen, der nun die Gemüter der Göteborger aufrührt und selbst so manchen reichen Göteborger dazu bringt über die Ungerechtigkeit in einem kapitalistischen System nachzudenken. Gemeinnützige Organisation, die die Rechte der Kinder vertreten, weisen darauf hin, dass Liseberg für viele arme Kinder bereits ein Traum ist, den ihnen die Eltern nicht erfüllen können und die Geschäftsleitung des Parkes nun auch noch die anderen Kindern, die sich gerade einmal den Eintritt erlauben können, vor den Kopf stößt und sie durch Reichen-Privilegien in die untergeordnete Rolle drängt.

Wie bereits bei vorherigen Problemen mit Liseberg, das der sozialistisch geleiteten Stadt Göteborg gehört, so findet Göran Johansson, der im Aufsichtsrat von Liseberg sitzt und lange Jahre über der Vorsitzende war, das System nicht als gerecht, aber er erinnert sich nicht daran mit über den Quick Pass entschieden zu haben oder, vor der Veröffentlichung in GP, überhaupt von seiner Existenz gewusst zu haben, obwohl die Werbung sehr deutlich ist. Zu einer konkreten Stellungsnahme war Johansson gegenüber der GP nicht bereit, wobei sich allerdings auch der Geschäftsführer Lisebergs Bedenkzeit für eine Antwort erbeten hat.

Herbert Kårlin

Montag, 13. Februar 2012

Sozialdemokratischer Kampf in Göteborg

Nachdem sich vor kurzem zeigte wie zersplittert die Sozialdemokratische Partei Schwedens bereits ist, folgt nun Göteborg auf der gleichen Spur, indem Göran Johansson nun offen seine Nachfolgerin an der Spitze der Stadt, Anneli Hulthén angreift und sich selbst als Opfer von Intrigen, Neid und Missverständnissen darstellt, statt in erster Linie die Einheit der Sozialdemokratischen Partei zu suchen.

Sicher ist der Führungsstil beider Göteborger Politiker sehr unterschiedlich, denn während Göran Johansson bei jeder wichtigen Entscheidung bestimmen wollte und dabei bisweilen die Grenzen überschritt, was sich auch bei den Affären mit West-Sweden oder Liseberg zeigte, so liebt es Anneli Hulthén alles zu delegieren und verliert dabei die Übersicht und kann sich voll darauf konzentrieren sich vor der Öffentlichkeit zu profilieren und einflussreiche Hände schütteln.

Aber der parteiinterne Kampf geht weitaus tiefer, da Göran Johansson es bis heute nicht verkraftet hat die Macht verloren zu haben und Bestechungsaffären in zahlreichen städtischen Bereichen den Ruf nach einem Verantwortlichen laut werden lassen. Göran Johansson will sich als Opfer sehen, obwohl die Unregelmäßigkeiten weit in seine Zeit zurückreichen und Anneli Hulthén will ihre Delegationspolitik nicht in Frage stellen, was nur dazu führt, dass beide die Sozialdemokratische Partei schwächen und unglaubwürdig machen.

Herbert Kårlin

Samstag, 19. März 2011

Göteborger kennen ihre Politiker kaum

Nach einer Untersuchung des SOM-Instituts kennt die Mehrheit der Göteborger nur zwei Politiker, die in der Stadt einen gewissen Einfluss haben, allen voran den ehemaligen Präsidenten des Göteborger Stadtrats Göran Johansson, der in ganz Westschweden etwa so bekannt ist wie die bedeutendsten schwedischen Minister im Reichstag.

Knapp über 50 Prozent der Einwohner des Västra Götalands kennen auch die heutige Präsidentin des Göteborger Stadtrats, nämlich Anneli Hulthén. Die Göteborger Politikerin wird nicht nur jedes Jahr bekannter, sondern steigt auch im Beliebtheitsgrad der Bevölkerung.

Die restlichen Poltiker Göteborgs sind von weniger als 20 Prozent der Bürger bekannt, mit zwei Ausnahmen, denn Helene Odenjung der Folkspartiet kommt mit ihrer aktiven Pressearbeit auf knapp über 25 Prozent Bekanntheit und Marie Lindén, die mehr zurückgezogen arbeitet, kommt auf ein ähnliches Niveau.

Herbert Kårlin

Dienstag, 1. Juni 2010

Göteborger kennen seine Politiker nicht

Anneli Hulthén

Nach einer Untersuchen des parteiunabhängigen Fachverbands SKTF (Svenska Kommunaltjänstemannaförbundet) kennt die Mehrheit der Göteborger nicht einen seiner Politiker, und das nur wenige Monate vor den Wahlen und obwohl mehrere Politiker nahezu täglich an die Öffentlichkeit treten und in Presse und Radio genannt werden.

