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Dienstag, 12. April 2011

Die Götheborg segelt weitere zwei Jahre

Die Stadt Göteborg kam zum Ergebnis, dass der Ostindiensegler Götheborg die Aktivitäten der nächsten zwei Jahre selbst finanzieren kann, da die Reise im nächsten Jahr zur Olympiade in London und jene, die 2013 in die USA führt gewinnträchtig sein werden und daher keine Unterstützung benötigen.

Da die Stiftung SOIC jedoch eine andere Einschätzung hat und die Zukunft der Götheborg nicht in Frage gestellt werden soll, hat sich die Stadt entschlossen der Stiftung SOIC eine Garantie von 20 Millionen Kronen zu bieten und der Stiftung einen zinsfreien Kredit in gleicher Höhe anzubieten.

Dieses Jahr wird die Götheborg erneut am Stenpiren anlegen, damit die Besucher Göteborgs das Schiff, das ein lebendes Museum darstellt, besichtigen können und bei der Führung alle Fragen zur Geschichte des Bootes und die frühere Ostindien Kompanie stellen dürfen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 15. August 2010

Die Götheborg unterwegs nach Amsterdam


Am 14. August 2010 um 21 Uhr 30 setzte die Ostindiefararen Götheborg die Segel und verließ das Stenpiren in Göteborg um nach einer fünf Tage langen Reise Amsterdam zu erreichen. Am 19. August wird der Segler dann unter den ersten Booten der Sail-In parade von Ijmuden nach Amsterdam sein, wo sie bei Sail Amsterdam 2010 eine der Hauptattraktionen darstellt.

Wie alle großen Segler dieser Welt, die sich an diesem fünftägigen Ereignis beteiligen, wird auch die Götheborg täglich besucht werden können, damit sich die Besucher dieses Segelereignisses einen Begriff davon machen können wie ein Fracht-Segler des 18. Jahrhunderts aussah und wie sich das Leben an Bord abspielte.

Sechs Repliken aus drei Ländern werden während während Sail Amersterdam 2010 im Hafen vor Anker liegen. Anschließend geht die Reise der Götheborg nach Bremerhaven, wo sie vom 25. bis zum 29. August, gemeinsam mit rund 200 weiteren Seglern, an der Sail Bremerhaven 2010 teilnehmen wird, die dort mit dem 150-jährigen Jubiläum der Stadt zusammenfällt. Auch hier wird die Götheborg wieder besichtigt werden können.

Herbert Kårlin

Freitag, 5. Februar 2010

Die Ostindiefararen Götheborg fährt zur Hochzeit der Kronprinzessin

Ab dem 14. Juni 2010 wird die Ostindiefararen Götheborg Skeppsbron in Stockholm anlaufen und Teil der Festlichkeiten sein, die zur Hochzeit von Kronprinzessin Victoria mit Daniel Westling in der schwedischen Hauptstadt veranstaltet werden. Das legendäre Schiff, das an die Ostindienkompanie in Göteborg erinnert, wird ebenfalls in das Programm Love Stockholm mit eingehen, das vom Nationalfeiertag an bis zum Hochzeitstag veranstaltet wird.

Die Präsenz der Götheborg beruht vor allem darauf, dass die königliche Familie den Bau der Ostindiefararen von Anfang an unterstützte und erheblich mit zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hat. Der schwedische König gilt als der Beschützer der Götheborg und Königin Silvia taufte die Götheborg am 3. September 2004.

Aber auch Kronprinzessin Victoria hat bereits eine Beziehung zur Götheborg, denn als das Schiff im Jahre 2006 Shanghai anlief, war sie, zusammen mit Prinz Carl Philip, als Vertreterin des Königshauses mit an Bord. Als die Götheborg dann im Juni 2007 von ihrer Chinareise zurück kam, hieß König Silvia dann die Mannschaft in Göteborg willkommen.

Herbert Kårlin

Sonntag, 17. Januar 2010

Göteborg auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai

Wenn am 1. Mai 2010 die Weltausstellung in Shanghai eröffnet wird, wird auch Göteborg im Schwedischen Pavillon vertreten sein. Mindestens 4,5 Millionen Kronen wird die Teilnahme an der chinesischen Ausstellung den Steuerzahler Göteborgs kosten, ohne dass ein konkreter wirtschaftlicher Vorteil in Sicht ist, da der Kauf von Volvo nicht in diesem Rahmen betrachtet werden kann.

Am 22. Januar wird die Stadt nun beschließen wie die 4,5 Millionen angewendet werden sollen, wobei eine gemeinsame Linie der verschiedenen Parteien und Wirtschaftsunternehmern bisher nicht in Sicht ist. Es gibt bisher auch keine Analyse über Vor- und Nachteile der bisherigen chinesischen Verbindungen und finanzielle Aufrechnungen laufen meist auf Prestige hinaus, und dies, obwohl Götborg und Shanghau seit 25 Jahren ein gemeinsames Abkommen unterzeichneten, das beiden Städten zum Vorteil gereichen sollte.

Göran Johannson, einer der einflussreichsten Männer Göteborgs, würde gerne die Ostindiefararen Götheborg erneut nach Shanghai schicken, so umstritten dieses Projekt, das mindestens 36 Millionen Kronen verschlingen würde, auch sei. Die bisherige Arbeit Göteborgs mit China betraf vor allem die Aktivität am Hafen, die vor allem Unruhe unter den Arbeitern auslöste und der wissenschaftliche Austausch, sowie die Möglichkeit für chinesische Studenten vor allem an der Technischen Hochschule Chalmers zu studieren. Nach ihrer Rückkehr nach China müssen die ausgebildeten Fachkräfte jedoch wieder die staatstreue Position einnehmen und dürfen das Wort Menschenrechte nicht mehr in den Mund nehmen. Auch auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai wird von den freien Ländern der Welt und der Stadt Göteborg dieses Wort wohl vermieden werden.

Herbert Kårlin