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Dienstag, 5. August 2014

Ein zusätzlicher Campus für die Universität Göteborg

Obwohl die Stadt Göteborg den Plan die Umgebung um den Näckrosdammen in einen Campus zu verwandeln in mehreren Punkten bereits den Wünschen der Universität angepasst hat und die Ausweitung der Universität mit Neubauten entschieden ist, sollen nun noch die Anwohner, aber auch die anderen Bewohner Göteborgs, ihre Meinung zum Projekt äußern können, selbst wenn das Treffen im Herbst mehr eine Formsache ist als ein Aufruf zur Mitbestimmung.

Da selbst der Neubau einer Bibliothek am Näckrosdammen, der zur 300-Jahrfeier Göteborgs entstand und selbst eine Freilichtbühne erhielt, eine entschiedene Sache ist und nur noch ihre Größe einen gewissen Freiraum lässt, ist offen welchen konkreten Zweck die Einladung hat. Zur Diskussion steht nur noch das alte Hovrätten (Landesgericht), da dieses Gebäude als historisch wertvoll eingestuft ist , aber nach Meinung der Universität abgerissen werden soll, damit an dieser Stelle eine imposante Bibliothek entstehen kann die bereits auf die Zukunft ausgerichtet sein soll.

Die Frage bei der etwas vagen Einladung ist daher welche Rolle die Meinung der Bürger hinsichtlich der Zukunft dieses Gebäudes spielen soll und wovon die Bürger überzeugt werden sollen, denn so nebenbei hat die Stadtverwaltung einen Köder vorgelegt und verspricht die Erhaltung eines Großteils der Grünanlage an der man sich nach wie vor erholen kann. Zusätzlich sollen dort Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen geplant sein, auch wenn diese Punkte bisher nur sehr vage sind. Der Baubeginn ist jedenfalls bereits auf das kommende Jahr festgelegt. Das Projekt soll zur 400-Jahrfeier Göteborgs abgeschlossen sein.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Samstag, 21. Juni 2014

Zu wenige Parks für eine Baugenehmigung

Beim Plan zum Bau von 7000 neuen Wohnungen pro Jahr blockiert ein stadteigenes Amt bereits die groß angelegten Pläne Göteborgs, denn als das Bauamt der Stadt nun einen Umbau der alten Fabriken im Stadtteil Gamlestaden beantragte, kam von der Parkverwaltung ein klares Nein und die zum Teil bereits ungenutzten Gebäude dürfen daher weder zu Wohnzwecken, noch zu Büroräumen oder Geschäften umgebaut werden, sondern müssen auch in Zukunft wertvollen Wohnplatz besetzen.

Das Argument der Parkverwaltung ist indes logisch, da die Stadt Göteborg nicht nur an Wohnungsbau denkt, sondern auch an Grünflächen und im Rahmen ihrer grünen Strategie entschieden hat, dass nur dort Wohnungen gebaut werden dürfen wo auch im Radius von 300 Metern eine Grünfläche zu finden ist, und dies ohne dass eine Barriere wie Eisenbahnlinie, verkehrsreiche Straße oder ein Wasserlauf im Weg sein dürfen, eine Forderung, die immer seltener zu erfüllen ist und bei den alten Fabriken geradezu illusorisch ist.

In Gamlestaden ist, auf Grund der geografischen Lage, gegenwärtig von kaum einem Bewohner im Radius von 300 Mater eine Grünfläche zu finden und beim Umbau der alten Fabriken könnte geradezu ein neuer Stadtteil entstehen, der für die aktuellen Bewohner und die vielen Wohnungssuchenden nur von Vorteil sein könnte, auch ohne Grünfläche. Bei der Durchsetzung der Forderungen nach einer nahen Grünfläche dürften in den kommenden Jahren sehr viele Bauprojekte Göteborgs auf der Strecke bleiben und mögliche Wohnfläche als leere Ruinen das Stadtbild „auflockern“.