Nur 26,6 Prozent der Befragten kannten Anneli Hulthén, die zur Zeit mächtigste Politikerin der Stadt, und 10,6 Prozent nannten noch Göran Johansson, der nicht mehr an der Politik der Stadt beteiligt ist, jedoch in mehreren ökonomischen Aktivitäten der Stadt aktiv ist, so bei Göteborg & Co. oder Liseberg.

Die Umfrage von SKTF hinterfragt jedoch nicht die Ursache dieser Unkenntnis. Sicher scheint jedoch, dass die Politiker Göteborgs sich nicht selbst vermarkten können und wenig darüber informiert sind wie sie Social Medias sinnvoll und gezielt benutzen können. Die Mehrheit der städtischen Politiker benutzt immer noch die gleiche Öffentlichkeitsarbeit, die vor 20 Jahren wirkungsvoll war.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 10. Februar 2010

Ein Riesenrad nach Londoner Muster an der Göteborger Oper

Die nächste Runde im Kampf um ein Riesenrad an der Göteborger Oper ging an Göteborg & Co. und Liseberg, die beiden städtischen Gesellschaften, die damit den Tourismus in Göteborg weiter ankurbeln wollen. Das Landgericht des Westgotenlandes hat den Einspruch mehrere Anwohner zurückgewiesen und damit die entsprechende Baugenehmigung als vorübergehend gültig erklärt.

Theoretisch kann nun das in Amsterdam lagernde Riesenrad zur Sommersaison aufgebaut werden und bis mindestens August 2012 in Betrieb bleiben. Dieser einstweilige Sieg lässt jedoch Göran Johansson, der in beiden Gesellschaften maßgeblich für den Bau des Riesenrads eintrat, noch nicht jubeln, denn die Entscheidung des Landgerichts kann nochmals angefochten werden und damit in eine weitere Instanz gehen.

Eine neue juristische Entscheidung wird bei einem Einspruch jedoch mindestens ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen. Rechtlich gesehen kann das Riesenrad in der Zwischenzeit zwar aufgebaut werden, aber es stellt sich die Frage ob dies taktisch und ökonomisch sinnvoll ist, da die nächste Instanz immer noch zu einer gegenteiligen Entscheidung führen kann. Göran Johansson, der auch Göteborg über viele Jahre hinweg leitete, sieht bei den Anwohnern nur eine Klagehysterie und versteht nicht, dass die Bewohner der Umgebung die Situation anders sehen als jemand, der dort nur einen kommerziellen Vorteil sieht und die Stadt in die Reihe anderer Großstädte einordnen will, die bereits über ein Riesenrad am Wasser verfügen.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sonntag, 17. Januar 2010

Göteborg auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai

Wenn am 1. Mai 2010 die Weltausstellung in Shanghai eröffnet wird, wird auch Göteborg im Schwedischen Pavillon vertreten sein. Mindestens 4,5 Millionen Kronen wird die Teilnahme an der chinesischen Ausstellung den Steuerzahler Göteborgs kosten, ohne dass ein konkreter wirtschaftlicher Vorteil in Sicht ist, da der Kauf von Volvo nicht in diesem Rahmen betrachtet werden kann.

Am 22. Januar wird die Stadt nun beschließen wie die 4,5 Millionen angewendet werden sollen, wobei eine gemeinsame Linie der verschiedenen Parteien und Wirtschaftsunternehmern bisher nicht in Sicht ist. Es gibt bisher auch keine Analyse über Vor- und Nachteile der bisherigen chinesischen Verbindungen und finanzielle Aufrechnungen laufen meist auf Prestige hinaus, und dies, obwohl Götborg und Shanghau seit 25 Jahren ein gemeinsames Abkommen unterzeichneten, das beiden Städten zum Vorteil gereichen sollte.

Göran Johannson, einer der einflussreichsten Männer Göteborgs, würde gerne die Ostindiefararen Götheborg erneut nach Shanghai schicken, so umstritten dieses Projekt, das mindestens 36 Millionen Kronen verschlingen würde, auch sei. Die bisherige Arbeit Göteborgs mit China betraf vor allem die Aktivität am Hafen, die vor allem Unruhe unter den Arbeitern auslöste und der wissenschaftliche Austausch, sowie die Möglichkeit für chinesische Studenten vor allem an der Technischen Hochschule Chalmers zu studieren. Nach ihrer Rückkehr nach China müssen die ausgebildeten Fachkräfte jedoch wieder die staatstreue Position einnehmen und dürfen das Wort Menschenrechte nicht mehr in den Mund nehmen. Auch auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai wird von den freien Ländern der Welt und der Stadt Göteborg dieses Wort wohl vermieden werden.

Herbert Kårlin