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Freitag, 4. Oktober 2013

Die Götheborg wird an der Werft beschädigt

Nachdem die Götheborg im kommenden Jahr auf große Reise gehen wird und vollkommen unbekannt ist wann sie anschließend wieder im Heimathafen in Göteborg anlegen wird, aber sehr viele Arbeiten nur in der hiesigen Werft ausgeführt werden können, sollte das Schiff gestern ins Trockendock der Gotenius Werft wo eine Generalrevision durchgeführt werden sollte. Das Vorhaben, das bisher jeden Winter durchgeführt wurde, zeigte gestern jedoch eine seltsame Wende.


Um die Götheborg ins Trockendock zu schaffen, benötigt man normalerweise drei Bugsierboote, die dem Schiff helfen die enge Einfahrt ins Dock zu nehmen. Kurz bevor der Ostindiensegler jedoch im Trockendock angelangte, stellte man fest, dass der Göta älv an diesem Tag über eine außerordentlich starke Strömung verfügt, was dazu führte, dass die Götheborg den Kurs nicht halten konnte und eines der Bugsierboote in die Pallisade drückte, die die Strömung am Trockendock reduzieren soll. Das Bugsierboot riss dabei ein Loch in die Pfähle, wurde zurück zur Götheborg gedrückt und beschädigte dabei auch den Dreimaster.

Nach einigen weiteren Anstrengungen gelang es dann jedoch die Götheborg in das sichere Dock zu schaffen, wo man nun auch die neuen Schäden bewerten und reparieren muss. Auch wenn die Vorzeichen für eine mehrjährige Reise des Dreimasters nicht gerade als gute Omen bewertet werden können, sucht die SOIC bereits eine feste Mannschaft für das Schiff und die kommende Reise, die man nicht mehr mit Freiwilligen ausführen kann, die nur im Urlaub einige Teilstrecken mit unterwegs sein können.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Sonntag, 21. Juli 2013

Die Götheborg bis 2021 gerettet

Nachdem die Stadt Göteborg die SOIC (Svenska Ostindiska Companiet) AB, und damit den Ostindiensegler Götheborg, in Zukunft nicht mehr unterstützen wollte und auch andere Sponsoren kein großes Interesse mehr an einer langfristigen Unterstützung zeigten, musste sich die Leitung des Unternehmens nach Sponsoren umsehen, die wenig mit Göteborg zu tun haben, jedoch Interesse daran zeigen, dass die Götheborg weiterhin auf große Fahrt gehen kann.

Die Suche zeigte sich erfolgreich, denn ein chinesisches Konsortium hat sich entschieden der Götheborg das Überleben vorerst bis zum Jahre 2021 zu garantieren, erstaunlicherweise dem Jahr, an dem Göteborg 400 Jahre alt wird. Das Abkommen wurde bereits am Freitag in Göteborg unterzeichnet, wobei die Summe nicht genannt wurde, auch wenn man davon ausgehen kann, dass es sich um bis zu 100 Millionen Kronen handeln kann.

Auch wenn die Götheborg in Zukunft weiterhin ein Symbol Schwedens, und vor allem der Stadt Göteborg, sein wird, so werden die Reisen nun wohl mehr von China aus geplant, denn bereits im April 2014 wird das Schiff nach Xiamen in China aufbrechen, wo es nach seiner Ankunft mehrere Monate lang liegen wird, bevor es dann entlang der chinesischen Küste segelt. Wer daher dieses Symbol Göteborgs auch in seiner Heimatstadt sehen will, wird in Zukunft sehr lange darauf warten müssen, denn unter schwedischer Flagge zu segeln, heißt nicht auch in Schweden zu sein.