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Dienstag, 29. April 2014

Göteborg zerstört seine Grünflächen

Obwohl wissenschaftlich erwiesen ist, dass Grünflächen für die Gesundheit der Bevölkerung förderlich sind und Stress abbauen, sind das Bauamt Göteborgs und der Stadtrat der Meinung, dass zu viel Grün in Göteborg unnötig sei und nur Platz für Wohnungen wegnehme. Allein zwölf Grünflächen der Stadt sollen bereits weichen, damit dort Wohnungen in möglichst hohen Häusern errichtet werden können.


Natürlich gibt es in Göteborg auch andere möglichen Baugebiete, da Parkplätze unter Gebäuden errichtet werden können und auch auf Granit gebaut werden kann, aber dies kommt für die Stadtplaner aus unerklärlichen Gründen nur in wenigen Fällen in Frage, obwohl sich Göteborg ein grünes Label gibt und gerne von der grünen Stadt spricht, auch wenn die grünen Stellen immer mehr am Rande der Stadt gesucht werden müssen, da das Zentrum immer mehr zubetoniert wird.

Natürlich muss in und um Göteborg gebaut werden, damit die Wohnungsnot im Laufe der Jahre abgebaut wird, aber es stellt sich natürlich die Frage, warum man zuerst zentrale Grünflächen zerstören muss, die über 100 Jahre den Bürgern der Stadt ein Stück Natur mit Vogelgezwitscher und einem Platz für ein Picknick boten. Wo einmal Beton steht, ist die Natur für immer verloren zumal die Neubauten immer höher werden und damit die kleinen Flächen zwischen den Häusern sogar meist ohne jede Sonneneinstrahlung bleiben, eine Notwendigkeit für jedes Lebewesen.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 5. April 2014

Der Stora Hamnkanalen soll der Entspannung dienen

Wenn es nach den Bürgern Göteborgs, dem Tourismusverband und dem Stadtrat geht, so soll der Stora Hamnkanalen neu belebt werden und, zumindest die Sonnenseite, mit Bänken, Cafés, Grünflächen und Booten zum neuen Erleben erweckt werden, eine Idee, die mit Sicherheit mehrere hundert Millionen Kronen verschlingen wird und von allen Seiten ein Umdenken fordern wird, denn ganz so einfach sind die Veränderungen nicht zu erreichen.


Will man dem Stora Hamnkanalen wieder beleben, was ab 2016 geschehen soll, so benötigt man in erster Linie eine Lösung für den Verkehr, denn die beiden Straßen entlang des Kanals gehören zu den bedeutendsten Strecken für die öffentlichen Verkehrsmittel, sind aber auch eine Anlaufstelle und Haltestelle für touristische Busse. Eine Veränderung der Verkehrswege muss daher zwangsweise zu immensen Verkehrsproblemen führen, da die Bevölkerung der Stadt weiterhin wächst.

Bei allen Plänen, die zur 400-Jahresfeier Göteborgs vorliegen, stellt sich, wie auch beim Stora Hamnkanalen, natürlich die Frage wie viel im jahre 2021 vom heutigen Göteborg noch vorhanden sein wird und wie viel Persönlichkeit die Stadt verlieren wird, denn Modernismus, eine autofreie Innenstadt, ein Freibad am Freihafen und möglichst viele Aktivitäten am Wasser müssen nicht unbedingt zum Vorteil gereichen, denn in der Tat ziehen Städte mit einem mittelalterlichen Charakter weitaus mehr Besucher an als ein Göteborger Manhattan mit Grünfläche und Bootleben, wobei man dabei nicht vergessen darf, dass dann auch sämtliche Brücken neu gebaut werden müssen, da aktuell ein Bootsverkehr, Paddan ausgenommen, nicht möglich ist, da sich die Brücken nicht mehr öffnen lassen.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 2. Januar 2014

Göteborger Schlosswald soll geschützt werden

Nach jahrzehntelanger Diskussion über die Entwicklung des Göteborger Schlosswaldes (Slottsskogen) und den unterschiedlichsten Plänen, die die gesamte Breite zwischen einer Bebauung und der Schaffung eines Schutzgebietes umfassen, wollen die Politiker der Stadt nun im Jahr 2014 einen Schlussstrich setzen und endgültig über die Zukunft der größten Grünanlage der Stadt entscheiden.


Alles weist darauf hin, dass der Stadtrat während einer der kommenden Versammlungen entscheiden wird den Schlosswald in ein kommunales Naturschutzgchutzgebiet zu verwandeln, was jede Bautätigkeit ausschließen soll und die Erhaltung des Parks als Grünfläche garantiert. Auch wenn diese Art von Schutz der geringsmögliche Schutz in Schweden ist, so könnte damit, zumindest für die kommenden Jahre, das wichtigste Ausflugsgebiet der Göteborger im heutigen Zustand erhalten bleiben.

Die Frage, die sich in diesem Rahmen allerdings stellen wird, ist die Nutzung des Schlosswaldes für Veranstaltungen wie Way Out West, die offensichtlich ein kommerzielles Interesse vertreten und die Anlage zeitweise für die Besucher sperrt sowie die Grünfläche stark strapaziert. Das Schutzinteresse wird daher dem kulturellen Interesse der Stadt gegenüberstehen und unter Umständen ein etwas zweifelhaftes Naturschutzgebiet entstehen lassen.

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Mittwoch, 18. Dezember 2013

In Göteborg werden 1500 junge Bäume gepflanzt

Göteborg ist bis weit in die Geschichte zurück bekannt als die Stadt der Linden, auch wenn man mittlerweile feststellen muss, dass diese nordischen Bäume mit einer eigenen Art aus dem Bohuslän, aus dem Stadtraum immer mehr verdrängt werden und die Lindenhaine um die Stadt längst Häusern Platz machen mussten. Vergeblich wird man heute in Göteborg auch nach Exemplaren suchen, die 700 Jahre alt sind oder auch noch älter wurden.


Nun haben sich die Politiker der Stadt entschieden 1500 junge Bäume zu pflanzen um „einen interessanten Stadtraum“ zu schaffen. Diese Bäume sollen über die ganze Stadt verteilt werden, wobei das Amt für Natur und Parkanlagen entschieden hat mehrere verschiedene Baumarten zu pflanzen, damit bei einer eventuellen Krankheit nicht alle Bäume betroffen sein werden und die Stadt ihren grünen Charakter behalten kann. Der Plan gleicht dabei mehr einem Botanischen Garten als einer gesunden Stadtplanung mit Alleen und schattigen Grünflächen.

Wie kurzsichtig Göteborger Politiker dabei denken, kann man allerdings auch an der Auswahl der Bäume sehen, denn unter den „neuen“ Bäumen findet man sehr wenige einheimische Arten, die dem Klima am besten entgegenstehen könnten. Und neben exotischen Arten hat man sich auch entschlossen Apfelbäume und japanische Kirschbäume anzupflanzen, damit die Bevölkerung und die Touristen die Blüte genießen können. Deutlich wird dabei, dass man dabei, als ökologische und grüne Stadt, sehr wenig an Bäume dachte, die lange leben werden, denn Obstbäume im Stadtmilieu werden normalerweise kaum 70 Jahre alt, im Gegensatz zu Eichen, Linden und anderen einheimischen Arten, die auch 500 Jahre ohne größere Probleme leben können.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 26. August 2013

Grünfläche im Göteborger Arendal kann gerettet werden

Noch in letzter Sekunde besteht für eine der wichtigsten Grünflächen des Göteborger Stadtteils Hisingen noch eine Chance auf Rettung, denn noch bevor das Umweltgericht ein Urteil über die Zukunft der Fläche in Arendal gefällt hat, tauchen neue Elemente aus, die den dortigen Steinbruch in Frage stellen, dieses Mal nicht von Naturschützern oder der Stadt selbst, sondern von einer Ölraffinerie, die sich dort in nächster Nähe befindet.