Herbert Kårlin

Freitag, 19. April 2013

Kein Zuschuss mehr für die Götheborg


Als die Replik des Segelschiffes Götheborg vor zehn Jahren das erste Mal den Göteborger Hafen verließ um auf dem Seeweg China zu erreichen und damit an die Glanzzeit der Ostindiengesellschaft erinnern sollte, hatte das Unternehmen bereits rund 300 Millionen Kronen verschlungen. Jedes Jahr musste die Stadt und die Region jedoch weitere zehn Millionen in die Instandhaltung investieren, eine Summe, die nur dann interessant ist wenn das Schiff auch entsprechend Werbung für Göteborg macht, was mittlerweile jedoch in Zweifel gezogen wird.

Nun hat der Göteborger Stadtrat das klare Zeichen gegeben, dass die bereits bezahlten Gelder, die den Unterhalt bis zum Jahr 2015 garantieren, die letzten sind, die in das Unternehmen Götheborg investiert werden. Falls die Svenska Ostindiska Companiet AB (SOIC) ihr Schiff weiterhin für Segeltouren benutzen will, so muss die Gesellschaft dies auf andere Weise finanzieren, was mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist, da in Krisenzeiten Sponsoren nicht gerade auf Prestigeobjekte setzen, die letztendlich nur der SOIC und Göteborg irgendwelchen Nutzen bringen.

Was allerdings ab 2015 aus der Götheborg wird, ist ungewiss, denn nach Vertrag kann die Stadt Göteborg das Segelschiff dann übernehmen und in ein ständiges Museum verwandeln, was mit Sicherheit gewisse Einnahmen garantieren würde, aber eine andere Klausel erlaubt es der Stadt auch ganz auszusteigen, was bedeutet, dass die Götheborg unter dieser Voraussetzung selbst ihre Anlegestelle verliert und nur noch zwei Möglichkeiten offen sind: Entweder es findet sich ein Käufer, oder aber das Schiff wird wieder in seine Einzelteile zerlegt.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 4. August 2012

Die Götheborg ist zurück im Heimathafen

 
Gestern gegen 18 Uhr kehrte die Götheborg von ihrer Europafahrt, bei der sie drei Länder besucht hatte, wieder zurück in ihren Heimatort Göteborg. Rund 100 Personen erwarteten sie am Stenpiren und konnten sie im Gegenlicht fast schon als Gespensterschiff den Göta älv entlang kommen sehen, ein Eindruck, den die Böllerschüsse kurz vor dem Anlegen am Kai noch verstärkten. Und doch stellt sich nun die Frage ob das Schiff als Sieger oder als Besiegte zurückkehrte.

Der Kapitän und der Verein SOIC (Svenska Ostindiska Companiet) wollen die Götheborg weiterhin auf den Weltmeeren segeln sehen und haben bereits die unterschiedlichsten Pläne ausgearbeitet und betrachten den Ostindiensegler selbst als touristische Attraktion, die eine Gruppe an Feriengästen auf die Kanaren oder zu anderen Zielen bringt. Auch ein fester Liegeplatz am Freihafen und geschützt von Glas ist in der Diskussion, aber die Frage ist nun das Geld für den Unterhalt, die feste Besatzung und die Arbeiter zu finden, die die Götheborg in Form halten.

Für dieses Jahr wird die Götheborg jedoch keine Reise mehr unternehmen, was jedoch auch seine Vorteile hat, da sie nun, bevor sie den Winter wieder in Eriksberg verbringen wird, auch während des Göteborger Kulturkalaset zwischen dem 14. und dem 19. August wieder von allen Besuchern Göteborgs besucht werden kann und damit ein wenig von ihrem Abenteuer weitergeben kann. Vorerst wird das Schiff allen Besuchern noch ein Stück Göteborger Seefahrtgeschichte erzählen.
 
Herbert Kårlin

Samstag, 7. April 2012

Unterwegs mit der Götheborg

Wer etwas Abenteuerblut im Körper spürt und diesen Sommer zehn Tage lang auf dem historischen Handelsschiff Götheborg der Göteborger Ostindiengesellschaft unterwegs sein will, hat dieses Jahr die einzigartige Chance zehn Tage an Bord dieses Segelbootes zu verbringen und die Kameradschaft auf See zu spüren, denn noch sucht man einige Personen, die von Göteborg aus mit in See stechen wollen um einen unvergessenen Arbeitsurlaub zu erleben.