Die Ölraffinerie St1 will indes nicht den Steinbruch untersagen, sondern fordert von Swerock lediglich Garantien, die gewährleisten, dass durch die dabei notwendigen Sprengungen weder die Pipelines am Oljevägen beschädigt werden, noch aber durch das absinkende Grundwasser die Öllager im Bergraum einen Schaden erleiden und unter Umständen eine Umweltkatastrophe anrichten, Forderungen, die man nicht nur ernst nehmen muss, sondern auch einer Logik nicht entbehren.

Die Ölraffinerie St1 fragt sich auch, warum die umliegenden Firmen nicht über das Projekt und seine Ausmaße informiert wurde, da bekannt ist, da bereits früher bei weitaus harmloseren Sprengungen des Straßenbaus bedeutende Schäden entstanden. Das Unternehmen lässt es dabei vollkommen offen welche Garantien Swerock bietet und fordert nicht die Genehmigung zu untersagen, vorausgesetzt die Ölleitungen und die Ölreservoirs können auf eine andere Weise zu 100 Prozent geschützt werden.

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 21. Mai 2013

Der Bältesspännarparken in Göteborg mit neuem Aussehen

Nachdem die Straße zwischen der Trädgårdsföreningen und dem Bältesspännarparken bereits vor Monaten für den Verkehr geschlossen wurde, soll diese nun ganz aus der Erinnerung der Göteborger verbannt werden, denn sie soll in Zukunft eine Art Bindeglied zwischen der Grünanlage des Gartenvereins und dem Park werden, auch wenn man auf die großen Veränderungen noch bis zum Herbst warten muss.

Bereits zum Sommer soll jedoch der Bältesspännarparken, der bereits heute ein beliebter Platz für sommerliche Picknicks ist, ein neues Gesicht bekommen indem dort ein Blumenparadies entsteht, Bänke aufgestellt werden und die Besucher den Eindruck bekommen an einem Zentrum Göteborgs angelangt zu sein. Da jedoch während des Sommers noch zahlreiche Veranstaltungen geplant sind, die den Bältespännarparken einschließen, bleibt die Pracht nur bis zum Abschluss des Göteborger Kulturfestes bestehen.

Sobald sich die Stadt wieder vom Tourismus leerte, wird dann das Teer der früheren Straße entfernt, es wird Erde herbeigefahren und statt Asphalt werden Bäume und Büsche gepflanzt, überdimensionale Blumentöpfe und Urnen aufgestellt und der Anlage ein einheitliches Gesicht gegeben. Diese aufwendigen und teuren Arbeiten sind einer der ersten Schritte die die 400-Jahresfeier der Stadt einleiten, denn Göteborg will sich als grüne Stadt profilieren und schon bald wird man daher das heutige Göteborg nicht wiederfinden können.

Herbert Kårlin

Montag, 10. Dezember 2012

Göteborger Schlosswald soll geschützt werden


Das Göteborger Bauamt hat sich entschlossen den größten Stadtpark Schwedens, den Göteborger Schlosswald, im kommenden Jahr gegen jede Art von Bauprojekt zu schützen um ihn damit für alle Zukunft als Grünfläche für die Erholung der Städter zu erhalten. Auch wenn dieses Projekt seit über 20 Jahren immer wieder auf den Tisch des Stadtrats kam, kam nun mit der grüneren Politik der Stadt die Wende.

Sicher ist bisher jedoch nur, dass der Schlosswald geschützt wird, nicht entschieden ist jedoch in welche Kategorie er fallen wird. Im nächsten Schritt muss daher entschieden werden ob der Schlosswald nach Stockholmer Modell zu einem Nationalstadtpark wird, zu einem Naturschutzgebiet oder einem Kulturschutzgebiet, die alle drei gemeinsam haben, dass dort keine Miethäuser oder Privathäuser gebaut werden dürfen.

Auch wenn das Bauamt der Stadt nun als erstes den Schlosswald in seiner Gesamtheit unter Schutz stellen will, so geht der Plan des Amtes bereits weiter indem auch einige andere Parkanlagen der Stadt geprüft werden, die von Bauunternehmen bereits in Zukunftsprojekten eingeschlossen werden. Sollten daher diese Parks den Voraussetzungen für ein Schutzgebiet entsprechen, so können in den kommenden Jahre auch diese als Naturschutzgebiete Göteborgs ausgezeichnet werden.


Herbert Kårlin

Montag, 3. Dezember 2012

Kampf gegen Lärm in Göteborg

Da übermäßiger Lärm nicht nur Hörschäden verursachen kann, sondern auch das Risiko für stressbezogene Krankheiten steigert und Lärm in Schweden jährlich hunderte von Leben kostet, hat Göteborg bereits 2008 einen ersten Fünfjahresplan beschlossen, der den Lärm in Wohnungen reduzieren soll. Nun geht die Stadt die zweite Phase mit einem weiteren Fünfjahresplan an, der das Gesamtmilieu der Stadt berücksichtigt.

Nach dem neuen Plan spielt vor allem die Entspannung in Grünflächen eine wichtige Rolle, da man in Göteborg gegenwärtig zehn Grünanlagen zählt in denen die Lärmbelästigung über den gesundheitlich empfohlenen Werten liegt. Innerhalb von fünf Jahren sollen nun Methoden gefunden werden, die es ermöglichen dass der Lärm in keiner der Grünanlagen der Stadt 50 Dezibel überschreitet, was insbesondere für den Kungsparken und den Vasaparken eine wahre Herausforderung ist.

Der zweite wichtige Punkt dieses Anti-Lärm-Plans betrifft die Pausenhöfe und Spielflächen von Kindergärten und Schulen, da auch hier der nahe Straßenverkehr oft zu einer Lärmbelästigung führt, die auf Kosten der Konzentrationsfähigkeit der Kinder geht. Hier soll der maximale Lärmpegel auf 55 Dezibel begrenzt werden, was gegenwärtig bei 18 dieser Einrichtungen nicht der Fall ist. Man hofft in Göteborg im ersten Schritt auf jeden Fall bei 95 Prozent dieser Einrichtungen das angestrebte Ziel zu erreichen.

Herbert Kårlin

Dienstag, 4. Oktober 2011

Junger Elch irrt durch Göteborger Straßen

Es geschieht sehr selten, dass sich ein Elch in die Innenstadt Göteborgs verirrt, wie gestern Nachmittag, als ein Jungtier wie aus dem Nichts plötzlich im Vasaparken auftauchte und dann entlang der Hauptverkehrsstraßen durch die Stadt wanderte. Glücklicherweise entstand durch das Jungtier weder eine Panik noch ein Verkehrschaos bis die herbeigerufenen Polizei dem Elch folgen konnte und dabei den Verkehr absicherte.

Der Elch, ziemlich verwirrt durch den regen Straßenverkehr, bummelte durch die Grünflächen, die sich entlang einiger Hauptverkehrsstraßen ziehen, bis zum Järntorget, dann entlang dem Göta Älv zum Fährhafen, an dem die Boote nach Dänemark ablegen und machte sich dann auf den Weg nach Westschweden, wo ihn nur noch einige Kilometer von der freien Natur trennten.

Die Polizei hatte während der letzten Strecke durch die Stadt einen Jäger zu Hilfe gerufen, der das Tier bei Eintritt einer bedeutenden Gefahr erlegen sollte, wobei der Auftrag jedoch lautete den Elch möglichst unbeschadet durch Göteborg zu bringen. Aber auch ohne dass jemand der Beobachter eine ernsthafte Gefahr für den Verkehr oder Personen entdecken konnte, wurde das Jungtier dann vom Jäger erlegt noch bevor es die Freiheit wieder erlangen konnte.