Insgesamt sucht die Svenska Ostindiska Companiet (SOIC) noch 60 Personen, die an einer der vier Fahrten, die dieses Jahr im Rahmen einer Europatournee geplant sind, teilzunehmen. Ende Juni wird der nachgebaute Segler Götheborg aus dem 18. Jahrhundert Holland, Frankreich und Deutschland besuchen, um dann ab Ende Juli wieder am Kai in Göteborg zu liegen und Besucher zu empfangen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist, außer dass man mindestens 18 Jahre als sein muss, nur, dass man auch bereit ist an allen Arbeiten an Bord teilzunehmen und auch in die Rigg zu klettern. Gesucht werden sowohl Neu-Matrosen als auch bereits erfahrene Matrosen, aber auch Fotografen, Blogger und Personen, die die Reisen auf Video festhalten. Allerdings müssen auch Nicht-Matrosen bei allen Arbeiten an Bord aktiv werden, nur dass ihnen auch Zeit für die künstlerischen Aufgaben zur Verfügung steht.

Herbert Kårlin

Freitag, 2. März 2012

Ostindienfahrer Götheborg bleibt im Hafen

Wie der bisherige Chef der Svenska Ostindiska Companiet, Rickard Thonander, der mittlerweile seinen Rücktritt erkläre, mitteilte, wird die Götheborg weder zur Olympiade nach London aufbrechen, noch nach Amerika segeln, sondern lediglich einen kleineren Ausflug an die nordfranzösische Küste unternehmen und die restliche Zeit des Jahres eine touristische Attraktion Göteborgs bleiben, die während der Sommermonate zahlreiche Besucher anzieht.

Als Ursache nennt die Stiftung SOIC (Svenska Ostindiska Companiet) eine mangelnde Finanzierung der Projekte. Nach Rickard Thonander reichen die 20 Millionen Kronen Unterstützung der Stadt Göteborg und der Region Västra Götaland, zusammen mit den finanziellen Unterstützungen von Volvo, Stena, SKF und dem Göteborger Hafen, nicht aus um die Reisen zu finanzieren. Nach dem Direktor der Stiftung sieht Schweden nicht den nationalen Wert des Schiffes, das als Unikat seiner Art gilt.

Die Stiftung bedauert vor allem, dass die USA-Reise eingestellt werden muss, die seit mehreren Jahren geplant war und bei der während der sechsmonatigen Reise 15 Häfen angelaufen werden sollten. Als Ursache der geringen finanziellen Unterstützung von Seiten der USA sehen die Verantwortlichen der Stiftung vor allem die Krise in der sich die USA befindet und das geringe Interesse des Landes an einer europäischen Attraktion wie der Götheborg.

Herbert Kårlin

Dienstag, 12. April 2011

Die Götheborg segelt weitere zwei Jahre

Die Stadt Göteborg kam zum Ergebnis, dass der Ostindiensegler Götheborg die Aktivitäten der nächsten zwei Jahre selbst finanzieren kann, da die Reise im nächsten Jahr zur Olympiade in London und jene, die 2013 in die USA führt gewinnträchtig sein werden und daher keine Unterstützung benötigen.

Da die Stiftung SOIC jedoch eine andere Einschätzung hat und die Zukunft der Götheborg nicht in Frage gestellt werden soll, hat sich die Stadt entschlossen der Stiftung SOIC eine Garantie von 20 Millionen Kronen zu bieten und der Stiftung einen zinsfreien Kredit in gleicher Höhe anzubieten.

Dieses Jahr wird die Götheborg erneut am Stenpiren anlegen, damit die Besucher Göteborgs das Schiff, das ein lebendes Museum darstellt, besichtigen können und bei der Führung alle Fragen zur Geschichte des Bootes und die frühere Ostindien Kompanie stellen dürfen.

Herbert Kårlin