Herbert Kårlin

Montag, 23. Mai 2011

Guerilla gardening in Göteborg

Seit einigen Jahren verbreitet sich in den verschiedenen Stadtteilen Göteborgs die Idee des guerilla gardening. Auf nicht von der Stadt genutzten Grünflächen unterschiedlichster Größe setzen Bürger der Stadt Kartoffeln, säen Karotten oder pflanzen Blumen. Mehrere hundert Personen haben sich dieser Bewegung mittlerweile angeschlossen und selbst einige Vereine gegründet.

Am gestrigen Sonntag riefen die Organisatoren von guerrillaodling (guerilla gardening) nun dazu auf 100.000 Sonnenblumen in Göteborg zu sähen, überall dort, wo eine kleine grüne Stelle im Asphaltdschungel zu finden ist, den die Stadt nicht selbst benutzt. Über 600 Personen hatten sich zu dieser Aktion über Facebook angemeldet, die die Stadt zu einer blühenden Fläche machen soll.

Auch wenn die Aktion nicht vom Gesetz abgesegnet ist, so steht die Stadtverwaltung dennoch positiv zum guerilla gardening in Göteborg, zumindest soweit keine Pflastersteine dafür entfernt werden. Allerdings müssen die Guerilla-Gärtner damit rechnen, dass an einigen kritischen Stellen die Sonnenblumen wieder entfernt werden. Die Stadtverwaltung weist auch darauf hin, dass Sonnenblumen sehr viel Wasser benötigen und die Gärtner der Stadt hoffen, dass die unbekannten Gärtner ihren Pflanzen auch regelmäßig Wasser bringen.

Herbert Kårlin

Freitag, 1. Oktober 2010

Grünflächen in Göteborg ohne Schutz

Grünanlagen, kleinere Parks und die meisten Kinderspielplätze in Göteborg stehen unter keinerlei Schutz und können sich bisweilen von heute auf Morgen in einen Parkplatz verwandeln oder für andere städtische Zwecke wie den Bau von Hochhäusern dienen, da die städtische Verwaltung Grünflächen keinerlei Priorität gibt.

Bisher werden Grünflächen und entsprechende Anlagen jeweils für fünf bis zehn Jahre geplant. Ein längerer Schutz ist nach dem Göteborger Bebauungsplan nicht vorgesehen, was bedeutet, dass die anschließende Nutzung jeweils von dem Willen einzelner Politiker und Sparmaßnahmen der Stadt abhängt.

In jüngerer Zeit rücken immer mehr der bisherigen Grünflächen ins Kreuzfeuer der Politik, da, nach Meinung des städtischen Bauamts, gerade diese Flächen ideal für Hochhäuser sind, da die Infrastruktur dort bereits vorhanden ist und Grünflächen daher sinnvoller genutzt werden können als für Picknicks und spielende Kinder.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 12. Mai 2010

Göteborg bekommt im Kvillebäcken einen neuen Stadtteil

Nach einem halben Jahr an Vorbereitung erfolgt heute im Kvillebäcken auf Hisingen der erste Spatenstich, der zu 1600 neuen Wohnungen führen wird und als ökologischer, sozialer neuer Stadtteil Göteborgs bezeichnet wird. Die Bauten sollen in Grünflächen eingebettet werden, von Spielplätze umgeben werden und innerhalb des Wohngebiets sollen Restaurants, Cafés und Geschäfte entstehen, die den Bewohnern eine gewisse Autonomie gewähren.

Das Bauprojekt stieß auf sehr wenig Widerstand innerhalb der Göteborger Bevölkerung, da die Gegend bereits seit Jahren von den Industrieunternehmen und den letzten Bewohnern verlassen wurde, der Asphalt von Löchern übersät ist und überall Wildgras sprießt. In der Vorbereitungsphase wurde daher die Gesamtfläche eingeebnet, damit heute der Bau von Straßen, Leitungen und Wassersystemen beginnen kann.

Auch wenn die Zukunft des Kvillebäcken grün und freundlich scheint, so darf man jedoch nicht vergessen, dass hier früher teils milieuschädliche Industrie zu finden war, unter anderem eine Farbenfabrik und dass selbst Sanierungsarbeiten keine Garantie geben, dass alle Schadstoffe aus dem Boden, wo bald Kinder spielen werden, auch tatsächlich beseitigt wurden.

Herbert Kårlin

Dienstag, 17. November 2009

Wanderratten fühlen sich wohl in Göteborg

Göteborg gehört mit zu den grünsten Städten Europas wo Parks und Grünflächen das Leben gemütlich machen und die Stadt fast zu einer ländlichen Idylle verwandeln. Es ist daher nicht verwunderlich, dass immer mehr Bewohner auch überall ihre Picknicks machen, dass die Restaurants vor den Türen der Etablissements zunehmen und immer mehr Veranstaltungen ins Freie verlegt werden.

Diese Entwicklung hat jedoch nicht nur ihr Sonnen-, sondern auch ihre Schattenseiten, denn mit der Freizeitkultur der Göteborger steigt auch die Anzahl der Wanderratten, die sich in den Parks, Grünflächen und Straßen mit vielen Straßencafés und -restaurants immer wohler fühlen, zumal sie nicht den gleichen Lebensrhythmus haben wie jene, die von der Sonne und den Grünflächen am Tage profitieren.

Die Firma Anticimex Göteborgs hat mittlerweile jeden Monat 100 Aufträge mehr als im Vorjahr im gleichen Zeitraum. Wanderratten haben sich auf Grund des Verhaltens der Göteborger an zahlreichen Stellen vermehrt, denn sie finden immer mehr zu fressen und mehr zu fressen bedeutet bei diesen Nagern natürlich auch sich besser zu vermehren.

Es wäre natürlich zu einfach zu behaupten, dass das neu entstandene Rattenproblem von Restaurants, Kulturfest, Musikfestival und Picknick kommt, denn wenn Essensreste auch in den dafür vorgesehen Tonnen landen würden und nicht im Gras oder auf der Straße, so würden Wanderratten auch nicht das Übermaß an Ernährung finden, das so vorteilhaft für ihre Verbreitung ist. Um dem Problem Herr zu werden müssten Göteborger einfach wieder überlegen, wo sie ihre Essensreste lassen.

Herbert Kårlin

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Keine neuen Mietwohnungen im Göteborger Svaleboskogen

Göteborg versprach noch Anfang des Jahres den Bau von jährlich 2000 Wohnungen, vor allem Mietwohnungen, um die Wohnungsprobleme der Stadt mittelfristig in den Griff zu bekommen. Zu Beginn 2009 wurden daher in guter Lage zwischen Majorna und Högsbo 1000 dieser Wohnungen geplant. Der Svaleboskogen, die einzige Grünfläche in diesem Gebiet, schien ein ideale Lösung für die Stadtplaner zu sein.

Am Dienstag wurde dieser Plan nun beerdigt, da Anwohner weder ihren Waldhain verlieren, noch Auspuffgase und Lärm vor ihren Türen haben wollten. Dieses Aus bedeutet nun natürlich, dass die Wohnungsnot auf Grund der steigenden Zuwanderung in Göteborg noch bedeutender wird. Zahlreiche Bewohner der Umgebung fragen sich natürlich auch, warum die Stadtplaner unbedingt auf Grünflächen bauen wollen und an einer Stelle wo der öffentliche Verkehr jetzt schon problematisch ist und nicht dort, wo entsprechende Stellen wirklich zur Verfügung stehen.

Direkt am Svalboskogen befindet sich aktuell nur ein Wohnheim für ältere Bürger der Stadt. Die neuen Wohnungen sollten daher für eine Altersmischung sorgen und auch Geschäfte anziehen, die die Bewohner mit den wichtigsten Gütern versorgen, ein Verfangen, das selbst in Högsbo nach mehreren Jahren nicht wirklich gelang, obwohl dort weitaus mehr Bewohner zu zählen sind als in der Umgebung des Svaleboskogen geplant waren.

Herbert Kårlin